Doctor Who


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel FŁnf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier


:: 1x01 Everything Changes
:: 1x02 Day One
:: 1x03 Ghost Machine
:: 1x04 Cyberwoman
:: 1x05 Small Worlds
:: 1x06 Countrycide
:: 1x07 Greeks Bearing Gifts
:: 1x08 They Keep Killing Suzie
:: 1x09 Random Shoes
:: 1x10 Out Of Time
:: 1x11 Combat
:: 1x12 Captain Jack Harkness
:: 1x13 End of Days


Torchwood Episodenguide


1x11 "Combat"

[Faustrecht]


 ę Kurzinhalt :: Inhalt :: Review :: Eure Meinung (7) Ľ 

Regie:
Andy Goddard
Drehbuch:
Noel Clarke

Hauptdarsteller:
John Barrowman (Jack Harkness)
Eve Myles (Gwen Cooper)
Burn Gorman (Owen Harper)
Naoko Mori (Toshiko Sato)
Gareth David-Lloyd (Ianto Jones)

Gaststars:
Kai Owen (Rhys Williams)
Alex Hassell (Mark Lynch)
Paul Kasey (Weevil)
Alexandra Dunn (Barmaid)
Mathew Raymond (Boyfriend)
David Gyasi (Hospital Patient)

 Kurzinhalt
Eine Gruppe von Menschen hat es auf die Weevil abgesehen, die in den Kloaken Cardiffs leben. Jack und Gwen entdecken bei einer Verfolgung eine Leiche in einem leeren Lagerhaus - der Mann wurde von einem Weevil getötet. Doch Jack hat keine Ahnung, wer und was hinter dieser ganzen Sache stecken könnte. Um eine Spur verfolgen zu können, gibt sich Owen als Geschäftsmann aus. Doch letztenendes entdeckt Owen bei dieser Angelegenheit vor allem eine völlig unbekannte Seite an sich.


 Inhalt
Jack Harkness verfolgt einen Weevil, während Gwen mit Rhys in einem Restaurant beim Essen sitzt. Rhys ist wenig begeistert, dass Gwen mal wieder mit ihren Gedanken abwesend ist.

Jack wird in einem Parkhaus, wo er den Weevil gestellt hat und versucht, ihn zum mitkommen zu bewegen von dem Weevil angegriffen und verletzt. Deshalb verliert er ihn aus den Augen. Er erblickt Gwen im Vorbeigehen in dem Restaurant und bittet sie um Unterst√ľtzung. Trotz Rhys' deutlichem Einspruch geht sie, nicht b√∂se um diese Unterbrechung, mit. Rhys werde sich schon wieder beruhigen, entgegnet sie auf Jacks Erinnerung an die Ermahnung, ihr Privatleben in Ordnung zu halten.

Wieder in dem Parkhaus, können sie verfolgen, wie eine Gruppe maskierter Leute den Weevil uberwältigt und in einem weißen Transporter mit ihm davonfährt. Im Hub berichtet Ianto ihnen von Hinweisen aus Hospitälern, in denen Menschen mit Verletzungen eingeliefert wurden, die von Weevils stammen. Tosh ist unterdessen dabei, den Standort des Vans zu ermitteln.

Owen, der in einem Pub an der Theke sitzt, ignoriert das Klingeln seines Handys. Als der Freund der Barfrau, mit der er sich unterh√§lt, ihn eifers√ľchtig warnt, sie in Ruhe zu lassen, schl√§gt Owen ihn kurzerhand zu Boden und trinkt weiter. Im Hub steckt Tosh Gwen, dass Owen etwas mit Diane gehabt h√§tte.

Jack steht mit Ianto vor der Zelle, in der sie den Weevil gefangenhalten und studieren. Er liegt auf den Knien und jammert. Jack erz√§hlt, Owen habe herausgefunden, dass die Weevils auf einem niedrigen telepathischen Level miteinander kommunizieren. Offenbar f√ľhle er den Schmerz seiner Artgenossen, woraus Jack schlie√üt, dass sie gequ√§lt werden. Tosh hat inzwischen den Van vor einem Lagerhaus in den Docks von Cardiff ausfindig gemacht.

