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Doctor Who


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:: Staffel Eins
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:: 3x02 The Shakespeare Code
:: 3x03 Gridlock
:: 3x04 Daleks in Manhatten (Part 1)
:: 3x05 Evolution of the Daleks (Part 2)
:: 3x06 The Lazarus Experiment
:: 3x07 42
:: 3x08 Human Nature
:: 3x09 The Family of Blood
:: 3x10 Blink
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:: 3x12 The Sound of Drums
:: 3x13 Last of the Time Lords
:: 3x98 Time Crash
:: 3x99 Voyage Of The Damned


Doctor Who Episodenguide


3x09 "The Family of Blood"

[dt. Titel noch nicht festgelegt]


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Regie:
Charles Palmer
Drehbuch:
Paul Cornell

Darsteller:
David Tennant (The Doctor)
Freema Agyeman (Martha Jones)
Jessica Hynes (Nurse Joan Redfern)
Harry Lloyd (Jeremy Baines/"Son of Mine")
Thomas Sangster (Tim Latimer)
Tom Palmer (Hutchinson)
Pip Torrens (Rocastle)
Rebecca Staten (Jenny/"Mother of Mine")
Gerard Hora (Clark/"Father of Mine")
Lhew White (Lucy Cartwright/"Sister of Mine")
Matthew White (Phillips)
Sophie Turner (Vicar)

 Kurzinhalt
Die Family of Blood hat ihre Waffen auf Martha und Joan gerichtet, doch Martha gelingt es in einem Moment der Konfusion eine ihrer Waffen zu ergattern. Ihrerseits nimmt sie jetzt Jeremy ins Visier und man lässt von dem Erpressungsplan ab. Sie sorgt dafür, dass alle sich in der Schule verschanzen. Doch die Familie rückt mit ihrer Vogelscheuchenarmee an.

Während der kleine Tim einem Befehl aus der Uhr folgt und sich versteckt, informieren Smith und Joan den Schuldirektor über die Bedrohung, die bereits Todesopfer forderte. Nun wird aus den Schießübungen Ernst, die Schüler werden bewaffnet und man bezieht Stellung. Martha und Joan versuchen unterdessen, die Uhr zu finden wobei Joan die Wahrheit über Smith und Martha immer klarer wird. Die Familie schickt das kleine Mädchen los, um nach Tim zu suchen. Die Situation spitzt sich immer mehr zu, sodass Smith schließlich eine Entscheidung treffen muss. Doch das fällt ihm unendlich schwer.


 Inhalt
Fortsetzung von "Human Nature"

Während die 'Family of Blood' ihre Waffen auf Martha und Joan gerichtet hält und Mr. Smith völlig hilflos dasteht, öffnet der kleine Tim Latimer kurz die Uhr. Die Essenz des Doctors, die daraus hervorkommt und vor allem der Geruch, verwirrt die Familie. Martha nutzt die Konfusion blitzschnell aus und greift sich die Waffe von Jenny/Mother of Mine und richtet sie auf Jeremy/Son of Mine. Zunachst provoziert er sie, indem er feststellt, sie habe Angst. Doch Martha kontert schlagfertig, Angst und eine Waffe seien eine brisante Kombination. Schließlich senken die Familienmitglieder ihre Waffen und Martha befiehlt den Tanzgästen einschließlich Smith und Joan, sofort das Gebäude zu verlassen. Smith schickt die Leute zur Schule, doch der kleine Tim läuft allen in die Dunkelheit.

Eine der Vogelscheuchen greift sich Martha, die noch mit Jenny/Mother of Mine debattiert. Sie lässt die Waffe fallen, doch kann aus dem Gebäude flüchten. Sie reißt Smith und Joan mit sich und sie konnen den Schüssen der Familie entkommen. Mother of Mine stellt fest (riecht, genauer gesagt), dass der Lehrer zur Schule gehe. Bei Martha stellt sie fest, dass sie ein Geheimnis wahre. Die Spur führe nach Westen. Sie befiehlt Clark/Father of Mine, herauszufinden, was es dort gibt. Der Rest wird zur Schule befehligt.

