Regie:
Charles Palmer
Drehbuch:
Gareth Roberts
Darsteller:
David Tennant (The Doctor)
Freema Agyeman (Martha Jones)
Dean Lennox Kelly (William Shakespeare)
Christina Cole (Lilit)
Sam Marks (Wiggins)
Amanda Lawrence (Doomfinger)
Linda Clark (Bloodtide)
Jalaal Hartley (Dick)
David Westhead (Kempe)
Andrée Bernard (Dolly Bailey)
Cris Larkin (Linley)
Stephen Marcus (Jailer)
Matt King (Peter Streete)
Robert Demeger (Preacher)
Angela Pleasance (Queen Elisabeth)
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Die TARDIS ist gelandet. Nachdem der Doctor Martha erneut versichert, dass dies ihre einzige Reise mit ihm sein wird, lässt er sie aussteigen. Sie befinden sich zu Marthas absoluter Begeisterung tatsächlich in der Vergangenheit, im Jahre 1599. Sie sehen sich im Globe Theatre ein Stück von William Shakespeare an und lernen den jungen Autor persönlich kennen. Er arbeitet gerade an einem neuen Stück: Love's Labour's Won.
Doch dann stirbt ein Mann, der die Aufführung unter allen Umständen verhindern wollte. Der Doctor stellt fest, dass er durch einen Hexenzauber sein Leben verlor. Nun gilt es, der Frage nachzugehen, was Hexen mit Shakespeares neuestem Werk zu tun haben.
Die junge Lilith erlaubt einem jungen Verehrer, in ihr Zimmer einzutreten. Er ist ziemlich irritiert, als er sieht, dass es allerlei Hexengerät dort gibt. Dennoch lässt er sich von Lilith küssen, worauf sie in eine Hexenversion ihrer selbst transformiert. Sie ruft ihre beiden "Mütter", die kichernd erscheinen, sich über den Jungen hermachen und ihn auffressen.
Unterdessen landet die TARDIS und der Doctor erklärt Martha ein weiteres mal, dass dies ihre einzige Reise mit ihm sein wird, zum Dank für ihre Hilfe. Martha ist verblüfft und begeistert, als sie sich im Elisabethanischen London wiederfindet, nun auch bereit zu glauben, dass die blaue Box sich durch die Zeit bewegen kann. Der Doctor will sich mit ihr das Stück 'Love's Labour's Lost' (Verlorene Liebesmüh') von William Shakespeare ansehen, dass gerade im Globe Theatre gespiel wird.
Nachdem die Begeisterungsstürme des Publikums ausgeklungen sind verkündet der Autor eine Fortsetzung des Stückes: 'Love's Labour's Won'. Martha wundert sich, dass sie nie davon gehört hat. Der Doctor beschließt, den Aufenthalt doch noch etwas auszudehnen und dieser Frage nachzugehen. Er geht mit Martha in einen Gasthof, in dem Shakespeare mit ein paar Leuten beim Essen sitzt. Zunächst wehrt der Autor ab, als der Doctor ihn anspricht, doch dann erblickt er Martha und seine Meinung ändert sich schlagartig.
Sie erfahren, dass Shakespeare das Stück in dieser Nacht zuende zu schreiben gedenkt. Doch ein offizieller Prüfer namens Lynley erscheint und gibt zu Gehör, dass er die Aufführung dieses Stückes zu verhindern wissen werde.
Die Hexen beobachten diese Szene in ihrem Kessel. Lilith verspricht ihren "Müttern", sich darum zu kümmern. Da sie als Bedienung im Gasthof tätig ist, kann sie ein paar Haare von Lynley ergattern, die sie einer Voodopuppe anfügt. Sie taucht die Puppe in einen Eimer mit Wasser. Lynley, der den Gasthof gerade verlässt, fängt plötzlich an, sich zu erbrechen. Die übrigen Gäste hören den Aufruhr auf der Straße und der Doctor und Martha laufen hinaus. Lynley liegt am Boden und Wasser quillt aus seinem Mund. Nun steckt Lilith eine Nadel in die Puppe und Lynley ist tot. Martha kann es nicht fassen, dieser Mann ist an Land ertrunken. Der Doctor weiß, dahinter kann nur so etwas wie Hexenzauber stecken.
