Doctor Who


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:: 1x08 They Keep Killing Suzie
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:: 1x12 Captain Jack Harkness
:: 1x13 End of Days


Torchwood Episodenguide


1x09 "Random Shoes"

[Das Sechste Auge]


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Regie:
James Erskine
Drehbuch:
Jacquetta May

Hauptdarsteller:
John Barrowman (Jack Harkness)
Eve Myles (Gwen Cooper)
Burn Gorman (Owen Harper)
Naoko Mori (Toshiko Sato)
Gareth David-Lloyd (Ianto Jones)

Gaststars:
Paul Chequer (Eugene Jones)
Luke Bromley (Young Eugene)
Roger Ashton-Griffiths (Mr. Garrett)
Steven Meo (Josh)
Celyn Jones (Gary)
Robyn Isaac (Linda)
Gareth Potter (Shaun Jones)
Joshua Hughes (Terry Jones)
Amy Starling (Waitress)
Leroy Liburd (Café Owner)
Ryan Chappell (Pete)

 Kurzinhalt
Eugene Jones, ein junger Mann von 28 Jahren, ist fanatischer Alien-Fan. Doch Eugene wird bei einem Autounfall mit Fahrerflucht getötet. Dennoch steht er am Rande des Unfallortes und beobachtet das Torchwood-Team, dass dazugerufen wurde. Eugene ist eindeutig tot und fĂŒr andere nicht wahrnehmbar. Und doch erfĂŒllt sich fĂŒr ihn ein großer Wunsch: er - oder sein Geist - fĂ€hrt mit dem Torchwood-Team in dessen Hauptquartier. Bislang hatte das Team den Alien-Freak immer ignoriert, wenn er an Ermittlungsorten mit ihnen in Kontakt treten wollte. Doch jetzt kĂŒmmert sich seine Favoritin Gwen Cooper höchstpersönlich um seine Angelegenheiten.


 Inhalt
Das Torchwood-Team kommt zu einem Unfall mit Fahrerflucht. Eugene Jones steht am Rande daneben und freut sich, dass Team - insbesondere Gwen - zu sehen. Doch niemand reagiert auf ihn. Man wendet sich dem am Boden liegenden Unfallopfer zu und Eugene registriert, dass es sein Körper ist. Offensichtlich ist er tot. Gwen findet sein Handy, auf dem es einige Fotos von beschuhten FĂŒĂŸen gibt. Da Eugene sich nicht erinnern kann was mit ihm passiert ist, steigt er mit in den Wagen der sie zum Hub bringt.

Eugene denkt zurĂŒck an 1992. Seinerzeit hatte er in einem Mathewettbewerb der Schulen versagt, wodurch seine Gruppe verlor. Sein Vater war sehr enttĂ€uscht. Sein Lehrer versuchte Eugene zu trösten, indem er ihm eine Kugel schenkte, die aussah wie ein Auge. Sie sei wĂ€hrend eines Golf-Spiels einfach vom Himmel gefallen. Am Abend verlĂ€sst der Vater die Familie. Eugene hĂ€lt sich an der Idee fest, das Objekt sei ein Alienauge und sein Besitzer wĂŒrde eines Tages kommen, um es zurĂŒckzuholen. Damit begann sein Interesse an Aliensachen. Als er erwachsen war, sprach er hĂ€ufiger bei Investigationen das Torchwood-Team an. Doch man beachte ihn nicht sonderlich, man hielt ihn fĂŒr einen Spinner.

Nachdem Gwen Mrs. Jones die traurige Nachricht ĂŒberbracht hat, holt das Team - stĂ€ndig mit dem unsichtbaren Eugene im 'Schlepptau' - einige seiner Sachen ab. Sie finden darunter einen Flyer des Museums fĂŒr Wissenschaft und Naturgeschichte der Aberystwyth UniversitĂ€t, auf dem ein Vortrag ĂŒber Schwarze Löcher angekĂŒndigt wird und eine Schachtel mit dubiosen kleinen Alienartefakten. Ein Teil scheint darin zu fehlen.

