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»Setzen Sie sich, mein Junge. Mein Enkel kommt gleich mit dem Frühstück aus dem Keller.« Dankbar nahm Ben auf einem Stuhl Platz.
* * *
Wieder begann ein Tag. Ben wachte an diesem Tag aber mit ein wenig mehr Zuversicht auf. Er war endlich wieder unter Menschen. Die alte Frau und ihr Enkel hatten sich rührend um ihn gekümmert. Außerdem hatte er erfahren, dass die Kämpfe wohl wirklich vorüber waren. Im Oktober hatte sich die Europäische Union ergeben, so hieß es unter der Bevölkerung.
Aber niemand wusste, was nun geschehen würde, wie die Zukunft für die Menschen dieses Planeten aussehen würde. Nur eines war sicher: Man würde ganz von vorn anfangen müssen.
Ben war heute auf dem Weg in die Stadt. Oder besser, in das, was von der Stadt noch übrig war. Wieder knirschten die Kieselsteine unter seinen Schuhsohlen. Und wieder war es das einzige Geräusch, was sich weit und breit vernehmen ließ. Aber welches andere Geräusch hätte es geben sollen?
Wie es schien, waren die Kämpfe vorüber. Lange genug hatte er in seinem noch recht jungen Leben Geräusche von Geschossen wahrgenommen. Wie gern er aber wieder einen Vogel singen hören würde. Oder das Zirpen der Grillen.
Nur waren Flora und Fauna so stark geschädigt, dass es lange dauern würde, bis sich dieser Wunsch erfüllte. Und außerdem war es November.
Ben erreichte eine von kleinen Kratern übersäte Asphaltstraße. Nun hörte er kein Knirschen mehr. Stattdessen ertönte ein heulendes Geräusch, das immer lauter wurde, immer näher zu kommen schien. ›Hört denn dieser Krieg nie auf?‹, schoss es ihm durch den Kopf.
* * *
Diesmal begann kein neuer Tag...
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