Doctor Who


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier


:: 5x01 The Eleventh Hour
:: 5x02 The Beast Below
:: 5x03 Victory of the Daleks
:: 5x04 The Time of Angels (1)
:: 5x05 Flesh and Stone (2)
:: 5x06 Vampires of Venice
:: 5x07 Amy's Choice
:: 5x08 The Hungry Earth (1)
:: 5x09 Cold Blood (2)
:: 5x10 Vincent and the Doctor
:: 5x11 The Lodger
:: 5x12 The Pandorica Opens (1)
:: 5x13 The Big Bang (2)
:: 5x97 Space
:: 5x98 Time
:: 5x99 A Christmas Carol


Doctor Who Episodenguide


5x04 "The Time of Angels (1)"

[Zeit der Engel]


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Regie:
Adam Smith
Drehbuch:
Steven Moffat

Darsteller:
Matt Smith (The Doctor)
Karen Gillan (Amy Pond)
Alex Kingston (River Song)
Simon Dutton (Alistair)
Iain Glen (Father Octavian)
Mark Springer (Cleric Christian)
Troy Glasgow (Cleric Angelo)
David Atkins (Cleric Bob)
Mark Monero (Cleric Pedro)
Darren Morfitt (Cleric Marco)
George Russo (Cleric Phillip)
Mike Skinner (Security Guard)

 Kurzinhalt
In einem Museum entdeckt der Doctor ein Artefakt, das mit gallifreyanischer Schrift versehen ist. Tatsächlich handelt es sich um eine 'Home Box' - eine Art zukünftige Raketen-Black Box. Sie enthält Koordinaten, zu denen die TARDIS reisen soll. Am Zielort fällt buchstäblich River Song aus dem Weltall in die geöffnete TARDIS-Tür. Sie ist aus dem Raumschiff 'Byzantium' geflüchtet, auf dem sie Untersuchungen angestellt hatte. Sie fordert den Doctor auf, dem Schiff zu folgen, das schließlich auf dem Planeten Alfava Metraxis bruchlandet. Dorthin teleportiert sich nun auch eine Gruppe von Kirchen-Soldaten, während River den Doctor fragt, was er über die Weeping Angels weiß.


 Inhalt
Während der Doctor mit Amy im 51. Jahrhundert durch ein Museum schlendert, untersucht Dr. River Song 12.000 Jahre früher die geheime Fracht des Raumschiffs 'Byzantium'. Der Doctor stößt auf ein Artefakt, das seine Aufmerksamkleit auf sich zieht: Eine Home Box (gewissermaßen eine nach Hause fliegende Raketen-Black Box) die mit alt-gallifreyanischen Schriftzeichen versehen ist. Die Zeichen bedeuten 'Hello Sweety', wie der Doctor Amy zu übersetzen weiß. Diese Botschaft hat River graviert.

Der Doctor entwendet die Box, läuft mit Amy zur TARDIS und schließt sie dort an einen Monitor an. Er kann nun ansehen, wie River mit ihren Verfolgern spricht, die drauf und dran sind, sie zu erschießen, und ihm dabei Koordinaten durchgibt und ergänzt, dass ein Luftkorridor von Vorteil wäre. Der Doctor speist die Daten sofort ein. Während die TARDIS unweit der 'Byzantium' materialisiert, öffnet River eine Luke des Raumschiffs. Ihre Verfolger klammern sich an Rohre, doch River gibt dem Sog nach und lässt sich ins All und direkt zur TARDIS ziehen. Der Doctor öffnet die Tür und River wirft ihn zu Boden - sie landet buchstäblich direkt auf ihm. Flink überwinden beide die überraschend heftige Begegnung, kommen auf die Füße und River fordert den Doctor auf, dem flüchtenden Raumschiff zu folgen.

Doch genau genommen folgt weniger er, als sie dem Schiff. River scheint im Bedienen der TARDIS mindestens so sicher, wie der Doctor. Der Doctor wird fast ein wenig zickig, weil sie Funktionen kennt, die ihm kaum geläufig sind. Schließlich habe sie beim Besten gelernt, als er, der Doctor, gerade mit etwas anderem beschäftigt war, klärt sie ihn auf - oder erinnert sie ihn möglicherweise. Amy kann nur staunen und erfährt vom Doctor nicht mehr, als dass es 'eine lange Geschichte' und sie 'seine Zukunft' sei. Schließlich landet River die Raum-Zeit-Maschine völlig leise - ohne das vom Doctor so geliebte Bremsgeräusch - auf dem Planeten Alfava Metraxis, wo die 'Byzantium' bei ihrer Bruchlandung in einem uralten, riesigen Tempel steckengeblieben ist.

