Doctor Who


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier


:: 5x01 The Eleventh Hour
:: 5x02 The Beast Below
:: 5x03 Victory of the Daleks
:: 5x04 The Time of Angels (1)
:: 5x05 Flesh and Stone (2)
:: 5x06 Vampires of Venice
:: 5x07 Amy's Choice
:: 5x08 The Hungry Earth (1)
:: 5x09 Cold Blood (2)
:: 5x10 Vincent and the Doctor
:: 5x11 The Lodger
:: 5x12 The Pandorica Opens (1)
:: 5x13 The Big Bang (2)
:: 5x97 Space
:: 5x98 Time
:: 5x99 A Christmas Carol


Doctor Who Episodenguide


5x01 "The Eleventh Hour "

[Fünf vor Zwölf]


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Regie:
Adam Smith
Drehbuch:
Steven Moffat

Darsteller:
Matt Smith (The Doctor)
Karen Gillan (Amy Pond)
Arthur Darvill (Rory Williams)
Caitlin Blackwood (Young Amelia)
Nina Wadia (Dr Ramsden)
Annette Crosbie (Mrs. Angelo)
Marcello Magni (Barney Collins)
Arthur Cox (Mr Henderson)
Perry Benson (Ice Cream Man)
Tom Hopper (Jeff)
Peter Moyles (Patient)
Olivia Colman (Mother)
Patrick Moore (Himself)

 Kurzinhalt
Nach der Regeneration bruchlandet die TARDIS im Garten eines Hauses des Städtchens Leadworth, in dem die kleine Amelia Pond mit ihrer Tante lebt. Amelia zeigt dem seltsamen, aber irgendwie auch lustigen Kerl, der aus der ramponierten Kiste aussteigt, einen Riss in ihrer Zimmerwand, der sie ziemlich beunruhigt. Der Doctor weiß, es handelt sich um einen Raum-Zeit-Riss. Doch bevor er sich darum kümmern kann, muss er zurück zu seiner abgewrackten TARDIS, um sie wieder in Ordnung zu bringen. Er verspricht Amelia, in fünf Minuten zurück zu sein, doch so ganz klappt es nicht mit dem Timing.


 Inhalt
Der frisch regenerierte Doctor hängt außen an seiner demolierten TARDIS, die über London trudelt. Mühsam schafft er es, sich irgendwie festzuklammern und der Turmspitze Big Bens knapp zu entgehen. Schließlich bruchlandet er in einem Garten in dem kleinen Stadtchen Leadworth.

In dem dazugehörigen Haus hat sich die siebenjährige Amelia Pond gerade im Nachthemd vor ihr Bett gekniet, um in einem Gebet den Weihnachtsmann um Hilfe zu bitten. Zwar sei es Ostern, doch es handele sich um einen Notfall, lässt sie ihn wissen. Da sei dieser höchst beunruhigende Riss in ihrer Zimmerwand aus dem Stimmen kämen und er möge jemanden schicken, ihn zu reparieren. Einen Polizisten vielleicht, beginnt sie ihre Vorschlagsliste als sie ein seltsames Geräusch aus dem Garten vernimmt. Sie schaut aus dem Fenster, dankt dem Weihnachtsmann für die promte Erledigung und läuft hinaus zu der qualmenden Policebox, die soeben den Gartenschuppen zerlegt hat.

Aus der auf der Rückwand liegenden Box schaut, nachdem er sich wie aus der Tiefe zum Rand gearbeitet hat, der Doctor heraus und fragt das verwunderte Mädchen, ob er einen Apfel haben könne, er liebe Äpfel. Er schiene Gelüste zu haben, fügt er hinzu, das hätte er nie zuvor erlebt. Damit klettert er aus der Box. Amelia will wissen, ob er in Ordnung sei. Er wäre in die Bücherei gefallen und von dort mühsam heraufgeklettert, lässt er das Mädchen wissen. Aber er sei klitschenass, stellt sie trotz der seltsamen Geschichte ungerührt fest. Das läge daran, dass er in den Swimmungpool gefallen wäre, erklärt der Doctor. Er hätte aber gesagt, widerspricht Amelia, er sei in der Bibliothek gewesen. Das bestätigt der Doctor, doch dort sei auch der Swimmingpool.