Dort läutet Smith die Glocke, um alle Leute zusammenzutrommeln. Der Direktor verlangt zu erfahren, was vorgehe und Smith erklärt, dass Jeremy Baines und Clark verrückt geworden seien, sie jagten und es schon Tote gegeben habe. Zunächst lässt der Direktor sich die Geschichte von Joan bestätigen, dann beschließt er, die Schüler zu bewaffnen um die Schule zu verteidigen. Martha und Joan machen sich indessen daran, die Uhr zu suchen. Tim Latimer hat sich, nach Anordnung der Stimme, die die Uhr von sich gibt, versteckt. Doch das kleine Mädchen/Daughter of Mine ist bereits auf ihn angesetzt.

Unterdessen sind Jeremy und Jenny mit ein paar Vogelscheuchen bei der Schule angekommen. Sie werden vom Direktor und einem Lehrer in Empfang genommen, die die Sache noch für einen entarteten Streich halten. Doch Jeremy will sich nicht auf ein Gespräch mit dem Direktor einlassen. Sie wollten Mr. John Smith, das sei alles, er möge ihn schicken. Der Direktor, der jetzt weiß, das irgendetwas mit diesen beiden vor sich gegangen ist, fragt, mit wem er es zu tun hat. Jeremy erklärt, sie seien die "Family of Blood". Der Direktor warnt ihn, dass die Schule verteidigt werde. Jeremy eröffnet ihm jetzt, dass er mit seiner "kleinen Armee" keine Ahnung habe. Es werde ein Krieg kommen, ein Weltkrieg, und all seine Schüler würden darin verwickelt. Ob er denke, sie würden es ihm danken, erzählt zu haben, es sei ehrenvoll im Krieg zu fallen? Der Direktor spricht nun von seiner eigenen Erfahrung auf dem Schlachtfeld und erklärt, er würde sofort wieder in den Krieg ziehen für König und Vaterland. Doch Jeremy will das Gerede nicht hören und pulverisiert mit seiner Waffe kurzerhand den anderen Lehrer mit der Aufforderung an den Direktor, Smith zu holen.

Der Direktor fragt Smith, der die Szene beobachtet hatte, warum sie das täten, doch der Lehrer sagt, er habe keine Idee. Nun befiehlt der Direktor den Schülern, sich in Stellung zu begeben. Während die Vogelscheuchen-Amee anrückt, bauen die Jungs Sandsack-Barrikaden auf, hinter denen sie sich mit ihren Waffen verschanzen. Sister of Mine gebietet Jeremy telepathisch Einhalt mit dem Hinweis, der Time Lord wolle sie austricksen. Sie soll herausfinden, was er vorhat.

Derweil suchen Martha und Joan in der Studierstube nach der Uhr. Während sie herumwühlt erzählt Martha Joan einiges über die Bedeutung dieser Uhr. Damit wird natürlich auch gesagt, dass Mr. Smith tatsächlich eigentlich ein Alien ist. Joan will dann wissen, wer Martha sei und kann ihr nicht recht glauben, als sie ihr klarzumachen versucht, dass sie, eine Frau und Farbige, zwar Mensch, aber Medizinstudentin ist. Joan weiß nun gar nicht mehr recht, woran sie ist. Doch eines weiß sie, die Jungs, die jetzt kämpen sollen, brauchen sie. Damit verlässt sie den Raum.

Father of Mine gibt seiner Restfamilie durch, dass er die TARDIS gefunden hat und der Doctor nicht mehr entkommen könne. Als Joan Smith in der Halle wieder begegnet fragt sie ihn einiges zu seiner Kindheit. Das Sachliche kann er beantworten, aber auf so etwas wie, was seine Geheimverstecke waren, weiß er nichts zu sagen. Joan möchte sichtlich gerne glauben, dass Martha die Unwahrheit gesagt hat. Smith versucht es jetzt auf andere Weise: sie müsse erkannt haben, dass er aufrichtig war, als er sie geküsst habe. Am allerwenigsten kann Joan allerdings glauben, dass, Doctor oder Mr. Smith, er die Jungs in den Kampf schicken könnte. "Was habe ich für eine Wahl?" fragt er ratlos, küsst sie und geht zu den Schülern.