Gwen möchte mehr ĂŒber Eugenes Tod herausfinden. Auch wenn die anderen ihr das auszureden versuchen, findet sie irgendetwas seltsam an der Sache. Am folgenden Tag bringt sie DVDs zurĂŒck, die Eugene sich ausgeliehen hatte. Josh, der Angestellte dort, bezeichnet Eugene als TrĂ€umer und typischen Verlierer. Anschließend setzt sie sich in das Cafe, dass Eugene immer aufsuchte - natĂŒrlich begleitet von ihm. Er ist immer noch frustriert, dass er sich nicht erinnern kann, wĂ€hrend sie die EintrĂ€ge in seinem Handy durchsieht. Er 'redet ihr zu', Gary anzurufen und tatsĂ€chlich wĂ€hlt sie dessen Nummer und hinterlĂ€sst ihm eine Nachricht.

Nun sucht Gwen die Marketing-Firma auf, in der Eugene arbeitete. Seine Kollegen Gary und Linda sind sehr betroffen ĂŒber die Todesnachricht. Gwen verabredet sich mit Linda zum Essen, um in Ruhe sprechen zu können. Bei Garys Sachen fĂ€llt ihr der gleiche Flyer auf, den sie auch bei Eugene fanden.

Linda erzĂ€hlt ihr, dass sie ziemlich deprimiert ĂŒber ihr Leben gewesen sei. Eugene hĂ€tte angeboten, ihr ein Ticket nach Australien zu spendieren. Um das Geld zu bekommen wollte er das Alien-Auge, dass er ihnen zuvor gezeigt hatte, bei eBay versteigern. Zuerst hĂ€tte er keine Gebote bekommen, doch dann sei der Preis, erst langsam, dann ganz rapide, hochgegangen. Am Ende wurden ÂŁ 15,005.50 geboten, sie wisse aber nicht, von wem.

Gwen besucht noch einmal Eugenes Mutter, die ihr erzĂ€hlt, wo das Auge herkam. Sie sagt, Eugenes Vater sei sehr enttĂ€uscht gewesen und nach Amerika ausgewandert. Doch Eugenes Bruder Terry weiß es besser. Er fĂŒgt hinzu, dass Eugene erst vor zwei Wochen herausgefunden habe, dass ihr Vater als Kassierer bei einer Tankstelle in Cardiff arbeite. Jetzt erinnert Eugene sich, dass er danach alles, woran er sein Leben gehĂ€ngt hatte, wertlos und vergeudet fand, auch das Auge. So beschloss er, es zu verkaufen. Als Gwen ĂŒberlegt, den Vater anzurufen, 'suggeriert' Eugene ihr, es zu lassen. Er will nichts mit ihm zu tun haben. Sie scheint es verstanden zu haben und fĂ€hrt zum Hub.

Dort versucht sie Jack zu erklĂ€ren, dass Eugene den Verlust seines Vaters nie verkraftet habe und ihre Hilfe brauche - aber irgendwie hört sich das nicht wirklich gut an. Doch dann erzĂ€hlt sie ihm von dem Verkauf des Auges. Jack wird aufmerksam und fragt, ob es ein Dogon Sixth Eye gewesen sei, damit hĂ€tte es einen Handel gegeben. Es ist ein rĂŒckwĂ€rtiges Auge, das RĂŒckblicke gestattet. Gwen hĂ€lt es fĂŒr möglich, weiß aber nicht, wer es erworben hat. Jack gibt ihr das Wochenende um es herauszufinden.