Das Kind schüttelt skeptisch den Kopf und fragt, ob er ein Polizist sei und wegen des Risses in der Wand käme. Da fällt der Doctor erstmal schmerzgepeinigt zu Boden und windet sich, am Ende einen goldflirrenden Rülpser ausstoßend. Das Mädchen wird skeptischer und fragt, wer er sei. Das wisse er noch nicht, gibt der Doctor zu, er koche noch. Ob sie Angst habe, will der Doctor wissen, doch Amelia verneint. Es sei nur alles etwas seltsam, erklärt sie. Aber der Doctor meinte gar nicht seinen Auftritt, sondern den Riss. Der ängstigt das Mädchen allerdings, was der Doctor mit einem strahlenden Lächeln, einem Hüpfer auf die Beine und den Worten: "Keine Zeit zu verlieren", kommentiert. Er sei der Doctor, stellt er sich vor, sie möge keine billigen Fragen stellen oder abhauen. Damit läuft er los und direkt gegen einen Baum.

Als sie schließlich in der Küche ankommen fragt Amelia, als sie dem Doctor einen Apfel gibt, warum er behaupte, er sei ein Doktor wenn die Box sage, Polizei. Der Doctor beißt, statt einer Antwort, in den Apfel und spuckt das Stück sofort wieder aus. So langsam wundert sich Amelia über gar nichts mehr. Sie reicht dem Doctor mehrere seiner angeblichen Lieblingsspeisen, die alle wieder ausspuckt. Schließlich sucht er sich selbst Fischstäbchen und Vanillesauce aus dem Kühlschrank. Während Amelia sich eine Packung Eiscreme vornimmt, stippt der Doctor den Fisch in die Vanillesauce und ist endlich zufrieden. Er fragt das Kind nach seinem Namen, der ihm sehr gefällt und erfährt, dass sie keine Eltern hat und bei ihrer Tante lebt, die allerdings gerade ausgegangen ist. Jetzt will sich der Doctor, dem dieses unerschrockene Mädchen imponiert, aber den Riss ansehen der sie trotz ihrer Furchtlosigkeit so beängstigt.

Er untersucht die Wand und stellt fest, dass es sich um einen Raum-Zeit-Riss handelt. Man kann eine Stimme hören die sagt: "Gefangener Null ist entkommen." Jetzt öffnet der Doctor mit seinem Sonic Screwdriver den Riss zu einem größeren Spalt. Dahinter erscheint ein riesiges Auge, die Botschaft wird wiederholt und der Spalt schließt sich wieder. Der Doctor erklärt Amelia, dass es sich wohl um den Wärter des Gefangenen Null handeln müsse und mutmaßt, dass man ihnen die Botschaft zukommen ließe, weil der Gefangene durch diesen Riss entkommen sei. Im Flur versucht der Doctor irgendetwas zu entdecken, was einem normalerweise entgeht, als er die Klosterglocke der TARDIS vernimmt.

Er rennt los, um sich zunächst um sein Raum-Zeit-Schiff zu kümmern. Amelia folgt ihm auf den Fersen. Als sie hört, dass es sich um eine Zeitmaschine handelt, die er zur Stabilisierung der Maschinen in die Zukunft bewegen müsse, fragt sie, ob sie mitkommen könne. Der Doctor vertröstet sie auf ein andermal, er sei in fünf Minuten zurück, er verspreche es. Das würden die Leute immer sagen, spricht Amelia wohl aus Erfahrung. Der Doctor beugt sich zu ihr und fragt, ob er 'Leute' sei, oder so aussehe. "Vertrau mir, ich bin der Doctor", versichert er sie und lässt das lächelnde Mädchen zurück. Amelia läuft ins Haus, zieht einen Kinderkoffer unter ihrem Bett hervor, packt das Notwendige, inkl. Teddybär, ein, zieht einen Mantel und eine Mütze über, rennt zurück in den Garten und setzt sich, in Erwartung des gleich wiederkehrenden Doctors, auf ihren Koffer.

Es ist hellichter Tag, als der Doctor in den zerrissenen Kamotten mit seiner immer noch glühenden, aber stabilisierten TARDIS zurückkehrt. Aufgeregt läuft er zum Haus, weil ihm inzwischen etwas eingefallen ist. Er rennt nach Amelia rufend durch das Treppenhaus und verkündet, der Gefangene Null sei hier. Plötzlich trifft ihn ein Kricketschläger am Kopf und lässt ihn bewusstlos zu Boden gehen.

