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Doctor Who


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei


:: 1x01 Rose
:: 1x02 The End of the World
:: 1x03 The unquiet Dead
:: 1x04 Aliens of London (Part 1)
:: 1x05 World War Three (Part 2)
:: 1x06 Dalek
:: 1x07 The Long Game
:: 1x08 Father's Day
:: 1x09 The Empty Child (Part 1)
:: 1x10 The Doctor Dances (Part 2)
:: 1x11 Boom Town
:: 1x12 Bad Wolf (Part 1)
:: 1x13 The Parting of the Ways (Part 2)
:: 1x98 Children in Need
:: 1x99 Christmas Invasion


Doctor Who Episodenguide


1x02 "The End of the World"

[Das Ende der Welt]


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Regie:
Euros Lyn
Drehbuch:
Russel T. Davies

Darsteller:
Christopher Eccleston (The Doctor)
Beccy Armory (Raffalo)
Zoë Wanamaker (Cassandra)
Sara Stewart (Computer Voice)
Silas Carson (Alien Voice)

 Kurzinhalt
Roses erste Reise mit der TARDIS führt sie in das Jahr 5 Milliarden. Rose erfährt Erstaunliches über die Zukunft der Menschheit. Die Erde erlebt ihr Ende und reiche Außerirdische genießen das Ereignis von Platform One aus, mit einem Drink in der Hand. Doch einer von ihnen spielt falsch. Ein Anschlag auf die Station droht die Party mit einem Knall zu beenden. Der Doctor und seine Begleiterin versuchen herauszufinden, wer etwas davon hätte.


 Inhalt
Der Doctor möchte Rose auf ihrer ersten Reise etwas besonderes zeigen und so bringt er sie bei ihrem Ausflug so weit in die Zukunft, wie es die Menschheitsgeschichte zulässt. In fünf Milliarden Jahren hat die Sonne ihren Lebenszyklus vollzogen und wird zur Supernova. Damit ist das Ende der Erde besiegelt. Die Menschen haben sich längst zu verschiedenen Arten weiterentwickelt und ihren Ursprungsplaneten verlassen.

Nur eine Raumstation, Platform One, umkreist den Planeten noch, der optisch wieder wie die klassische Erde hergerichtet wurde. Die Kontinente wurden in die entsprechende Position gebracht. Gravitationssonden halten die Sonne in Zaum, damit das Feuerwerk nicht vorzeitig beginnt. Schließlich soll die Erde standesgemäß im Rahmen einer Cocktailparty untergehen. Die reichsten Aliens des Universums haben sich versammelt, um diesem exklusiven Ereignis beizuwohnen. Unter ihnen befinden sich beispielsweise das Face of Boa, Jabe, die Abgesandte der erhabenen Bäume und Lady Cassandra O’Brian, die als der letzte reinblütige Mensch gilt, wenn es sich bei ihr auch nur noch um eine auf einen Rahmen gespannte lebendige Haut handelt, die von alten Zeiten träumt.

Für Rose ist das alles nicht so einfach. Sie ist überwältigt von den Eindrücken fremder Außerirdischer und Raumschiffe. Dennoch kann sie den Gedanken nicht los werden, dass in dieser Zeit alle Menschen die sie jemals kannte bereits tot und vergessen sind. Niemand ist mehr da und auch niemand mehr, der sich an sie erinnert. Auf einmal erscheint alles, was sie jemals getan hat, völlig nutzlos. Sie bekommt Heimweh und auch ein durch den Doctor speziell ausgerüstetes Handy, das ihr Telefonate in die Vergangenheit ermöglicht, kann daran nichts ändern. Sie reist mit einem völlig Fremden, über den sie nicht das geringste weiß und der auch auf ihre Fragen lediglich ausweichend antwortet.

Doch plötzlich wird aus dem kleinen Ausflug ein Trip bei dem es um Leben und Tod geht. Ein Steward wird ermordet, als ein Schild ausfällt, der die toxische Strahlung der sterbenden Sonne abhalten soll. Als auch auf Rose ein ähnlicher Anschlag verübt wird, geht der Doctor der Sache nach. Unterstützt wird er von Jabe, deren pflanzliche Vorfahren den Urwäldern der Erde entstammen und die als einzige eine ungefähre Vorstellung davon zu haben scheint, wer der Doctor wirklich ist.

Sie finden heraus, dass der Täter eine Art kleiner spinnenförmiger Roboter an Bord geschmuggelt hat, die Platform One sabotieren. Es ist offensichtlich, dass sich der Attentäter an Bord befinden muss. Es muss jemand sein, der einen Vorteil davon hat. Aber wer kann davon profitieren? Die kleinen Roboter sind die einzigen, die ihre Auftraggeber kennen und so verraten sie die wahre Identität des Täters und der heißt Cassandra. Ihr Plan lautet, als einzige durch Teleportation - auch wenn die strickt verboten sei, aber sie sei ja eh ein böses Kind - Überlebende ein Geschäft aus dem Üntergang von Platform One zu machen. Womit sie auch schon entschwindet.

