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Doctor Who Episodenguide |
4x10 "Midnight"
[dt. Titel noch nicht festgelegt]
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19.06.08, 18:05 Uhr
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DarkAngel
Snob-Antiker
registriert seit:
Jul 2006
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Heute scheine ich mal so ganz anderer Meinung als Gisa zu sein, denn die Folge hat mich schlichtweg SO begeistert, dass ich ihr die Höchstpunktzahl vergeben habe.
Der Effekt, wenn Sky gleichzeitig mit den anderen redet sorgt für richtige Gänsehaut, vor allem, als es nur noch den Doctor alleine betrifft und sie ihn langsam aber sicher überholt. Als er nur noch da knien kann und ihre Worte wiederholen kann... WOW, das war wirklich klasse!
Ich fand es recht interessant, dass wir nie herausfanden, was das war, das Sky übernommen hatte. Wie der Doctor an einer Stelle schon so treffend sagte: Vielleicht war das "Monster" ja am Anfang ein ganz unbeschriebenes Blatt gewesen und es wurde erst "böse", als es der Paranoia und Angst der Menschen ausgesetzt wurde. Vielleicht hat "Sky" die Menschen und ihre Reaktionen auch nur kopiert, die - eingesperrt in so ein kleines Fahrzeug - ihrer Angst und Paranoia sich zusammenrotteten und selbst zum "Monster" wurden, eben ihrer Angst freien Lauf ließen.
Wie auch immer: In einem Punkt hatten die Menschen wohl recht und der Doctor unrecht: Um zu überleben MUSSTEN sie Sky aus dem Fahrzeug schmeißen und damit umbringen, denn wer weiß, was die vierte Phase gewesen wäre! Der Doctor war einfach neugierig auf eine neue Lebensform und wollte zusätzlich noch unbedingt Sky retten. Im Prinzip ja recht nobel, aber in dieser Situation resultierte es im Tod der namenlosen Hostess, für den der Doctor sich sicherlich verantwortlich fühlt. Und zusätzlich wurde der Doctor auch noch fast selbst getötet....
Das schlimmste an der Episode war aber wirklich, dass der Doctor so absolut hilflos war. Ich hab ihn noch nie so gesehen (gut ich kenne auch die meisten der alten Episoden nicht, aber trotzdem.) und vor allem hatte der Doctor NICHTS damit zu tun, dass alle gerettet wurden. Die Hostess musste sich wie gesagt dafür opfern. Und ich glaube, diese Hilflosigkeit hat ihn zu Tode geängstigt.
Was auch interessant war: In dieser Folge haben sich all die Eigenschaften, die den Doctor ausmachen und mit denen er sich eigentlich durch die meisten Abenteuer durchmogelt, gegen ihn gewandt. Niemand weiß, woher er kommt, wer er ist, er will seinen richtigen Namen nicht sagen - und das macht alle in dieser Situation misstrauisch. Er hat keinen Begleiter, der den Menschen versichern kann, dass es der Doctor eigentlich nur gut meint. Und dass er ihnen so arrogant ins Gesicht sagte, dass er viel intelligenter sei als er, half auch nicht gerade. *g*
Ingesamt kann man vielleicht abschließend sagen: Ja, es war ein Kammerspiel und ein Experiment. Aber mir hat es wirklich gut gefallen und RTD hat so auch gezeigt, dass es auch gänzlich ohne (körperliche) Gewalt und Action funktioniert.
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19.06.08, 19:32 Uhr
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Martina W
Benutzer/in
registriert seit:
Apr 2007
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Zitat: Zitat von DarkAngel
Heute scheine ich mal so ganz anderer Meinung als Gisa zu sein, denn die Folge hat mich schlichtweg SO begeistert, dass ich ihr die Höchstpunktzahl vergeben habe. Da kann ich mich nur voll und ganz anschließen.
Zitat: Der Effekt, wenn Sky gleichzeitig mit den anderen redet sorgt für richtige Gänsehaut, vor allem, als es nur noch den Doctor alleine betrifft und sie ihn langsam aber sicher überholt. Als er nur noch da knien kann und ihre Worte wiederholen kann... WOW, das war wirklich klasse! Und unglaublich gut gespielt von beiden Darstellern.
