Fan Fiction


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Buffy


"Die Rachedämonin"

von Martina Bernsdorf

1. Kapitel


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Anmerkung: Die Geschichte spielt nach der Folge "Family"

Die Sonne spiegelte sich auf dem kleinen See, zauberte winzige Lichtreflektionen auf die Oberfläche, gleißend und glitzernd. Bäume säumten die kleine, sonnenüberflutete Lichtung. Bis auf das leise Rauschen des Windes in den Blättern der Bäume und dem Summen von Libellen, die über dem kleinen See ihre Hochzeitstänze aufführten, war es still.
Willow sah sich ungläubig um. "Ich habe nicht gewußt, daß es in Sunnydale überhaupt so einen Ort gibt." Sie fühlte sich ein wenig wie in einem Märchen, nur das es keine böse Hexe war, die sie in einen verzauberten Wald gelockt hatte, sondern eine gute Hexe. Willow lächelte über ihren Gedankengang und blickte sich zu Tara um. Eine sehr gute Hexe sogar.
Ein zufriedenes Lächeln lag auf Taras Lippen. "Es hat sich also gelohnt hierher zu kommen?"
Willow breitete die Decke aus, die sie bisher unter dem Arm getragen hatte. "Es war den Marsch hierher wert," bestätigte sie. Die rothaarige junge Frau ließ sich mit einem leisen Aufseufzen der Behaglichkeit auf die Decke nieder.
"Marsch?" Tara stellte den Picknickkorb ab und lächelte mit einem Kopfschütteln auf ihre Geliebte herab. "Ich würde das einen Spaziergang nennen, Sweetie."
Sie setzte sich neben Willow auf die Decke, schloß kurz die Augen und wandte ihren Kopf der Sonne zu, wie eine Blume, die sich nach dem Licht streckt. Ein verzücktes Lächeln auf den Lippen. Dann öffnete Tara die Augen wieder und blickte zu Willow, die sie mit verliebten Blick beobachtet hatte.
"Ein Spaziergang nenne ich etwas, wo es alle paar Meter eine Ruhebank gibt, der Weg geteert ist und wo man nicht stundenlang querfeldein durch den Wald geht. Ich fühlte mich ein wenig wie Gretel aus dem Märchen, mich hätte es nicht gewundert, wenn wir ein Haus ganz aus Süßigkeiten entdeckt hätten." Willow tat alles um ihren Ruf als Stadtpflanze aufrecht zu erhalten.
Tara lachte leise. "Du weißt ja noch nicht, was ich im Picknickkorb habe."
Willow hob die Augenbraue. "Willst du mich mästen?"
Tara kniff leicht ein Auge zusammen und blickte Willow abschätzend an. "Ja." Mit diesem Ausruf warf sich Tara auf Willow und umarmte sie stürmisch. Sie blickte ihrer Geliebten aus wenigen Zentimetern Entfernung in die grünbraunen Augen und erklärte schelmisch. "Und dann fresse ich dich auf."
Willow grinste. "Klingt verlockend."
"Und ich glaube, ich werde erstmal eine kleine Kostprobe nehmen." Tara küßte Willow auf den Mund. Es war erst ein sanfter Kuß, der aber schnell viel Raum für Leidenschaft ließ. Ein wenig atemlos lösten sie ihre Lippen wieder voneinander.
"Mhm, das war schön." Willow lächelte zu Tara auf, die sie noch immer umarmte. Aus dieser Perspektive wirkte es für die rothaarige Hexe, als würde Tara das ganze Universum einnehmen. Ihr Gesicht war ganz nah, nur umgeben von langen, blonden Haar, das in der Sonne leuchte und in ihren blauen Augen hätte Willow sich verlieren können. Sie hätte stundenlang Tara nur ansehen können. Den Schwung ihres Mundes folgend, dieses köstlichen Mundes, der soviel von der Sinnlichkeit verriet, deren Tara fähig war.
Willow erinnerte sich wieder an die Wortspiele, die zu diesem Kuß geführt hatten. "Gebissen hast du mich aber nicht," erklärte sie mit einem Hauch von gespielter Enttäuschung.
"Ha." In Taras blauen Augen funkelte es und sie senkte ihren Kopf zu Willows Hals, ihre Zunge glitt über die weiche, zarte Haut und entlockte ihrer Geliebten ein kleines Aufstöhnen. Spielerisch und sanft biß sie zu und ließ zum Abschluß ihre Zungenspitze kurz über Willows Ohr gleiten. Was Willow ein entzücktes Quietschen entlockte.

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