Hinter dem Sandsackwall versucht Tim Hutchinson gerade klarzumachen, dass sie das hier überstehen werden, denn er hat sie in einem zukünftigen Krieg gesehen - folglich werden sie hier bestehen. Nun zieht er die Uhr aus der Tasche und sinniert, dass er sie möglicherweise erhalten habe um damit zu helfen. Er läuft fort, ungeachtet dessen, dass der Mitschüler ihn einen Feigling nennt.

Martha ist wütend, weil sie die Uhr partout nicht finden kann. Tim hält sie indessen in der Hand und fragt sie, was er tun soll. Die Uhr sagt ihm, dass er aufpassen soll und weist ihn auf Daughter of Mine hin, die ein Stück entfernt vor ihm im Gang steht. Tim fordert sie auf, von ihm wegzubleiben, er weiß, dass sie zu der Familie gehört. Sie will wissen, was er verbirgt. Ob das Wesen in ihr stark genug sei, um das zu sehen, fragt er und öffnet die Uhr. Als sie den Doctor sieht läuft sie sofort davon. Allerdings wissen die anderen jetzt, dass sich der Time Lord in der Hand eines Schuljungen befindet und das jener ihr Objekt ist.

Die Schülerarmee behauptet sich unterdessen unter Aufbringung aller Uberwindungsenergie gegen die Vogelscheuchen. Nur Mr. Smith bringt es bei aller Anstrengung nicht fertig, einen Schuss abzufeuern. Als der Direktor anschließend feststellt, dass die Kammeraden nur aus Stroh seien, sind die Kinder froh, im Grunde niemanden getötet zu haben. Jetzt kommt Daughter of Mine auf die Verteidigungslinie zu. Der Direktor fordert das Kind auf, in die Schule zu kommen, da es draußen nicht sicher sei. Martha versucht ihn zu warnen, dass sie zu "ihnen" gehöre, doch der Direktor ist um nichts bereit, ein Kind in der Schusslinie stehen zu lassen. Doch zum Dank für seine Freundlichkeit wird er von dem "Kind" kurzerhand mit der Waffe eliminiert. Sie fragt, wer nun auf sie schießen wolle. Mr. Smith wird das alles jetzt zu heftig. Er befiehlt den Jungs den Rückzug, alle sollen in die Schule gehen.

Währenddessen will Mother of Mine sich von Daughter of Mine den Jungen mit der Uhr zeigen lassen. Um seine Mitschüler vor der Willkür der Family zu schützen öffnet Tim im oberen Stockwerk die Uhr, sodass sie Family losläuft, ihn zu schnappen. Doch Tim ist längst durch das Fenster abgehauen.

Father of Mine hat inzwischen die TARDIS herangebracht und man ruft nach dem Doctor, wie man einen Vogel zurück in den Käfig zu locken versucht. Smith, Joan und Martha beobachten das aus sicherer Entfernung. Joan, die über die TARDIS in seinem Buch gelesen hat, und Martha versuchen, der Erinnerung Smiths auf die Sprünge zu helfen doch er behauptet, das Ding niemals gesehen zu haben. Und doch scheint er nun etwas zu ahnen und fragt, ehrlich verzweifelt, warum er nicht einfach John Smith sein könne, mit seinem Leben, seiner Arbeit, seiner Liebe. Der Doctor sei einfach eine Geschichte. Er lauft davon, Joan folgt ihm und Martha bleibt, sehr betroffen von seiner Verzweiflung, zurück.

Son of Mine ist überzeugt, dass der Doctor, der Junge, die Uhr und Mr. Smith zu ihnen kommen werden. Die Family geht zu ihrem Raumschiff und während Joan Smith und Martha an einen sicheren Ort bringt, wo sie sich verstecken können, eröffnet die Family die Bombardierung der Stadt. Smith sagt, er müsse zu ihnen gehen, bevor es noch mehr Opfer gäbe doch Joan bremst ihn. Sie spricht Martha an, die doch etwas für ihn müsste tun können, doch sie stellt nur fest, sie habe die Uhr nicht gefunden. Jetzt echauffiert sich Smith, sie sei doch die Gefährtin dieses Doctors, ob sie nicht helfen könne. Was genau sie für ihn tun würde, warum er sie brauche? "Weil er einsam ist," sagt Martha. Zu so jemand wolle sie, stellt Smith verzweifelt sarkastisch fest, ihn also machen. Darauf weiß die ebenso ratlose Martha nichts zu erwidern.