Zitat: Ich fand es recht interessant, dass wir nie herausfanden, was das war, das Sky übernommen hatte. Wie der Doctor an einer Stelle schon so treffend sagte: Vielleicht war das "Monster" ja am Anfang ein ganz unbeschriebenes Blatt gewesen und es wurde erst "böse", als es der Paranoia und Angst der Menschen ausgesetzt wurde. Vielleicht hat "Sky" die Menschen und ihre Reaktionen auch nur kopiert, die - eingesperrt in so ein kleines Fahrzeug - ihrer Angst und Paranoia sich zusammenrotteten und selbst zum "Monster" wurden, eben ihrer Angst freien Lauf ließen. Gut gesagt. Ich fand es auch mal wirklich was anderes, dass wir nicht die Eklärung in einem netten kleinen Päckchen zusammengeschnürt gleich mitserviert bekommen haben. Dadurch ist die Bedrohung nicht vollständig aufgelöst. Das - und eben das Rudelverhalten der Menschen durch Gruppenzwang - ist unbequem, und das könnte auch der Grund sein, warum diese Folge doch so einigen Leuten quer im Hals sitzt (oh, ich hausfrauenpsychologisiere, sorry).
Zitat: Wie auch immer: In einem Punkt hatten die Menschen wohl recht und der Doctor unrecht: Um zu überleben MUSSTEN sie Sky aus dem Fahrzeug schmeißen und damit umbringen, denn wer weiß, was die vierte Phase gewesen wäre! Ja, gute Frage. Vielleicht wäre es auch ganz anders gekommen, wenn die Leute auf den Doctor gehört hätten und Sky/Monster in Ruhe gelassen hätten.
Zitat: Der Doctor war einfach neugierig auf eine neue Lebensform und wollte zusätzlich noch unbedingt Sky retten. Im Prinzip ja recht nobel, aber in dieser Situation resultierte es im Tod der namenlosen Hostess, für den der Doctor sich sicherlich verantwortlich fühlt. Und zusätzlich wurde der Doctor auch noch fast selbst getötet.... Interessant dazu die Gruppenaufteilung: anfangs sitzen alle separat, bis der Doctor die audiovisuelle Folter abschaltet. Dann bilden sich Grüppchen die kommunizieren, dann "wir" gegen "das", dann "wir" gegen "die beiden"... und dann ist der Sündenbock gefunden. Hut ab vor der Hostess, die sich aus der Gruppendynamik losreißen konnte. Und am Ende, als der Spuk vorbei ist, sitzen sie alle wieder stumm und separat.
Zitat: Das schlimmste an der Episode war aber wirklich, dass der Doctor so absolut hilflos war. Ich hab ihn noch nie so gesehen (gut ich kenne auch die meisten der alten Episoden nicht, aber trotzdem.) Das gab's auch noch nicht. Das war neu und SEHR beunruhigend.
Zitat: und vor allem hatte der Doctor NICHTS damit zu tun, dass alle gerettet wurden. Das hatten wir aber schonmal in dieser Staffel - Planet of the Ood.
Zitat: Die Hostess musste sich wie gesagt dafür opfern. Das scheint sich so langsam als das Motiv dieser Staffel herauszustellen. Planet of the Ood - der Wissenschaftler aus dem Widerstand The Sontaran Stratagem/The Poison Sky - Luke Rattigan The Doctor's Daughter - ebendiese The Unicorn and the Wasp - Agatha Christie würde, aber die Wespe nimmt es ihr ab. Silence in the Library/Forest of the Dead - River Song und dann hier eben die namenlose Hostess
Zitat: Und ich glaube, diese Hilflosigkeit hat ihn zu Tode geängstigt. Und die Zuschauer, die darauf vertrauen, dass der Doctor es normalerweise richtet, gleich mit.
