Doctor Who


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:: 1x01 Everything Changes
:: 1x02 Day One
:: 1x03 Ghost Machine
:: 1x04 Cyberwoman
:: 1x05 Small Worlds
:: 1x06 Countrycide
:: 1x07 Greeks Bearing Gifts
:: 1x08 They Keep Killing Suzie
:: 1x09 Random Shoes
:: 1x10 Out Of Time
:: 1x11 Combat
:: 1x12 Captain Jack Harkness
:: 1x13 End of Days


Torchwood Episodenguide


1x07 "Greeks Bearing Gifts"

[Timeo Danaos...]


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Regie:
Alice Troughton
Drehbuch:
Colin Teague

Hauptdarsteller:
John Barrowman (Jack Harkness)
Eve Myles (Gwen Cooper)
Burn Gorman (Owen Harper)
Naoko Mori (Toshiko Sato)
Gareth David-Lloyd (Ianto Jones)

Gaststars:
Daniela Denby-Ashe (Mary)
Tom Robertson (Soldier)
Ravin J. Ganatra (Neil)
Eiry Thomas (Carol)
Shaheen Jafargholi (Danny)
Paul Kasey (Weevil)

 Kurzinhalt
Das Torchwood-Team wird zu einer Baugrube gerufen, in der man eine skelettierte Leiche und ein seltsames Artefakt fand. Hinter der Absperrung wird die Angelegenheit von einer jungen Frau aufmerksam verfolgt. WĂ€hrend Owen mit Untersuchungen an dem Skelett beschĂ€ftigt ist, lernt Toshiko in einer Bar die junge Frau kennen. Sie interessiert sich fĂŒr Torchwood und schenkt Tosh ein Artefakt in Form einer Halskette. Wenn sie umgelegt wird, sind die Gedanken anderer fĂŒr den TrĂ€ger hörbar. Nicht nur die Kette, auch die junge Frau fĂŒhrt Toshiko zu ganz neuen Erfahrungen, die sie vielleicht lieber nicht gemacht hĂ€tte.


 Inhalt
Cardiff 1812: Mary, eine Prostituierte, und ein junger Soldat scheinen einen Streit zu haben. Sie laufen in den nÀchtlichen Wald, wo es zu kleineren Handgreiflichkeiten kommt. Als Mary vor dem Soldaten davonlÀuft, sieht sie plötzlich zwischen den BÀumen ein helles Licht. Der junge Mann ist ihr gefolgt und als sie sich nach ihm umdreht, erhebt er seine Pistole und zielt auf die lÀchelnde junge Frau.

Das Torchwood-Team wird zu einer Baugrube gerufen, in der eine skelettierte Leiche gefunden wurde. DarĂŒber hat man ein Schutzzelt aufgeschlagen. Neben der Leiche befindet sich ein Alien-Artefakt. Owen stellt fest, dass es sich um eine weibliche Leiche handelt und schließt aus den verletzten Rippen, dass sie erschossen wurde. Tosh stellt fest, dass der Fund etwa 200 Jahe alt sein muss. Man beschließt, die weitern Untersuchungen ins Hub zu verlegen. Die ganze Szenerie wird von einer Absperrung aus von einer jungen Frau beobachtet, deren GesichtszĂŒge der Mary aus 1812 zum verwechseln Ă€hnlich sind. Im Aufbrechen schĂ€kert Owen ein wenig mit Gwen, was Tosh mit skeptischem Blick registriert. Auch im Hub scherzen und spielen die beiden rum, wobei sie auch Toshs Computer in Mitleidenschaft ziehen, was sie einen Teil ihrer Arbeit kostet. Doch als sie sich beschwert, hĂ€lt Owen sie nur fĂŒr viel zu verbissen.

Am Abend sitzt Tosh unzufrieden in einem Pub an der Theke. Dort wird sie von der jungen Frau angesprochen, die an der Absperrung stand. Sie sagt, sie wolle einen Mann abschĂŒtteln, der es auf sie abgesehen hĂ€tte. Doch schnell stellt sich heraus, dass sie eine Menge ĂŒber Tosh und auch ĂŒber Torchwood weiß. Sie erklĂ€rt es damit, dass sie ein "Scavenger" sei, eine von den Leuten, die Alienzeug sammeln. Ehe Tosh sich versieht, sitzt sie mit Mary an einem Tisch und erzĂ€hlt ihr von ihren Kollegen und ihrem Frust, weil sie die Dinge nicht auf die gleiche Weise betrachten.

Schließlich macht Mary Tosh ein Geschenk: eine Kette, die den TrĂ€ger in die Lage versetzt, die Gedanken anderer zu hören. ZunĂ€chst ist Tosh verstört doch dann gelingt es ihr, die Gedanken einer einzelnen Person zu fokussieren. Trotzdem bleibt sie skeptisch. Doch Mary erzĂ€hlt ihr, es sei ein ErbstĂŒck und sie hĂ€tte es bereits zu lange getragen. Auf Dauer wĂŒrde es den Blick auf die Menschen verĂ€ndern, wenn man zuviel höre. Tosh sagt, sie werde die Kette den anderen zeigen, Mary ist allerdings sicher, dass sie es nicht tun wird.

