Doctor Who


:: Staffel Eins
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:: Staffel Vier
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:: Staffel Drei
:: Staffel Vier


:: 2x01 Kiss Kiss, Bang Bang
:: 2x02 Sleeper
:: 2x03 To the Last Man
:: 2x04 Meat
:: 2x05 Adam
:: 2x06 Reset
:: 2x07 Dead Man Walking
:: 2x08 A Day in the Death
:: 2x09 Something Borrowed
:: 2x10 From out of the Rain
:: 2x11 Adrift
:: 2x12 Fragments
:: 2x13 Exit Wounds


Torchwood Episodenguide


2x05 "Adam"

[Adam]


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Regie:
Andy Goddard
Drehbuch:
Catherine Tregenna

Hauptdarsteller:
John Barrowman (Jack Harkness)
Eve Myles (Gwen Cooper)
Burn Gorman (Owen Harper)
Naoko Mori (Toshiko Sato)
Gareth David-Lloyd (Ianto Jones)

Gaststars:
Bryan Dick (Adam)
Paul Kasey (Weevil)
Demetri Goritsas (Jack's Father)
Lauren Ward (Jack's Mother)
Jack Montgomery (Young Jack)
Ethan Brooke (Gray)
Lloyd Everitt (Youth)
Jo McLaren (Dead woman)

 Kurzinhalt
Torchwood scheint seit drei Jahren ein weiteres Teammitglied zu haben, Adam. Er ist Toshikos Liebhaber. Gwen allerdings kennt plötzlich ihren Verlobten Rhys nicht mehr und hĂ€lt ihn fĂŒr einen Stalker. Owen macht Tosh eine LiebeserklĂ€rung und Jack erinnert sich an seine Kindheit - obgleich er das niemals mehr wollte. Doch dann gesteht Ianto, er sei ein Frauenmörder. Das will Jack auf keinen Fall glauben.


 Inhalt
Torchwood scheint seit drei Jahren ein weiteres Teanmitglied zu haben, Adam. Als Gwen morgens etwas verspĂ€tet eintrifft, wundert sie sich darĂŒber, doch er fasst sie bei der Schulter, fragt, ob sie sich nicht erinnere und plötzlich weiß sie, wer er ist und begrĂŒĂŸt ihn herzlich. Alle arbeiten fröhlich mit ihm zusammen, Toshiko und ihn verbindet gar die große Liebe.

Als Gwen heimkommt, rastet sie völlig aus, als Rhys hinter ihr auftaucht und sie umarmen will. Sie hĂ€lt ihn fĂŒr einen Stalker, droht damit, auf ihn zu schießen und ruft das Team um Hilfe. Jack kann sich nicht erklĂ€ren, was mit ihr geschehen ist und versucht, ihren Erinnerungen an die Zeit mit Rhys auf die SprĂŒnge zu helfen, was jedoch nicht wirklich gelingt. Immerhin ist sie aber bereit zu glauben, dass er wirklich ihr LebensgefĂ€hrte ist und ihr Zusammensein bekommt fĂŒr sie fast die QualitĂ€t des ersten Entdeckens ihrer GefĂŒhle.

Tosh entdeckt, dass es vor zwei Tagen eine Rift-AktivitĂ€t gab, allerdings scheint nichts durchgekommen zu sein. Sie ist fröhlich und glĂŒcklich, doch Owen ist wenig begeistert, dass sie und Adam ihre Liebe so offen zur Schau stellen.

Jack ist verwirrt, weil er immer wieder einen Jungen zu sehen glaubt, der aber nicht wirklich da ist. Adam fordert ihn auf, sich zu erinnern ihm zu erzĂ€hlen, was ihn bedrĂŒckt. Jack erzĂ€hlt schließlich von seinen Kindheit im 51. Jahrhundert in Boeshane Peninsula. Einer eigentlich glĂŒcklichen Kindheit, doch eines Tages habe es einen schrecklichen Überfall auf seine Heimat gegeben. Sein Vater habe ihn aufgefordert, sich und seinen kleinen Bruder Gray in Sicherheit zu bringen. Er habe Gray an die Hand genommen und sei gelaufen, doch plötzlich war Gray nicht mehr da. Er wusste nicht, wann er ihn verloren hatte. Als er zurĂŒckging um nach ihm zu suchen fand er viele Tote, darunter auch sein Vater. Seine Mutter war untröstlich, als er gestehen musste, auch noch Gray verloren zu haben. Er habe diesen Tag fĂŒr immer vergessen wollen.