Der Doctor und Martha übernachten in dem Gasthof. Während sie ihr Zimmer aufsuchen, beginnt Shakespeare, den Schluss seines Stückes zu schreiben. Lilith setzt eine präparierte Marionette in dessen Raum, die schließlich die Schreibarbeit führt, nachdem sie Shakespeare durch Einhauchen einer Zaubersubstanz in einen hypnotischen Zustand versetzt. Als gerade das Wort 'Ende' geschrieben ist, kommt die Wirtin in den Raum und wird von der zur Hexe transformierten Lilith derart erschreckt, das sie laut schreit.
Sogleich springt der Doctor aus aus dem Bett. Gefolgt von Martha läuft er zu der Wirtin und erklärt dem eben wieder erwachten Shakespeare, dass sie infolge eines Schreckens starb. Martha kann noch einen Blick auf die auf einem Besen davonfliegende Hexe ergattern.
Um den Dingen weiter auf die Spur zu kommen gehen die drei in das Globe Theatre. Der Doctor fragt, warum es 14 Seiten hat und Shakespeare verweist auf den Architekten, der das als günstig für die Akustik erachtete. Der Doctor grübelt, wie das weiter zusammenhängen könnte, schließlich hätten Theater etwas magisches, Menschen würden zum Lachen und Weinen verleitet und auch dazu, ihren Geist zu erweitern. Der Architekt, Peter Streete, sei eine Zeit nach dem Bau in eine Anstalt eingeliefert worden, berichtet Shakespeare, er habe von Hexen und derartigem gesprochen. Der Doctor will Streete sofort einen Besuch abstatten. Shakespeare händigt im Vorbeigehen seinen Schauspielern den Text aus und bittet sie, das Stück einzuüben.
Beim Aufbruch zum Bedlam Asylum bricht Shakespeare einen kleinen Flirt mit Martha von Zaun, der jedoch durch den Doctor mit dem Hinweis auf 'später' unterbrochen wird. Auf dem Weg zu Streets Zelle konstatiert Martha, dass eine solche Aufbewahrung für die Patienten nicht gut sein könne. Shakespeare aber erzählt, dass er selbst einmal in einer solchen Anstalt war, nach dem Tod seines Sohnes. Ihn hätte dieses Erlebnis zum Schreiben inspiriert. Es gelingt dem Doctor, Streets katatonischen Zustand in soweit zu durchbrechen, dass er erfährt, dass die Hexen ihm die Ausrichtung des Theaters diktiert hätten und ihm den Ort nennt, wo sie zu finden sind. Unterdessen erleben die Akteure bei den Sprechproben einige seltsame Phänomene im Globe Theatre.
Street und seine Besucher werden jedoch von den Hexen vermittels ihres Kessels beobachtet und eine von ihnen erscheint in Peter Streets Zelle, um ihn zu töten. Auch die anderen drei bedroht sie, doch dem Doctor wird schlagartig klar, um wen es sich bei diesen "Hexen" handelt und er bannt sie durch Nennung des Namens: Carrionite. Die "Hexe" muss zurück in ihr Refugium nach All Hallow's Street. Dort verspricht Lilith, sich auch um den Doctor zu kümmern.
Zurück im Gasthof antwortet der Doctor auf Marthas Frage, was die Carrionite wollen, sie beabsichtigten wohl, die Erde zu erobern und daraus einen Ort voller Blut, Knochen und Hexenzauber zu machen. Als Martha wissen will, wie sie das anstellen wollten, kommt der Doctor auf den Schluss des Theaterstücks. Tatsächlich erinnert sich Shakespeare nicht mehr, was er geschreiben hat. Jetzt ist dem Doctor alles klar. Die Carrionite haben das Ende selbst geschreiben, einen Zauberspruch, einen Code hinzugefügt und damit das Stück in eine Waffe verwandelt. Die richtigen Worte am richtigen Ort - das würde das Globe in einen Energiekonverter verwandeln.