Im Krankenhaus von Leadworth hat ein Krankenpfleger die zuständige Ärztin gerufen, weil mit den Komapatienten etwas Seltsames vor sich geht. Sie würden sprechen, genauer gesagt riefen sie nach ihr. Die Ärztin will schon am Verstand des jungen Mannes zweifeln, als sie es selber hört. Die Komatösen rufen wieder und wieder: "Doctor!" Der Pfleger versucht der Ärztin klarzumachen, dass er diese Patienten draußen herumlaufen sah, doch das geht der Frau nun doch zu weit. Als er es durch Handy-Fotos beweisen will, werden sie von ihrem Pieper unterbrochen.

Unterdessen erwacht der Doctor in Amelias Haus und findet sich mit Handschellen an die Heizung gefesselt. Ein Stück entfernt steht eine junge Polizistin, die gerade Verstärkung anfordert. Der Doctor fragt, ob Amelia Pond etwas geschehen sei. Er wäre nur kurz weg gewesen und wolle sie jetzt sehen. Die junge Frau schaut ihn vorwurfsvoll an und erklärt, Amelia habe ein halbes Jahr gewartet. Der Doctor will das nicht glauben. Die Polizistin sagt, sie lebe jetzt in diesem Haus. Der Doctor macht sie nun auf eine weitere Tür auf dem Korridor aufmerksam, die sie noch niemals wahrgenommen hat. Das läge an einem Wahrnehmungsfilter, den etwas, dass sich seit einer Weile hier verstecke, errichtet hätte, lässt er sie wissen. Die Polizistin geht gegen die ausdrückliche Warnung des Doctors in den Raum, wo sie den Screwdriver, den der Doctor vermisst, auf einem Tisch findet. Nach mehrfachem, immer ängstlicher werdendem Umschauen von starrt sie auf ein ein schlangenförmiges Alienmonster, dass die Zähne nach ihr fletscht. Sie rennt hinaus und wirft die Tür zu.

Jetzt gesteht sie dem Doctor, dass sie weder Verstärkung angefordert habe, noch Polizistin, sondern ein Kissogramm sei. Da fliegt die Tür auf und einer der Patienten aus dem Krankenhaus steht mit seinem Hund im Rahmen. Da der Mann beginnt, zu bellen, weiß der Doctor sofort, dass der Alien ein Formwandler ist, der die Zusammenhänge nicht ganz hinbekommen hat. Er fängt an, den Alien zuzutexten, bis die Stimme des Gefängniswärters zu vernehmen ist, der verkündet, dass die menschliche Behausung zerstört würde, wenn der Gefangene Null sich nicht ergebe. Der Doctor löst mit dem Screwdriver seine Handschellen und befiehlt der jungen Frau, zu rennen.

Der Doctor will in die TARDIS, doch der Schlüssel passt nicht - sie befindet noch im Wiederherstellung-Prozess. Die 'Polizistin' will ihn weiterzerren, doch der Doctor entdeckt ein intaktes Gartenhaus. Verwundert, da er es doch zerlegt hatte, geht er hin und testet, indem er daran leckt, wie alt es ist. Er sei 12 Jahre zu spät, wendet er sich an die Frau, nicht sechs Monate. Jetzt wird ihm klar, dass es sich bei dieser Frau um Amelia handelt. Während sie sich vom Haus entfernen, beantwortet Amy, wie sie sich heute nennt, die Fragen das Doctors verständlicherweise äußerst gereizt und zickig. Schließlich hat er sein Versprechen nicht gehalten, vier Psychotherapeuten hat sie wegen ihm besuchen müssen.

Als sie weiter in den Ort kommen müssen sie feststellen, dass die Ankündigung des Gefängniswärters aus sämtlichen Tonquellen der Stadt erschallt. Als der Doctor in ein Haus rennt sieht er dort das große Auge auf dem Fernseher, der ebenso die Botschaft verkündet und zwar auf allen Kanälen. Die Bewohnerin, eine alte Dame, begrüßt Amy freundlich und wundert sich, dass sie nun eine Polizistin und keine Krankenschwester mehr ist. Sie wendet sich zum Doctor und lässt ihn wissen, dass sie ihn kenne, was der Doctor für Unsinn hält, weil er ganz neu sei. Er streitet noch eine Runde mit Amy, bevor er sich wieder freundlich an die alte Dame wendet und mithilfe ihres Radios feststellt, sie würden in allen Sprachen in die ganze Welt senden.