Die Station gerät in Schräglage, die Hitzeschutz-Schilde beginnen zu versagen und nur durch ein Opfer von Jabe gelingt es dem Doktor, eine Katastrophe zu verhindern und Rose zu retten. Nun findet er das Teleportationsgerät und macht den Vorgang rückgängig, so dass Cassandra wieder vor ihm steht und für ihre Tat bezahlt, indem sie von der großen Hitze blitzschnell ausgetrocknet wird und auseinanderfetzt.

Zurück in 2005 hat sich Roses Wahrnehmung für die Welt verändert. Nun erzählt der Doctor ihr auch, dass sein Planet nicht mehr existiere und er der einzige Überlebende der Time Lords sei. Doch Rose holt ihn aus diesem Moment gedrückter Stimmung, indem sie ihn zu Chips einlädt. Und sie müssten sich jetzt beeilen, schließlich würden die Läden in fünf Milliarden Jahren schließen.


 Review
von Gisa von Delft

Über fehlenden Einsatz der nunmehr zur Verfügung stehenden CGI-Technik muss man sich in dieser Episode sicher nicht beklagen. Gleich die erste Reise der New Series geht in die ferne, ferne Zukunft und ist eine wahre Herausforderung für den neuen Companion. Keine Frage - da wurde gleich mal richtig aufgetrumpft. Auch an fantasievoll ausgestalteten Aliens hat es wahrlich nicht gefehlt. Obwohl...die Krönung der Fantasie war ja wohl der 'letzte Mensch'.

Wir erfahren auch direkt einige wichtige Dinge aus dem Whoniversum, die teilweise auch für die alten Fans neu sind und in der Pilotfolge sinnvoller Weise außenvor blieben. Der Doctor ist der einzig überlebende Time Lord, seine Heimat ist zerstört. Dass er sich offenbar nicht leicht damit tut, das zu verkraften, kam gut zum Ausdruck. Auch hier gelingt das Anknüpfen, aber auch Erneuern. Schließlich war der Doctor viele Jahre 'verschwunden', aber er existierte ja weiter und irgendetwas muss er in der Zeit ja erlebt und dass muss sich ausgewirkt haben. Darüber hinaus wurde einiges über die TARDIS offenbart.

Ansprechend in Szene gesetzt war Roses Erkenntnis, wie weit von zuhause entfernt sie sich befindet - und das mit einem Mann, über den sie nicht das Geringste weiß. Doch zumindest ist dieser Fremde so fürsorglich, ihren Schock ein bisschen abzumildern. Mit den darstellerischen Leistungen der beiden kann man im Übrigen sehr zufrieden sein.

Auch der Humor kam nicht zu kurz. Lady Cassandra auf sich war ja schon eine nette Parodie, der mit ihrem Geschenk, dem Wurlitzer 'iPod' der 'klassische' Musik spielt, die Krone aufgesetzt wurde. Das der Doctor aber bereit ist, sie so gnadenlos sterben zu lassen... Nun, auf jeden Fall grenzt ihn das vielleicht als Nicht-Mensch ab von Rose, die mit ihrem Bemühen, jedem zu helfen, das Wesen der Menschlichkeit repräsentiert. Hier darf auch ihre Interaktion mit Ruffalo noch hervorgehoben werden. So gesehen hat Ecclestone seinerseits dem 'Außerirdischen' durchaus respektablen Ausdruck verliehen. Dann steht allerdings klar im Raum, dass Menschen, wie wir alle wissen, doch (leider) nicht auf so einfache Formeln, nämlich das, was wir 'Menschlichkeit' nennen, zu reduzieren sind. Denn Cassandra steht dafür, dass auch in Millionen von Jahren noch Geld dasjenige ist, was Menschen motiviert...

Gelungen ist auch das Ende der Geschichte. Das Fantastische und das stinknormale Leben werden gegeneinander aufgefahren. Und tatsächlich liegt der Trost für alle Seiten in einer Portion Chips auf der guten alten Erde. Auch der Tragik des Doctors wird mit dem Einfühlungsvermögen und gleichzeitigem Humor dieser jungen Frau sehr schön etwas Ausgleichendes entgegengebracht. Am Ende bleibt ein Schmunzeln - und das ist wunderbar.

Einzig die doch sehr komprimierte Form all dessen, was wir da zu sehen bekommen haben, ist ein bisschen schade. Dieser Geschichte hätte auch durchaus einer der guten alten 25-minütigen Vierteiler zu Gesicht gestanden - aber die Zeit dieses Formates ist vorbei, da kann auch die TARDIS nicht helfen.