Jack und Tosh suchen am n√§chsten Morgen das Lagerhaus auf. Es ist leer und verlassen, doch sie finden die Leiche eines Mannes, der eindeutige Weevelverletzungen aufweist. Als dessen Handy klingelt geht Jack ran und eine verzerrte Stimme warnt ihn davor, sich in Dinge einzumischen, von denen er nichts verst√ľnde. Jack jedoch verspricht, sie w√ľrden dem ein Ende bereiten und sie unter Garantie erwischen.

Owen erscheint im Hub, um die Autopsie der Leiche vorzunehmen. Der Mann verstarb zwar an den Verletzungen durch den Weevil, weist aber zahlreiche Prellungen auf, aus denen man schlie√üen k√∂nnte, dass er vorher von einigen Menschen herumgeschubst wurde. M√∂glicherweise, √ľberlegt Jack, lie√üen Menschen den Mord von einem Weevil durchf√ľhren, damit man sie nicht damit in Verbindung bringen kann.

Owen f√§hrt mit Gwen zur Familie des Toten. Nachdem sie die schmerzliche Nachricht √ľberbracht hat, spricht sie Owen auf Diane an. Das einzige was er in entschiedenem Tonfall √§u√üert ist, er habe nicht gewollt, dass sie ginge, sie h√§tte es getan. Der Ton zwischen ihnen wird unsch√∂n und das beendet endg√ľltig ihre Affaire.

Tosh registriert unterdessen den Lieferwagen wieder an dem Lagerhaus. Diejenigen, die ihn fuhren, scheinen also irgendetwas mit dem Inhaber des Lagerhauses, der Firma Lynch Frost, zu tun zu haben. Owen erhält die Aufgabe, sich als Geschäftsmann, der sich in Cardiff niederlassen will, Kontakt damit aufzunehmen.

Als Owen in Mark Lynchs B√ľro ist, kann er ein kleines Ger√§t an einem Notebook anbringen, dass Daten ins Hub √ľberspielt. Owen sagt, er sei an dem Lagerhaus interessiert, doch Lynch bindet ihm auf, er habe es bereits verkauft. Doch er bietet ihm an, sp√§ter bei einem Drink √ľber andere M√∂glichkeiten zu sprechen. Als Owen gegangen ist, checkt Lynch Owens Webside, die von Tosh fingiert wurde.

Nachdem Jack Gwen nach Hause geschickt hat, weil sie sich dort um ihr Privatleben k√ľmmern soll, f√§hrt er mit Ianto zu einer Klinik, um ein Opfer mit Weevilverletzungen zu befragen. Der Mann verweigert aber jegliche Auskunft mit dem Hinweis, dass 'sie' ihn t√∂ten w√ľrden. W√§hrend Gwen zuhause nicht viel erreicht, weil Rhys weg muss, greift Jack nun zu einer verzweifelten Ma√ünahme. Er will den Weevil aus der Zelle freilassen, ihm einen Trackingdevice verpassen und nicht aus den Augen lassen in der Hoffnung, dass sie das zu der Gruppe f√ľhren wird. Tats√§chlich erleben sie, dass Janet, wie Jack den Weevil getauft hat, gefangen und in den Van verfrachtet wird.

In dem Pub, wo Owen mit Mark Lynch sitzt, erscheint der eifers√ľchtige Freund der Barfrau vom Vorabend. Er hat einen Freunde mitgebracht und will es Owen heimzahlen. Als Owen sich pr√ľgelt registriert Mark die Brutalit√§t, mit der Owen zuschl√§gt. Anschlie√üend gehen sie zu Mark nach Hause und er macht Owen klar, dass er ihn keineswegs kritisieren wolle, er sei nicht der einzige w√ľtende und frustrierte Mensch. Sie h√§tten Erfolg, tolle Autos und all das. Doch Erfolg auf sich habe keinen Wert. Das Leben hielte viel mehr bereit, wenn man wisse, wo man zu suchen h√§tte. Irgendetwas sei dort drau√üen in der Dunkelheit und es w√ľrde kommen. Es sei n√§her, als er denken w√ľrde.

Gwen gesteht Rhys, dass sie eine Affaire mit Owen hatte und sich deshalb furchtbar sch√§men w√ľrde. Sie will, dass Rhys ihr vergibt, doch er ist viel zu aufgebracht. Damit er sich sp√§ter nicht erinnert, hat sie ihm eine Amnesie-Pille verpasst. Doch er wird bewusstlos bevor Gwen ihn dazu bringen kann, Worte des Vergebens auszusprechen.

