Doctor Who


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Torchwood Episodenguide


3x05 "Children of Earth (Day 5)"

[Kinder der Erde (Tag 5)]


 ź Kurzinhalt :: Inhalt :: Review :: Eure Meinung (40)  

Regie:
Euros Lyn
Drehbuch:
Russell T Davies, John Fay

Hauptdarsteller:
John Barrowman (Jack Harkness)
Eve Myles (Gwen Cooper)
Gareth David-Lloyd (Ianto Jones)
Kai Owen (Rhys Williams)

Gaststars:
Peter Capaldi (John Frobisher)
Paul Copley (Clement McDonald)
Liz May Brice (Johnson)
Lucy Cohu (Alice Carter)
Bear McCausland (Steven Carter)
Nicholas Farrell (Brian Green)
Susan Brown (Bridget Spears)
Cush Jumbo (Lois Habiba)
Charles Abomeli (Colonel Oduya)
Tom Price (PC Andy Davidson)
Ian Gelder (Mr. Dekker)
(uvm)

 Kurzinhalt
W├Ąhrend bekannt gegeben wird, dass die Kinder wieder zur Schule gehen und Impfungen unterzogen werden sollen, die die Vorf├Ąlle der vergangen Tage in Zukunft verhindern w├╝rden, verr├Ąt der '456', dass sie die Kinder wegen ihrer Ausd├╝nstungen brauchen, die auf sie wirken wie eine Droge. Trotz des Entsetzens ├╝ber diese Aussage werden die Kinder zusammengetrieben und in Bussen wegen der 'Impfung' zu Sammelpl├Ątzen gebracht.

Jack ist bereit, aufzugeben. Er bittet Frobisher, Gwen und Rhys nach Cardiff zu bringen, wo sie sich um Iantos Familie k├╝mmern sollen. Er selbst wird in Gewahrsam genommen. Jacks Tochter und ihr Sohn werden freigelassen, Alice erf├Ąhrt von Agent Johnson die ganze Wahrheit und sie werden in Sicherheit gebracht. Der Premierminister erkl├Ąrt Frobisher, dass dessen Kinder zur Untermauerung der Sicherheitsthese ebenfalls zur 'Impfung' gebracht werden, auch gegen seine Weigerung. In seiner Verzweiflung ├╝ber die Wendung der Dinge l├Ąsst er sich von seiner Sekret├Ąrin Bridget Spears ein K├Ąstchen bringen, das eine Pistole enth├Ąlt. Frobisher f├Ąhrt heim und erschie├čt seine gesamte Familie und sich selbst. W├Ąhrenddessen besucht Bridget Lois in ihrer Zelle, um ihr klarzumachen, dass Frobisher im Grunde seines Herzens immer ein guter Mann war. Au├čerdem l├Ąsst sie sich von ihr die Kontaktlinsen geben, um nun ihrerseits im Beratungsraum t├Ątig zu werden.

Iantos Schwester hat alle Kinder der Nachbarschaft in ihrem Haus versammelt, als Gwen und Rhys sie erreichen. Nachdem die traurige Botschaft ├╝berbracht ist, fl├╝chten sie gemeinsam mit den Kindern vor den anr├╝ckenden Milit├Ąrs. Unterdessen ├╝berzeugt Alice Agent Johnson, dass Jack die einzige Person ist, die wirklich helfen kann. Johnson l├Ąsst Jack aus der Zelle holen und mit dem n├Âtigen Equipment versorgen. Er stellt fest, dass sie die '456' einzig mit deren eigenen Mitteln, den kollektiven Kinderstimmen, schlagen k├Ânnen. Doch dazu braucht er zun├Ąchst ein Kind, dass eine ausgew├Ąhlte Frequenz, auf die die Aliens empfindlich reagieren, aussendet. Die Zeit dr├Ąngt und nur ein einziges Kind befindet sich in erreichbarer N├Ąhe: Jacks Enkel Steven. Jack muss sich entscheiden, ein Kind oder Millionen?