Ein junger Mann mit einem Laptop unter dem Arm, wohl der Enkel der Dame, kommt herein und fragt den Fremden, ob er der Doctor sei. Der Doctor stutzt, doch die alte Dame bestätigt strahlend, ja, das sei der Doctor, den sie von all den Zeichnungen der kleinen Amy kennen würden. Amy ist das sichtlich peinlich. Der Doctor wendet sich jetzt dem Fernseher zu und erkennt kurz darauf, dass die Botschaft sich nicht auf Amys Haus, sondern die ganze Erde bezieht, die abgefackelt werden soll. Er schätzt, in 20 Minuten werde das geschehen.

Im Erdorbit haben sich kristallene, mit einem riesigen Augapfel versehene Raumschiffe versammelt. Der Doctor hetzt durch die Straße, auf der Suche nach irgend einem Angriffspunkt. Doch in diesem Ort ist nichts von Bedeutung zu finden und noch immer spürt der Doctor die Nachwehen der Regeneration. Amy hält das alles für einen Schwindel. Kurzerhand setzt sie den Doctor wieder fest, indem sie seine Krawatte in eine Autotür einklemmt. Der Doctor versucht, ihr klarzumachen, dass er der von vor 12 Jahren sei und alles stimmte, was er ihr erzählte. Zum Beweis reicht er ihr einen Apfel mit einem eingeritzern Gesicht, den Klein-Amelia ihm gab. Doch Amy bleibt skeptisch. Jetzt beschwört der Doctor sie, ihm zumindest für 20 Minuten zu glauben. Er hält ihr Handgelenk, während sie den Apfel anstarrt, dann den Doctor, der seine Bitte wiederholt, und wieder den Apfel. Dann drückt sie die Fernbedienung für die Autotür und fragt: "Was machen wir?"

Nachdem der Doctor zuvor auf den Krankenpfleger aufmerksam geworden war, der, anders als die andern Menschen, die ihre Handys zum Himmel richteten, den Patienten mit dem Hund knipste, antwortet er: "Den Pfleger stoppen", und rennt los. Amy folgt ihm. Bei dem Pfleger angekommen fragt der Doctor ihn, warum er dieses Motiv wähle. Der junge Mann begrüßt Amy, die ihn dem Doctor etwas zu hektisch als Rory, ihren - gewissermaßenen - Freund vorstellt. Statt dem Doctor zu antworten stammelt Rory nur: "Oh mein Gott.." und stellt dann fest, dass es der ausgelassene Doctor sei, der doch nur eine Geschichte, ein Spiel war. Doch er sei zurückgekommen bemerkt Amy verlegen-zickig. Der Doctor will aber viel dringender wissen, warum Rory diese Aufnahmen macht und erfährt, was er schon ahnt: Der Mann könne nicht hier sein, er liege im Koma.

Der Doctor geht dem Gefangenen Null entgegen, als sich eines der Augen-Raumschiffe über dem Ort senkt und ihn nach außeridischer Technologie scannt. Der Doctor hebt seinen Screwdriver, aktiviert oder zerstört damit einiges an Elektrik, doch dann gibt das Teil Funken sprühend seinen Geist auf. Das Raumschiff dreht ab, der Patient löst sich auf und die Teilchenwolke verschwindet durch einen Gully. Im Krankenhaus setzen sich die Teilchen wieder zur Schlange zusammen.

Die TARDIS ist nicht einsatzfähig, der Schallschrauber kaputt... der Doctor muss nachdenken. Während Rory es immer noch nicht fassen kann, dass der Doctor doch nicht nur eine Fantasiefigur war, fällt dem Doctor eine Möglichkeit ein. Dazu nimmt er Rory das Handy ab und eilt zu Jeff, dem Laptopbesitzer. Amy und Rory schickt er zum Krankenhaus, um dort alle Leute von den Korridoren wegzuschaffen. Danach sollen sie ihn anrufen.

