Convention Central


:: Der Confreitag
:: Der Consamstag
:: Der Consonntag


:: Dioramen Projekt - Helms Klamm
:: Opening Ceremony
:: Panel Jed Brophy


Ring*con 2010


Der Consonntag


von Steve Palaser

Der letzte Tag der Ring*Con fängt immer etwas gemächlich an, da viele Fans die bis in die Morgenstunden bei der Con-Party waren.

Nichtsdestotrotz wurde auch an diesem Tag wieder früh ein tolles Programm geboten.

Um 9 Uhr wurde der LotR-Fanfilm Luthiens Traum gezeigt und bereits um 10 Uhr begann die nächste große Autogrammstunde, während Weta-Mitarbeiter Daniel Falconer zwei interessante Panels über die Geschichte und die Sammlerstücke der neuseeländischen Special Effects Firma hielt, nur unterbrochen von einem Robert Vogel Panel über Vampir-Serien.

Im Salon Haydn fanden währenddessen gut besuchte Lesungen und Vorträge statt und auch die verschiedenen Workshops wurden noch einmal angeboten.

Während am frühen Nachmittag die letzten Vorträge von Friedhelm Schneidewind, Marcel Bülles, Ulrike Wyche und Dr. Christian Weichmann stattfanden, hielt Bernhard Hennen wie bereits am Tag zuvor eine Lesung mit Soundtrack, der live von den Überraschungsgästen Maite Itoz und John Kelly dargeboten wurde, was erneut zu den vielen kleinen Highlights der neunten Ring*Con zählte.

Im Hauptsaal war der komplette Nachmittag bis zur Closing Ceremony den Schauspielern der verschiedenen Film & TV-Reihen gewidmet, die jeweils ein Gruppen-Panel hatten.

Den Anfang machten die „Blood Ties“-Stars Kyle Schmid & Dylan Neal mit ihrer Autorin Tanya Huff, die die Romanvorlage zur Fernsehserie geliefert hatte.

Ein kurzweiliges Panel, bei dem die „Blood Ties“-Stars wieder bewiesen, warum sie bereits im letzten Jahr so schnell so beliebt bei den Con-Besuchern waren.

Das folgende Twilight-Panel war ebenfalls recht unterhaltsam, wobei vor allem Gil Birmingham mit seinem trockenen Humor viele Lacher verbuchen konnte. Aber auch die anderen Schauspieler kamen sehr sympathisch und „auf dem Boden geblieben“ rüber.

Das Harry Potter-Panel hingegen war leider vor allem zu Beginn etwas langatmig, da die Schauspieler zunächst vergeblich auf Fragen der Fans warteten und die Fans auch nicht wirklich wussten, was sie fragen sollten.

Dies resultierte in Fragen, die in den Bereich „Wenn Du ein Patronus sein könntest, was wärest Du dann?“ gingen, wobei diese Frage dann mehrfach variiert und Patronus mit „Tier“, „Superpower“, „Krankheit“ (!) ersetzt wurde und damit knapp an der Belanglosigkeit vorbeischrammte.

Aber die Schauspieler nahmen es mit Humor und nach dem Panel wurde es Zeit für das absolute Highlight jeder Ring*Con, auf welches viele Fans schon sehnsüchtig gewartet hatten.

Das „Kiwi-Panel“! Lori Dungey, Jed Brophy, Craig Parker und MC Mark Ferguson legten wieder einmal eine Impro-Show hin, die ihresgleichen suchte, diesmal sogar musikalisch unterstützt und mit Gesang – wenn man das so nennen kann, was ihren Kehlen da entfleuchte…. J

Das Stunt-Duo Dayna Chiplin und Allan Smitzh unterstützte sie ebenfalls bei ihrer Show, die man einfach gesehen haben muss…unter anderem spielte Jed einen schwulen Darth Vader, der sich in Maryx Poppins verliebte (!) und Lori spielte Twilights Bella, die sich mit drei Leuten datete und sich für einen entscheiden musste.

Die Wahl lag zwischen Vampir Edward (Mark!), dem mit Flöhen behafteten Werwolf Jakob (Jed) und Gollum (Craig!). Sie entschied sich letztlich für Gollum und Edward wurde mit Jakob glücklich….

Das Mark und Craig bei einer ihrer Performances Händchen gehalten haben gehört ja fast schon zum Standard.

Dylan Neal kam auch einmal hinzu, um sie zu unterstützen und nach einer Performance, bei der die Zeit wie im Fluge verging, wurden die Kiwis mit frenetischem Applaus gefeiert.

Dann wurde es Zeit für den bittersüßen Moment einer jeden Ring*Con, der Closing Ceremony, die wie immer von Danksagungen an alle Beteiligten, von Sponsoren über Helfer bis hin zu den Organisatoren und den Fans, geprägt war.

Aber auch die Ziehung der Tombola-Gewinner durfte nicht fehlen und die Auszeichnung der verschiedenen Contest-Sieger.

Zu guter Letzt kamen dann alle Stargäste, Vortragenden und Autoren, soweit sie noch anwesend waren, auf die Bühne, um sich von den Fans zu verabschieden und sich für ein tolles Wochenende zu bedanken.

Joseph Manns spielte mit Unterstützung des gesamten Publikums, für welches der Text des Songs zum Mitsingen auf die Leinwand geworfen wurde, noch einen Song, der den Abschied noch bittersüßer machte, als er eh schon war und ganz am Ende erhielt Mark Ferguson als MC noch minutenlange Standing Ovations.

Es ist wohl auch selten, dass ein Moderator einer Veranstaltung mehr Applaus bekommt, als so mancher Gast, aber Mark ist ja nun auch nicht irgendwer und wird hoffentlich auch im nächsten Jahr, wenn die Ring*Con ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, wieder MC sein.

Überhaupt kann die Vorfreude auf das Event, welches vom 14.-16.Oktober 2011 im Bonner Maritim Hotel stattfinden wird, schon beginnen, denn nicht nur, dass Dirk Bartholomä und sein Team sich sicher einiges einfallen lassen werden, um die 10. Ring*Con zu etwas ganz besonderem zu machen.

Dadurch dass die „Hobbit“-Verfilmung gerade grünes Licht bekommen hat, dürfte auch der Fantasy-und Tolkien/Herr Der Ringe-Hype weiter ansteigen.