Doctor Who


:: 1. William Hartnell
:: 2. Patrick Troughton
:: 3. Jon Pertwee
:: 4. Tom Baker
:: 5. Peter Davison
:: 6. Colin Baker
:: 7. Sylvester McCoy
:: 8. Paul McGann
:: 9. Christopher Eccleston
:: 10. David Tennant
:: 11. Matt Smith


:: Susan
:: Barbara Wright
:: Ian Chesterton
:: Vicki
:: Steven Taylor
:: Katarina
:: Sara Kingdom
:: Dorothea Chaplet
:: Polly
:: Ben Jackson
:: Jamie McCrimmon
:: Victoria Waterfield
:: Zoe Heriot
:: Brigadier Lethbridge-Steward
:: Dr. Liz Shaw
:: Jo Grant
:: Sarah Jane Smith
:: Sergeant Benton
:: Captain Mike Yates
:: Harry Sullivan
:: Leela
:: K 9
:: Romana
:: Adric
:: Nyssa von Traken
:: Tegan Jovanka
:: Vislor Turlough
:: Perpugilliam 'Peri' Brown
:: Kamelion
:: Melanie Bush
:: Ace
:: Rose Tyler
:: Jack Harkness
:: Mickey Smith
:: Donna Noble
:: Martha Jones
:: Astrid Perth


:: Autons
:: Cybermen
:: Daleks
:: Der Master
:: Ice Warrior
:: Silurians
:: Slitheen
:: Sontarans


Charaktere


10. David Tennant

von Gisa von Delft

Durch das Absorbieren des Time Vortex, den Rose Tyler dem Herzens der TARDIS entnommen hatte, ist der 9. Doktor so sehr geschwĂ€cht, dass sein Körper regenerieren muss und der 10. Doktor vor der verblĂŒfften Rose steht. Aber bevor sie es noch richtig fassen kann, geht er auch schon zur "Tagesordnung" ĂŒber und nimmt das GesprĂ€ch dort wieder auf, wo der 9. Doktor stehengeblieben war.

Doch als ganz so nebenwirkungsfrei erweist sich die Regeneration dann doch nicht und der Doctor wird erstmal sehr krank, bevor die letzten Reste des Time Vortex vermittels Tee aus ihm herausgetrieben werden - very british (Episode Christmas Invasion). Dann wehrt er erstmal im Pyjama eine Alieninvasion ab um sich anschließend vernĂŒnftige Klamotten aus der TARDIS-Garderobe auszusuchen: einen Anzug, Hemd und Krawatte, einen langen braunen Mantel und ein Paar Chucks.

Der 10. Doctor ist ein deutlich jugendlicherer Typ als seine VorgĂ€nger - am ehesten in dieser Hinsicht vergleichbar mit dem 5. Doctor. Doch er besitzt durchaus einige CharakterzĂŒge des 9. Doctors, wenn auch in weniger krasser AusprĂ€gung. Einerseits ist er locker, witzig und trĂ€gt so etwas wie eine jugendliche Unbeschwertheit zur Schau. Doch dahinter verbirgt sich der tiefe Ernst desjenigen, der schon viel erlebt und erlitten hat. Er kann hart und grimmig sein, wenn er Unrecht wittert, dann aber auch wieder sehr charmant und fröhlich.

Der 10. Doctor hat ein deutlich freundschaftlicheres VerhÀltnis zu Mickey Smith und Jackie Tyler, als es noch seine Vorinkarnation hatte.

Den tiefen Schmerz der Ausgegrenztheit durch sein langes Leben und die daraus resultierende Einsamkeit, aber auch seine tiefe Verbundenheit mit seinen Companions, erkennt man beim 10. Doctor in verschiedenen Situationen, so dem Wiedersehen mit Sarah Jane (Episode School Reunion), und dem Verlust Roses. Auch bei seiner Begegnung mit Mme de Pompadour (Episode The Girl in the Fireplace) und besonders beim Sterben des Masters (Episode Last of the Time Lords) kommt dieser Schmerz zum Ausdruck.

