Doctor Who


:: Staffel Eins
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:: Staffel Eins
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:: Staffel Vier


:: 5x01 The Eleventh Hour
:: 5x02 The Beast Below
:: 5x03 Victory of the Daleks
:: 5x04 The Time of Angels (1)
:: 5x05 Flesh and Stone (2)
:: 5x06 Vampires of Venice
:: 5x07 Amy's Choice
:: 5x08 The Hungry Earth (1)
:: 5x09 Cold Blood (2)
:: 5x10 Vincent and the Doctor
:: 5x11 The Lodger
:: 5x12 The Pandorica Opens (1)
:: 5x13 The Big Bang (2)
:: 5x97 Space
:: 5x98 Time
:: 5x99 A Christmas Carol


Doctor Who Episodenguide


5x02 "The Beast Below "

[Der Sternenwal]


 ę Kurzinhalt :: Inhalt :: Review :: Eure Meinung (33) Ľ 

Regie:
Andrew Gunn
Drehbuch:
Steven Moffat

Darsteller:
Matt Smith (The Doctor)
Karen Gillan (Amy Pond)
Sophie Okonedo (Liz 10)
Terrence Hardiman (Hawthorne)
Hannah Sharp (Mandy)
Alfie Field (Timmy)
Christopher Good (Morgan)
David Ajala (Peter)
Catrin Richards (Poem Girl)
Jonathan Battersby (Winter)
Chris Porter (Voice of Smilers/Winder)
Ian McNeice (Churchill)

 Kurzinhalt
Die TARDIS materialisiert im 29. Jahrhundert auf einer im All fliegenden Plattform mit einer Riesen-Stadt, die sich als die √úberreste von Gro√übritannien entpuppt. Wie alle anderen Staaten der Erde auch, musste man den Folgen von Solareruptionen entkommen. Der Doctor entdeckt ein sehr trauriges Kind, um das sich niemand k√ľmmert. Das l√§sst ihn auf irgendein unterdr√ľcktes Wissen der Menschen schlie√üen, etwas, mit dem sie nicht in Ber√ľhrung kommen wollen. Der Doctor und Amy kommen diesem Geheimnis auf die Spur.


 Inhalt
Dir erste Reise mit Amy f√ľhrt ins 29. Jahrhundert. Amy ist schier begeistert von ihrem Ausflug ins Weltall. Sie landen schlie√ülich auf einer fliegenden Plattform, auf der die √úberreste Gro√übritanniens (ohne Schottland, das nahm ein eigenes Schiff) durchs All fliegen. Wegen Solareruptionen wurde die Erde unbewohnbar und die Menschen mussten sie verlassen.

Der Doctor hatte auf einem Monitor in der TARDIS ein M√§dchen ausgemacht, das allein und weinend auf einer Bank in einer gut bev√∂lkerten Passage sa√ü. Das M√§dchen namens Mandy ist so traurig, weil ihr Freund wegen schlechter Schulleistungen in die untere Ebene der Anlage verfrachtet wurde. Von dort kommt kein Kind zur√ľck. Der Doctor wird stutzig, weil niemand sich um den Kummer des Kindes k√ľmmert, woraus er schlie√üt, die Leute wissen, dass da etwas im Gange ist, √ľber das nicht gesprochen wird.

Ehe sich Amy versieht, ist der Doctor schon verschwunden. Sie sieht ihn bei Mandy und folgt ihm, immer noch im Nachthemd. Der Doctor spricht mit ihr √ľber seine Erkenntnisse und weist auf Glask√§sten hin, die √ľberall stehen und eine Puppe mit lachendem Gesicht enthalten. Sie seien alle frei von Handabdr√ľcken, w√ľrden also niemals ber√ľhrt. Der Doctor gibt Amy eine halbe Stunde um allein die Dinge zu erkunden und Mandy zu fragen, warum die Menschen Angst vor diesen Figuren h√§tten. Amy konsatiert, dass der Doctor, der ihr zuvor hat weismachen wollen, dass er stets nur beobachte und niemals eingreife, wohl bei weinenden Kindern eine Ausnahme mache.

Unterdessen stellt er mit Hilfe eines Wasserglases, das er auf den Boden stellt, fest, dass es keine Vibrationen von irgendwelchen Antriebsmaschinen gibt. Ein Mann mit schwarzem Kapuzenumhang, der das beobachtet hat, gibt telefonisch weiter, dass er 'eine Sichtung' gemacht hätte. Diese Information wird an eine Frau mit einem wallenden roten Samtumhang weitergeleitet, die jedoch nur von hinten zu sehen ist. Sie ergreift eine Porzellanmaske und geht hinaus.

