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Mission Erde


"Nichts als Ärger"

von Bastet-X, JolinarMV, KitharaJ


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Es war ein ungewöhnlich warmer Herbsttag in Washington D.C. Ein leichter Wind wehte durch die Bäume an deren Ästen sich die Blätter in allen Farben wiederfanden. Die Herbstsonne strahlte auf die Stadt hernieder und legte über sie einen besonderen Glanz. Der nordamerikanische Companion stand am Fenster der filigranen Botschaft und verfolgte die Veränderungen die in der Natur der Erde und an deren Bewohnern vorgingen.
Während er dies tat fand er für einen kurzen Moment Ruhe, was für ihn ein ebenso wertvoller wie seltener Schatz war, den Da’an nur selten zu finden vermochte.
Bald würde die Zeit weitergehen und es würden wieder Entscheidungen gefordert werden die schwer auf dem Gewissen der Taelons lasteten. Aber irgend jemand musste bereit sein das richtige für sein Volk zu tun und außer ihm war das anscheinend niemand.

*    *    *

In der Zwischenzeit betrat der junge Companionbeschützer Major Liam Kincaid die Washingtoner Taelonbotschaft um seinen Dienst anzutreten.
Der Major war gut gekleidet. Er liebte es etwas legerer als sein Vorgesetzter Agent Ronald Sandoval, mit dem ihn auch sonst nicht viel verband wie es schien.
Liam war angespannt wie er es seit Monaten immer war, wenn er sich auf dem Weg zu Da’an befand. Er befürchtete eine weitere Auseinandersetzung mit ihm. Doch noch mehr als die Auseinandersetzung fürchtete er das Schweigen zwischen ihnen. Dies war noch unerträglicher für ihn und wahrscheinlich ging es Da’an genauso.

*    *    *

Wie hatte es nur so weit kommen können? Dieser Streit mit Da’an war absolut überflüssig gewesen aber er hatte Liam so wütend gemacht!
Nachdem er sich dem Companion offenbart hatte, war Da’an eine Zeit lang so etwas wie ein Mentor für ihn gewesen. Aber letztendlich hatte er andere Vorstellungen darüber wie Liam sein Leben führen sollte. Er hätte es lieber gesehen, wenn er sich mehr seiner Kimeraseite gewidmet hätte aber Major Kincaid hielt das für überflüssig.
Am Anfang waren seine Fähigkeiten kaum kontrollierbar gewesen, doch mit der Zeit waren sie aus unerklärlichen Gründen mehr und mehr in den Hintergrund getreten. Er war sich nicht mal sicher, ob er sie jetzt überhaupt noch einsetzen konnte, selbst wenn er es wollte.
Er war ein Mensch unter Menschen und das reichte ihm. Es lag für ihn kein Reiz darin der letzte seiner Art zu sein, von allen gejagt, gehasst und unverstanden. Selbst die Menschen würden in ihm sicher eine Gefahr sehen, wenn sie wüssten was er wirklich war.
Er hatte weder die Nerven noch die Zeit sich um Da’ans Ziele zu scheren und das hatte er ihm auch gesagt. Der Taelon hatte darauf geantwortet, dass er diesen Teil seines Wesens nicht ignorieren konnte. Liam wusste, dass er recht hatte. Er war bereits mit einem genetischen Gedächtnis geboren worden, was ihm oft geholfen hatte. Mit diesem Wissen schien er aber auch ein gewisses Maß an Weisheit geerbt zu haben, und so wusste er, dass seine Kimeraseite sowohl Vor- als auch Nachteile hatte und dass es vielleicht nicht ganz richtig war, wie er damit umging.
Die tägliche Gratwanderung, die er zwischen seinen Aufgaben als Companionbeschützer und als Führer des Widerstandes vollführte, lastete ihn völlig aus. Die Kimera, die Jaridians und selbst die Taelons mussten eben warten, bis sie an der Reihe waren. Bisher hatte sich sein Leben zwar aufregend aber im großen und ganzen zu seiner Zufriedenheit gestaltet. Erst in letzter Zeit hatte sich das ein wenig geändert, aber es gab keinen Grund anzunehmen, dass das in Zukunft ein Problem werden würde. Und genau in diesem Punkt waren er und Da’an nicht einer Meinung.
Doch viel schlimmer als die Dinge die sie sich gesagt hatten waren die Dinge die ungesagt geblieben waren. Sie waren schon öfters verschiedener Ansicht und auch wenn es dem anderen nicht passte waren sie immer offen zueinander gewesen und genossen es. Doch dieses mal war alles anders. Seit Wochen herrschte eine relative Funkstille zwischen ihnen und beide Seiten beschränkten ihren Kontakt auf das Notwendige.

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