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Convention Central


:: Die fantastische Premiere mit vier Gaststars


:: Premiere in Hamburg


Fantastic Four Premiere


Die fantastische Premiere mit vier Gaststars


von Susanne Döpke

Die Premiere der neuesten Comicverfilmung dieses Jahres, Fantastic Four, fand in Hamburg vor ungewöhnlicher Kulisse statt. Open Air, auf der Dachterrasse der Weischer Mediengruppe wurde der Kinosaal mit Blick auf den Hamburger Hafen aufgebaut. Die zugehörige Leinwand wurde auf einem Hausdach auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgebaut und fertig war eine spektakuläre Location, in der die 400 geladenen Gäste den neuen Streifen sehen konnten. Um von der ungewöhnlichen Promiflut im eigenen Hause ein wenig Glanz abzuzweigen hatten einige Mitarbeiter mitgedacht und kurzerhand im Sanitärbereich eine Tafel für Autogramme aufgestellt. Gar nicht dumm, denn auf diesem Örtchen kam schließlich fast jeder mal vorbei.

Das Wetter spielte dann auch mit und so konnten die deutschen Stars und Sternchen wie zum Beispiel Nova Meierhenrich, Matthieu Carriere, Otto Waalkes, Oliver Berben, Jürgen Vogel, Dorkas Kiefer, Tom Gerhardt, Indira, Ralf Schmitz, Lotto King Karl und Tanja Schumann den lauen Sommerfilmabend in Ruhe genießen. Weniger Glück hatten einige Tage zuvor die Besucher der Open Air Premiere in New York, die auf Liberty Island am Fuße der Freiheitsstatue stattfand. Als endlich die Hauptdarsteller eintrafen, um den Film vorzustellen, waren die Besucher bereits von mehreren Regengüssen durchgeweicht.

Auch in Hamburg durften die Hauptakteure natürlich nicht fehlen. Produzent Bernd Eichinger war mit Ioan Gruffud (Reed Richards/Mr. Fantastic), Jessica Alba (Sue Storm/Invisible Woman) und Chris Evans (Johnny Storm/Human Torch) angereist. Eichinger ist seit seiner Kindheit ein großer Comicfan und besonders die Marvel Comics hatten es ihm angetan. Er erwarb die Filmrechte an diesem Stoff bereits vor gut 20 Jahren und arbeitete immer wieder daran, bis sie sich mit heutiger Technik endlich zu seiner Zufriedenheit umsetzen ließ und die Akzeptanz für Comicverfilmungen gewachsen war. Auf die Frage, ob er noch weitere Comicverfilmungen in petto hätte lächelt er verschmitzt und sagt: „Ich habe ja noch den Silver Surfer!“ Damit könnte irgendwann in der Zukunft ein weiterer Marvel-Superheld zum Leben erwachen. Zu einer möglichen Fortsetzung der Fantastic Four will er sich nicht äußern und winkt ab. „Jetzt kommt erst mal dieser Film!“

Im Gegensatz zu Eichinger ist Hauptdarstellerin Jessica Alba eigentlich kein Comicfan, obwohl sie in diesem Sommer in zwei Comicverfilmungen zu sehen ist. Am 11. August läuft die Kinoversion von Frank Millers Kult-Comic „Sin City“ an, in dem sie unter der Regie von Robert Rodriguez an der Seite von unter anderem Bruce Willis und Mickey Rourke zu sehen ist. Ebenfalls zum zweiten Mal spielt sie nach der Hauptrolle in der TV-Serie „Dark Angel“ eine Figur mit Superkräften. Wenn sie sich eine dieser Superkräfte aussuchen könnte, wäre das ganz sicher fliegen zu können: „Das wäre doch einfach am Coolsten!“ sagt sie.

Der gleichen Meinung ist auch ihr Kollege Ioan Gruffud, für den auch Fliegen das Größte wäre. Sein ungewöhnlicher Name stammt aus Wales und spricht sich I-oan Griffith. Er war bereits in „King Arthur“ und „Black Hawk Down“ zu sehen, Reed Richards ist seine erste Hauptrolle. Auch Gruffudd war kein Comicfan, hat aber durch die Besetzung in „F4“ diese Welt neu für sich entdeckt und für die Gestaltung seiner Rolle viele Hefte gelesen. „Natürlich lange nicht alle!“ gibt er zu.

Chris Evans, der als Johnny Storm / Human Torch zu sehen ist, ist im Gegensatz zu seiner hitzköpfigen Figur nach eigenem Bekunden ein eher ruhiger Vertreter. In seiner Rolle geht er des Öfteren in Flammen auf. Natürlich ist es schwierig zu wissen, wie sich so etwas anfühlt oder aussieht und so suchte auch er Hilfe in den Comics als Referenz für sein Rollenstudium. „Dort ist die Vorlage, wie die Fantastic Four ihre Kräfte einsetzen. Aus welchem Grund sollte man das ändern?“

Worüber sich alle Vier einig waren, war das wirklich fantastische Ambiente mit Hafenflair. „Es ist toll, genau am Wasser!“ freute sich Chris Evans. Und da es ja Leute gibt, die in dieser für eine Premiere ungewöhnlichen Umgebung täglich
Arbeiten, bleibt nur die Frage offen, wer sich am Ende wirklich auf der „Wall of Fame“ im Klo verewigt hat.