Amy folgt Mandy in verlassene G√§nge, wo sie schlie√ülich aufeinandertreffen. Sie stehen vor einer Absperrung und Mandy weist Amy darauf hin, dass dort ein Loch in der Stra√üe sei und sie nicht weiterk√∂nnten. Weiter wei√ü sie nichts, denn das Loch f√ľhre in die unteren Gew√∂lbe und dar√ľber sei verboten, zu reden. Das macht Amy jetzt erstrecht neugierig. Sie √∂ffnet das Zelt und kriecht hinein. W√§hrend Amy das tut dreht die Puppe in dem n√§chstliegenden Kasten den Kopf und ein b√∂se schauendes Gesicht erscheint, nach einer weiteren Drehung ein z√§hnefletschendes.

Amy findet in dem Zelt eine Lampe und als sie sie eischaltet erkennt sie eine Art Tentakel, der sich aus dem Loch im Boden in die H√∂he streckt. Jetzt beginnt er, auf die Lampe einzuschlagen. Amy krabbelt erschrocken r√ľckw√§rts aus dem Zelt, um drau√üen von vier Kaputzenm√§nnern erwartet zu werden, die sie kurzerhand bet√§uben.

Indessen ist der Doctor in Versorgungsg√§ngen unterwegs, wo er an den W√§nden horcht und Schaltk√§sten √∂ffnet. Er stellt fest, dass alle Leitungen nicht miteinander verbunden sind, also kein Funktion erf√ľllen. Die maskierte Frau in dem roten Umhang kommt zu ihm und fl√ľstert, dass kaum jemand die Wahrheit an einem Glas Wasser erkennen w√ľrde, au√üer dem Doctor. Er staunt, dass sie ihn kennt. Der Doctor spricht jetzt eine Wahrheit aus, vor der sich alle f√ľrchten w√ľrden: Keine Vibration des Bodens, keine funktionierende Leitung, das Schiff bewege sich, ohne eine Antriebsmaschine zu besitzen. Niemand wisse, wie das m√∂glich sei. "Hilf uns, Doctor, du bist unsere einzige Hoffnung", bittet die Maskierte, die sich als Liz 10 vorstellt, und verschwindet.

Amy erwacht in einem Wahlraum. √úber einen Monitor erkl√§rt ihr ein Mann, sie werde jetzt die Wahrheit √ľber das Schiff erfahren, dar√ľber, was getan werden m√ľsse, um die Sicherheit der Bev√∂lkerung zu garantieren. Anschlie√üend k√∂nne sie w√§hlen - sie sieht vor sich zwei gro√üe Kn√∂pfe - ob sie protestieren, oder vergessen wolle. Jeder Erwachsene auf dem Schiff hat diese Wahl alle f√ľnf Jahre. In rasender Geschwindigkeit laufen unsch√∂ne Bilder ab und Amy will erschrocken den Vergessen-Knopf dr√ľcken. Doch da wird noch eine eindringliche Nachricht, die sie an sich selbst richtet, abgespielt: Sie d√ľrfe den Doctor nicht nachforschen lassen, sie m√ľsse ihn zur TARDIS zur√ľck und von diesem Schiff wegbringen.

In dem Moment √∂ffnet der Doctor die T√ľr. Amy dr√ľckt schnell den Knopf. Mandy, die vor der T√ľr gewartet hat, wei√ü, dass man diese Wahl erst ab 16 absolviert und jeder den Vergessens-Knopf dr√ľckt. Der Doctor kann den Film nicht sehen, weil er nicht menschlich ist. In dem Zusammenhang erf√§hrt Amy am Rande, dass au√üer ihm keine Time Lords mehr da seien, doch das sei eine unerfreuliche Geschichte. Dann dr√ľckt er, weil er wissen will, was dann passiert, einfach ohne Film den Protest-Knopf.

Der Boden √∂ffnet sich und die beiden fallen in die Tiefe und landen am Ende in einer ziemlich ekligen Pampe. Sie befinden sich im Maul eines riesigen Lebewesens. Der Doctor schafft es, einen W√ľrgereflex auszul√∂sen, sodass sie buchst√§blich ausgekotzt werden. Sie findensich wieder vor einem Vergessensknopf, der sozusagen von zwei Glaskasten-Puppen bewacht wird. Der Doctor er√∂ffnet ihnen, dass er auch jetzt nicht gedenke, diesen Knopf zu dr√ľcken, und will wissen, was das f√ľr ein Wesen ist, an das die Protestler verf√ľtttert werden. Die Puppen drehen ihre K√∂pfe und dann √∂ffnen sich die K√§sten und sie kommen heraus. Doch in dem Moment ist Liz 10 da, unmaskiert und mit Mandy im Schlepptau, und schie√üt die Figuren kurzerhand √ľber den Haufen.