Zitat: Was auch interessant war: In dieser Folge haben sich all die Eigenschaften, die den Doctor ausmachen und mit denen er sich eigentlich durch die meisten Abenteuer durchmogelt, gegen ihn gewandt. Niemand weiß, woher er kommt, wer er ist, er will seinen richtigen Namen nicht sagen - und das macht alle in dieser Situation misstrauisch. Er hat keinen Begleiter, der den Menschen versichern kann, dass es der Doctor eigentlich nur gut meint. Und dass er ihnen so arrogant ins Gesicht sagte, dass er viel intelligenter sei als er, half auch nicht gerade. *g* Ganz genau. Und mit Donna hätte das natürlich nicht funktioniert.
Zitat: Ingesamt kann man vielleicht abschließend sagen: Ja, es war ein Kammerspiel und ein Experiment. Aber mir hat es wirklich gut gefallen und RTD hat so auch gezeigt, dass es auch gänzlich ohne (körperliche) Gewalt und Action funktioniert. Und ohne ein sichtbares Monster. Bzw. eigentlich doch sichtbar. Menschen in der Gruppe. Wer sich dafür interessiert wozu wir (und ich meine alle) fähig sind, der google mal nach dem Milgram-Experiment...
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19.06.08, 20:39 Uhr
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Jane Marple
Moderator/in
SF-Radio Team
registriert seit:
Jul 2006
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Sicher gab diese Folge für Hausfrauen- und andere Laien-Psychologen einiges her - das habe ich ja auch keineswegs bestritten. Dass Menschen u.a. in Rudeln und unter Gruppenzwang absolut zu Monstern werden können, ist auch unbestritten. Dennoch ist es, wie es hier behandelt wurde, nicht das, was ich vom 'Doctor' will.
Ich bin mit meiner Review nun allerdings genau genommen gegen den Strom geschwommen , denn bisher habe ich nur positive Urteile gehört (also vor euren Kommentaren). Aber dieser über alle Maßen hilflose und absolut ausgelieferte Doctor, dem auch gar kein Trick oder Dreh mehr einfallen KONNTE, ist nicht das, was ich in dieser Serie sehen möchte. Die bedeutet für mich schon eher sowas wie 'Märchenstunde' - zumindest muss am Ende der Episode 'alles gut' sein. Das war hier leider auch nicht der Fall, weil man Donna noch schnell nachplappern lassen musste. Wenn man mit dem Doctor schon einen überlegenen Alien ins Rennen schickt, soll er nicht am Ende ohne jeglichen Zugriff auf sein überlegenes Gehirn oder seinen unerschütterlichen Optimismus dasitzen.
Doctor Who - da trägt alles seinen Sinn in sich.
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20.06.08, 11:10 Uhr
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Sven Miller
unregistriert
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Die Folge war zwar mal was anderes aber meiner Meinung nach nicht besonders gut. Scheint mir eine typische Sparfolge vor dem Finale zu sein.
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20.06.08, 13:27 Uhr
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DerGendo
Chef der NERV-Zentrale
registriert seit:
Apr 2008
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Ja das stimmt, es war eine typische Sparfolge vor dem Finale. Aber genaugenommen, fand ich waren eben diese bisher jede Staffel für mich mit der Höhepunkt der jeweils aktuellen Season.
Letztes Jahr war es Blink (wow, immernoch eine der besten Folgen überhaupt, wie ich finde) davor das Jahr hat mir Love & Monsters schon so gut gefallen und auch Random Shoes von Torchwood fällt in diese Sparte.
Ich finde es super wenn einmal Pro Staffel ein Experiment statt findet, mehr sollte dann zwar auch nicht sein, aber zumindest einmal will ich es so haben.
Ich fand die Folge wirklich extrem gut, wenn nicht sogar die beste Folge der Season. Diese Beklemmende Stimmung und der Doc der der Situation vollkommen ausgeliefert war - Super.
Wie gesagt, sowas darf kein Dauerzustand sein, aber zumindest einmal wollte ich sehen das der Doc nicht alles so hinbekommt wie er es sich vorstellt und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
In einem Punkt muss ich Gisa zustimmen. Rose war diesmal echt deplaziert. Aber gut, das versteckspiel hat nächste Folge eh ein Ende.
Den Trailer für nächste Woche, fand ich übrigens echt super, auch wenn ich immernoch was Angst vorm Finale habe.