Der Doctor entreißt Jeff den Laptop und empfiehlt ihm, nachdem er auf den Monitor schaut, sich eine Freundin zuzulegen. Dann klinkt er sich in die Experten-Videokonferenz ein, die über die bedrohliche Situaton berät. Er weist sich mit seinem Psychic Paper aus und übermittelt zur Bestätigung seines Expertenwissens ein paar Antworten auf noch ungelöste Fragen der Teilchenphysik. Dann sendet er mit Hilfe des Handys einen Computervirus, der alle digitalen Zifferblätter der Welt auf Null stellt. Diesen Virus sollen die Experten verbreiten. Der Ursprung sei dann zu diesem Ort zu zurück zu verfolgen. Er überlässt Jeff die Rolle seines 'Vertrauensmannes', der die Männer überzeugen soll, dem Doctor Glauben zu schenken. Damit, verspricht er Jeff, habe er in etwa 10 Minuten einen Status, der ihm die ganze Welt eröffne. Mit dem Rat, noch seine Internet-Historie zu löschen, lässt er Jeff mit dem Laptop und den Experten allein.

Amy und Rory haben unterdessen die Leute im Eingang des Krankenhauses versammelt und Amy ruft den Doctor an. Der hat sich gerade ein Feuerwehrauto unter den Nagel gerissen und ist auf dem Weg. Wieder auf dem Korridor treffen Amy und Rory auf eine Frau mit zwei Kindern. Die Frau spricht ihre Besorgnis über den Mann mit Hund aus, während Amy dem Doctor durchgibt, dass der Gefangene isoliert sei. Da registriert sie, dass plötzlich eines der Kinder mit der Stimme der Frau spricht. Gefangener Null bemerkt jetzt auch, dass er wieder etwas durcheinandergebracht hat und Frau und Kinder fletschen jetzt die Zähne - die spitzen Alienzähne. Amy und Rory rennen los und verschanzen sich in dem Raum mit den Komatösen, von denen natürlich eine fehlt.

Der Doctor will wissen, hinter welchem Fenster sie sich befinden. Indessen hat das Alien die Tür aufgebrochen und durch die Frau stellt es fest, dass es mit Amelia Pond zu tun hat, die es aufwachsen sah, wartend auf die Rückkehr ihres magischen Doctors. Als sie gerade beginnt, die Zähne zu fletschen, erhält Amy eine SMS: ducken!. Und schon schiebt sich die Feuerwehrleiter durch das Fenster und der Doctor klettert hinein. Die Atraxi würden es töten, lässt das Alien den Doctor wissen. Der empfiehlt ihm, wieder durch einen Spalt zu verschwinden, noch sei Zeit dafür. Doch das Alien erklärt, es habe den Spalt nicht selber geöffnet. Ob er nicht wisse, woher die Sprünge in der Haut des Universums kämen, fragt das Alien herausfordernd und intoniert dann wie einen Kinderspruch: "Der Doctor in der TARDIS weiß es nicht - weiß es nicht - weiß es nicht" und fügt mit der Frauenstimme hinzu: "Das Universum ist aufgebrochen, das Pandoracle wird sich öffnen, Stille wird herabsinken."

Es herrscht einen Moment ratloses Schweigen, doch dann springen die Ziffern der Wanduhr auf Null. Ein Wort, klärt der Doctor das Alien auf, werde gerade über die ganze Welt verbreitet und dieses Wort sei Null. Schon erscheint auch ein Raumschiff über der Quelle des Virus - der Doctor zeigt dem Alien das Handy. Sie hätten aber ein Handy geortet, nicht es, lässt das Alien den Doctor wissen. Doch das Handy, spielt der Doctor seinen Trumpf aus, sei voller Bilder des Gefangenen in den verschiedenen Komapatienten-Gestalten. Die Begeisterung über sich selbst will allerdings keiner teilen.