Während im Globe Theatre die Carrionite-"Mütter"erwartungsvoll den Auftakt der Aufführung verfolgen, befiehlt der Doctor Shakespeare, sich sofort dorthin zu begeben und die Aufführung unter allen Umständen zu verhindern. Er will sich derweil mit Martha in der All Hallow's Street um die "Hexen" kümmern.
Shakespeare stürmt auf die Bühne um zu verkünden, dass dieses Stück nicht weiter aufgeführt werde. Doch die "Mütter" benutzen eines ihrer Hilfsmittel, um den Autor bewusstlos zu machen. Die Akteure tragen ihn, unter dem Gelächter des Publikums, das damit diese drollige Einlage honoriert, hinter die Kulissen. Unterdessen wird Martha auf der Suche nach dem richtigen Haus (which house? Witch House!) bewusst, das sie gerade daran beteiligt ist, das vorzeitige Ende der Welt zu verhindern.
Schließlich finden sie Lilith. Martha versucht den "Namen-nenn-Trick", doch Lilith klärt sie auf, dass der nur ein einziges Mal wirkt - was sie auch sofort an Martha demonstriert. Als sie jedoch auch den Doctor ausschalten will, findet sie keinen Namen. Nachdem sie dem Doctor dann erklärt hat, dass seine Theorie von ihrer Übernahme der Erde richtig war, versucht sie, ihn zu verführen. Doch der Doctor erweist sich als resistent. Dennoch hat Lilith ihr Ziel erreichen können: sie hat ihm dabei eine Haarsträhne für eine Puppe abgeschnitten, in die sie eine Nadel sticht. Der Doctor kollabiert und Lilith fliegt zum Theater. Martha erwacht und dank seiner zwei Herzen ist der Doctor keineswegs tot, sondern lässt sich mit Marthas Hilfe schnell wieder auf die Beine bringen.
Im Globe Theatre wurden die Beschwörungsworte bereits gesprochen, das Portal für die Rückkehr der Carrionite hat sich geöffnet. Der Doctor beoachtet das Spektakel mit Shakespeare auf der Bühne. Er macht dem Autor klar, dass er, dessen einzigartigen Geist die "Hexen" benutzten, um die Zauberworte zu schreiben, der einzige sei, der Worte sprechen könne um das Ganze zu beenden. Shakespeare improvisiert einen kleinen Reim, wobei Martha ihm, als er um das letzte Wort ringt, mit "Expelliarmus" zu Hilfe kommt (was den Doctor zu der Feststellung 'gute alte J.K.' veranlasst). Das Portal verschließt sich augenblicklich, die Carrionite sind in ihr Reich verbannt. Zuerst zögerlich, dann mit rauschendem Beifall belohnt das Publikum diese einzigartige Vorstellung.
Shakespeare hat seinen Flirt mit Martha wieder aufgenommen - erahnend, dass der Doctor nicht von dieser Welt und Martha aus der Zukunft stammt. Er ist gerade im Begriff, ein Sonett auf sie zu verfassen, als zwei seiner Schauspieler hineinplatzen und aufgeregt verkünden, dass "Sie" gekommen sei. Queen Elizabeth I betritt das Theater. Als sie den Doctor erblickt befiehlt sie ihren Lakaien, ihren erklärten Feind zu ergreifen und zu köpfen. Der Doctor ist absolut verwundert über diese Reaktion. Diesesmal ist es Martha, die ruft: "Run!" und sie flüchtet mit ihm Richtung TARDIS, während Shakespeare sich amüsiert. Auch der Doctor ist jetzt über die kuriose Zeitreise-Situation belustigt und kann gerade noch die Tür schließen, bevor sich ein Pfeil eriner Verfolger hineinbohrt.
von Gisa von Delft
Vorab noch einmal die Bemerkung, dass mir die Vergangenheits-Episoden per se (meistens) gefallen. Auch hier haben wir es wieder, besonders da die Theater-Szenen am 'Originalschauplatz' gedreht wurden, mit einer fabelhaften Kulisse zu tun, die das Geschehen sehr stimmig macht. Auch die Musik rundete diesen Eindruck ab.