Sie begr√ľ√üt Amy und man verl√§sst erstmal den unwirtlichen Ort, bevor sich die Puppen regenerieren. Jetzt l√§sst sie den Doctor wissen, das sie ihn schon aus Kindheitsgeschichten kennt, denn er hat h√§ufiger mit ihrer Familie zu tun gehabt. Der Doctor kapiert: Liz 10 ist Elisabeth die Zehnte, K√∂nigin von GB. Auf ihrem Weg aus den Tiefen k√∂nnen sie an anderer Stelle erneut Tentakeln ausmachen, die gegen die W√§nde schlagen. Offenbar ist diese Kreatur im gesamten Schiff auszumachen. Der Mann, der Amy √ľber die Wahlm√∂glichkeit informierte, beobachtet √ľber eine Monitor die Queen mit Doctor und Amy und befiehlt, das Protokoll einzuleiten.

Liz 10 er√∂ffnet dem Doctor, dass sie ihrer Regierung auf der Spur sei, die irgendetwas gegen sie im Schilde f√ľhre. Sie fahnde bereits ihre gesamte Regierungszeit wegen der Kreatur, die das ganze Schiff heimsucht. Allerdings erscheint ihre Angabe von 10 Regierungsjahren dem Doctor seltsam, genau wie die pr√§zise nach ihrem Gesicht geschnittene Maske. Da aber kommen Kaputzenm√§nner herein, die die Queen festnehmen - und zwar auf Befehl der h√∂chsten Autorit√§t. Ihr Protest, sie sei die h√∂chste Autorit√§t, hilft ihr wenig. Man bringt sie zusammen mit dem Doctor, Amy und Mandy in das Verlie√ü des Towers. Durch vergitterte L√∂cher sind sie auch hier mit den schlagenden Tentakeln konfrontiert.

Hawthorne, der Mann vom Monitor, erscheint und eine Riege von Kindern, auch Mandys Freund ist dabei. Die Bestie w√ľrde aus irgendeinem Grunde keine Kinder fressen, erkl√§rt Hawthorne den Anwesenden. Der Doctor entdeckt jetzt ein Loch, in dem ein Teil eines Gehirns zu sehen ist, das mit Strahlen beschossen wird. Dem Doctor ist klar, diese Kreatur, die da gequ√§lt wird, dient als Antrieb des Schiffes. Der Doctor entfernt eine Vergitterung und ein Tentakel erhebt sich. Mit seinem Sonic Screwdriver macht er die Laute h√∂rbar, die das gefolterte Wesen von sich gibt.

Liz fragt, auf wessen Anordnung all das geschehe und erf√§hrt, dass die h√∂chste Autorit√§t, also sie selbst dahintersteckt und zwar seit vielen Jahrzehnten. Hawthorne zeigt nun eine Aufzeichnung der K√∂nigin selbst. Vor diesem Monitor befinden sich ebenfalls zwei Kn√∂pfe: vergessen und abdanken. Sie berichtet von dem letzten Sternenwal. Als die Erde in gr√∂√üter Not war und die anderen Nationen bereits die Erde verlassen hatten, sei dieser Wal gekommen, angelockt von den Schreien der Kinder. Sie fingen ihn und erbauten das Schiff um ihn herum und zwangen ihn, sie durch das All zu tragen. Wenn diese Reise weitergehen solle, m√ľsse der Knopf gedr√ľckt werden, der diese tragische Wahrheit vergessen lie√üe. Sollte der Abdankungsknopf gedr√ľckt werden, ende ihre Regentschaft und der Wal w√ľrde befreit und die Menschen w√§ren verloren.

