Doctor Who


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:: 2x02 Sleeper
:: 2x03 To the Last Man
:: 2x04 Meat
:: 2x05 Adam
:: 2x06 Reset
:: 2x07 Dead Man Walking
:: 2x08 A Day in the Death
:: 2x09 Something Borrowed
:: 2x10 From out of the Rain
:: 2x11 Adrift
:: 2x12 Fragments
:: 2x13 Exit Wounds


Torchwood Episodenguide


2x11 "Adrift"

[Verschollen]


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Regie:
Mark Everest
Drehbuch:
Chris Chibnall

Hauptdarsteller:
John Barrowman (Jack Harkness)
Eve Myles (Gwen Cooper)
Burn Gorman (Owen Harper)
Naoko Mori (Toshiko Sato)
Gareth David-Lloyd (Ianto Jones)
Kai Owen (Rhys Williams)

Gaststars:
Tom Price (PC Andy Davidson)
Ruth Jones (Nikki Bevan)
Jonah Bevan Oliver Ferriman (Young Jonah)
Lorna Gayle (Helen)

 Kurzinhalt
Durch Informationen ĂŒber einen seit Jahren verschwundenen Jugendlichen, die sie von ihrem Ex-Kollegen Andy erhĂ€lt, kommt Gwen auf die Idee, dass es sich bei dem Rift nicht um eine Einbahnstraße handelt. Sie glaubt, dass es nicht nur Dinge und Wesen aus anderen Welten hineinspĂŒlt, sondern auch Menschen darin verschwinden. Gemeinsam mit Tosh geht sie die Liste aller Vermissten der letzten Jahre durch und vergleicht die Daten ihres Verschwindens mit negativen Peaks in der Rift-AktivitĂ€t. Dadurch erlangt sie Gewissheit, dass sie Recht haben muss. Doch Jack will davon nichts wissen, denn selbst wenn es so sei könnten sie praktisch nichts tun. Das kann Gwen so nicht stehen lassen. Sie forscht auf eigene Faust weiter und muss eine traurige Erfahrung machen.


 Inhalt
Nachdem Jonah auf dem Nachhauseweg gerade, schon in Sichtweite seiner Mutter, SMSen mit ihr ausgetauscht hat, kommt plötzlich ein starker Wind auf und ein helles Licht fÀllt auf ihn - dann ist Jonah verschwunden.

Einige Monate spĂ€ter berichtet Gwens Ex-Kollege Andy ihr wĂ€hrend einer Ermittlung von diesem Vorfall, der seiner Meinung nach in die HĂ€nde Torchwoods gehöre. UnterstĂŒtzt von Tosh geht Gwen der Sache nach. Die Idee der beiden Frauen ist, dass das Rift keine bloße Einbahnstraße ist, sondern auch Menschen in ihm verschwinden könnten. Tosh stellt fest, dass es zum Zeitpunkt von Jonahs Verschwinden tatsĂ€chlich eine RiftaktivitĂ€t gab, im Gegensatz zu sonst aber mit einem negativen Peak. Nachdem Gwen eine erhebliche Anzahl von Vermisstenanzeigen zusammengetragen hat, gleicht Tosh die Daten mit den RiftaktivitĂ€ten ab und findet immer das gleicht Ergebnis wie im Falle Jonahs.

Gwen beruft mit dem Ergebnis ihrer Untersuchungen eine Team-Besprechung ein. Jack lobt die Frauen fĂŒr ihre Arbeit, doch dann will er wissen, was fĂŒr Konsequenzen das Ergebnis haben könnte. Es wird klar, dass sie diesen Dingen nicht vorbeugen können. Auch sich um die Angehörigen zu kĂŒmmern - Gwen hatte zuvor mit Jonahs Mutter gesprochen und dieses Treffen hatte sie ziemlich bewegt - kommt fĂŒr Jack nicht in Frage, das sei nicht Sache Torchwoods. Damit ist die Debatte fĂŒr ihn ausgesprochen unmissverstĂ€ndlich beendet.

Doch Gwen kann nicht davon ablassen. Sie berichtet Jack, den sie bei dieser Gelegenheit in Flagranti mit Ianto erwischt, dass sie es zu ihrer persönlichen Aufgabe machen wolle, wie auch die anderen solche hÀtten. Doch auch damit ist Jack nicht einverstanden, was er ihr wieder kategorisch zu verstehen gibt.

Ianto hat Gwen allerdings etwas zugeschoben was ihr weiterhilft: ein NavigationsgerĂ€t, dass eine kleine, unbewohnte Insel vor Cardiff als Zielpunkt ausweist. Gwen macht sich dorthin auf und entdeckt vom Leuchtturm aus ein paar Menschen, die mit Jack unterwegs sind. Gwen folgt ihrem Weg bis in eine Einrichtung, in der 17 der vermissten Personen unter medizinischer Versorgung aufgehoben werden. Jack erklĂ€rt ihr, dass diese Menschen völlig verĂ€ndert aus dem Rift zurĂŒckgekommen seien - die ersten beiden habe er bei Übernahme des Instituts in den Zellen vorgefunden - und man fĂŒr sie nicht mehr tun könne, als sie stillschweigend in dieser von ihm gegrĂŒndeten Einrichtung unter medizinischer Betreuung aufzuheben.