Da klopft es an der Tür. Tim steht draußen und reicht Martha die Uhr. Warum er sie nicht früher gebracht hätte, fragt Joan und Tim erklärt, sie habe abgewartet. Außerdem sei er verängstigt gewesen, denn er habe den Doctor gesehen. Der Junge beschreibt, auch wenn Smith ihn mehrmals auffordert, aufzuhören, den Doctor gleichermaßen als furchteinflößend und wundervoll. Joan will nachsehen, ob etwas in dem Buch darüber steht, doch da hören sie, dass die Stadt bombardiert wird. Smith nimmt jetzt die Uhr in die Hand und Tim fragt, warum sie zu ihm gesprochen habe. Smith erklärt nun, in typischer Doctor-Manier, es handele sich um ein 'spezielles synaptisches Engramm' - dann bricht er erschrocken ab. Martha dagegen ist begeistert, und stellt fest, dass er nur die Uhr öffnen und zurückwechseln müsse. Smith gefällt es gar nicht, dass sie alles gewusst, aber seine Verbindung mit Joan zugelassen habe. Martha verteidigt sich, sie habe nicht gewusst, was zu tun sei, es hätte für einen solchen Fall keine Anweisung gegeben.

Doch Smith wird jetzt klar, dass eine Rückverwandlung in diesen Doctor, den er nicht versteht, seinen Tod bedeuten würde. Martha versucht es mit dem Hinweis, dass draußen Menschen sterben würden, die den Doctor brauchten, so wie sie. Martha fügt eine begeisterte Liebeserklärung an den Doctor an, von der sie aber sofort hofft, er möge sich dann daran nicht erinnern. Smith ist total konfus und verängstigt. Er ist sogar bereit, der Familie die Uhr zu geben um diesem Dilemma zu entkommen. Doch Martha beschwört ihn, es nicht zu tun. Auch Joan bestätigt, er dürfe das nicht tun, weil es das Ende der Welt bedeute - der Schluss des Buches bestätige das. Sie bittet Martha, sie einem Moment allein zu lassen.

Mr. Smith ist völlig ratlos. Er fällt Joan weinend in die Arme, während Martha draußen mit Tim das Bombardement der Stadt beobachtet. Joan redet Smith zu, die Rückwandlung einzugehen, auch wenn der Doctor sie nicht lieben würde. Während Joan die Uhr in der Hand hält ergreift Smith sie und nun ziehen Szenen ihres möglichen gemeinsamen Lebes an ihnen vorbei. Die Hochzeit, die Geburt des ersten Kindes, die Familie bei einem Spaziergang, die letzten Minuten des alten John Smith. Joan weiß, dass der Time Lord niemals ein solches Leben haben kann. Aber er könne, sagt Smith. Während die Bomben immer zahlreicher fallen fragt Joan ernst, was er tun werde.

Mr. Smith erscheint im Raumschiff der Family, doch nachdem er ihnen bereitwillig die Uhr überreicht wird klar, dass das Mr. Smith-Verhalten nur ein Trick ist und er sich tatsächlich wieder in den Doctor zurückverwandelt hat. Nachdem die Family feststellen muss, dass die Uhr leer ist, quatscht der Doctor sie dermaßen zu, dass sie auf nichts mehr achten, bis er aus dem Raumschiff flüchtet und ihnen empfiehlt, ebenfalls zu rennen. Er hat das Schiff so manipuliert, dass es explodiert.

Die Familie hat überlebt und Son of Mine berichtet, was der Doctor schließlich mit ihnen getan hat. Sie suchten einen Time-Lord, um unsterblich zu werden. So hat er ihnen dann ein Schicksal verpasst, dass sie tatsächlich unsterblich, aber separiert und ungefährlich sein ließ. Er hatte sich in einen Menschen verwandelt, weil er freundlich war und es vorgezogen hätte, die Familie einfach aussterben zu lassen.

