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Farscape


"Zurück an Absender"

von Ann Harrington

Teil1


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Vielleicht war es so weil er längst wusste, dass es nichts gab was sie zu seiner Hilfe tun konnte. Niemand konnte das. Seine Ängste zuzugeben, würde den Tag an dem seine Verfassung entdeckt wurde nur noch schneller herbeiführen, und dann war die Crew gezwungen etwas zu unternehmen.
Also hatte er gelernt nicht darauf zu reagieren wenn er eine Stimme hörte, die nicht da war, oder etwas sah was sonst niemand sah, oder wenn das andere Dutzend Möglichkeiten eintrat, das die Tatsache enthüllen konnte, dass sich John Crichton nicht mehr unter Kontrolle hatte. Welche Wahl hatte er denn? Sollte er die Crew zusammen rufen und es ihnen sagen?
Er sah es ganz deutlich vor sich, alle waren im Gemeinschaftsraum versammelt und er sagte: "Wisst ihr was? Es hat sich rausgestellt dass Aeryn recht hatte. Menschen vertragen den Raum nicht besonders gut. Ich bin dabei überzuschnappen. Entschuldigt bitte die Unannehmlichkeiten."
Und wenn er es zugab, was würden sie dann tun? Sie waren seine Freunde, aber sie konnten ihn nicht vor sich selbst retten. Früher oder später mussten seine Freunde handeln, mehr zu ihrer eigenen Sicherheit als zu seiner.
Würden sie ihn von Moya verbannen, ihn zurück lassen, damit er seinen Weg allein fand? Oder würden sie ihn in eine Zelle sperren und hilflos zusehen wie er immer tiefer in den Wahnsinn abrutschte? Hatte jemand genug Mitleid sein Leben zu beenden, wenn nichts mehr von John Crichton übrig war?
Er wusste dass seine Zeit ablief. Er hatte Tage, allerhöchstens vielleicht eine paar Woche, aber auf keinen Fall mehr, bevor jemand, wahrscheinlich Zhaan oder Aeryn, so weit waren ihn zur Rede zu stellen. Er konnte die Anzeichen dessen, was mit ihm geschah, nicht länger verbergen. Der seelische Stress forderte langsam Tribut von seinem Körper. Er musste sich zwingen zu essen, aber er verlor immernoch Gewicht. Sein Gesicht war gezeichnet von Schlafmangel, aber das war auch so eine unerklärliche Sache. In den meisten Nächten verbrachte er einen vollen Schlafzyklus in seinem Bett, und trotzdem wachte er morgens fast genauso müde wieder auf, wie er es am Abend zuvor gewesen war.
Vor zwei Tagen hatte Zhaan ihm ein Gebräu angeboten, dass ihm schlafen helfen sollte. Sie erwähnte dass sie ihn in der Nacht vorher im Schlaf hatte schreien hören. Aber er hatte keine Erinnerung an einen Traum, oder an irgendeinen anderen Traum in den letzten Tagen und das verunsicherte ihn. Es war als gäbe es einen Teil von ihm, der sich langsam seinem Griff entwand, einen Teil der ihm für immer verloren ging.
"Commander Crichton?" Pilots Stimme erreichte ihn über das Komm.
"Ja Pilot? Was ist los?"
"Ich empfange ein sehr merkwürdiges Kommunikationssignal." Sagte Pilot. Er machte eine Pause. "Zumindest denke ich dass es ein Signal ist."
"Von einem Schiff?" Crichton hatte eine schreckliche Vermutung. Es konnte nicht von einem Planeten oder einer Basis stammen. Sie befanden sich tief in den Unerforschten Territorien, weit entfernt von jedem Sonnensystem. Oder zumindest waren sie das, als er das letzte Mal nachgesehen hatte. Und ein Schiff stellte auf alle Fälle eine potentielle Gefahr dar.
"Nein, Moya nimmt nirgendwo ein Schiff wahr. Und dennoch ist da dieses Signal." Sagte Pilot. "Es ist wirklich sehr merkwürdig."
Die Spannung, die sich in ihm aufgebaut hatte, verschwand wieder. Es war ein Anomalie. Eine merkwürdige Sache, nichts sonst.
"Kannst du es für mich abspielen?" fragte er.
"Sicher," sagte Pilot.
Es war eine Serie von Tönen ungleicher Länge. So wie ein alter Morsecode, aber dieser hier hatte verschiedene Tonhöhen, die irgendwie musikalisch klangen. Das Signal dauerte etwa zehn Sekunden, machte dann eine Pause und wiederholte sich.
"Das ist es?"
"Ja," sagte Pilot. "Das Signal wiederholt sich wieder und wieder, und zwar auf sehr niederfrequenten Kommunikationswellen. Ganz ähnlich denen deines Modules."
"Du meinst Funk," korrigierte ihn John. "Dann besteht kein Grund zur Besorgnis. Das Signal könnte gestern gesendet worden sein, oder vor tausend Jahren. Funkwellen können praktisch für immer durch den Raum wandern."

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