Convention Central


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Ring*con 2010


Der Confreitag


von Steve Palaser

Am Freitag war es soweit, die nunmehr neunte Ring*Con öffnete ihre Pforten. Und wie in jedem Jahr fand bereits am Vormittag die traditionelle Pressekonferenz statt, bei der die eingeladenen Schauspieler, soweit sie denn schon angereist waren, den zahlreichen Medienvertretern Rede und Antwort standen.

Zunächst wurde aber die Ring*Con-Charity vorgestellt und danach lenkte Robert Vogel die Aufmerksamkeit auf drei Fan-Fantaasyfilme. Stefan Servos erzählte noch ein wenig über den aktuelln Status der Hobbit-Verfilmung, bevor dann die Schauspieler eintraten.

Die Neuseeländer und Publikumslieblinge Mark Ferguson, Lori Dungey, Jed Brophy und Craig Parker waren wieder so spontan und witzig, wie man es von ihnen kennt, wobei Mark Ferguson in diesem Jahr in die Rolle des Moderators schlüpft und damit seinen Namensvetter Marc B. Lee, der diesen Job die Jahre zuvor ausfüllte, ablöste. Fergusons Vorbereitung auf die Aufgabe? „Ich habe mir extra diesen Anzug gekauft….“ wie er stolz verkündete.

Aber auch die beiden Stars aus „Blood Ties“, die bereits Ring*Con-Erfahrung haben, wussten mit Witz und Schlagfertigkeit zu begeistern.

Insbesondere Dylan Neal wurde von den Fragen der Reporter derart in die Mangel genommen, dass er hinerher meinte: „ Ich glaub, ich muß meinen Psychiater anrufen….“, denn die Fragesteller erinnerten ihn an diverse Filmprojekte, bei denen er mitgewirkt hat, die er lieber vergessen hätte, weil die Qualität der Produktionen ales andere als erstklassig war.

Aber er nahm es mit Humor, da er auch merkte, dass die Fragesteller es ebenso sahen.

Unter den Twilight-Schauspielern wirkte Gil Birmingham am abgeklärtesten und charismatischten, was wohl auch daran lag, dass er der Älteste, die anderen waren von ihrer plötzlichen Popularität in Fankreisen durch ihre Mitwirkung an den Twilight-Filmen nach wie vor etwas überwältigt. Die Stunde verging rasch und um 12 Uhr wurde es dann an der Zeit, die PK zu beenden, da nun bereits auch die ersten Programmpunkte in den Sälen starteten.

Die Vortragenden eröffneten das Programm mit einer Reihe von Vorträgen über verschiedenste Themen. Während Ulrike Wyche sich mit dem Thema Fan Fiction auseinandersetzte, referierte Betty Finke über Gestaltwandlern im Mythos und Dr. Rainer Nagel nahm sich Fantasy-Heftromane zur Brust, während Marcel Bülles die zehn besten Fantasybücher aller Zeiten vorstellte. Friedhelm Schneidewinds erster Vortrag fiel leider aus, da er noch nicht vor Ort war.

Dafür ging es auch im Hauptsaal bereits früh hoch her, da Dayna Chiplin und Allan Smith, das Stuntteam von „Legend of the Seeker“ das Live-Programm eröffneten.

Jed Brophys Panel war gewohnt spontan und witzig, ebenso das erste Blood Ties Panel.

Die Panels von Bruce Spence und Gil Birmingham waren hingegen eher ruhig und gelassen.

Der bekannte deutsche Fantasy-Autor Wolfgang Hohlbein, der erstmals auf der Ring*Con zu Gast ist, hielt seine erste Lesung direkt nach dem Video-Contest, der diesmal 16 Einträge hatte, unter denen durchaus einige witzige Ideen waren.

Parallel dazu liefen weitere Vorträge von Oliver Bidlo, Renate Knobloch-Maas und Betty Finke und auch die zahlreichen –workshops, deren Palette vom Acting-Workshop über Vampirschminken, Stuntworkshop bis hin zum Brettchenweben reichte und somit für jeden etwas bot.

Dann wurde es Zeit für die traditionelle Opening Ceremony, die zum Kernprogramm einer Ring*Con gehört und wie üblich einen hohen Unterhaltungswert hatte.

Die Vortragenden, Autoren und Schauspieler wurden einzeln vorgestellt und als sie alle auf der Bühne standen, hatten sie kaum nebeneinander Platz, soviele Gäste hatte Veranstalter Dirk Bartholomä zur diesjährigen Ring*Con geladen.

Und es waren noch nicht einmal alle da. Friedhelm Schneidewind kam gerade rechtzeitig, um seinen zweiten Vortrag zu halten, während die Phelps-Zwillinge für Spaß im Hauptsaal sorgten, wo Craig Parker das Programm beendete.

Das letzte Highlight des ersten Tages war der Vampirball, bei dem sich die Besucher in entsprechende Kostüme warfen und somit etwas fürs Auge boten, während sie den Abend feierend ausklingen liessen.