Fan Fiction


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Buffy


"Spiegelungen in Hell und Dunkel"

von Martina Bernsdorf

Kapitel 9

"Endkampf"

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"Ich war noch nie so froh, diesen Kerl zu sehen." Giles schüttelte unwillkürlich den Kopf. "Ich frage mich, wie er die Vampire dazu gebracht hat, sich gegen den Meister zu erheben."
Buffy wich einem Angreifer aus und vernichtete ihn mit einem einzigen wohlgezielten Stoß des Pflocks. "Giles!"
Der ehemalige Wächter riß sich aus seinen Überlegungen. "Ja?"
Buffy ließ einen Gegner ins Leere laufen. "Kämpfen Sie!"
"Oh!" Giles sprang weniger elegant dem Vampir aus dem Weg, dem Buffy gerade ausgewichen war, und stieß ungelenk, aber zielsicher nach dem Vampir, der sich in einen Haufen Asche verwandelte.
Die Jägerin war derweil schon weiter, sie hatte ein bestimmtes Ziel. Zuerst würde sie den Meister vernichten, und danach wäre Drusilla dran. Und dann... Buffys Blick glitt kurz zu der Vampirin Willow. Überall wurde nun gekämpft, Xander ließ seine Vampirrebellen gegen die Wachen anlaufen und dirigierte sie mit erstaunlicher Übersicht. Vermutlich war aus der Zeit, in der er in einen Soldaten verwandelt worden war, doch noch genug an Wissen übriggeblieben, um eine gewisse militärische Ordnung in seinen Angriff zu bringen.
Buffy duckte sich unter dem Angriff einer Wache und hebelte den Vampir über ihre Schulter. Sie drehte sich nicht um, sollten ihn die anderen erledigen. Dem nächsten anrückenden Vampir hieb sie Van Helsing in die Brust und näherte sich langsam dem Meister.
Jemand traf Buffy mit voller Wucht und riß sie mit sich zu Boden. Van Helsing wirbelte aus ihrer Reichweite, und die Jägerin erkannte, wer sie angegriffen hatte. Drusilla zischte und zeigte ihr eindrucksvolles Vampirgebiß. Buffy riß ihren Ellenbogen hoch, doch leider brachen die Zähne nicht, die Vampirin wurde nur zurückgeschleudert. Es war zwar nicht Buffys Absicht gewesen, zuerst gegen Drusilla zu kämpfen, aber manchmal schrieb der Kampf selbst seine Gesetze, und sie würde wohl erst sie vernichten müssen, um an den Meister heranzukommen.
Buffy sprang mit einem Satz auf die Beine und ging in Kampfstellung. Das Standbein weiter hinten, die linke Faust an ihre Flanke gedrückt, streckte sie die rechte Hand aus und winkte Drusilla mit einer knappen Geste zu sich, die sie schon in alten Karatefilmen immer höchst beeindruckend gefunden hatte.
Sie mußte nicht lange bitten, mit einem wilden Kreischen griff die Vampirin an.

*    *    *

Der Meister war entzückt über den Kampf. Es bestand sogar eine wirkliche Gefahr! Wie lange war sein Leben schon nicht mehr bedroht gewesen? Zwar nahm er nicht an, daß die Jägerin und ihre Leute sich wirklich ernsthaft zu einer Bedrohung für seine Existenz entwickeln würden, aber allein die Vorstellung davon ließ sein Blut in Wallung geraten.
Im Saal wurde nun überall gekämpft, Vampire schrien auf, wenn sie von Weihwasser oder Pfähle vernichtet wurden, und es herrschte ein wildes Getümmel.
Drusilla hatte sich anscheinend die Jägerin als Gegnerin erkoren, und so blieb ihm eine Beute, die in gewisser Weise sogar noch befriedigender sein würde als die Jägerin. Es war immer etwas Besonderes, wenn eines seiner Geschöpfe sich gegen ihn stellte und er es vernichtete. Es war wie der flüchtige Kuß der eigenen Vernichtung, wenn dann dieser Vampir zu Staub zerfiel. Und der Meister fand durchaus Gefallen an diesem Hauch seiner eigenen Sterblichkeit.
Willow nahm ihre vampirische Gestalt an und versetzte ihrer Doppelgängerin einen unsanften Stoß, so daß dieses nicht bei dem folgenden Kampf zwischen die Fronten geriet. Sie wollte nicht, daß der Meister sie tötete.
In vielen Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten hätte sie diesen Kampf ausfechten wollen, wenn sie sich reif gefühlt hätte, den Platz des Meisters einzunehmen, ihn zu vernichten, um selbst zu herrschen.

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