Dann müsse es wohl eine neue Form einnehmen, stellt das Alien fest. Doch der Doctor weiß, dass es Monate braucht, bis der Gefangene eine entsprechende Verbindung zu dem Wirt aufgebaut hat und dessen Traumbilder in Gestalten umsetzen kann. Aber es habe doch Jahre gehabt, informiert ihn das Alien und schon fällt Amy bewusstlos zu Boden. Dem Doctor gelingt es nicht, sie zu wecken. Dann sieht er an der Stelle der Frau mit Kindern einen Mann stehen. Wer das wäre fragt er Rory, der entgeistert antwortet, das sei er, der Doctor. Der Doctor fragt, wieso das Alien ihn und nicht Amy kopiere. "Das tu ich nicht", lautet die Antwort von Amelia, die jetzt hinter der Gestalt des Doctors, hervortritt. Sie denke an die Enttäuschung, die der Doctor war. Doch der weiß es besser. Sie träume von ihm, weil sie ihn hören könne, stellt er fest, geht zu Amy und redet auf sie ein, sich an die Gestalt in dem unsichtbaren Zimmer zu erinnern. Als sie das tut, verwandelt sich das Alien zurück und wird sogleich von den Atraxi lokalisiert und eingesammelt.

Während Rory froh ist, dass Amy aufwacht und es ein Ende hat, telefoniert der Doctor mit den Atraxi. Er erinnert an die Shadow Proclamation, nach der sie einen Level 5 Planeten nicht einfach hätten auslöschen dürfen. Er befiehlt ihnen, sofort zurückzukommen. Der Doctor geht in einen Umkleideraum und sucht sich ein paar Sachen zusammen. Rory quatscht ihn voll, dass er die tötlichen Aliens zurückgeholt habe und nun auch noch Sachen nehme, die anderen gehören. Doch der Doctor stellt fest, wenn er die Erde rette wolle er angemessen gekleidet sein. Während er seine ramponierte Kleidung auszieht, dreht Rory, der das alles irgendwie nicht eingeordnet kriegt, sich um. Er fordert Amy auf, das auch zu tun, doch ihre Reaktion, die sie mit einem äußerst interessierten Blick untermalt, lautet: "Nope!"

Schließlich treten die drei auf das Krankenhausdach, wo das Atraxi-Raumschiff wartet. Der Doctor ruft, er wolle sie jetzt sehen. Ein riesiger Augapfel senkt sich auf die Höhe des Doctors, scannt ihn und stellt fest, er sei nicht von dieser Welt. Während der Doctor versucht, zwischen den verschiedenen Krawatten zu entscheiden fragt der Antraxi, ob diese Welt wichtig sei. Hier lebten immerhin Sechsmilliarden Lebewesen, entgegnet der Doctor, doch wesentlicher sei die Frage, ob diese Welt eine Bedrohung für die Atraxi sei - sie hätten sie doch schließlich beobachtet. Projektionen von Geschehnissen laufen ab, worauf die Frage verneint wird. Auch das Verhalten der Menschheit sei im Sinne der Atraxi-Gesetze unbedenklich. Ein Frage hat der Doctor noch: "Ist diese Welt geschützt?" Nun laufen Projektionen verschiedenster Aliens und Monster, wie den Daleks, Cybermen ect.. Sie sollten sich fragen, rät der Doctor, was mit ihnen geschehen sei. Projektionen einer Doctor-Inkarnation nach der anderen laufen ab bis schließlich das reale Gesicht des 11. Doctors durch das des 10. hindurchkommt. "Hello, I'm the Doctor", stellt er sich vor und ergänzt: "basically... run".

Während Amy lacht und sich freut, dass das Raumschiff zügig abzieht, bemerkt der Doctor etwas in seiner Brusttasche. Er zieht einen goldenleuchtenden TARDIS-Schlüssel hervor. Bevor Amy die gesamte Situation umgesetzt hat, ist der Doctor verschwunden. Er eilt zu seiner TARDIS, die in völlig neuem Glanze dasteht. Er öffnet die Tür und strahlt über die neue Pracht. Und kaum das Amy im Garten angelangt ist, dematerialisiert sich die TARDIS auch schon und sie hat wieder mal das Nachsehen. Tief enttäuscht schließt sie die Augen. Kindheitserinnerungen werden wach...

Amy erwacht von dem Geräusch der sich materisierenden TARDIS. Sie läuft hinaus in die Dunkelheit zu der blauen Box, der Doctor ist herausgekommen und schwärmt von seiner Spritztour mit dem neuen Gefährt. Jetzt könne man wieder richtig loslegen, stellt er zufrieden fest. "Du bist zurückgekommen", begrüßt ihn Amy eher skeptisch. Das täte er immer, bemerkt der Doctor. Er habe die Kleidung mitgenommen, registriert sie und er findet, das hätte er für die Weltrettung verdient. Sie fragt, ob er von einem andern Planeten sei, was er bestätigt. Dann lädt er sie ein, ebenfalls andere Planeten kennenzulernen. Amy scheint fasziniert, doch dann wird sie sauer, denn der Doctor war zwei Jahre fort.