Amy ist entsetzt, dass sie f√ľr 'vergessen' gestimmt hat. Doch der Doctor wei√ü, sie hat ihn damit vor der unm√∂glichen Entscheidung bewahren wollen: Menschen oder Sternenwal. Das h√§tte sie nicht tun d√ľrfen. Amy protestiert, sie k√∂nne sich doch gar nicht daran erinnern. Auch dass es ihr Leid tut, interessiert den Doctor nicht. Wenn das hier erledigt sei, erkl√§rt er, werde er sie nach Hause bringen. Amys erneuten Protest quittiert er mit den Worten, er wisse, sie sei nur ein Mensch. Er entschlie√üt sich schweren Herzens, den Teil des Walgehirns zu zerst√∂ren, der das Tier zu einem f√ľhlenden Wesen macht. Er habe nur drei M√∂glichkeiten, schmettert er Amys Einwand ab. Erstens, den Wal mit allen Qualen so weiter behandeln zu lassen; zweitens, all die Menschen zu t√∂ten oder drittens, dieses wundervolle Wesen gewisserma√üen so schmerzlos wie m√∂glich zu t√∂ten. Anschlie√üend, f√ľgt er hinzu, werde er sich einen anderen Namen suchen, denn er wolle dann nicht mehr der Doctor sein. Als Liz noch etwas vorschlagen will br√ľllt er: "Niemand menschliches hat mir heute noch irgendetwas zu sagen!"

W√§hrend der Doctor die Anlage entsprechend einstellt, beobachtet Amy, dass sich das freie Tentakel von Mandy und ihrem Freund ganz friedlich streicheln l√§sst. Daran denkend, dass der Wal kam, als er die Kinder schreien und weinen h√∂rte, zieht sie eine Erkenntnis. Sie gebietet dem Doctor Einhalt und als der nicht reagiert zieht sie Liz zu den Kn√∂pfen und dr√ľckt ihre Hand auf 'abdanken'.

Der Doctor schaut entsetzt auf, ein m√§chtiges Rucken und Rumpeln geht durch das Schiff. Dann wird es wieder ruhig und das Schiff fliegt mit beachtlicher Geschwindigkeit weiter. Auf die verwunderten Blicke der Anwesenden entgegnet Amy keck, wenn man aufh√∂re, den Piloten zu qu√§len, w√ľrde das weiterhelfen. Sie erkl√§rt, was sie begriffen hatte: Der Wal kam freiwillig, um zu helfen, als er die Kinder h√∂rte. Er musste nicht gezwungen werden. Jemand der sehr alt und sehr freundlich sei und der Letzte seiner Art - dabei schaut sie den besch√§mt blickenden Doctor an - k√∂nne es nicht aushalten, Kinder weinen zu sehen. Auch Liz und Hawthorne senken besch√§mt die K√∂pfe.

Von einer Galerie mit Panoramablick schaut der Doctor mit gerunzelter Stirn auf die Stadt. Amy kommt zu ihm, gl√ľcklich und erleichtert √ľber den Ausgang der Geschichte. Sie h√§tte die ganze Bev√∂lkerung t√∂ten k√∂nnen, kritisiert der Doctor ihre Eigenm√§chtigkeit erneut. Er h√§tte einen Sternenwal t√∂ten k√∂nnen, kontert Amy. Und sie habe ihn gerettet. das wisse er, r√§umt der Doctor ein. Doch sie h√§tte nicht wissen k√∂nnen, wie er reagieren w√ľrde, versucht er es noch einmal. Nun wiederholt Amy, wieso sie es doch wusste: Sehr alt, sehr freundlich und der Letzte seiner Art, das sei ihr sehr bekannt vorgekommen. Der Doctor schaut Amy erstaunt an und die beiden umarmen sich. Amy hat ihn erkannt und der Doctor ist sichtlich froh dar√ľber.

So vers√∂hnt und gut gelaunt geht der Doctor mit Amy zur√ľck zur TARDIS. Morgen sei ein gro√üer Tag, stellt er fest. Amy stutzt und fragt ihn, was er meint. Morgen sei immer ein gro√üer Tag, kl√§rt der Doctor sie auf, sie h√§tten eine Zeitmaschine, die kleinen Tage w√ľrden sie auslassen. Ob er je vor etwas davongelaufen sei, weil er sich gef√ľrchtet habe, oder noch nicht bereit gewesen sei, fragt Amy ihn jetzt unvermittelt. Ein einziges Mal, gibt der Doctor zu, doch das sei lange her. Mehr sagt er dazu nicht. Amy erkl√§rt, dass es etwas gebe, das sie ihm nicht gesagt habe. Doch bevor sie das weiter ausf√ľhren kann, wird sie von einem Telefonklingeln aus der TARDIS unterbrochen.

Sie gehen hinein und Amy darf den H√∂hrer abnehmen. Es sei der Premierminister, stellt sie ungl√§ubig fest. Wessen Premierminister, will der Doctor wissen. Der britische, antwortet Amy. Welcher britische, setzt der Doctor nach. Amy fragt nach und reicht ihm den H√∂hrer mit den Worten: "Winston Churchill f√ľr dich." Mr. Churchill hat ein ernsthaftes Problem und bittet den Doctor um Hilfe. Der verspricht, sofort anzureisen.