Gwen entdeckt Jonahs Zimmer und will ihn, entgegen Jacks Warnung, unbedingt sehen. Jonah ist um viele Jahre gealtert und von Brandwunden entstellt. Gwen erfÀhrt, dass er auf einem brennenden Planeten gelandet sei und von dort von jemandem in einem GebÀude, dass allerdings ein Raumtransporter gewesen wÀre, aus dem brennenden Sonnensystem gerettet worden sei.

Auch wenn Jack davon wiederum absolut nichts hĂ€lt, will Gwen unbedingt Jonahs Mutter herbringen weil sie davon ĂŒberzeugt ist, dass sie ein Recht habe, zu wissen, dass ihr Sohn lebe und wo er sei. Sie selber habe gesagt, die Ungewissheit wĂ€re das Schlimmste. Schließlich stimmt Jack zu, dass Gwen sie herbringen darf.

Obwohl von Gwen auf das, was sie erwartet, vorbereitet, ist Nikki Bevan zunĂ€chst entsetzt und will absolut nicht glauben, dass sie Jonah vor sich sieht. Als sie abwehrend gehn will, spricht der entstellte Mann ĂŒber Dinge, die nur Jonah wissen kann und schließlich nimmt Nikki ihren Sohn unter TrĂ€nen in die Arme. Doch dann ist das, was die Pflegerin als 'seine gute Verfassung' bezeichnet, vorbei und Jonah fĂ€ngt an, zu schreien. Und das, erklĂ€rt die Pflegerin, tĂ€te er 20 Stunden pro Tag, denn er habe in das Herz eines Schwarzen Sterns geschaut und dass hĂ€tte ihn verrĂŒckt gemacht. Wegen dieses Zustands kann Jonah ganz sicher nicht der Obhut seiner Mutter ĂŒberlassen werden.

Eine Woche spĂ€ter besucht Gwen Nikki, die ihr rĂ€t, nie wieder jemanden mit dorthin zu nehmen. Nachdem sie ihren Sohn gesehen hat wurde ihr das genommen, was sie vorher 'in Betrieb' hielt: die Hoffnung. Sie wĂŒnscht niemandem, das erleben zu mĂŒssen.

Daheim hat Gwen ein romantisches Abendessen vorbereitet und verspricht Rhys, dass den ganzen Abend ĂŒber nur ĂŒber das gesprochen werde, was ihn beschĂ€ftigt. Er hatte sich zuvor bitter darĂŒber beklagt, dass es bei ihnen immer nur um Gwens Arbeit ginge. Doch als er nun sieht, das irgendetwas Gwen furchtbar mitgenommen hat, setzt er sich mit ihr auf die Couch, nimmt sie in den Arm und fordert sie auf, zu erzĂ€hlen.


 Review
von Gisa von Delft

Das war eine gute Episode, die weniger die vordergrĂŒndigen Torchwood-Themen behandelt, sondern tiefgrĂŒndig Menschliches in den Focus stellt. Eine Gwen-zentrierte Folge, in der Eve Myles glĂ€nzen konnte. Zwar musste das unvermeidliche 'Jack und Janto in Flagranti' ein bisschen fehl am Platze dazwischenfunken, aber zum GlĂŒck nur kurz aufblitzend und durch Gwens Reaktion eher fĂŒr einen Schmunzler sorgend. Ganz nett war am Rande der kleine Bezug zum Doctor, der Jonah in seinem 'GebĂ€ude-Transporter' aus dem Inferno gerettet hatte.

Gefallen hat mir auch, dass ansonsten das Team weitgehend außenvor bleib und nur die beiden Frauen einen sehr effektiven Arbeitseinsatz miteinander bestreiten durften. Diese Szenen waren absolut stimmig. Die GesprĂ€che mit Andy und Rhys, in denen Gwens VerĂ€nderung durch die Arbeit thematisiert wurde, waren gut plaziert. DarĂŒber hinaus kam hier auch mal wieder Jacks 'The Face of Boe'-Weitblick durch Lebenserfahrung angemessen zum Tragen. Er wusste, dass ErklĂ€rungen fĂŒr sein Vorgehen sinnlos sein wĂŒrden, also hatte er im Alleingang gehandelt mit dieser Rift-Opfer-Unterbringung.

Ausgesprochen gut insziniert war ebenso Gwens zu spĂ€te Erkenntnis, die sie genaugenommen nur durch die wirklich betroffene Person ĂŒbermittelt bekommen konnte: Das unerfĂŒllte Hoffnung unter UmstĂ€nden besser sein kann, als brutale vollendete Tatsachen - auch wenn wir gerne meinen, dass das nicht so sein kann. Und diese zutiefst menschlichen VorgĂ€nge wurden in dieser Episode ausgesprochen mitreißend dargestellt. Eine Folge, die fĂŒr manches wieder entschĂ€digen konnte.