Gwen fĂ€hret nach Aberystwyth um sich den Vortrag anzuhören. Dort trifft sie Gary, der zusammen mit Eugene daran teilnehmen wollte. Er gesteht ihr, dass er unter verschiedenen Namen fĂŒr das Auge geboten hatte, um Eugene aufzumuntern. Eugenen hĂ€tte gedacht, der Alien, der das Auge wiederhaben wollte, sei es gewesen. Als Gwen wissen will, wo die Übergabe stattfinden sollte, weicht Gary einer Antwort aus. Auf die Frage, warum Eugene wohl Garys Schuhe fotografiert habe und wem die anderen Paare gehören, erwidert er, das seien wohl Zufallsaufnahmen gewesen.

Die Nacht verbringt Gwen in einem Hotel. Sie findet bei Eugenes Sachen noch ein StĂŒck einer Serviette mit dem Logo 'Happy Cook'. Die ganze Zeit spĂŒrt sie irgendwie auch die stetige Anwesenheit des unsichtbaren Eugenes. Am Morgen fĂ€hrt sie los und sieht schließlich das Restaurant am Straßenrand, unweit der Stelle an der der Unfall passierte. Eugene erinnert sich, hier Gary und Josh vorgefunden zu haben, die ihm offenbarten, einige Gebote abgegeben zu haben. Sie hĂ€tten gedacht, das Leben sei zu kurz und zu frustrierend, um ihm seinen Traum zu zerstören. Dann sei der Preis in die Höhe geschnellt und zwar durch einen Sammler, nicht etwa einen Alien. Sie beschlossen, das Gebot noch ein wenig zu erhöhen, doch dann sei nichts Weiteres gekommen.

Eugene wird klar, dass die beiden das Auge haben wollen, ohne zu bezahlen, um es dann erneut anzubieten. GeistesgegenwĂ€rtig schießt Eugene unterm Tisch Fotos von den Schuhen der beiden und der Bedienung. Schließlich kommt es zu einem Handgemenge und Eugene verschluckt das Auge kurzerhand und lĂ€uft davon.

Gwen erfĂ€hrt die wesentlichen Fakten von der Bedienung. Dann betreten Gary und Josh das Restaurant. Gwen zieht sich ein wenig zurĂŒck und die beiden versuchen, die Bedienung zum Schweigen ĂŒber den Vorfall zu bewegen. Dann sehen sie Gwen. Josh will weglaufen, doch Garry stellt ihm ein Bein. Als Josh wissen will, warum er das tĂ€te, erwidert Gerry, er wĂŒrde Eugene vermissen. Den Rest der Geschichte erfĂ€hrt Gwen dann von ihnen. Sie hĂ€tten versucht, Eugene hinterher zu laufen, doch er sei zu schnell gewesen. Eugene erinnert sich jetzt, ĂŒber ein Feld gerannt zu sein und auf der Mitte der Straße angehalten zu haben, um sich umzusehen. Er hat das Auto schlicht nicht wahrgenommen. Nun informiert Gwen auch Eugenes Vater telefonisch ĂŒber den Tod seines Sohnes.

Eugene schaut seiner eigenen Trauerfeier zu. TatsĂ€chlich ist auch sein Vater erschienen und Eugene erkennt, dass es nicht an ihm gelegen hatte, dass der Vater sie verließ. Nach ein paar freundlichen Worten ĂŒber den Sohn, den kaum gekannt zu haben er sehr bedauert, singt er fĂŒr ihn das Lied "Danny Boy". Eugene wird klar, wie sehr sie beide einander vermisst hatten.

Nach der EinĂ€scherung bekommt Gwen das Auge von dem Krematoriumsangestellten ausgehĂ€ndigt. Eugene wundert sich, warum er immer noch da ist, obgleich das Auge von ihm getrennt wurde. Gwen geht damit zum Haus der Jones, wo die TrauergĂ€ste ankommen. Auch der Rest des Torchwood-Teams kommt gerade angefahren. Jack freut sich ĂŒber das Auge und sie wollen sofort damit zum Hub fahren. Doch Gwen erbittet sich noch ein paar Minuten. Sie beobachtet, wie Mr. Jones auf seinen jĂŒngern Sohn zugeht und die beiden sich - ein wenig unsicher noch - begrĂŒĂŸen. Dabei registriert sie nicht, dass ein Auto angefahren kommt. Doch Eugene sieht es und er ergreift Gwen und reißt sie von der Straße.