Ein Alienartefakt hĂ€lt Tosh, Owen und Ianto in Bewegung, denn sie wissen nicht, wie es zu gebrauchen ist. Außerdem ist man geteilter Meinung, wie es ĂŒberhaupt ins Hub gekommen ist. Ianto will in seinem Tagebuch nachschauen, wo er u.a. auch solche Dinge vermerkt.

Unterdessen macht Owen der völlig erstaunten Tosh eine sehr ernst gemeinte LiebeserklĂ€rung. FĂŒr Tosh ist das jedoch unhaltbar. Aufgebracht erklĂ€rt sie ihm, dass es schließlich Adam gĂ€be und er ĂŒberdies absolut nicht ihr Typ sei. Als sie den Raum verlĂ€sst bleibt Owen wie ein begossener Pudel zurĂŒck.

Inzwischen hat Ianto festgestellt, dass Adam in seinem Tagebuch nicht vorkommt. Als er ihn damit konfrontiert greift Adam ihn und fordert ihn auf, sich zu erinnern. Denn Erinnerungen sind es, wovon er existiert. Ein Nebeneffekt ist allerdings, dass er fĂŒr die gezogenen Erinnerungen neue eingeben muss. Ianto sieht sich selbst als Frauenmörder und fĂŒhlt sich grauenhaft. Er gesteht Jack seine Taten, doch dass kann jener ganz und gar nicht glauben. Irgendetwas anderes muss dahinterstecken.

Nun schaut Jack sich Video-Aufnahmen der letzten Stunden im Hub an. Er entdeckt, dass Adam immer wieder Teammitglieder bei der Schulter nimmt und sie auffordert, sich zu erinnern. Auch bei ihm hatte er das getan, als die Geschichte seiner Kindheit hochkam. Er findet unter den Blutproben des Teams keine von Adam und stellt fest, dass dessen Vita vor 24 Stunden geupdatet (oder upgedatet? Wir brauchen ein Denglisch-Wörterbuch ;)) wurde.

Am folgenden Tag erscheint Owen tatsĂ€chlich mit Blumen, um sich bei Tosh fĂŒr seinen 'Überfall' zu entschuldigen. Er will nur wissen, dass sie glĂŒcklich ist. Gwen bestĂ€tigt, dass sich die Dinge mit Rhys wieder einzurenken scheinen, alles sieht nach Friede, Freude aus als Adam die drei freundschaftlich umarmt. Nur Ianto wehrt seinen Versuch ab. Jack beobachtet das Ganze, dann setzt er Adam eine Pistole an den Hinterkopf. Er erklĂ€rt den andern, dass er bis vor zwei Tagen noch nicht existiert habe. Das Team fĂŒhlt sich an Gwens Verhalten Rhys gegenĂŒber erinnert, doch Jack lĂ€sst sie wissen, dass Adam das ausgelöst hatte, indem er die Erinnerungen verĂ€ndert.

Als Jack Adam abfĂŒhren und einsperren will, rastet Tosh aus und richtet ihre Waffe auf ihn. Nur mĂŒhsam gelingt es den anderen, sie zur Ruhe zu bringen. In der Arrestzelle bittet Adam Jack um sein Leben. Er habe die Erinnerungen gebraucht um zu ĂŒberleben. Und er habe sie doch zum Besseren verĂ€ndert. Er sei hierher gekommen, weil sie alle so einzigartige Erinnerungen hĂ€tten, besonders Jack.

ZunĂ€chst aber muss Jack sich um sein Team kĂŒmmern. Vermittels einfĂŒhlsamer Worte reicht er jedem eine Pille, die die letzten zwei Tage auslöschen wird. Dann geht er noch einmal zu Adam und erklĂ€rt ihm, dass er ihn zurĂŒckschicken werde, indem auch er als letzter seine Pille schluckt. Doch Adam kann ihn ĂŒberzeugen, dass er damit auch die schönen Erinnerungen an seine Familie fĂŒr immer zurĂŒcklĂ€sst. Er könne ihn noch einmal dort hinbringen. Er will es tun, sagt er, weil Jack ihm dieses Erlebnis ermöglicht hĂ€tte.

