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Convention Central


:: Gestatten, Smith, Will Smith


:: I,Robot Pressekonferenz


I,Robot


Gestatten, Smith, Will Smith


von Susanne Döpke

Lange Zeit kannten wir ihn nur als den Prinzen von Bel Air und jetzt hat sich herausgestellt – er ist eigentlich Prince Charming. Nein, nicht der aus Shrek II, sondern ganz einfach echt, authentisch. Er könnte mit seinem Charme alles und jeden um den Finger wickeln und das hat er auch getan: Bei der Deutschlandpremiere von „I, Robot“ in Berlin.

Mit angereist zum Premierenrummel mit Pressekonferenz und Premiere auf rotem Teppich im Sony Center war Regisseur der Asimov Adaption Alex Proyas (u.a. „The Corw“, „Dark City“). Das eher introvertierte Mastermind hinter dem Film konnte dem Vollblutentertainer Will Smith natürlich nicht das Wasser reichen, obwohl der ihm kollegial immer wieder zu einer Pointe verhalf. So auch bei der Frage, ob Proyas denn gern selbst einen Roboter hätte. „Natürlich.“ so Proyas. „Für die Dinge, die meine Frau möchte, dass ich sie zu Hause mache und zu denen ich keine Lust habe.“ Darauf Smith schelmisch: „Hey Alex, ich glaube SO EINEN Roboter haben die hier nicht gemeint…“ Will Smith selbst ist ein absoluter Technikfan. „Ich habe immer die neuesten Sachen. Ich hätte sehr gern einen Roboter, ich glaube, ich wäre der erste, der einen kauft!“ Sein persönlicher Techniktraum wäre es, zu erleben, wie die Technologie der Zukunft alles bisher Vorstellbare überträfe.

Aber bei der Pressekonferenz ging es nicht nur um Technik, sondern um buchstäblich nackte, biologische Tatsachen. Nach mehreren Andeutungen endlich auf seine nackte Duschszene am Anfang des Films angesprochen, begann er mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht zu erklären, dass diese Nackszene dramaturgisch wichtig für den Film ist. Hauptfigur Detective Dell Spooner wäre nämlich so paranoid, dass er ohne Duschvorhang mit griffbereiter Dienstwaffe duscht. Klar Will! Wenn du es so nett verpackst, glauben wir dir… und du selbst siehst ohne Verpackung auch ziemlich gut aus.

Diese Tatsache ist dem Actionhelden auch bewusst. Er weiß, dass ihm nicht mehr so viele Jahre mit dem Prädikat „heiß und sexy“ bleiben. Jetzt habe er sich gerade daran gewöhnt, nicht mehr der schlaksige Junge mit den abstehenden Ohren zu sein, da holt ihn das Alter langsam ein. In diesem Film, gab der 35jährige Hollywoodstar zu, hätte er das erste mal gespürt, das er nicht jünger wird. Insbesondere bei den Laufszenen, die sonst immer sehr nach seinem Geschmack waren. Auf die Frage, wie er es denn selbst mit dem Körperkult im amerikanischen Filmgeschäft hielte erbrachte er handfeste Beweise. Er sprang von seinem Stuhl auf, ging direkt auf die fragende Journalistin zu und bat sie, seine Fitness doch erst mal am Bizeps und dann am Allerwertesten zu beurteilen.

Wenn das die Fans erlebt hätten, die teilweise schon seit 7.30 am morgen ihren Platz am roten Teppich eingenommen hatten. Und das obwohl Will Smith erst ab frühestens 19.00 Uhr erwartet wurde. Als Will dann nach diversen deutschen Promis wie zum Beispiel Anastasia, Thomas Koschwitz und Gedeon Burkard erschien, waren die Fans nicht mehr zu halten und kreischten, was das Zeug hielt. Will Smith kümmerte sich dann auch ausgiebig um seine Fans, schüttelte Hände , machte Smalltalk. Zu deren Leidwesen gab er dort keine Autogramme. Die Getreuen wurden aber mit einer 20minütige Musikperformance wieder versöhnt. „The Fresh Prince“ findet im übrigen, dass es nichts Großartigeres gibt, als als Musiker live aufzutreten. Er heizte den Fans im Sony Center dann auch ganz schön ein. Der Beweis: Ein BH flog auf die Bühne, den der Film- und Rapstar einerseits geschmeichelt andererseits mit einem verschämten Blick zu seiner Mutter und seinen Kindern denn doch lieber auf der Bühne zurück ließ. Smith gab den Titelsong aus „Men in Black I“ zum besten und lieferte sich eine kurze Freestyle-Battle mit dem mitgebrachten DJ, der Smith was das Rappen anging, in nichts nachstand.

Smiths neue Musik-CD kommt in ein paar Wochen auf den Markt und er ist dann wieder auf Promotion-Tour. Vielleicht, verspricht er halb, ist er dann auch wieder in Berlin. Dort würde er im übrigen gerne auch mal einen Film drehen. Sein Kollege Tom Cruise macht es ihm ja gerade vor. Wir würden uns freuen, das Energiebündel bald wieder in Deutschland begrüßen zu dürfen und bis dahin bleibt uns ja noch sein neuester Film: „I, Robot“. Mit Duschszene … wichtig … für die Dramaturgie, nicht vergessen!