Joan ist immer noch da, als der Doctor zurückkommt. Ob es vollbracht wäre, will sie wissen und sie müsse dann zurück zur Schule. Erst jetzt dreht sie sich zu ihm um und stellt erschüttert fest, dass er noch genauso aussähe. Der Doctor steht mit versteinerter Miene da. Wo John Smith jetzt sei, will Joan wissen und erfährt, dass es nun umgekehrt ist, Smith existiert nur in einer Geschichte. Ob er sich zurückverwandeln könne, fragt Joan und der Doctor bestätigt, das könne er. Ob er es wolle, setzt sie nach. Mit ernstem Blick sagt der Doctor: "Nein!". Smith sei am Ende tapferer gewesen als der Doctor, stellt Joan fest. Der Doctor habe sich entschieden, sich zu verwandeln, der einfache Mann, zu sterben.

Sie solle mit ihm kommen, bittet der Doctor nun, mit ihm reisen als seine Gefährtin. Sie könnten etwas Neues anfangen, das würde ihm gefallen. Er könne all das sein und tun, was John Smith war. Doch sie nennt es unfair. Sie will nicht bei ihm sein, dem Fremden der das Gesicht ihres Geliebten hat. Sie beschuldigt ihn, die Toten ringsum auf dem Gewissen zu haben. Dann schickt sie ihn fort und der Doctor verlässt wortlos den Raum. Joan umklammert das Buch von John Smith und fängt leise an zu weinen.

Die TARDIS steht auf einem freien Feld. Martha wartet bereits davor auf den Doctor. Martha fragt, wie sie reagiert habe, was der Doctor mit einem klaren "Zeit, dass wir weiterziehen" beiseite schiebt. Was sie letzte Nacht gesagt habe, will sie noch klarstellen, sei aus lauter Not geschehen um ihn zur Verwandlung zu bewegen. Der Doctor bemerkt lapidar, dass das völlig in Ordnung sei. "Und ich habe nie gesagt", setzt er nach, "danke, dass du dich um mich gekümmerst". Er nimmt sie herzlich in den Arm.

Tim Latimer ist dem Doctor gefolgt. Er verabschiedet und bedankt sich, denn er habe die Zukunft gesehen und wisse jetzt, was getan werden muss. Er fragt ihn ob es wahr sei, dass der größte aller Kriege käme. Martha sagt, er müsse darin nicht kämpfen, doch der Junge weiß, dass sie es tun werden. Der Doctor schenkt ihm die jetzt ganz normale Uhr als Glückbringer. Tim staunt fasziniert, als sich die TARDIS vor seinen Augen auflöst.

Im Krieg wird Tim an der Westfront Hutchinson und sich gerade rechtzeitig vor einem Bombenangriff retten können, weil er weiß, wann es passieren wird. Viele Jahre später nimmt der alt gewordene Latimer an einer Gedenkfeier zum Ende des 1. Weltkrieges teil. In angemessener Entfernung beobachten der Doctor und Martha die Feier und der hochdekorierte alte Mann in dem Rollstuhl lächelt ihnen wissend zu, die Uhr hält er in seiner Hand.


 Review
von Gisa von Delft

Diese Doppelfolge war mit das Beste, was die New Series bisher zu bieten hatte - ganz sicher aber bis hierhin der Höhepunkt dieser Staffel. Eine großartige Charakterstudie in der überdies alle Rollen bestens besetzt waren. Die dargestellten Personen/Wandlungen waren überzeugend und wirklich fesselnd.

Die Geschichte entspringt einem Buch von Paul Cornell, in dem der 7. Doctor feststellen wollte, wie es ist, wie ein Mensch zu empfinden. Die Aliens, die einen Time Lord suchten, kamen dort zwar erst später ins Spiel, dennoch, die Adaption für das Drehbuch scheint mir (auch wenn ich das Buch nicht gelesen habe) sehr gelungen. Mit dem Zehnten wurde allerdings ein Doctor gewählt, dem die menschlichen Gefühle deutlich weniger fremd sind, was den Charakterwechsel für den Zuschauer vielleicht doch nicht ganz so drastisch macht. Vor allem stellt man das fest, wenn man die Entwicklung des Doctors ein wenig Revue passieren lässt.