 Review
von Gisa von Delft

Halleluja - er ist wieder da. Oder besser gesagt: Sie sind wieder da. Der Doctor in seiner besten Ausf√ľhrung und Steven Moffat mit einer gewohnt herausragenden Geschichte. So kann man hier endg√ľltig feststellen, dass die eher durchschnittliche Story der letzten Folge klar hinter der Einf√ľhrung der Charaktere zur√ľckstehen musste, um jene im Vordergrund zu halten.

Der Doctor findet jetzt deutlich seine eigene Form und die gef√§llt mir au√üerordentlich gut. Wurde bei der Einf√ľhrungsepisode noch vielfach bem√§ngelt, dass er zu Ten-√§hnlich sei (ich fand das ganz okay, um darzustellen, dass wir es noch mit 'demselben' Wesen zu tun haben), habe ich diesesmal kaum etwas von Tennants Figur wiedergefunden. Daf√ľr aber hat er seinen eigenen Stil auch bei der zornigen und der verletzlichen Seite dargeboten. Seine Einsamkeit als letzter (?) seiner Art zeigt dieser Doctor nicht so schrecklich menschlich, ich nehme ihm hier (wieder mehr wie Eccleston) eher den Alien ab.

Auch Amy lieferte, und das im Nachthemd, einen einwandfreien Auftritt ab. In der Tat erinnert sie mich in vielem an Donna. Eigenwillig, aber sehr einf√ľhlsam, setzt sie ihren Kopf durch und bietet dem Doctor Paroli. Und er muss zugeben, dass sie das richtige getan hat. Warum hat sie das? Weil sie den richtigen Vergleich gezogen hat. Hier dann auch der erste Kontinuit√§tspunkt: Ihr Kindheitsheld aus der vergangenen Episode. Weitere solcher Punkte gab es mit den K√∂niginnen (Victoria und Liz I), dem Magpie Electricals-Laden, der Alien-Gehirnstimmulation und dem Thema Sonneneruptionen/Kolonieschiff (4. Doctor). Im √úbrigen erinnerte mich auch die Umarmung am Ende eher an das Doctor-Donna-Verh√§ltnis, als dass es mich zu Doctor-Rose-Bef√ľrchtungen veranlasst h√§tte.

Zur Story: Eine Moffat-Folge in gewohnt/erhofft guter Form. Ein bisschen an die Scheibenwelt erinnernd, fliegt eine Welt (nein, Schottland ist nicht dabei, das hat seine eigene Schildkr√∂te bekommen ;)) auf dem R√ľcken eines gigantischen Tiers durch das All. Der letzte der Sternenwale, das ist eine sch√∂ne Idee. Immer wieder faszinierend, dass Moffat f√ľr das Gruseln und Grauen keine wirklichen Monsterfiguren braucht. Ansonsten war f√ľr alle etwas dabei, f√ľr die Kinder (in uns) die fantasievolle Geschichte, die mit kindlichen √Ąngsten spielt, f√ľr die Erwachsenen die politische Botschaft. Gro√üartig, wie darauf hingewiesen wird, wie gut die Menschen im Verdr√§ngen sind, darin, zu vergessen, wieviel von ihrem 'Elend' selbstgebastelt ist, wieviel sie ihrer Bequemlichkeit und ihrem √ľberfl√ľssigen Luxus zugute anderen Kreaturen (oder gar ihren eigenen Nachkommen) anzutun bereit sind. Ebenso wird auf die kindliche Sensibilit√§t f√ľr subtile Botschaften und Zusammenh√§nge angespielt, die so systematisch zerst√∂rt wird (und ab 16 darf man den Knopf dr√ľcken...).

Da war viel Nachdenkliches drin, sch√∂nes Charakterspiel, aber auch lustige Passagen gab es. Nein, nat√ľrlich mischt sich der Doctor niemals ein, er beobachtet nur... , er l√§sst Amy zuerst einfach allein in der TARDIS stehen, dann schleppt er sie im Nachthemd mit und am Ende ruft der Premierminister (welcher britische?) an... womit wir dann auch schon bei der Vorfreude auf die kommende Episode sind. Erinnert wurden wir am Ende nochmal an den geheimnisvollen Riss und als kleines Geheimnis bleibt noch, was Amy dem Doctor sagen wollte, bevor Winston Churchill anklingelte.