Im Hub hat Tosh zunĂ€chst vor, Owen von der Kette, die sie umgelegt hat, zu erzĂ€hlen. Doch dann hört sie, was die Leute so denken - Gwen und Owen ĂŒber ihre Affaire und Iantos Schmerz ĂŒber seinen Verlust - und entscheidet sich dagegen. Als sie heimgeht, wartet Mary schon vor ihrer HaustĂŒr. Unaufgefordert folgt sie ihr auch in die Wohnung. Sie fĂŒhlt sich bestĂ€tigt, weil Tosh nichts erzĂ€hlt hat. Doch Tosh ist einfach nur aufgebracht ĂŒber das Teil und dass, was sie ĂŒber sich gehört hat. Mary erklĂ€rt ihr, dass die Leute sie trotz allem mögen, Menschen seien eben kompliziert, sich ihrer Gedanken oft gar nicht bewusst und sie hĂ€tte sie schließlich gewarnt.

Mary hĂ€ngt Tosh die Kette wieder um. Jetzt erfĂ€hrt Tosh von den erotischen Absichten Marys. Sie zögert nur einen Moment, dann kĂŒssen sie sich leidenschaftlich. Als sie spĂ€ter unbekleidet in ihrem Bett sitzt, scheint sie an ihrem Verhalten zu zweifeln. Mary betrachtet ein Foto, dass Tosh und Owen zeigt. Sie stellt fest, dass die Kette doch auch etwas Gutes bringen könnte, denn nun weiß Tosh zumindest, dass ihre GefĂŒhle zu Owen nicht auf Gegenseitigkeit beruhen. Tosh will wissen, wer Mary wirklich ist. Mary nennt ihr den Namen Philoctetes. Dann fordert sie sie auf, die Kette an einem öffentlichen Ort zu tragen.

Tosh hĂ€ngt sich mitten auf einer belebten Straße die Kette um. Zuerst wird sie ĂŒberschwemmt von Gedanken, doch es gelingt ihr mehr und mehr, sie zu filtern. Schließlich folgt sie einem Mann, der daran denkt, seine Ex-Frau und sein Kind umzubringen. TatsĂ€chlich kann sie das Verbrechen verhindern.

Wieder im Hub bekommt Tosh mit, dass man sich ĂŒber Owen lustig macht. Die Leiche ist nĂ€mlich mĂ€nnlich und es handelt sich auch nicht um eine Schussverletzung, sondern um ein stumpfes Trauma. Tosh fragt Jack nach Philoctetes - sie brauche die Antwort fĂŒr ein Pub-Quiz. Er erklĂ€rt ihr, es sei ein Königssohn aus der griechischen Mythologie, der auf die Insel Lemnos ins Exil geschickt wurde.

Als Tosh sich mit Mary in einem CafĂ© trifft, sprechen sie ĂŒber den Artefakt, der neben der Leiche gefunden wurde. Tosh weiß nur, dass Jack damit beschĂ€ftigt ist und Mary wirft ein, dass er Tosh etwas vorenthalten wĂŒrde. Als Tosh zum Hub zurĂŒckkehrt, fragt Jack sie wegen ihrer heldenhaften Tat. Als Tosh versucht, es herunterzuspielen argwöhnt Jack etwas - schließlich wird der Mann kaum laut ĂŒber seine Mordabsichten gesprochen haben. Tosh fragt ihn nun nach dem Artefakt doch er erklĂ€rt nur, er wĂŒrde noch daran arbeiten. Als sie nun versucht, seine Gedanken zu hören, ist da gar nichts - nur scheint Jack irgendwas zu bemerken. Leicht verwirrt verlĂ€sst Tosh das Hauptquartier.

Wieder zuhause beklagt sie sich bei Mary, dass sie sich schuldig fĂŒhlt, ihre Freunde auszuspionieren. Sie will ihnen die Kette geben. Doch Mary hat etwas anderes vor: Tosh soll sie zu Torchwood bringen. Sie offenbart ihr jetzt ihre wahre Form. Wieder in der menschlichen Form erzĂ€hlt sie, dass sie eine Dissidentin ist, die von ihrem Planeten ins Exil geschickt wurde. Die Kette ist das Kommunikationsmittel ihres Volkes, das Artefakt das Transportmittel, mit dem sie herkam. Und das sie zurĂŒckbringen könnte, denn jetzt sei genug Zeit vergangen und es gĂ€be eine neue Regierung. Tosh sagt, dass Torchwood ihr helfen könnte, doch davon will sich nichts wissen. Man wĂŒrde sie nur studieren wollen.

Unterdessen hat Owen in den Daten recherchiert und eine Reihe von Mordopfern gefunden, die die gleichen Verletzungen aufweisen wie die Leiche im Hub. Alle Morde liegen Jahrzehnte zurĂŒck. Er teilt es Jack mit.

