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Buffy


"Die Rachedämonin"

von Martina Bernsdorf

3. Kapitel


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"Oh, verdammt."
Buffy nickte, Xander brachte es mit seinem Ausruf ziemlich direkt auf den Punkt. An einen Überraschungsangriff war nicht mehr zu denken.
Giles spannte die Armbrust und trat neben Buffy. "Jetzt spielt es keine Rolle mehr, vielleicht wollen sie es gar nicht auf einen Kampf ankommen lassen, einschüchternd genug dürfte der Auftritt wohl gewesen sein."
Willow bemerkte von den Worten, die ihre Freunde wechselten, nichts. Ebensowenig wie es ihr bewußt war, daß ihre Freunde hinter ihr Aufstellung bezogen, ihre Waffen schußbereit hoben und ihr in die Kirche folgten.
Es knirschte unter Willows Schuhen, als sie die Kirche betrat, Holzsplitter überzogen den Boden. Mit jedem Schritt den die rothaarige Hexe tat, wurden Kirchenbänke links und rechts von ihr zur Seite geschleudert. Unwillkürlich drängten die Vampire zurück.
Willow war sich nur sehr wenig von dem bewußt. Sie sah nur Tara, sie dachte nur an Tara. Ihre Geliebte lag leblos auf dem Altar, von einer Platzwunde an der Stirn war ein wenig Blut über ihr Gesicht gelaufen, mehr davon klebte jedoch an ihrem Haar.
Sie trug noch immer die schwarze Jeanshosen und das helle Shirt, welches sie am Nachmittag getragen hatte. Es war schwer eine Beziehung zwischen der bleichen, leblosen blonden Hexe auf dem Altar und der Tara herzustellen, die Willow am Nachmittag noch geküßt, geliebt hatte.
Es gab noch mehr Blut.
Willow sah das kleine Rinnsal, welches aus den Bissen an Taras Handgelenken rann und zu Boden tropfte.
Die Vampirin hinter dem Altar war durch die Geschehnisse zwar überrascht, aber sie wußte, daß sie weit in er Überzahl waren. Dennoch war sie vorsichtig. In den Augen der rothaarigen Hexe, laß sie etwas, das sie zu dieser Vorsicht ermahnte. Die Vampirin blickte zu den Menschen, die hinter der Hexe Stellung bezogen hatten. Sie hatte von der Jägerin gehört, ebenso vor dem Vampir, den sie sich als Schoßhündchen hielt und der seine Artgenossen verriet.
"Ihr stört ein unheiliges Ritual, es wäre besser, wenn Ihr sehr schnell von hier verschwindet." Die Vampirin hatte selten in ihrem untoten Dasein lebenden Wesen soviel Chancen eingeräumt.
Willow vollführte eine rasche Geste mit den Händen, vom Boden der Kirche erhoben sich Holzsplitter und schossen auf die Vampire zu. Die meisten hatten Glück, doch zwei von ihnen zerfielen zu Staub.
"Mach das nicht noch einmal, Hexe!" Die Vampirin wechselte in ihr dämonisches Antlitz und fauchte Willow mit beachtlichen Fangzähnen an.
"Wir wollen eigentlich keinen Ärger." Buffy trat neben Willow, ihre Armbrust zielte dabei auf die Vampirin.
"Dann solltet ihr hier verschwinden. Wir sind les enfants du sang. Wir sind viel mehr, als du überwältigen kannst, Jägerin. Wenn wir uns alle gleichzeitig auf euch stürzen, dann habt ihr keine Chance."
Buffy zuckte die Schultern und gab sich unbeeindruckt. "Aber es werden viele von euch sterben und ich würde nicht darauf wetten, daß ihr uns überwältigen könnt. Doch soweit muß es ja nicht kommen." Die Jägerin deutete zu Tara. "Sie gehört zu uns, wir nehmen sie mit und vergessen diesen kleinen Zwischenfall hier."
Die Vampirin schüttelte den Kopf. "Sie ist das Opfer, sie wurde uns gegeben, damit wir unseren Bund erneuern können."
"Das interessiert uns nicht. Wir werden Tara mitnehmen, ich habe kein Problem damit, Euch alle zu vernichten, wenn Ihr das wirklich so haben wollt." Buffy hoffte, daß die Vampirin sich von soviel zur Schau gestellten Selbstbewußtsein täuschen ließ. Ihre Chancen standen nicht sehr gut, wenn die Vampirin es wirklich darauf ankommen ließ.

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