Dann wären es also insgesamt 14 Jahre, addiert der Doctor und konstatiert, dann habe sie lange genug gewartet. Er bestätigt ihr, dass die Geschichte von damals mit der Bibliothek und dem Swimmingpol stimme, also solle sie jetzt kommen. Amy sagt nein. Aber damals habe sie mitkommen wollen, wundert sich der Doctor. Sie sei erwachsen geworden, erklärt Amy. "Egal, das werde ich schnell in Ordnung bringen", ist der Doctor sicher und schnipst mit schelmischem Gesicht mit den Fingern. Die Tür öffnet sich, der Doctor grinst diebisch und Amy tritt fasziniert lächelnd in die TARDIS. Mit großen Augen schaut sie sich um während der Doctor klarstellt, alles was sie jetzt sagen könnte, habe er schon gehört.

Der Doctor tritt an die Konsole. Amy stellt fest, sie sei im Nachthemd. Das mache nichts, beruhigt sie der Doctor, es gäbe Kleidung in der Garderobe und möglicherweise einen Swimmingpool. "Also, alles an Zeit und Raum, alles was jemals geschah oder sein wird, wo willst du anfangen?" Wie er so sicher sein könne, dass sie mitkäme, will Amy, jetzt wieder aufsässig, wissen. Nach all den Jahren als schottisches Mädchen in einer englischen Stadt habe sie immer noch diesen Akzent. Das ist für ihn Beweis genug, dass sie mitkäme. Ob sie am kommenden Morgen zurück sein könnte, fragt Amy. Klar, bestätigt der Doctor (der zwei mal um Jahre zu spät war), dies sei eine Zeitmaschine. Was am nächsten Tag sei, will er wissen, doch Amy entgegnet schnell, gar nichts.

Bevor der Doctor die TARDIS startet, schiebt die Konsole einen neuen Screwdriver heraus. Er bedankt sich und betätigt einige Bedienelemente an der Konsole, während Amys Ausdruck von erfreut in verängstigt wechselt. Warum gerade sie, will sie wissen. Warum nicht, erwidert der Doctor und fragt, ob er einen Grund haben müsse. Schließlich gibt er zu, dass er einsam sei und keine Lust mehr habe, mit sie selbst zu reden. Das sei der einzige Grund, schwört er. Amy gibt ihr okay. Alles sei so gewesen, wie er seinerzeit gesagt habe, stellt sie etwas verwundert fest, und sie habe gedacht, er sei nur ein Verrückter mit einer Box gewesen. Es gäbe eines, sagt der Doctor ernst, das sie über ihn wissen müsse, vielleicht würde ihr Leben einmal davon abhängen: Er sei definitiv ein Verrückter mit einer Box. Der Doctor strahlt, Amy lacht und sie starten in das Abenteuer, während bei Amy daheim die Bilder und gebastelten Figuren des Doctors und ein Hochzeitskleid zurückbleiben.


 Review
von Gisa von Delft

Großartig - oder um mit meinem bisherigen Lieblingsdoctor zu sprechen: fantastic! Allein diese Episode hat mich für das gesamte letzte Jahr entschädigt. Meine Vermutung, Matt Smith könnte ein außerordentlich guter Doctor werden, bewahrheitet sich. Ich habe es gewagt, den neuen Showrunner mit seinem indirekten Versprechen 'Vertrau mir, ich bin Steven Moffat der Schreiber von Blink und Girl in the Fireplace' beim Wort zu nehmen. Heraus kam ein frischer und nach meinem Bilde 100-prozentiger Doctor. Der etwas verrückte Time Lord, der die Enge seines Planeten mit dessen Regularien ver- und hinter sich gelassen hat und auf abenteuerliche Rettungsaktionen aus ist. Und auf Spaß - fun is good.