Der Doctor will eigentlich nur River absetzen und sich schnell aus dem Staub machen. Doch 'Pond', die ihn bittet sich wenigstens kurz auf diesem fremden Planeten umschauen zu dürfen, bekommt von ihm 'fünf Minuten, nicht mehr!' - schließlich hatte er ihr einen Planeten versprochen. Er fügt sehr deutlich hinzu, dass 'diese Frau' ihn nirgendwo hineinziehen werde. Immerhin stellt der Doctor fest, dass es in dem Raumschiff keine Überlebenden gäbe und es sabotiert worden sei. Darüber scheint River mehr zu wissen. Zunächst aber zückt River, nachdem sie und der Doctor Amy noch eine weitere kleine Kostprobe ihrers interessanten Beziehungsverhaltens geliefert haben, ihr Tagebuch. Schließlich will sie wissen, an welchem Punkt sie gerade sind. Amy erfährt vom Doctor, dass sie sich in der falschen Reihenfolge treffen würden, die meisten Aufzeichnungen also praktisch Rivers Vergangenheit und seine Zukunft seien. Zwar hat River Bilder der Inkarnationen des Doctors, doch sie weiß nie, in welcher Reihenfolge sie auf sei trifft. Dem Verhalten der beiden nach mutmaßt Amy amüsiert, dass es sich um seine Frau handeln könnte.

Jetzt erscheint eine teleportierte Gruppe von Männern in Feldfuniformen. Auch wenn sie wie Soldaten aussehen, es sind Kirchenmänner. Womöglich gibt es im 51. Jahrhundert intergalaktische Kreuzzüge. Diese Geistlichen wollen mit River - und nun auch dem Doctor - zusammen das jagen, was die 'Byzantium' zur Crashlandung brachte: einen Weeping Angel. Die 'Soldaten des Herrn' errichten ein Basis-Camp und schaffen einen Zugang zu der Tempelanlage. Unterdessen zeigt River dem Doctor und Amy eine Videoaufnahme, die sie von der Überwachungskamera eines Tresorraums der 'Byzantium' mitgeschnitten hatte. Zu sehen ist in 4-sekündigen Wiederholungsschleifen ganz eindeutig ein Weeping Angel.

Als der Doctor mit River ins Freie geht, um ein Notizbuch mit Informationen über die Weeping Angels durchzugehen, bemerkt Amy, nun allein in dem Versorgungscontainer mit der laufenden Videosequenz, Veränderungen in der Aufzeichnung. Sobald sie nur kurz wegschaut, ändert sich die Position des Engels er scheint mit jedem Mal bedrohlich näher zu kommen. Schließlich ist er drauf und dran, sich außerhalb des Monitors zu materialisieren. Das geschieht, als der Doctor gerade aus dem Buch erfährt, dass man keine Bilder von den Weeping Angels machen darf, weil die selbst zu Weeping Angels werden. Derweil muss Amy allein mit ihrer Bedrohung fertig werden, weil sich die Tür zu dem Container verschlossen hat. Das Band lässt sich nicht abschalten und der Doctor kann sie nur anweisen, den Engel zwar im Blickfeld zu behalten, ihm jedoch nicht in die Augen zu schauen, weil laut Buch die Augen die Türen zur Seele sind. Schließlich findet Amy die Lösung: Sie stoppt das Wiederholungschleifen-Tape genau in der Lücke zwischen zwei Sequenzen.

Unterdessen wurde ein Zugang in die Katakomben des Tempels geschaffen. Im Inneren finden sich die Soldaten, der Doctor, River und Amy in dem gigantischen 'Labyrinth der Toten' wieder, wo die verstorbenen Ureinwohner in den Wänden bestattet sind. Nachdem der Doctor den Tempel mit einem Gravity Ball erleuchtet hat, müssen sie feststellen, dass die Suche nach dem Weeping Angel wirklich problematisch wird, weil unzählige halbverrottete Steinstatuen in dem Labyrinth verteilt sind. Dann stellen der Doctor und River durch Wandzeichnungen fest, dass die verstorbenen Einwohner dieses Planeten zwei Köpfe besaßen. Ihnen wird schlagartig klar, dass es sich bei den einköpfigen Steinstatuen um verrottende Weeping Angels handelt, die durch den Einsatz des Angels aus der 'Byzantium' wieder 'reanimiert' werden sollten. Der Doctor erkennt, dass die Radioaktivität, die aus dem verunglückten Raumschiff austrat, reicht, um die Statuen langsam zum Leben zu erwecken.

