Fan Fiction


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Buffy


"Die Rachedämonin"

von Martina Bernsdorf

1. Kapitel


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"Besser so?" Tara ließ ihre Fingerspitzen durch Willows rotes Haar wandern.
"Mhm, ein vielversprechender Anfang, Sweetie." Willow drehte den Kopf etwas um zum Picknickkorb sehen zu können. "Was hast du denn wirklich alles mitgebracht? Ich glaube, ich brauche erst eine Stärkung, nach diesem langen, langen Marsch."
Tara lachte mit einem Kopfschütteln und gab Willow wieder frei. "Wir sind nur eine Stunde vom College entfernt," sie senkte ihre Stimme zu einer tieferen Tonlage ab. "Ein langer, langer Marsch."
Willow stupste sie mit spielerischer Entrüstung an. "Ja, in der Tat!" Sie drehte sich auf den Bauch und blickte zu dem kleinen See.
Es war so still, so friedlich, sie hätten auch irgendwo außerhalb der Welt sein können. Außerhalb von Sunnydale ohnehin. In Sunnydale war es nie friedlich, und wenn es so schien, als ob es friedlich sei, dann konnte man damit rechnen, daß gerade eine Apokalypse vorbereitet wurde, oder ein fieser Oberdämon nach der Weltherrschaft strebte.
Willow runzelte leicht die Stirn. Woher kamen diese ungebetenen Gedanken? Unwillig verscheuchte sie diesen Gedankengang und gab sich wieder dem Ausblick auf diesen Ort der Ruhe und des Friedens hin.
"Es sieht hier so unberührt von Menschen aus, ich kann kaum glauben, daß niemand vor uns diesen Platz entdeckt hat." Willow blickte sich um, so als erwarte sie, daß um den See herum noch ein Paar auszumachen sei, oder gar eine Gruppe von Studenten, die diesen Ort dem Campus vorzogen.
"Vielleicht sind sie alle zu faul für einen so langen Marsch." Tara grinste schelmisch. Willow ging auf die Neckerei nicht ein. "Nein, ich frage mich ernsthaft warum es hier so einsam ist."
"Mhm, vielleicht liegt es an dem Stacheldrahtzaun, auf dem "Keep out" steht, der rund um dieses Gelände gezogen ist." Tara sagte dies ganz beiläufig und öffnete den Picknickkorb.
Willow sah ihre Geliebte erschrocken an. War das ein Scherz? Eigentlich neigte Tara keinesfalls zu solchen Witzen. "Wir sind über keinen Zaun geklettert, daran könnte ich mich erinnern."
Die blonde Hexe zuckte die Schultern. "Ich war schon ein paar Mal in diesem Wald. Ich habe an einer Stelle, wo es nicht so auffällt, ein Stück des Zaunes weggezaubert."
Nun war Willow wirklich ernsthaft beunruhigt und setzte sich auf. "Du warst hier schon ein paar Mal? Allein? Auf einem eingezäunten Gelände, wo sich, wer weiß was herumtreibt? Der Zaun muß ja einen Sinn haben und was das in Sunnydale bedeuten kann, das muß ich dir doch nicht sagen."
Tara begriff nun, daß Willow wirklich beunruhigt war. Sie legte die Hände auf die Schultern ihrer Geliebten und sah ihr tief in die Augen. "Beruhige dich, Willow. Es ist alles in Ordnung. Das Gelände gehört nur einem reichen Spinner, der nicht einmal in Sunnydale lebt und der meiner Meinung nach nicht das geringste Recht hat, einen Wald einzuzäunen. Ich habe sehr genau nach dämonischen Energien sondiert. Glaub mir, in diesem Wald gibt es keine Monster, Dämonen oder Vampire."
Willow wirkte nur wenig beruhigt, sie sah aus, als erwarte sie, daß jeden Moment eine Horde Ungeheuer aus dem Wald auftauchen könnte.
Tara seufzte leise, vielleicht hätte sie das mit dem Zaun für sich behalten sollen. Sie hielt Willow ein wenig fester an der Schulter und forderte dadurch ihre Aufmerksamkeit. "Vertrau mir."
Willow blickte Tara an. Sie vertraute ihrer Freundin und sie war eine gute Hexe, wenn sie das Gelände nach dämonischen Energien sondiert und keine erspürt hatte, dann gab es auch keine. Zumal Tara ohnehin weitaus sensitiver war als sie selbst und eher in der Lage war solche Dinge zu erfühlen.

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