Nun zunächst, da es recht schnell abgehandelt ist, zu dem, was mir nicht gefallen hat. Die Szene in dem Gasthofzimmer, in dem der Doctor und Martha sich ein Bett teilen sollten, hätte man getrost anders gestalten dürfen. Es reicht jetzt wirklich mit dem 'liebeskranken' Doctor, mit Rose und der Abgrenzung Marthas von ihr. Das ist wirklich völlig überflüssig.
Martha ist ein ganz anderer Charakter, der "das nicht nötig hat". Auch ohne dies sollte es gelingen können, sie als "klassischen" Companion zu etablieren. Eine positive Art die erotische Abgrenzung der Reisegefährten zueinander auszudrücken, war da z.B. die Flirterei mit Shakespeare. Das Zeug zu einem Lieblingscompanion hat Freema Agyeman allemal! Auch hier ist ihr wieder eine souveräne, überzeugende Darstellung gelungen. Sie ist eine wirklich fabelhafte Ergänzung zu Tennants 10tem Doctor, der mir in dieser Episode dann auch wieder sehr gut gefallen hat. Die punktuell sehr überzogene Kasperei aus der vorherigen Folge hat sich zum Glück nicht wiederholt.
Ob der Gesamtplot nun so der Brüller war, weiß ich nicht - aber immerhin, eine Hexengeschichte ist zumindest mal was Neues. Eindeutig 'fantastic' aber waren die Dialoge. Ein wunderbarer Shakespeare, einwandfrei gespielt von Dean Lennox Kelly, spricht vom Grübeln über die Widrigkeiten des Lebens, des Sein oder Nichtsein - wobei ihm nebendrin auffällt, dass man das vielleicht einmal verwenden könnte, was der Doctor aber nicht besonders berauschend findet.
Und so waren die Dialoge Doctor-Shakespeare, Shakespeare-Martha und Doctor-Martha nur so gespickt mit Anspielungen. Von Shakespeares Werk bis hin zu 'Harry Potter' oder 'Zurück in die Zukunft'. Es lohnt sich diesbezüglich wirklich, die Episode zweimal zu sehen, damit man das alles (besonders als Nicht-Muttersprachler) erfassen kann.
Auch die Anspielung am Ende, bezüglich Elisabeth I., war klasse und durchaus selbstironisch. Der Doctor ist ihr bis zu diesem Moment in seinen Zeitreisen noch nicht begegnet, wird sie aber demnach noch treffen, was er aber, obgleich er ja die Zukunft schon kennt, nicht weiß... Naja, der übliche "Zeitreisen-Gehirnknoten" halt ;). Und dass er auch ein erklärter Feind dieser Königin ist/sein wird war wirklich köstlich. Bezugreich in dieser Hinsicht auch sein Sich-vorstellen als 'Doctor of the Tardis'.
Bezüglich all der Anspielungen empfehle ich mal einen Blick in Wikipedia - sicher besonders auch für nicht so 'Shakespeare-Versierte' ganz interessant, sich all die Referenzen mal hier anzusehen.
Fazit also: Ich war sehr zufrieden mit dieser Episode und der Gesamteindruck macht es mir leicht, über kleinere Unebenheiten oder Überflüssigkeiten hinwegzusehen. Ich freue mich schon darauf, Martha und den Doctor in New New York zu erleben, denn sie sind ein wirklich tolles Team. |