Als Owen in Marks Wohnung vorgibt, die Toilette aufzusuchen, spioniert er in wenig herum und entdeckt eine verschlossene T√ľr. Er verschafft sich Zugang und findet in dem Raum einen angeketteten Weevil. Mark kommt herein und erkl√§rt, sie h√§tten diese Wesen in den Stra√üen von Cardiff gefunden. Sie w√ľssten nicht, was es sei. Manche w√ľrden denken, es seien Mutanten nach einem fehlgeschlagenen Experiment. Er vermutet, es sei die Zukunft - in 1000 Jahren s√§hen die Menschen, nachdem Frustration und Aggression immer mehr zun√§hmen, vermutlich alle so aus. Einige behaupteten auch, es seien Aliens, erg√§nzt er mit einem Lachen. Dann offenbart er Owen, dass er √ľber seine Undercover-Aktion Bescheid wisse. Der Mann in dem Lagerhaus sei allerdings nicht ermordet worden, er sei einer von "ihnen". Mark will Owen zeigen, was er meint.

W√§hrend Jack und Co. gerade Janets Trackingdevice an einem Zaun finden, f√§hrt Gwen entt√§uscht ins Hub. Sie trifft dort niemanden an und jetzt kommt ihr ihre verfahrene Situation richtig zu Bewusstsein und sie f√§ngt an, zu weinen. Pl√∂tzlich h√∂rt sie das Klingeln eines Handys aus Richtung der Leiche aus dem Lagerhaus. Vorsichtig geht sie hin√ľber und angelt das Handy aus der Plastikt√ľte auf einer Ablage. Sie findet eine SMS mit einer Adresse. Sie sucht sie im Computer, es handelt sich um ein Geb√§ude, dass zu Lynch Frost geh√∂rt. Sie informiert Jack, der sie auf dem Weg dorthin abholt.

Unterdessen sind Owen und Mark bei eben jenem Geb√§ude eingetroffen. Eine Menge M√§nner befinden sich in den R√§umlichkeiten. Die beiden bahnen sich ihren Weg durch Gruppen miteinander Raufender. Mark erkl√§rt, das sei nur ein Aufw√§rmtraining f√ľr die M√§nner, die ihr wahres Selbst entdecken wollten, indem sie sich auf das Wesentlichste reduzierten. Der tats√§chliche Kampf f√§nde schlie√ülich in einem gro√üen K√§fig statt und zwar gegen einen Weevil - in diesem Falle handelt es sich um Janet. Die M√§nner w√ľrden, wenn sie genug h√§tten, bitten, herausgelassen zu werden. Der Mann aus dem Lagerhaus habe das nicht getan. Vielleicht h√§tte er nicht genug Lebenswillen gehabt. Als sie ihn herausholten, sei es bereits zu sp√§t gewesen.

Owen hat genug gesehen und k√ľndigt an, dass er der Sache ein Ende setzen werde bevor noch mehr Leute sterben w√ľrden. Doch Mark richtet eine Waffe auf ihn und befiehlt ihm, in den K√§fig zu gehen und zu k√§mpfen. Ganz ruhig erwidert Owen, Mark solle die Waffe wegstecken, dann werde er in den K√§fig gehen. Owens absolute Gelassenheit bewegt Mark schlie√ülich, es zu tun. Sie gehen zum K√§fig. Mark versucht noch, Owen ein paar Verhaltensregeln zu geben, doch jener fordert nur entschlossen: "√Ėffne die T√ľr!".

In absoluter Konzentration steht Owen Janet gegen√ľber und l√§chelt. Doch dann platzt das restliche Torchwood-Team in das Geb√§ude und feuert sofort einige Warnsch√ľsse ab. Jetzt st√ľrzt Janet sich auf Owen. Mit einem Schuss in deren Arm bewegt Jack Janet dazu, von Owen abzulassen. Man holt den verletzten Kollegen aus dem K√§fig. Jack befiehlt den versammelten M√§nnern, diese Wesen in Ruhe zu lassen und nach Hause zu gehen, die Show sei beendet. Als Jack Mark vorwirft, er h√§tte Owen das angetan, erwidert jener, Owen habe sich das selbst angetan. Mark ist total fasziniert, dass Owen keinerlei Angst hatte und geht nun selber in den K√§fig. Janet greift ihn umgehend an und t√∂tet ihn - ohne dass Jack eingreift.

