Doctor Who


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier


:: 5x01 The Eleventh Hour
:: 5x02 The Beast Below
:: 5x03 Victory of the Daleks
:: 5x04 The Time of Angels (1)
:: 5x05 Flesh and Stone (2)
:: 5x06 Vampires of Venice
:: 5x07 Amy's Choice
:: 5x08 The Hungry Earth (1)
:: 5x09 Cold Blood (2)
:: 5x10 Vincent and the Doctor
:: 5x11 The Lodger
:: 5x12 The Pandorica Opens (1)
:: 5x13 The Big Bang (2)
:: 5x97 Space
:: 5x98 Time
:: 5x99 A Christmas Carol


Doctor Who Episodenguide


5x06 "Vampires of Venice"

[Die Vampire von Venedig]


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Regie:
Jonny Campbell
Drehbuch:
Toby Whithouse

Darsteller:
Matt Smith (The Doctor)
Karen Gillan (Amy Pond)
Arthur Darvill (Rory Williams)
Helen McCrory (Rosanna)
Lucian Msamati (Guido)
Alisha Bailey (Isabella)
Alex Price (Francesco)
Gabriella Wilde (Vampire Girl)
Hannah Steele (Vampire Girl)
Elizabeth Croft (Vampire Girl)
Sonila Vieshta (Vampire Girl)
Gabriella Montaraz (Vampire Girl)
Michael Percival (Inspector)
Simon Gregor (Steward)

 Kurzinhalt
Nach der etwas verqueren Situation bei der Rückkehr von Alfava Metraxis beschließt der Doctor, Amys Bräutigam Rory abzuholen und das Paar in eine romantische Umgebung zu befördern, wo sie ihre Verbindung wieder etwas aufpolieren sollen. Doch wo immer die TARDIS landet ist Trouble vorprogrammiert. So auch im Venedig des Jahres 1580.

Als sei das Wüten der Pest, die man durch genaue Einreisekontrollen vor den Toren der Stadt halten will, nicht genug, scheinen sich auch noch Vampire eingenistet zu haben. Aber eben nur scheinbar. Tatsächlich handelt es sich um Saturnynian, eine Rasse von Wasserwesen, deren Planet zerstört wurde. Die Wasser-Stadt Venedig scheint ihnen eine ideale neue Heimat, die sie vor dem Aussterben schützen könnte. Doch nur männliche Saturnynian haben den Untergang des Planeten überlebt. Nun werden nach Vampir-Methode junge Frauen in Saturnynians konvertiert.


 Review
von Gisa von Delft

Das war eine Doctor Who-Episode ganz nach meinem Geschmack. Ich mag im Grunde die historischen Settings ohnehin sehr gern und wenn dann auch noch alles andere (Story, Darstellung) stimmt, gibt es allenfalls noch kleinliche Nörgeleien an unwichtigen Details. Und für mich stimmte in dieser Episode die erzählte Geschichte und die Dynamik zwischen den Darstellern.

Der Gedanke des Doctors, Amy nach ihrem missglückten Anmachversuch gemeinsam mit ihrem Verlobten in eine romantische Umgebung zu versetzen, um ihre Verbindung wieder auf Vordermann zu bringen, war schonmal gelungen. Zumindest bleibt der Doctor dadurch so, wie der Doctor sein soll. Er weiß, dass das Reisen mit ihm kritische Auswirkungen auf die Verbindungen der Companions mit ihrem 'normalen' Lebensumfeld haben kann und versucht, das auszugleichen. Und das deutlich großherziger als seine neunte Inkarnation das mit Mickey getan hat. Auch insgesamt hat Matt Smith diesen etwas verschrobenen, etwas selbstverliebten und dennoch großherzigen, einerseits genialen aber manchmal auch unbeholfen wirkenden Alien wirklich verinnerlicht. Zu seiner neuen Begleitung komme ich später.

Erstmal die Story: Im Vorfeld wurde teilweise moniert, dass diese Serie sich jetzt auch noch des populären Vampir-Zeuchs bediene. So musste ich ein wenig schmunzeln, als 'die Wahrheit' ans Tages-, oder besser, Dämmerlicht kam. Doctor Who braucht keine ordinären Vampire, Doctor Who hat Aliens. Ich fand diesen Dreh wirklich sehr gelungen und die Fischgestalten ebenso. Auch hat mir gefallen, dass Rosanna eigentlich nur anständige Lebensbedingungen für ihre vom Aussterben bedrohte Rasse wollte. Erinnerte ein bisschen an die Racnost Queen, gab aber halt die Möglichkeit, sie und den Doctor ein bisschen als Verwandte im Geiste darzustellen. Das hatte Toby Whithouse ja auch schon in "School Reunion" bei dem Gespräch des Doctors mit dem Oberhaupt der Krillitane (Mr. Finch/Anthony Head) genutzt. Natürlich entscheidet der Doctor sich wiedermal für die Menschen (was ich jetzt nicht weiter kommentieren will^^), doch damit wird das Thema 'Genozid' wieder mal angeteast. Ob einem das nun gefällt, oder vielleicht manchmal auch etwas ausgelatscht erscheint, immer nur durch und durch böse Aliens darzustellen wäre auch ein bisschen öde. Aber zumindest wird der moralische Aspekt auch nicht in den Mittelpunkt gerückt, Betroffenheitsgetue bekäme der Serie wohl auch kaum.

Nun zu des Doctors neuer Begleitung: Ein großer Gewinn war für mich Rory. Ich hatte auch kein wirkliches Deja-vu Richtung Mickey, irgendwie passte dieser Kerl, der erst nicht so recht wusste, ob er sich nun verschaukelt vorkommen sollte, gut in den Ablauf hinein. Auch seine mit Unsicherheit gepaarte Entschlossenheit kam ausgezeichnet. Ich habe tatsächlich laut gelacht, als er sich den Besen- vs. Schwert-Kampf mit Francesco lieferte. Ich finde es wunderbar, wenn man es schafft, den Spaß in so simpler, und meinem Empfinden nach trotzdem nicht plumper Weise einfließen zu lassen. So ist das mehr nach meinem Geschmack als die doch eher etwas dünn und subtil gestreuten, mitunter auch etwas verdrehten Humoreinlagen Moffats. Und zumindest ist der nächste Kuss der Staffel an die richtige Person gegangen;). Ein netter Tribut war im Übrigen auch der Ausweis mit dem Foto von William Hartnell.

Vielleicht keine Top 10-Episode, aber auf jeden Fall ausgesprochen solider Doctor-Stoff.