Damit wäre ich wieder bei meiner Kritik an einem liebeskranken Doctor. In dieser Geschichte ist das Hinüberwechseln ins Menschelnde ja genau der Clou. Beim Neunten und besonders dem Zehnten Doctor allerdings menschelt es aber ohnehin gelegentlich heftig, was die "Lovestory" mit Rose belegt. Das musste ich beim Schauen dieser Doppelfolge ein wenig aus dem Gedächtnis verbannen, um den ganzen Reiz der Geschichte zu genießen. Damit erst wurde der Wechsel zwischen Mr. Smith und dem Doctor wirklich ein Leckerbissen, mit dem Highlight in den letzten Szenen mit Joan.

Im Grunde war das Menschsein des Doctors mit den Zukunftsvisionen eine heftige Soap-Geschichte. Verlieben, heiraten, Familie gründen, immer glücklich sein zusammen und alt und friedlich begleitet sterben - wenn das Menschsein bedeuten würde... toll. Aber dem wurde ja schließlich der Krieg gegenübergestellt. Kinder, die an Waffen ausgebildet werden, Menschen, die Menschen töten die ebensogut ihre Freunde sein könnten. So gab es insgesamt doch die Paletten des Menschseins in grellem schwarz-weiß. Ausgezeichnet in diesem Rahmen die Qualen Hutchinsons, als er seine Waffe ernsthaft gebrauchen soll.

Ganz fabelhaft gespielt war auch Tim Latimer. Ein großes Kompliment an Thomas Sangster für diese Darstellung. Ebenso beeindruckend Harry Lloyd in der Rolle des Jeremy Bains. Überhaupt könnte ich für die Dichte des Charakterspiels dieser jungen Schauspieler, aber auch der übrigen Darsteller wirklich ins Schwärmen geraten. Es würde mich sehr erfreuen, wenn wir Latimer irgendwann noch einmal begegnen würden. Wirklich großartig hat auch Tennant seine beiden Charaktere rübergebracht - diesen absolut verstörten Menschen und den abgeklärten Time Lord.

Auch die gestandene Persönlichkeit der Joan Redfern hat eine adäquate Besetzung gefunden. Die zweite Frau nach Donna (der Runaway Bride) im übrigen, die dem Doctor einen Korb gibt, weil sie nicht mit diesem Fremden unterwegs sein will. Weil sie ihn beängstigend findet und Tot und Zerstörung in seinem Kielwasser schwimmen.

Damit wären wir dann bei Martha, die sich so allmählich zu einer zweiten Rose zu entwickeln scheint. Sehr schade, wo es streckenweise schon so scheinen wollte, als gäbe man ihr eine deutlich andere Persönlichkeit. Doch in dieser Geschichte legte sie eine sehr ähnliche Struktur an den Tag, wie des Doctores verflossene Gefährtin. Er hat ihr keine Instruktionen gegeben, also ist sie hilflos. Nun mag ihre unterpreviligierte "offizielle" Stellung einen Teil dazu getan haben, doch mir war sie insgesamt viel zu "rosig" (wenn ich mir diese Spielerei mal erlauben darf). Besonders als dann auch noch diese überschwengliche Liebeserklärung kam. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Entwicklung unterbleibt, aber man kann ja nicht alles haben.

Ansonsten aber war diese Folge so dicht und stimmig, wie man es sich nur wünschen kann. Es war eine Freude für New Series Zuschauer und ein Fest für langgediente Fans. Denn es gab, wie mir zugetragen wurde, reichlich Anspielungen auf das gewachsene Whoniversum. Angefangen natürlich mit dem Traum-Buch John Smiths und all den Zeichnungen (auch sämtlicher Inkarnationen), über die Namen von Smiths Eltern, Sidney und Verity, Referenzen an Sidney Newmann und Verity Lambert, den "Eltern" der Serie, hin zu dem Hinweis, Gallifrey liege in Irland. Unsere "Whonistorikerin" Martina wusste zu berichten, dass unter Fans sogar Landkarten existieren, die ein imaginäres Gallifrey im Süden Nordirlands zeigen. (Noch kenne ich selber nur einen kleinen Teil der alten Folgen, aber ich arbeite fleißig und mit Freude an meinem Wissensdefizit und danke derweil Martina für ihre erhellenden Hinweise.)

Man darf annehmen, dass wir in dieser Staffel noch weitere Leckerbissen vor uns haben und es steht zu hoffen, dass sie es schafft, sich insgesamt in ihrem Verlauf zu steigern. Das wäre eine sehr erfreuliche Sache.