Noch was zur Folge: Ich bin mir die ganze Zeit nicht sicher ob diese Folge noch was mit dem Finale zu tun bekommt. Allein wie Sky mit den Rot lackierten Fingernägeln in Szene gesetzt wurde, sagt mir das das noch wichtig wird (im bezug aufs Finale der 3. Staffel)
Aber ein Fettes Lob an die schauspielerische Leistung der Sky und auch an RTD, dem ich eine Folge auf so kleinem Raum nie zugetraut hätte.
LOST - - - Nur noch 34 Folgen!
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20.06.08, 16:05 Uhr
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Andie
Benutzer/in
registriert seit:
Mai 2008
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Oh, Gott... meinte ich letzte Woche, dass ich die Folge "behind the sofa" angeschaut habe? Als Sky ihr Gesicht zeigte, stand ich drei Meter entfernt und einen Meter seitlich von meinem Laptopbildschirm... Ich schließe mich den positiven Reviews an, fand die Folge toll, allerdings würde die Serie für mich an Reiz verlieren, wenn derlei tiefergehende Folgen mehr als ein oder zwei Mal pro Staffel kommen würden. Ich frage mich im Moment, ob die Schlußszene etwas "Einzufädelndes" war - immer, wenn Companions versuchen, einen Dialekt nachzumachen, kommt dieses "Don't do that, umm, just, umm, don't".
Und ich hoffe immer noch, dass uns der Name des Doctors nach all den Hinweisen in den letzten Folgen zum Staffelfinale erspart bleibt...
Beitrag geändert von Andie [20.06.08, 16:06 Uhr]
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21.06.08, 23:16 Uhr
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DarkAngel
Snob-Antiker
registriert seit:
Jul 2006
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Zitat: Zitat von Martina W
Und unglaublich gut gespielt von beiden Darstellern.
Yupp. Mit weniger guten Schauspielern wäre die Folge wahrscheinlich nicht so extrem gut geworden.
Zitat: Zitat von Martina W
Ja, gute Frage. Vielleicht wäre es auch ganz anders gekommen, wenn die Leute auf den Doctor gehört hätten und Sky/Monster in Ruhe gelassen hätten.
Ich hab auch irgendwo ne recht gute Theorie gelesen, dass der Doctor an allem Schuld gewesen ist Hätte er nicht das Entertainment abgeschaltet und nicht die Leute zum unterhalten animiert, dann hätten die Leute nicht angefangen zu reden. Das ganze reden hat die Kreatur angezogen. Außerdem konnte der Doctor selbst die Klappe nicht halten, weil ihn seine Neugier übermannt hat - und so ist es dann zur Katastrophe gekommen^^
Zitat: Zitat von Martina W
Das gab's auch noch nicht. Das war neu und SEHR beunruhigend.
Ah, gut zu wissen 
Zitat: Zitat von Jane Marple
Aber dieser über alle Maßen hilflose und absolut ausgelieferte Doctor, dem auch gar kein Trick oder Dreh mehr einfallen KONNTE, ist nicht das, was ich in dieser Serie sehen möchte. Die bedeutet für mich schon eher sowas wie 'Märchenstunde' - zumindest muss am Ende der Episode 'alles gut' sein.
Generell stimme ich Dir da zu, ich will auch, dass der Doctor den Tag rettet, will auch, dass er endlich mal ein wenig glücklich sein darf (btw: mir ist die New Series in der Beziehung teilweise ein wenig ZU extrem, der Doctor hat doch bei den ganzen Dramen und Verlusten sicher schon einen Schaden bekommen. Dass der nicht mal zusammenklappt ist echt ein Wunder!) aber für diese EINE Folge fand ich es ganz passend. Warum nicht EINMAL eine Situation schaffen, mit der der Doctor nicht zurecht kommt? Dann bekommt auch er mal seine Grenzen aufgezeigt. Wie gesagt: Ich will sowas nicht häufiger sehen, aber diesmal fand ich es echt klasse.
Rose fand ich übrigens auch deplatziert. Ich bin ja eigentlich ein Ten/Rose Shipper, gebe ich ja gerne zu. Aber ich bezweifle irgendwie noch etwas, dass das mit den beiden einigermaßen befriedigend aufgelöst wird
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