Tosh bringt Mary zum Hub. Jack kommt ihnen mit dem Transporter entgegen, der tatsĂ€chlich fĂŒr zwei Personen bestimmt ist, nĂ€mlich einen Gefangenen und einen Aufseher. Mary gesteht ein, sie habe ihren Aufseher getötet und sei dabei entdeckt worden. Man sieht in einer RĂŒckblende die Prostituierte, deren Körper von dem Alien ĂŒbernommen wird. Dann rast sie auf den Soldaten mit der Pistole zu und rammt ihm ihre Faust in die Brust, reißt das Herz heraus und isst es auf. So machte sie es ĂŒber die Jahre immer wieder, um ihren menschlichen Körper am Leben zu erhalten.

Als Mary merkt, dass das Torchwood-Team sie einkreist, greift sie sich ein Alienmesser aus dem Bestand und setzt es Tosh an die Kehle. Sie bietet Toshs Leben gegen den Transporter und Jack lĂ€sst sich darauf ein. Als Mary Tosh gehen lĂ€sst, drĂŒckt er ihr den Transporter in die Hand, der sich umgehend aktiviert. Jack hat ihn allerdings zuvor umprogrammiert und er wird Mary nicht nach Hause, sondern direkt ins Zentrum der Sonne bringen.

Mit Gwen und Owen spricht Tosh ĂŒber die Kette und erklĂ€rt, dass das, was sie gehört habe, sie nichts anginge. Sie entschuldigt sich, doch Gwen gibt ihr zu verstehen, dass sie alle nicht diejenigen wĂ€ren, die darĂŒber richten dĂŒrften, sie begingen ebenso ihre kleinen moralischen BetrĂŒgereien. Sie empfiehlt ihr, sich von dem Experiment nicht runterziehen zu lassen.

SpĂ€ter sitzt Tosh mit Jack auf einer Bank auf dem Roald Dahl Plass. Er ĂŒberlĂ€sst ihr die Entscheidung, was mit der Kette zu tun sei und Tosh zertritt sie kurzerhand. Sie erzĂ€hlt ihm, dass sie seltsamerweise seine Gedanken nicht hören konnte und will wissen, woran das liegen könnte. Jack sagt, er wisse es nicht, er habe aber gespĂŒrt, dass sie es versuchte. Sie fĂŒgt hinzu, es sei so gewesen, als versuche man es bei einem Toten. Jack erwidert nichts. Jack, der merkt wie sehr sie das alles belastet, stellt fest, sie habe lediglich einen winzigen Teil dessen erfahren, was Leute andere nicht wissen lassen und wischt ihr eine TrĂ€ne von der Wange. Doch wirklich trösten kann sie das kaum.


 Review
von Gisa von Delft

Da haben wir also die fĂ€llige Toshiko-Folge. Bisher ist sie, bis vielleicht auf die letzte Folge, ja mehr so mitgelaufen. Also war es angemessen, sie jetzt in den Fokus zu rĂŒcken. Ich bin allerdings gar nicht mehr so sicher, ob ich in dieser Serie unbedingt Aliens sehen muss.

Der KettenanhĂ€nger war allerdings schon ein interessantes Instrument um eine Geschichte drumherum zu bauen. Aber dass es nun direkt wieder eine lesbische sein musste hĂ€tte nicht unbedingt Not getan. Toshikos LebensgefĂŒhl, ihre Einsamkeit und die Isolation, die sie vor allem im Job empfindet - und viel anderes scheinen die ja alle nicht zu haben - wurde gut herausgebracht. Die Kette war dafĂŒr auch kein schlechtes Vehikel, vielleicht hĂ€tte man um das Teil aber auch noch eine spannendere Story wickeln sollen.

Die Antwort auf die Frage, was die Frauen an Owen so toll finden, wird mir allerdings wohl fĂŒr immer verborgen bleiben. Und irgendwie ist das auch wieder so ein "jeder mit jedem". Irgendwo habe ich zwar mal den Spruch gehört 'ein bisschen bi schadet nie', aber damit muss man es ja wieder auch nicht ĂŒbertreiben. Wenn das alles schon so unbedingt in dieser "erwachsenen" Serie ErwĂ€hnung finden muss, hĂ€tten sie Tosh zumindest eindeutig lesbisch lassen sollen.

Jack musste dann wieder mit ganzer HĂ€rte reagieren und den Alien gleich ins Zentrum der Sonne schicken, anstatt zurĂŒck auf ihren/seinen Planeten. Okay, sie hat ein paar Menschen getötet, aber doch aus rein ernĂ€hrungstechnischen GrĂŒnden, wenn ich da nichts Falsches verstanden habe. So gesehen gehörte, in Anlehnung daran, ein Großteil von uns dann von den Schweinen (Rindern, GeflĂŒgeltieren) in eine Riesen-Rakete (an eine mit Time Lord-Technologie werden sie wohl nicht kommen ;))verfrachtet, die uns allesamt ebenfalls dorthin katapultiert. Da können wir wirklich heilfroh sein, dass wir die intellig... dass wir die technisch ĂŒberlegene Rasse sind.

Alles in allem eine eher mĂ€ĂŸige Folge in der Tosh nicht soviel Farbe gekriegt hat, wie ich mir hĂ€tte vorstellen können und in der eine interessante Idee relativ vergeudet wurde.