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Buffy


"Die Rachedämonin"

von Martina Bernsdorf

1. Kapitel


 « :: Kommentare :: » 

"Ich möchte lieber noch ein wenig in den Schriften der Askara studieren. Ich bin da auf ein paar ganz interessante Zauber gestoßen. Wir können sie mal ausprobieren, wenn ich sie gründlich genug überprüft hatte." Tara war in der Magie nie so spontan wie Willow und ließ sich nicht dazu verlocken einfach etwas auszuprobieren. Eine Eigenschaft, die dafür sorgte, daß sie selten mit ihren Zaubersprüchen Unheil anrichtete.
Ein Lächeln glitt über Willows Lippen. Taras Gewissenhaftigkeit im Hinblick auf die Zauberei tat ihr selbst gut. In vieler Hinsicht war Tara ihr Anker. So wie bei dem Zauber, den sie benützt hatten, um Faith zu entlarven. Tara hielt sie am Boden, das wußte Willow. Tara sorgte dafür, daß sie sich selbst nicht verlor und dafür war sie dankbar.
"Schade, es wird bestimmt ganz lustig werden." Willow legte die Decke zusammen und klemmte sie sich unter den Arm. Sie streckte ihre freie Hand Tara entgegen, die ihre Hand in Willows gleiten ließ.
"Oh ja, das kann ich mir vorstellen." Nur ein kleiner Hauch von Sarkasmus war in Taras Worten zu vernehmen, aber Willow bemerkte ihn und runzelte die Stirn.
"Nachts über die Friedhöfe von Sunnydale zu jagen um Dämonen und Vampire zu jagen, das muß wirklich Spaß machen." Tara milderte ihre Worte damit ab, daß sie Willow dabei anlächelte. Aber es traf einen Kern dessen, was Tara manchmal Sorge bereitete. Willow war ein Mitglied der Scoobys. Sie ging mit Buffy auf die Jagd nach Dämonen. Es war ein Teil einer Welt, die Tara nicht vollständig verstehen konnte. Buffys Welt.
Es war Tara bewußt, daß die Jägerin eine wichtige Aufgabe in dieser Welt wahrnahm. Sie stand zwischen dem Licht und der Finsternis. Sie hatte die Welt mehr als einmal gerettet und Willow war immer dabei gewesen.
Manchmal wünschte sich Tara, Willow wäre kein Teil der Scoobys. Wäre nicht Buffy beste Freundin. Die Welt der Jägerin war voller Gefahren, voller Gewalt.
Die Patrouillen waren wichtig und notwendig. Sunnydale wäre schon längst von Vampiren überrannt worden, würden Buffy und die Scoobys nicht dafür sorgen, daß die meisten Vampire sofort nach ihrer Auferstehung vernichtet wurden.
Einen Vampir zu pfählen war für Willow nichts ungewöhnliches mehr, sie dachte darüber nicht mehr nach. Das fand Tara erschreckend. Sicher, Vampire waren Wesen der Unterwelt, waren Dämonen, waren eine Gefahr. Sie hatten keine Seele, zumindest wurde das behauptet. Doch wie es auch war, sie zu vernichten war immer noch ein Akt der Gewalt und Gewalt schreckte Tara ab, sie hatte zuviel bittere Erfahrung damit.
Willow wußte, daß Tara die Patrouillen mied, auch wenn sie nicht richtig verstand warum. Tara hatte ihre Versuche ein Gespräch darüber zu führen, warum sie nicht mit auf die Jagd gehen wollte, stets abgeblockt. Das machte Willow traurig. Sie hatte gehofft, das Tara inzwischen bereit war alle Gedanken und Bedenken mit ihr zu teilen.
"Es ist nötig, ich meine, die Patrouille muß sein....", Willow fühlte sich in der Defensive. Tara verstärkte den Druck ihrer Hand.
"Das weiß ich doch." Sie schenkte der rothaarigen jungen Frau ein liebevolles Lächeln. "Ich werde auch aufbleiben und auf dich warten. Du kannst mir dann von eurer Patrouille berichten und ich werde beeindruckt von deinen Heldentaten sein, Sweetie."

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