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Babylon 5


"Die Prophezeiung"

von Nils von Delft

Und so beginnt es


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"Guten Morgen Alwyn."
"Sei gegrüßt Michael, ich hoffe du hast nicht mehr zu viel gegrübelt sondern weiter an den Bildern gearbeitet."
"Ich habe noch 2 Kapitel geschafft, dann bin ich über meinen Büchern eingeschlafen."
"Das nenne ich echten Fleiß, aber übernimm' dich nicht. Wir brauchen dich noch." Michael konnte nicht ahnen, was wirklich hinter dieser Aussage steckte.
"Ach, komm doch gleich mit zu den alten Höhlen. Bruder John hat dort mit Ausgrabungen begonnen." Alwyn nahm an, daß die Rangers irgendwo da das gewünschte Benzin versteckt hätten. Er hatte es von ihnen erbeten, weil es weit und breit keine Ölvorkommen gab. Aber er brauchte Treibstoff für den Motor. Wenn alles richtig lief, würden sie dort "zufällig" auf Benzin stoßen, das noch aus der Zeit vor dem großen Brand stamme...
"Ich glaube John sollte langsam aus der Kirche austreten und sich nur noch seinem Hobby widmen."
"Sag so etwas nicht, er ist sehr hilfreich für unsere Abtei und dient auf diese Weise dem Herrn."
"Ja kann schon sein. Ich komme sofort." Michael war immer wieder überrascht wie der Abt es schaffte in allem etwas Gutes zu sehen. Vielleicht war es eine Eigenschaft die sich mit der Zeit herausbildete wenn man lange genug dem Herrn diente. Alwyn machte, trotz seiner mitunter etwas hektischen Art immer den Eindruck als stünde er über den Dingen. Als sei er nur ein Besucher, der gar nicht wirklich dazugehörte. Ach, wahrscheinlich war er einfach nur mit sich und Gott so sehr im Reinen, daß er glaubte, es wende sich alles zum Guten wenn man den Dingen ihren Lauf läßt. Aber wieso hatte Gott dann das große Feuer zugelassen? Wieso zeigte er sich nicht, und wieso schickte er nicht Hilfe durch die Rangers, wie es die alten Schriften vorraussagten? Aber er mußte an Gott glauben, es mußte alles einen Sinn haben, auch wenn er sich oft fragte, wieviel Wahrheit in den heiligen Schriften lag. Franklin der Heiler, der alles nur dem einen Gedanken opferte, den Menschen zu helfen. Der heilige Sinclair, der durch die Zeit reiste, um die Menschheit vor dem Bösen zu retten. Das klang alles so konstruiert, so ideal. Gab es dort draußen wirklich Raumschiffe, und warum zeigten sie sich nicht? Waren wir ihnen den völlig egal?

Zur gleichen Zeit auf dem Minbarikreuzer Absday:
"Die Menschheit ist mir völlig egal, du weißt das George abgelöst werden muß, ohne daß uns dieser Junge in die Quere kommt " Danell, der Führer der grauen Rates, kocht fast vor Wut.
"Der Junge heißt Michael, und Sie wissen, daß er noch zu jung ist. Ranger Alwyn hat gestern erneut betont, daß er noch nicht bereit sei für die Rangers und sein Bestimmung." entgegnete sein Attache Fahn.
"Es ist mir egal was sein Lehrer sagt, du kennst die Prophezeiung, wir müssen George ausschalten, bevor dem Jungen seine eigene Bedeutung deutlich wird. Ist das klar?" sein Blick war so eindringlich und kraftgeladen, daß sich vermutlich jedes andere Wesen im Universum sofort vor ihm verkrochen hätte. Aber Fahn diente ihm nun schon seit 15 Jahren und wußte genau, daß solche Launen wieder vergingen. Er hatte Danell's stetigen Aufstieg in der Kriegerkaste und seine langsame Machtübernahme im grauen Rat während des langen Krieges miterlebt. Er hatte keine Angst mehr vor seinem Herrn. Trotzdem wußte er, wann es Zeit war sich zurückzuziehen. "Sehr wohl mein Herr. Sollen wir nun zu dem Geheimtreffen fliegen?"
"Was denn sonst Fahn?"
"Sehr wohl Danell."

"Wie weit ist es denn noch?"
"Du weißt, daß die Höhle auf der anderen Seite des Tales liegt. Außerdem laufen wir erst 2 Stunden. In einer halben Stunde werden wir da sein.", Alwyn schmunzelte über die Ungeduld seines Schützlings, der so voller Elan und Tatendrang war, daß er eine Wanderung von zweieinhalb Stunden für völlige Zeitverschwendung hielt.

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