Mitunter verwendet er interessante psychologische Tricks im Umgang mit den Menschen. So quatscht er sie beispielsweise solange und so ĂŒberzeugend zu, bis er sie genau da hat, wo er sie hinbringen wollte und sie ihn nicht mehr in Frage stellen. Das erste Mal benutzt er diese Vorgehensweise schon direkt nach seiner Regeneration. Insgesamt ist der 10. Doctor den Menschen zugewandter und durchaus beeindruckt von ihren Eigenschaften.

Seine Reisen gehen nicht nur in die Weiten des Universums, er ist auch oft in der Zeit unterwegs und trifft dort auf historische GrĂ¶ĂŸen wie Queen Victoria (Episode Tooth and Claw) und - in einer ganz verqueren Zukunfts-Vergangenheits Konstellation - auf Ludwig XV. und Madame de Pompadur (Episode The Girl in the Fireplace). DarĂŒber hinaus gerĂ€t er in ein Paralleluniversum wo er wiedermal gegen seine Erzfeinde, die Cybermen antreten muss (Episode Rise of the Cybermen). Schließlich trifft er tatsĂ€chlich auch noch auf eine geballte Feindesladung: die Cybermen UND die Daleks (Episode Army of Ghosts).

Er bringt Rose in seinem Kampf gegen Cybermen und Daleks in dem Paralleluniversum in Sicherheit, dessen Zugang er fĂŒr immer verschließen muss. Noch einmal nimmt er, in Form einer Projektion aus der TARDIS, Kontakt zu ihr auf, um sich fĂŒr immer zu verabschieden (Episode Doomsday). Dieser Abschied hinterlĂ€sst einen tiefen Schmerz. Doch er findet einen neuen Companion in der Medizinstudentin Martha Jones. Auf einer Reise mit ihr und Captain Jack muss er erfahren, dass er doch nicht er letzte Time Lord ist. Auch der Master hat den Time War ĂŒberlebt und so stehen sich die beiden Erzrivalen schließlich wieder gegenĂŒber.

Nachdem Martha sich eingestehen muss, sich ohne Aussicht auf Erwiderung ihrer GefĂŒhle in den Doctor verliebt zu haben, verlĂ€sst sie, nachdem sie ihn vor den bösen Machenschaften des Masters gerettet hatte, die TARDIS (Episode Last of the Time Lords). Nun gewinnt er allerdings Donna Noble, die bereits durch einen Zufall ein Abenteuer mit ihm bestanden hatte (Episode Runaway Bride), als dauerhafte Begleiterin.

Die bereits etwas lebenserfahrenere Frau hat keinerlei Ambitionen, sich in den viel zu mageren Doctor zu verlieben, doch sie ist mit ihm auf einer WellenlĂ€nge und darĂŒberhinaus in der Lage, ihm auch mal Paroli und Einhalt zu gebieten. Die beiden werden zu einem so eingespielten Team, dass man sie gerne mal fĂŒr ein Ehepaar hĂ€lt, was sie jedoch beide schnell und vehement richtigstellen. Schon bald merkt der Doctor, dass er keinesfalls mehr auf Donna verzichten möchte. Doch nachdem im Kampf gegen Davros (Episode Journey's End") ein Teil des Time Lord-Bewusstseins auf Donna ĂŒberging, war der Doctor gezwungen, die gesamte Zeit mit ihm aus ihrem Bewusstsein zu löschen, denn alles andere hĂ€tte ihren Tod bedeutet.

Wieder allein unternimmt er weitere Reisen, die ihn u. a. auf die erste Marskolonie fĂŒhren, wo er in einem plötzlichen Anfall von ÜberschĂ€tzung seiner Kompetenzen, um nicht zu sagen: GrĂ¶ĂŸenwahn, in das Zeitgeschehen eingreift und versucht, einen Fixpunkt zu verĂ€ndern. Seine kluge Begleiterin in dieser Mission erkennt allerdings, dass das nicht richtig war und korrigiert die Angelegenheit. Irritiert und verĂ€ngstigt durch sein eigenes Handeln zieht der Doctor weiter.