Wie passt das zu Neun als bisherigem Lieblingsdoctor? Nun, Chris Eccleston gelang es, den düsteren Teil des durch den Time War belasteten Doctors darzustellen. Des zwischen Verzweiflung und einfach vergessen und wieder aufdrehen wollen Schwankenden. Auch Ten hat das einwandfrei hinbekommen, doch da wurde für meinen Geschmack das Schwere in den Charakterspielen streckenweise überdimensioniert und das Umschwenken kam mitunter zu heftig, irgendwie manisch-depressiv. Matt Smiths Doctor dagegen scheint das Time War-Trauma überwunden zu haben. Er ist erfrischend abgedreht, doch man glaubt diesem jungen Darsteller tatsächlich auch die Weisheit vieler, vieler gelebter Jahre.

Ebenso fabelhaft ausgewählt ist der Companion. Jung, hübsch, aber mit ähnlichem Widerspruchsgeist beseelt wie Donna Noble, bilden die beiden wirklich ein so rundes Bild, dass man sich nur an ihnen erfreuen kann. Doch mindestens genauso gut wie Karen/Amy, hat mir Caitlin/Amelia gefallen. Muss wohl was mit dem Blut zu tun haben, schließlich sind sie im wahren Leben Cousinen. Die Szenen zwischen dem Kind und Matt waren absolut herrlich. Voller Spaß und Wahrhaftigkeit. Besser geht es ganz einfach nicht.

Mit der erwachsenen Amy schließt sich der Kreis von den Kindheitsszenen in dem Gespräch der beiden mit dem Apfel auf der Straße. Wenn da die Chemie nicht stimmt, weiß ich's auch nicht. Das ist dann auch der Moment, in dem Amy bereit ist, das 'trust me' vom Anfang wieder aufzunehmen und ihm die 12 Jahre zu verzeihen. Ihr 'gewissermaßen' Freund Rory muss dann wohl, ähnlich wie seinerzeit Mickey, in die Röhre gucken. Jetzt ist sie Amy, der Companion. Der entsprechende Moment beim Doctor ist der, als er seine Kleidung ausgesucht hat und dem Alien gegenübertritt. Letztlich wird alles gut, als der Doctor Amy verspricht, das mit dem 'der Kindheit erwachsen sein' wieder hinzukriegen und - angelehnt an die Szene in "Forrest of the Dead" - mit einem Fingerschnipsen die TARDIS-Tür öffnet. Die Gesichtsausdrücke der beiden in dieser Szene sind einfach nur köstlich.

Die Weltrettungs-Story an sich, um das auch noch kurz zu erwähnen, war solide. Weniger gruselig oder wirklich spannend als vielmehr gespickt mit eher lustigen Einlagen. Sehr schön war es, noch einiges mehr an Anknüpfpunkten zu finden. Wirklich gelungen natürlich die Revue als der neue Doctor dem Alien zeigt, wer er ist. Dann lehnt sich der Amelia-Doctor-Anfang zweifellos an Reinette-Ten an ("The Girl in the Fireplace"), das Häuschen, in dem Amy wohnt hatte etwas von dem verwilderten Anwesen in ("Blink") und Prisoner Zero war einer irdischen Gestalt - dem Anglerfisch - abgeguckt, so wie die Weeping Angels auch. Bezüge gab es ebenso in Sprüchen und Begriffen wie der 'Shadow Proclamation' oder 'wibbly-wobbly timey-wimey'. Damit genug, das und noch viel mehr untermalte, dass wir es immer noch mit demselben Mann in einer anderen Verpackung zu tun haben.

Und dann die neue TARDIS: Innen nun viel größer als außen - ich halte viel davon, an die mehrere-Räume-Version aus der Classic-Serie anzuknüpfen - doch im ersten Eindruck nicht wirklich fremd, weil man doch die Farb- und Formgebung weitgehend eingehalten hat. Das Raumschiff Orion war dann mir seinem Bügeleisen und den Kunststoffbechern an der Decke geradezu ein Waisenknabe gegen Wasserhähne, Schreibmaschine, Blasebälge ect. an der TARDIS-Konsole. Klasse, die passt so richtig zum neuen Doctor. Er kommentiert das ja auch wunderbar mit einem strahlenden Staunen und den Worten: "Oh you sexy thing...look at you".

Ich schätze, Matt Smith hat sich bereits jetzt auf die Überholspur begeben und ist dabei, allen vorherigen Dottores den Rang abzulaufen. Möge er fleißig damit fortfahren^^.