 Review
von Gisa von Delft

Wenn diese Geschichte kein Meisterst├╝ck war, w├╝sste ich nicht, wie eines auszusehen h├Ątte. Es brauchte kein riesiges Schlachtget├╝mmel, keinen Reset-Button, und keinen Doctor um dieses Epos zu einem vollendeten Schluss zu bringen. Ich verbeuge mich in Respekt vor den Schreibern, dem Regisseur und den Schauspielern, die allesamt ihre Sache gro├čartig gemacht haben. Und nat├╝rlich vor Ben Foster f├╝r die wunderbare Musik.

Hier wurde ├╝ber die lange Strecke von f├╝nf Stunden ├╝ber das 'Transportmittel' Sience Fiction ein Drama ausgebreitet, wie es besser und subtiler nicht sein konnte. Da stimmte so ziemlich jede Szene - in dieser finalen Folge angefangen bei dem Grauen, als man erf├Ąhrt, wozu die Kinder gebraucht werden, ├╝ber Bridgets Loyalit├Ąt zu ihrem Chef, den verzweifelt ihren abtransportierten Kindern hinterherrufenden M├╝ttern bis hin zu Jantos Schwester, die dem Polizisten (Andy) klarmacht, dass er ihr bez├╝glich der 'Kinderaufbewahrung' nichts am Zeug flicken kann. Hier blieb, selbst in der tiefsten Torchwood-Nacht, (neben Andys Frage nach dem Vater von Gwens Kind) noch Raum zum Schmunzeln. ├ťberzeugend gezeigt wurden die Varianten menschlichen Handelns. W├Ąhrend der Premier nur seine 'Wei├če Weste' (und seinen Job) behalten will, schafft es Agent Johnson, auf die moralisch richtige Seite umzuschwenken. Frobisher kommt aus den Zw├Ąngen, in die er in bestem Wollen, zu helfen, geraten ist, nicht mehr heraus und tut so das einzige, was ihm noch m├Âglich ist. Im 'Kleinen' sind es Andy und die Leute um Iantos Schwester, die den blinden Gehorsam verweigern und Zivilcourage zeigen. Und wie reagiert man, wenn man zu entscheiden hat: ein Leben oder Millionen? Auch die Reaktionen auf diesen Konflikt, dieses Dilemma, wurden hier fabelhaft in Szene gesetzt.

In beeindruckender Weise wurden tiefste Emotionen ausgel├Âst ohne auch nur ein einziges Mal zu dick aufzutragen. F├╝r mich der bewegenste Moment in dieser Folge (sponsored by 'Tempo' ;)) war die Szene, als Frobisher die Waffe auspackt und die Treppe hochgeht. Dann die vier gut plazierten Ger├Ąusche - mehr brauchte es nicht. Ebenso gro├čartig in Szene gesetzt Gwens Verzweiflung ob der entsetzlichen Lage - besonders eindrucksvoll r├╝bergebracht mit der Film-Szene in dem Lagerschuppen. Ebensowenig zur├╝ck stand John Barrowman, dem der Schmerz des Wissens ├╝ber die Unab├Ąnderlichkeit der Dinge und seiner Schuld ins Gesicht gemeiselt war. Man sp├╝rte f├Ârmlich die in alle Ewigkeit reichende Verzweiflung, mit der dieser zur Unsterblichkeit Verdammte irgendwie weiterleben muss. Das alles war ganz gro├č, gerade weil das vermeindliche Happy End - schlie├člich wurden die Kinder gerettet - f├╝r den Zuschauer kein solches war.

Wenn ich mir abschlie├čend einmal erlauben darf, Torchwood als Person zu betrachen, w├╝rde ich res├╝mieren: Wir haben sie nach einer nicht ganz einfachen Geburt aufwachsen sehen - teils verspielt, teils verwirrt nach ihrem Platz im Leben suchend. Wir haben ihre Pubert├Ąt mit allen ├╝blichen Irrungen und Wirrungen, aber auch besonderen Momenten miterlebt und haben sie nun in der Bl├╝te ihres Daseins gesehen. Sie hat ihre Pers├Ânlichkeit gefunden, eine bemerkenswerte Pers├Ânlichkeit. Auf dem Zenit ihres Daseins haben wir sie sterben sehen und trauern um sie. Vielleicht w├Ąre es weise, es dabei zu belassen und sie so zu einer Legende in der Serienwelt zu machen...