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Alias


"Schmerz"

von Sam23


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Als er ihren Blick immer stärker auf sich ruhen spürte, drehte er fast widerwillig den Kopf und sah sie zustimmend an, als er durch das Ansteigen der Tonhöhe realisiert hatte, dass sie eine Frage gestellt hatte. Sydney erwiderte den Blick und fuhr mit ihren Ausführungen fort. Als das Meeting endlich zuende war, erhoben sich alle Agenten und auch Jacks Körper stand auf. Der Rücken streckte sich, Hände richteten die Krawatte, Füße begannen zu gehen und ohne auch nur einen Hauch von bewusster Anstrengung brachten ihn seine Bewegungen hinaus in den Korridor. Er erlaubte sich den Luxus sich noch ein paar Sekunden länger auf Auto-Pilot zu bewegen, bevor er sich selbst in die Realität zurück zwang. Seine Augen blickten in den Korridor, der etwas zu hell für seinen Geschmack war. Er konnte seine Schuhe auf dem glatten Boden hören, ein Geräusch das etwas zu laut war für jemanden, der sich eigentlich lautlos bewegen konnte.
Er bemerkte das Geräusch eines weiteren Schuhpaares, doch es war leiser, leichter, diese Schuhe wurden von einer Person getragen, die nun.. leichter war als er. Die Schritte waren hektisch und kamen schnell näher.
"Dad! Warte!"
Sydney.
Jack stoppte, aber er drehte sich nicht um. Er wartete bis sie ihn erreicht hatte und hob erst in der letzten Sekunden den Kopf um, sie anzusehen, sein Gesicht emotionslos wie stets.
"Sydney."
Sie sah ihn an, mit diesen großen Augen, in denen er nun all die Dinge sah, an die er vorher gedacht hatte. Sie begann zu reden. Darüber, dass er Sloane einfach retten MUSSTE. Das ser ihr die Chance geben MUSSTE ihre Schwester zu finden.
Jack wünschte sich, dass sie aufhörte, ihn damit zu quälen.
Aber natürlich sagte er ihr das nicht. Er diskutierte mit ihr, stellte unbequeme Fragen, erwiderte ihre Attacken mit den Worten, die sie von ihm erwartet.
"Warum kämpfst du so vehement dagegen, Dad?"
"Weil Arvin Sloane ein Terrorist ist und wir nun endlich die Chance haben, dem ganzen ein Ende zu machen und wir ihm nicht die Chance geben sollten... "
WEIL ES MICH QUÄLT UND ICH MIR EINMAL WÜNSCHEN WÜRDE, DASS DU MICH FRAGST, WIE ES MIR GEHT. WEIL ICH GERADE HERAUSGEFUNDEN HABE, DASS MICH MEINE FRAU MIT IHM BETROGEN HAT UND
"ICH"DERJENIGE BIN, DER ZUR ABWECHSLUNG MAL GERETTET WERDEN MUSS UND NICHT SLOANE. Weil, auch wenn du es nicht glaubst, ich ein Mensch bin und im Augenblick größere Qualen leide, als ich es jemals irgendjemandem begreiflich machen kann
, dachte Jack.
"Dad, bitte, ich brauche deine Hilfe."
Er sah in ihren flehenden Augen, verschränkte die Hände hinter dem Rücken, so dass sie nicht sehen konnte, wie sich seine Fäuste in dem sinnlosen Versuch ballten, etwas seiner emotionalen Verzweiflung durch physischen Schmerz zu stillen.
"Ich kümmere mich darum, Sydney", war alles, was er sagte, bevor er den Korridor hinunter ging, in der Hoffnung, dass er bald den Teil des Weges erreichen würde, wo das Licht erlosch und niemand die Tränen in seinen Augen oder den Schmerz in seiner Seele sehen konnte.

ENDE

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