Jack lĂ€sst sich darauf ein und er sieht einen wunderschönen Moment mit seinem Dad und Gray am Strand. Doch dann erscheint Adam auch in dieser Szene und verĂ€ndert die Erinnerung. Jack fordert seine richtige Erinnerung zurĂŒck, doch Adam will dafĂŒr bleiben. Verzweifelt kĂ€mpft er jetzt indem er erklĂ€rt, Jack werde alle Erinnerung an seinen Vater verlieren, wenn er die Pille nĂ€hme. Jack tut es dennoch und wĂ€hrend Adam sich windet, fĂ€llt Jack in den Schlaf, in der Erinnerung nach seinem Vater und Gray rufend, die gegangen sind und ihn allein zurĂŒckgelassen haben.

Als er wieder erwacht ist die Zelle leer und seine Teamkollegen wundern sich, dass nicht nur in ihrer Erinnerung sondern auch in allen Aufzeichnungen zwei Tage fehlen. Jack hat dafĂŒr auch keine ErklĂ€rung. Einzig der Blumenstrauß mit der Entschuldigungskarte von Owen ist geblieben. Da sie alle wieder die alten sind, freut sich Tosh darĂŒber, doch Owen erklĂ€rt, er schenke definitiv niemals Blumen und entschuldige sich schon gleich gar nicht.

Jack findet in seinem BĂŒro das Alienartefakt in einem Beutel, der unerklĂ€rlicher Weise einen Adam als Finder ausweist. Es gelingt ihm, das KĂ€stchen zu öffen. Alles war es enthĂ€lt ist weißer Sand, den Jack sich erst verwundert, dann gedankenverloren durch die Finger rinnen lĂ€sst.


 Review
von Gisa von Delft

Offenbar hat sich Torchwood jetzt dem Konterastprogramm verschrieben. Nach der letzten wirklich grottigen Folge ist diese nun wieder nicht schlecht. Und wieder ganz anders...

Eine wirklich interessante Idee strickt sich um den fĂŒr die Zuschauer eigentlichen Kernpunkt: Jacks Vergangenheit. Der in der 1. Episode dieser Staffel in den Raum geworfene Gray ist also Jacks kleiner Bruder. Und er kann es sich nicht verzeihen, sich nicht richtig um ihn gekĂŒmmert zu haben. Um das zu verdrĂ€ngen ist er sogar bereit, die gesamte Erinnerung an seine Familie begraben zu halten.

Doch nicht nur fĂŒr den Charakter Jack war das eine ausgesprochen gelungene Episode - am ehesten Vergleichbar mit Small Worlds - auch alle anderen Charaktere hatten ausgesprochen interessante Momente. Die Umkehrung ihrer Eigenschaften hatte etwas wirklich Sehenswertes und zeigt die Bandbreite des Könnens der Schauspieler. Und hier kam auch mal die Verbindungs-Idee Tosh/Owen, die in der letzten Folge voll daneben war, ganz gut. Ein bisschen zum Schmunzeln im Grunde.

Fast grenzwertig schnulzig, aber ebenso schön war die Szene, in der Jack seinen Leuten die Vergessenspille reicht. In der all die Ängste und auch schönen Momente seiner Kollegen nochmal Revue passierten - ein komprimiertes Charakterspiel. Hier kommt Jack als guter Vater, als der Ă€ltere, weise Mann, der er ja auch ist, sehr schön zum Zuge. Schließlich ist Jack keineswegs herzlos, das hat er ja schon des öfteren unter Beweis gestellt (und damit meine ich wirklich nicht das Getue aus der letzten Folge).

Nach der Sinnhaftigkeit und Logik bezĂŒglich des Aliens Adam will ich lieber nicht fragen, seinen Sinn hatte er wohl darin, die Charaktere neu zu beleuchten. Und das ist wirklich gut gelungen.