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Babylon 5


"Die Prophezeiung"

von Nils von Delft

Und so beginnt es


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"Ich bin wirklich gespannt, was Bruder John dort findet. Vielleicht beschert der Herr uns ja etwas womit wir deine neue Erfindung antreiben können. Wie hieß sie noch?"
"Sie heißt Motor, und auf so viel Glück sollte man nicht hoffen. Der Herr wird tun, was für uns das Beste ist."
Als sie die Höhle erreichten, waren dort schon 3 Mönche mit den Ausgrabungen beschäftigt. Zwischen ihnen 'tanzte' Bruder John nervös herum und hielt jeden an, nur ja Acht zu geben und nichts kaputt zu machen. "Duncan seit vorsichtig, du hast beim letzten Mal schon die schöne Vase angebrochen."
"Die war vorher schon kaputt."
"Da kann man sich nicht ganz sicher sein, also bitte Vorsicht!"
Für Michael stellte sich immer die Frage, ob John wirklich solche Angst um die Gegenstände hatte, oder ob er sich nur aufspielen wollte. John war eher unscheinbar. Er gehörte im Kloster zu den Langsamen und war derjenige dem normalerweise die einfachsten Arbeiten zugeschoben wurden. Wahrscheinlich wollte Alwyn ihn aufbauen, indem er ihm die Oberaufsicht bei den Ausgrabungen übertrug. Für die Auswertung der wichtigen Gegenstände war dann selbstverständlich Alwyn selber zuständig. Aber er war so gütig, daß er jedem im Kloster das Gefühl gab, daß er gebraucht wurde. Für Michael war Alwyn von Kind an ein Vorbild gewesen, der ideale Mönch und der gütigste Mensch, den man sich vorstellen kann. Um so mehr schmerzte es Michael, daß Rom sich weigerte die Abtei, Alwyns Bemühungen zum Trotz, wieder aufzunehmen.
"Hallo Bruder John, wie geht die Arbeit voran."
"Gut, gut Bruder Alwyn wir machen große Fortschritte. Wir haben wieder ein paar alte Bücher gefunden, und alte Gemäuer. Es scheint ein Gebäude zu sein, was sich bis hierhin erstreckt. Aber ich habe noch etwas interessantes gefunden. Kommt mit, ich zeige es euch. Bruder Franz und Bruder Ben sind noch in der Höhle." Dort, wo der nächste Berg anstieg, war der nur etwa 1.70 Meter hohe Höhleneingang. Die drei mußten sich beim Einstieg leicht bücken. Eigentlich war es gar nicht die Aufgabe von Mönchen solche Ausgrabungen zu machen, dachte Michael. Hier war fast das halbe Kloster damit beschäftigt im Dreck herumzugraben, anstatt sich mit den heiligen Schriften zu beschäftigen. Aber er war sich auch sicher, daß die Vergangenheit der Menschen unbedingt aufgeklärt werden müsse, und das ging nur auf diese Weise. Er war sich aber auch bewußt, daß genau dieses Bemühen der Grund für die Ablehnung Roms war - wenn die Führung der Kirche doch nur nicht so halsstarrig wäre... Aber diese Gedanken verschwanden ganz schnell, als sie die Höhle betraten. Draußen war die Natur immer noch weitläufig durch den großen Brand zerstört. In den alten Schriften wurde die Erde als blühend und wunderschön beschrieben. Heute im Jahre 3262 reichte es zwar um landwirtschaftlich anzubauen. Aber von den saftigen grünen Wiesen und den tiefen Wäldern war nicht viel zu sehen. Aber hier unter der Erde sahen sie eine wunderschöne Tropfsteinhöhle. Hier und da gab esLöcher, an denen man sehen konnte, wo die Mönche mit den Ausgrabungen begonnen hatten. Und er konnte auch einzelne Säcke erkennen, in den sich vermutlich die Artefakte befanden. Alwyn entzündete die Lampe, die er mitgebracht hatte. Hierzu benutzte er eine seiner ersten Erfindungen, er hatte es Feuerzeug genannt.
"Kommt bitte hier in diesen Stollen." die Spannung war der Stimme von John sehr deutlich anzumerken. Sollte er etwa etwas wirklich wichtiges gefunden haben?
"Dort drüben, es scheint ein sehr großes Gefährt noch aus der Zeit weit vor dem großen Brand zu sein." Die beiden staunten nicht schlecht als sie den riesigen Wagen sahen.
"Sieht so aus, als habe er irgendwelche Flüssigkeiten transportiert." stellte Alwyn sofort fest.
"Die ganz Geschichte ist etwas merkwürdig, ich könnte schwören, daß ich diesen Tunnel gestern abgesucht habe. Und heute morgen sehe ich plötzlich ein Stück Metall aus der Wand gucken." John schien sichtlich irritiert zu sein.

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