Die Statuen fangen an, den Doctor und seine Begleiter, die auf dem Weg zur Mitte des Tempels sind, langsam einzukreisen. Amy bemerkt, dass tatsächlich etwas von dem Angel in sie eingedrungen ist und ihr körperliche Veränderungen vorgaukelt. Als sie denkt, ihre Hand sei zu Stein geworden, kann der Doctor sie erst durch einen Biss in die Hand davon übezeugen, dass das nicht der Fall ist.

Drei der Soldaten wurden, während sie außer Sichtweite der anderen in dunklen Nischen suchen, von dem Weeping Angel durch Genickbruch getötet. Der Doctor stellt fest, dass das nicht die Art sei, wie die Angel sonst vorgingen, doch jetzt benutzt der Weeping Angel das Gehirn eines der Soldaten zur Kommunikation. Als er dem Doctor mitteilt, dass der Soldat, den der Doctor vorher noch moralisch unterstützt hatte, einsam und ängstlich gestorben sei, wird der Doctor wütend. Er schaut hoch zu dem über ihren Köpfen in das Gewölbe ragende Raumschiff, bittet die Anwesenden, wenn er das Kommando gäbe, in die Höhe zu springen und lässt sich von dem Bischof die Pistole geben. Dann lässt er die Angels folgendes wissen: "There's one thing you never want to put in a trap if you're smart, if you value your continued existence, if you have any plans of seeing tomorrow then there's one thing that you should never put in a trap. Me." Damit schießt er auf den Gravitiy Ball...

Fortsetzung folgt.


 Review
von Gisa von Delft

Da es sich um einen Zweiteiler handelt, dessen Ende noch nicht abzusehen ist, hier nur ein keiner Eindruck: Schaurig-großartig und großartig schaurig. Nach dem ersten Einpegeln in ein 'neues Zeitalter' im Whoniversum, gab es jetzt die erste 'richtige' Moffat-Folge. Sicher mit Anleihen an seine Folgen "Blink" und "Silence in the Library", aber trefflich zusammengesetzt. Die Angels funktionieren tatsächlich ein weiteres Mal und zwar in einem erstklassigen Setting.

River Song, hier noch nicht Professor und mit etwas dubiosem Auftreten (das frau mit solchen Schuhen wirklich laufen kann...) kommt wirklich fantastisch daher und Matt Smith und Alex Kingston harmonieren absolut klasse. Überhaupt ist die gesamte Cast sehr gelungen und das Spiel ausgesprochen rund. Auch Amy kommt wieder ausgezeichnet zum Einsatz. Und es ist mir ehrlich gesagt s.c.h.-eisegal, ob sich das mit den River Song bekannten Doctorinkarnationen und der Logik mit ihren Tagebuchaufzeichnungen in irgendeiner Weise schlüssig entwirren lässt. Dieser Charakter ist einfach ein Volltreffer und es macht Spaß, zu sehen, wie sie den Doctor 'ein-nordet'. Wie ein altes Ehepaar? Das eben ist die Frage, die zunächst im Raum stehenbleibt.

Zumindest beruhigt mich Amys Einschätzung der Lage doch nochmal zusätzlich - auch wenn ich dieser Eindruck schon vorher vermittelt wurde: Sie ist am Doctor nicht in dem Sinne interessiert, wie Rose oder Martha es waren. Dennoch taugt sie sehr nett für das Frauengespräch, das den Doctor natürlich üüüüberhaupt nicht interessiert. So war zu allem - über den Dreh mit dem Zweiteiler schön langsam aufgebauten - Gruseleffekt, auch noch Raum für Spaß und Schmunzelaktionen. Die Handbremse und wie er das Geräusch nachmacht - einmalig (und jetzt nicht darüber nachdenken, dass auch der Master...hier zählt wirklich der Gag). Und dass der Doctor nicht beißt, kann man jetzt auch nicht mehr behaupten.

Spekulieren möchte ich diese Woche noch nicht (z.B. darüber, ob die Angels jetzt 'out of character' sind, weil sie töten), dazu könnte sich im zweiten Teil noch zuviel aufklären. Bis dahin haben wir auf jeden Fall einen spannenden Cliffhanger und für alle, die schon im Trailer-Vorfeld gejammert haben, dass der Doctor jetzt eine Waffe benutzt: Die war in diesem Fall wirklich logischer als jedwedes Problem mit dem Screwdriver zu lösen^^. Und überhaupt: Matt Smith hat sich schon jetzt zu meinem Lieblings-Doctor auf-gespielt.