Regie:
James Strong
Drehbuch:
Russel T Davies, Gareth Roberts
Darsteller:
David Tennant (The Doctor)
Michelle Ryan (Lady Christina de Souza)
Lee Evans (Malcolm Taylor)
Noma Dumezweni (Capt. Erisa Magambo)
Adam James (D.I. McMillan)
Glenn Doherty (Sgt. Dennison)
Victoria Alcock (Angela)
David Ames (Nathan)
Ellen Thomas (Carmen)
Reginald Tsiboe (Lou)
Daniel Kaluuya (Barcla)
Keith Parry (Bus driver)
James Layton (Sgt. Ian Jenner)
Paul Kasey (Sorvin)
Ruari Mears (Praygat)
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Lady Christina de Souza, Diebin aus Leidenschaft, hat soeben einen wertvollen Goldkelch aus einem Londoner Museum entwendet und flieht mit dem Bus der Linie 200. Auch der Doctor steigt in diesen Bus, der plötzlich durch ein Wurmloch auf einen Wüstenplaneten katapultiert wird. Als Faradayscher Käfig hat der Bus die wenigen Insassen beschützt, doch er ist nicht mehr fahrtüchtig. Der Doctor und Lady Christina gehen los, um die Umgebung zu erkunden und möglicherweise irgendetwas Hilfreiches zu finden. In dem Raumschiff zweier gestrandeter insektoider Aliens, die ihnen freundlich gesonnen sind, können sie ein solches Teil ergattern. Doch sie müssen auch feststellen, dass eine weitere Alienrasse, die als Schwarm daherkommt, ihnen überaus gefährlich zu werden droht.
Während der Doctor gemeinsam mit Christina sein Bestes gibt, den Bus wieder flott zu kriegen, steht ihm in London UNIT hilfreich zur Seite.
von Gisa von Delft
Dieses Osterei hat ein wenig gebraucht, bis es Geschmack entwickelte... Am Anfang machte es eher den Eindruck eines Kaugummis - es zog sich ziemlich, bis es endlich etwas Fahrt aufnahm. Erst als der Doctor und Christina das Raumschiff der Fliegen-Aliens untersuchten kam die Chemie zwischen den beiden in Schwung und das ganze fing an, ein wenig Spaß zu machen.
Warum man nun die Produktion für die paar eindrucksvollen Wüsten-Bilder extra nach Dubai verlegen musste... nun ja, zu dem Zeitpunkt war wohl von Budget-Beschränkung bei der BBC noch nicht die Rede und RTD hat ja einen Hang zum Bombast, da wollte er wohl gegen Ende seiner Zeit nochmal richtig Auftrumpfen. Im Grunde hätte es hier der gute alte Steinbruch (okay, oder etwas Adäquates mit Sand) oder der Strand in Brighton auch getan. Mehr der Bringer war hier das Alien-Raumschiff.
Tennant spielte gewohnt gut und mit der Zeit lief es auch mit Michelle Ryan ziemlich rund. Wäre vielleicht tatsächlich ein ausbaufähiges Team geworden auch wenn es diesen leidlichen Kuss (aber auch hier kann ich nur feststellen, dass sich das zum RTD-Tick entwickelt hat) und das x-fache Erwähnen wirklich nicht gebraucht hätte, um einen davon zu überzeugen. Immerhin haben sie ein locker-pfiffiges Spiel (you look human - you look time lord) miteinander geliefert und für die Spaßeinlagen hatten wir dann noch den guten Malcom. Wirklich schön seine Verweigerung, das Wurmloch zu zerstören mit dem Argument: 'Wie oft hat uns der Doctor schon das Leben gerettet?' Und sein 'Ich liebe Sie' hat mich auch deutlich mehr überzeugt als Christinas Kuss.
Ganz nett war auch die Idee, nach der alten Notrufbox auch ein anderes Londoner 'Original', den roten Doppeldecker-Bus, zum Fliegen zu bringen. Das spannendste an der Geschichte waren aber im Grunde noch die Andeutungen der Hellseherin auf des Doctors Zukunft. Und wenn man nun den Doctor wirklich wörtlich nehmen wollte müsste man davon ausgehen, dass er jetzt für alle Zeit ohne feste Begleitung reisen wird. Aber irgendwie sagt er das ja nicht zum ersten Mal... Deuten wir es einfach mal so, dass er die Sache mit Donna noch nicht verdaut hat und das ist im Grunde wieder eine gute Botschaft mit der die etwas überfällige Rose endlich mal an Bedeutung verliert. Dass Donna, einer meiner Lieblingscompanions (von der 'Runaway Bride' an) diese Bedeutung jetzt zukommt hat mich doch sehr gefreut.
Tja, was kann man mehr sagen, nett war noch, dass der Doctor auch mit Fliegen sprechen kann, die arbeitslosen Jungs unterzubringen versuchte, und dass von dem tötlichen Schwarm nur eine Handvoll durchkam tat dem Familienprogramm Genüge. Obwohl man sich die Ballerei auch ganz hätte schenken können indem man das Wurmloch rechtzeitger schloss. Wirkliche Spannung kam mit den Viechern (obgleich im Kern eine gute Idee...) ohnehin nicht auf. Ich denke mal, ich lege dieses Special getrost neben dem von letzten Weihnachten ab. Auch wenn mir da die Companion-Interaktionen irgendwie noch besser gefallen haben, weil ich (auch hier wieder) Michelle Ryan doch als ziemlich eindimensional empfand. So hoffe ich dann mal auf das knapp gewordene Rest-Leben von Ten, das sollte jawohl noch mehr im Gepäck haben als dieses etwas fade Osterei. |