Doctor Who


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Torchwood Episodenguide


3x01 "Children of Earth (Day 1)"

[Kinder der Erde (Tag 1)]


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Regie:
Euros Lyn
Drehbuch:
Russell T Davies, John Fay

Hauptdarsteller:
John Barrowman (Jack Harkness)
Eve Myles (Gwen Cooper)
Gareth David-Lloyd (Ianto Jones)
Kai Owen (Rhys Williams)

Gaststars:
Peter Capaldi (John Frobisher)
Paul Copley (Clement McDonald)
Liz May Brice (Agent Johnson)
Lucy Cohu (Alice Carter)
Rhiannon Davies (Katy Wix)
Nicholas Farrell (Brian Green)
Susan Brown (Bridget Spears)
Cush Jumbo (Lois Habiba)
Charles Abomeli (Colonel Oduya)

 Kurzinhalt
In den 60er Jahren wird in Schottland eine Gruppe von Kindern von Aliens entfĂŒhrt. Unter ihnen ein Junge namens Clement McDonald, der jedoch irgendwie entkommt. Vier Jahrzehnte spĂ€ter scheint der jetzt etwa 50-jĂ€hrige, in einer Psychiatrischen Klinik betreute Clement 'reaktiviert' zu werden. Er ist der einzige Erwachsene, der zum selben Zeitpunkt mit allen Kindern der Erde fĂŒr kurze, prĂ€gnante Momente zum absoluten Stillstand kommt - alle wirken wie eingefroren - und ein gespenstisches, mit den Kindern unisono gesprochenes, 'we are comming' repetiert. Torchwood, sogleich durch das Verhalten der Kinder alarmiert, soll offensichtlich von höchsten Regierungskreisen zum Schweigen gebracht werden.


 Review
von Gisa von Delft

Wenn das hier nur der Anfang war und nicht das meiste Pulver schon in diesem ersten Teil des FĂŒnf-Teilers verschossen wurde, darf man sich noch auf einiges an spannender Unterhaltung gefasst machen. War ich mit dieser Serie nicht immer besonders 'grĂŒn', bin ich doch jetzt absolut geplĂ€ttet - und das im positiven Sinne.

Vielleicht ist es die Idee eines Mehrteilers, die Raum fĂŒr soliden Spannungsaufbau lĂ€sst, vielleicht hat das 'Abspecken' des Teams der Serie gut getan. Wie auch immer, dieser erste Teil war großartig. Und dafĂŒr brauchte es weder Sex noch unmĂ€ĂŸig viel Blut, weder verquaste Beziehungsgeschichten noch wilde Action. Ganz leise kommt das Grauen hier daher, dafĂŒr um so eindringlicher. Und die Ausmaße, die es zu haben scheint, sind in bester Doctor Who-Manier in Szene gesetzt. Das hat wirklich das Potential fĂŒr eine ganz große Geschichte.

DarĂŒber hinaus blieb auch sauberer Raum fĂŒr die persönlichen, 'kleinen' Geschichten. Wir dringen weiter in Jacks Vergangenheit, mit all ihrer Problematik, ein und lernen auch Jantos Verwandschaft kennen. Darunter bekommt das VerhĂ€ltnis der Beiden einen besonderen Stellenwert. Ich bin ja fast schon dankbar fĂŒr die ErklĂ€rung, dass Janto nun nicht auch noch 'stumpf' fĂŒr bisexuell erklĂ€rt wurde (tatsĂ€chlich war Owen der einzige vom Team, der ausschließlich heterosexuelle Erlebnisse hatte), sondern dass sein Faible fĂŒr Jack ganz speziell an dieser einen Person festgemacht wurde. Da reichte dann auch der eine Kuss absolut aus, das zu untermauern. Nett dabei die Szene in der Janto Jack fragt, wo er hinginge und Jack antwortet, das sei jetzt die (beidseits abgelehnte) Schiene '...ein Paar...' gewesen. Auch die walisichen Seitenhiebe Richtung England (farewell forever...) waren schön plaziert.

Sehr eindrucksvoll verlief auch Gwens (zustĂ€ndig fĂŒr den empathischen Teil) Szene mit Clem, in der sie am Ende noch erfĂ€hrt, dass sie schwanger ist. Zum Schmunzeln dann Jacks freudiger Ausruf: "Wir (die Torchwood-Familie) bekommen ein Baby!" Angesichts dessen, was auf die 'Familie' zu zu kommen scheint, mag man allerdings nicht auf einen guten Ausgang der Schwangerschaft hoffen. Am Rande gab es auch noch etwas Bezug auf die Mutterserie, indem UNIT in die Story eingebaut wurde (Colonel Mace kennen Doctor Who-Zuschauer aus "The Sontaran Stratagem" und "The Poison Sky") und das Martha Jones (auf Hochzeitsreise) nochmal ErwĂ€hnung fand.

Etwas unwahrscheinlich wurde die Szenerie um Lois Habiba aufgebaut - klar lĂ€sst da jemand ein Post-it mit seinem Passwort am Rechner kleben... Nach mehrfachen Leser-Hinweisen korrigiere ich diese Aussage ;), der Zettel wurde Lois gegeben, damit sie Zugang zu einem Account hatte, in dem sie etwas erledigen sollte. Aber die neugierig gewordene Person am Rande hat sie bis hierher gut gegeben. Gefallen hat mir auch der junge Arzt, doch leider war sein Auftritt recht begrenzt. Ebenso ĂŒberzeugend eingefĂŒhrt wurde der Staatsbeamte im Innenministerium John Frobisher. Der Ärmste muss nun offenbar die ganze Verantwortung fĂŒr irgendein Regierungs-Gemauschel tragen. Aber das ist nur eine Sache. Die andere ist, dass man Torchwood 'loswerden' will. Und wir bleiben erstmal mit einem Krater im Roald Dahl Platz und einem explodierten Captain Jack sitzen. Wie will man den jetzt wieder zusammenflicken? Spannend, spannend... - wie schön, dass wir nur einen Tag warten mĂŒssen ;). (Anmerkung: Letztere Bemerkung bezog sich auf die britische Ausstrahlung.)