Jetzt sieht nicht nur sie den jungen Mann, sondern auch alle anderen Anwesenden refistrieren ihn erstaunt. Gwen bedankt sich voller Freude mit einem spontanen Kuss bei ihrem Retter. Auch Eugene ist glĂŒcklich. Er drĂŒckt ihr das Auge, dass heruntergefallen war, in die Hand und verabschiedet sich. Dann wird er in einem weißen Licht langsam hochgehoben und sieht schließlich die Erde als Kugel unter sich kleiner werden. Dabei begreift er, wie großartig das Leben doch eigentlich ist, mit all seinen Freuden, Ärgernissen und einem belanglos vorkommenden Kleinigkeiten - und dass man niemals die Hoffnung verlieren sollte.


 Review
von Gisa von Delft

Endlich wieder! Eine sehr ĂŒberraschende und sehr erfreuliche Folge. Das Überraschungsmoment gefĂ€llt mir, da muss man sich wenigstens keine Sorgen um die KreativitĂ€t der Schreiber machen. Hier ist also wieder etwas ganz anderes in Szene gesetzt worden. Das SF-Genre wurde nur am Rande angekratzt durch Eugenes Interessen. Dadurch ist aber die Verbindung zu Torchwood plausibel erklĂ€rt. Ansonsten haben wir eher einen Hauch "Ghost Whisperer" mit dabei, aber sehr schön gemacht.

Es war also eher eine Mystery-Folge, aber zum GlĂŒck auch mit einer Prise Humor und dadurch nicht so pathetisch, wie sowas sonst gerne prĂ€sentiert wird. Auch dass der "Selbstmord" sich als pures Versehen herausstellt war eine gute Wendung. So gab es keine drĂŒckende Botschaft als Resultat des nicht ganz einfachen Lebens des jungen Mannes. Im Grunde sind die Probleme Eugenes ja heute durchaus nicht ungewöhnlich. Getrennte Eltern gehören eher ins normale Bild und viele mĂŒssen solche Situationen verkraften und verarbeiten.

Jedenfalls war die Revue dieser wichtigen Stationen in Eugenes Leben schön inszeniert und auch der Part mit der eBay-Versteigerung kam gut. Dass die Sache am Ende außer Kontrolle gerĂ€t und schlimme Folgen hat fand ich auch nicht allzuweit hergeholt. DarĂŒberhinaus war es ein schönes Charakterspiel fĂŒr Gwen und einen Gaststar, der seine Sache gut gemacht hat.

Nachdem das RĂ€tselraten um Eugenes Tod aufgeklĂ€rt war, gab es ein sehr versöhnliches Ende. Eugene kann feststellen, dass nur MissverstĂ€ndnisse zu dem Verlauf der Dinge gefĂŒhrt haben und man gut daran getan hĂ€tte, darĂŒber zu reden. Sein Vater singt ihm ein wunderschönes Lied, das eigentlich alles aussagt und er nutzt die Chance, die Verbindung mit seiner Familie wieder aufzunehmen. Dann rettet Eugene seiner verehrten Gwen noch das Leben und erhĂ€lt einen Moment dessen, was er sich sehnsĂŒchtig gewĂŒnscht hat. Am Ende bleibt Versöhnung und Staunen. Ein wirklich schönes MĂ€rchen wurde hier sehr zufriedenstellend in den Rahmen dieser Serie gestellt.

Ich war am Ende tatsÀchlich auch versöhnt und habe gestaunt, weil diese Folge richtig gut gelungen ist.