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German City Con 05 - Into the fire


Panel Gary Jones


von Falk T. Puschmann

Schon bei der Opening Ceremony stürmte der Waliser Gary Jones mit einer unglaublichen Dynamik auf die Bühne. Doch das sollte nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein, was dann folgte. Sehr schnell wurde klar, dass in Gary - ganz anders als sein „Stargate“-Alter-Ego Master Sergeant Walter Harrimam - ein Vollblutentertainer steckt. Von Anbeginn an hatte er sein Publikum im Griff und lieferte eine Anekdote nach der nächsten. Dabei legte ein unglaubliches Mienenspiel hin, dass seines gleichen sucht und in unserer Panel-Gallerie dokumentiert ist.

Als erstes stellte er gleich fest, wie froh er sei, so lange bei „Stargate“ dabei sein zu dürfen. Als Wiederkehrender Gaststar ist er ja nicht direkt vertraglich an die Serie gebunden. Und während andere immer wieder erstaunt sind, mit welchem neuen Welten und Abenteuern die kreativen Köpfe aufwarten, ist Gary erstaunt, wie lange sie seinen Charakter schon am Leben erhalten. Dabei hatte er am Anfang nicht mal einen Namen. Er berichtete von den Anfängen, als er damals die Rolle des Technikers übernahm. Auch erzählte er, wie er zu seinem Namen gekommen ist. Den Vorname gab ihm Richard Dean Anderson, der in einer Szene ihn einfach spontan mit Walter ansprach. An der Erschaffung des Nachnamens war „General Hammond“-Darsteller Don Davis, der Garys Charakter immer mit „Airman“ – einem militärischen Rang ansprach. Da Don Davis ein etwas bassiges Organ hatte – hier lieferte Gary eine congeniale Imitation von Davis ab – wurde aus dem „Airman“ sehr bald ein „Harriman“.

Dabei stand seine weitere Mitarbeit auch schon einmal auf der Klippe. So muss Gary ja immer auf einen Anruf warten, wann er für eine Folge gebraucht wird und muss dabei sehr flexibel sein. Als er in der zweiten Season schon eine ganze Weile nichts von den Produzenten gehört hatte, nahm er kurzfristig einen anderen Job an. Dann kam allerdings doch irgendwann der Anruf und man war natürlich gar nicht so erfreut zu hören, dass Gary leider doch nicht zur Verfügung stand. Man besetzte also erstmal die Rolle des Technikers mit wechselnden Gesichtern, kam aber zum Glück am Ende doch wieder auf Gary zurück. Seitdem hat „Stargate“ für ihn immer die höchste Priorität und er legt sowohl Urlaub, als auch andere Jobs nur so, dass er für „Stargate“ genug Zeit hat. Inzwischen war er übrigens auch schon in „Stargate Atlantis“ in einer Rolle zu sehen.

Auch über die Dreharbeiten konnte er einige interessante Anekdoten zum Besten geben. So begannen viele Episoden mit einem Close-Up auf Harriman, der an seinem Arbeitsplatz im Gate-Kontrollraum sitzt. Dabei durfte sich Gary aber nicht umdrehen, da sonst die Kamera ihn nur von Hinten gesehen hätte und der Regisseur die Kamera nicht umstellen wollte. So musste er z.B. einmal General Hammond eine Katastrophenmeldung überbringen, durfte sich aber nur ganz kurz umdrehen und musste dann wieder nach vorne umdrehen, um der Kamera sein Gesicht zu zeigen. So etwa nach dem Motto, schnell umsehen, dass es nicht die Putzfrau ist und dann wieder nach vorne schauen.

Auch über Peter DeLuise am Set, wusste er einiges Lustiges zu berichten, z.B. über Peters Art von Humor und wie er in einzelnen Szenen zum Einsatz kam. Oder wie Gary von Peter angestiftet wurde, Don Davis einen kleinen Streich zu spielen. In der Szene sollte Davis mal wieder die Order zum Öffnen der Iris geben. Gary hingegen sollte dagegen ein wenig improvisieren: „Warum öffnen Sie sich nicht selbst eine Iris…“ Davis Gesichtsausdruck muss dabei ziemlich zwischen Entsetzten und Überraschung geschwankt haben und als Peter als Regiesseur sein „Cut“ in den Raum rief brach aus Davis das Lachen nur so heraus.

Hätten die Veranstalter der Convention ihn nicht nach knapp 25 Minuten gebeten doch noch einige Fanfragen zu beantworten, er hätte noch den ganzen Tag durch erzählt. Nach etwa 45 Minuten ging das überraschend unterhaltsame und kurzweilige Panel zu Ende.