Als Jack ihn im Hospital besucht erkl√§rt Owen, er h√§tte nicht gerettet werden wollen. F√ľr ein paar Sekunden habe er in diesem K√§fig absoluten Frieden empfunden. Jack sei offenbar tats√§chlich davon √ľberzeugt, dass er immer wisse, was das Beste sei. Doch Jack entgegnet nur, er wolle ihn morgen wieder bei der Arbeit sehen.

Am n√§chsten Tag geht Owen direkt zu der Zelle, in der Janet wieder eingesperrt ist und baut sich vor der Scheibe auf. Janet knurrt ihn an, doch Owen fletscht nur - in typischer Weevil-Manier - die Z√§hne und zischt zur√ľck. Janet st√∂hnt auf und verkriecht sich in der Ecke. Owen l√§chelt.


 Review
von Gisa von Delft

Hier haben wir es wieder mit einer ganz anderen Story zu tun, die zur√ľckgreift auf das Alienpotenzial. Nach dem Drehbuch von "Mickey Smith"-Noel Clarke entstand eine sehenswerte, durchg√§ngig stimmige Episode.

Die (zunehmende) Unzufriedenheit vieler Menschen mit einem Leben, dass keine direkt handhabbaren Herausforderungen mehr stellt, bildet eine gute Grundlage f√ľr die Folge. Es muss also etwas gefunden werden, an dem man sich messen kann, oder besser noch, an dem man auf seine tiefsten Wurzeln zur√ľckgeworfen wird. Das ist ein √§u√üerst spannender Gedanke der absolut in das Zeitgeschehen passt. Von daher ein Lob an Clarke f√ľr die Idee.

Jeder Charakter (und endlich auch Darsteller) passt ausgezeichnet auf seinen Platz und die Geschichte ist sehr interessant insziniert. Gwens Entwicklung wird vorangetrieben und man darf sich fragen, wann der Zeitpunkt kommt, an dem sie entweder ihren Job oder die Beziehung mit Rhys quittiert. Weiterhin bleibt Eve Myles' darstellerische Leistung auf einem hohen Niveau. Obgleich Jacks Anmerkung, sie solle ihr Privatleben in Ordnung halten, nachdem er sie gerade aus eben diesem herausgezogen hat, fast schon witzig war.

Wurde Owen, bzw. die meiner Ansicht nach deutliche Fehlbesetzung dieser Rolle, bisher von mir viel kritisiert, war ich in dieser Episode mit Burn Gorman au√üerordentlich zufrieden. Owen musste sich noch einmal seinen √Ąngsten stellen und diesesmal konnte er bis auf den Grund tauchen und standhalten. Ich bin gespannt, ob und wie sich seine Erkenntnisse auf die weitere Zeichnung dieses Charakters auswirken.

Im Zusammenhang mit seinen Gespr√§chen mit Mark Lynch habe ich allerdings nicht einordnen k√∂nnen, was f√ľr einen inhaltlichen Sinn dessen Bemerkung machte, irgendetwas w√ľrde in der Dunkelheit lauern (h√∂ren wir ja nicht zum ersten mal...). Irgendwo sollte dieser Satz vermutlich nochmal auftauchen, doch hier war er etwas 'reingequ√§lt'.

H√∂chst treffend war Owens Kritik an Jack. In der Tat vermittelt er ein ausgesprochen unantastbares Selbstverst√§ndnis. Er scheint absolut √ľberzeugt zu sein, zu wissen, was das Beste ist. Einerseits sollte sein unvergleichlich langes Leben ihn nat√ľrlich durchaus dazu bef√§higen, die Dinge anders, besser zu √ľberblicken und in vielerlei Hinsicht richtige Schl√ľsse zu ziehen. Doch er sollte vielleicht in all der Zeit auch mehr √ľber Menschen gelernt haben und wissen, dass sie Erfahrungen unter allen Umst√§nden selber machen m√ľssen. Man kann ihm hier nur zugute halten, dass er nicht wusste, in was f√ľr einer Situation Owen sich befand. Sonst h√§tte er, sowie wir ihn bisher kennengelernt haben, wom√∂glich zu dem Zeitpunkt gar nicht eingegriffen.

Das war nach "Eugene" und "Out of Time" noch einmal eine erfreuliche Folge. Auch in sofern, als sie in einem völlig anderen Rahmen angesiedelt war und es ebenso gut gelungen ist wie bei den beiden vorherigen.