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Convention Central


:: Conbericht Galileo 7-6


:: Galerie Convention Central


Galileo7-6


Conbericht Galileo 7-6


von Marcus Erbar

Die Galileo 7 Convention ging dieses Jahr in ihre mittlerweile sechste Runde und Bielefeld sollte diesmal knapp über 1000 Trekkies über das Wochenende beherbergen.

So richtig los ging es für die Besucher am Freitag erst recht spät um 18 Uhr mit der Opening Ceremony, an der alle Gäste, außer den beiden "Spätankommern" Jonathan Frakes und Claudia Christian, teilnahmen. Gleichzeitig mußte man auch von der kurzfristigen Absage Max Grodénchiks erfahren, der eine Rolle im neuen Jim Carey Film bekommen hat.

Der Rest des Abends verging dann recht schnell u.a. mit - auch dank Moderator André Holst - einem recht dynamischen Panel von Detlef Bierstedt und Charles Rettinghaus, sowie Herb Jefferson's einzigem Auftrittt am Wochenende.

Der Samstag war dann wie üblich der geschäftigste Tag. Jedoch fühlte man sich trotz des deutlich größeren Besucherandrangs als noch am Freitag immer noch etwas verloren in der viel zu groß dimensionierten Stadthalle. Indem man Claudia Christian und Jeremy Bulloch statt in den Autogrammsaal bei die Händler in den zweiten Stock setzte schaffte man dort zwar etwas Durchgangsverkehr, jedoch blieb das Foyer im Erdgeschoss der am besten besuchte Bereich.

Als erstes auf der Bühne waren die beiden Stuntmänner Todd Bryant und Scott Leva, die ein ausgesprochen interessantes behind-the-scenes Panel über ihre diversen Stuntarbeiten und ihren Berufsstand hielten. Das totale Chaos brach dann im nun folgenden Dreierpanel der verbleibenden Ferengi Family aus. Das die drei ein eingespieltes Team sind, wurde schnell klar. Und als dann ahnungslose Fans auf die Bühne geholt wurden, um vor ihren kritischen Augen den "Ferengi Love Dance" aufzuführen, konnte sich der Saal nicht mehr halten. Ganz im Gegensatz dazu stand der hühnenhafte Carel Struyken, der sein Panel ruhig, aber herzlich bestritt. Bevor es an die Auftritte der "Haupstars" am Abend ging, stand noch Marjorie Monaghan den Fans Rede und Antwort - Fragen kamen durchaus zahlreich, sie wirkte sehr natürlich und hatte auch von sich aus einige witzige und interessante Stories zu erzählen. Darauf folgte der vom absolut unnachahmlichen Fossy ganz wunderbar moderierte Kostümwettbewerb ;)

Nach einer kurzen Pause sollten also nun die Highlights des Tages folgen. Robert Picardo machte den Anfang indem er die Fans ohne irgendwo abzulesen in praktisch akzentfreiem Deutsch begrüßte. Im weiteren Verlauf sprach er über den bald seine Pforten öffnenden Space Park Bremen, den Holodoc als Christbaumschmuck, gab noch mehr deutsch zum besten, imitierte seine ehemaligen Crewmitglieder und sang zum Abschluß noch "Will you still love me tomorrow" von seiner eignene CD... WAS für ein Auftritt!
Um 20 Uhr Ortszeit war es dann also soweit - Jonathan Frakes betrat unter frenetischem Beifall des Publikums die Bühne und die gute Laune brach förmlich aus ihm heraus. Er lief wie wild über die Bühne, machte Scherze, sprach einige Brocken bestes Touristendeutsch und jagte schließlich noch einer Riker-Pappfigur hinterher, die auf "mysteriöse" Weise immer wieder hinter dem Vorhang erschien. Er fegte wie ein Wirbelwind über die Bühne und amüsierte sich köstlich über all die Gerüchte, die über die Zukunft der Star Trek Kinofilme kursieren. Die Zeit verging extrem schnell und für all die, die Tickets für die Ferengi Family Hour gekauft haben, ging es kurz darauf mit einem schnell auf die Beine gestellten Kabarett (wie gesagt war Max Grodénchick nicht erschienen, weshalb die Fam Hour nicht aufgeführt werden konnte) kurzweilig weiter.

Die abendliche Conparty war - dafür das den Galileo7-Parties eigentlich ein guter Ruf vorrausgeht - eher bescheiden. Das Foyer der Stadthalle war immer noch so ungemütlich wie tagsüber, die Tanzfläche in einer Ecke des Raumes und die Musik eine mittlere Katastrophe. Erst nach 2 Uhr und nach zahlreichen Beschwerden wurde die Musik und mit der Ankunft einiger Schauspieler auch die Stimmung etwas besser. Allerdings wurde die Party um kurz nach 3 bereits offiziell beendet, wobei ohnehin nicht mehr allzu viel los war.

Folglich waren die meisten am Sonntagmorgen auch nicht allzu geschafft, weshalb die Veranstalter vermutlich auch gleich nach einer kurzen Diashow von Larry Nemecek Mark Allen Shepherd auf die Bühne stellten... ohne Frage interessante Geschichten, aber an der Präsentation hängt es dann doch irgendwo ;)
Carel Struyken, sowie speziell die beiden Stuntmänner Scott und Todd standen ihren ersten Panels in nichts nach.

Das zweite Panel von Lolita Fatjo, Chase Masterson und Aron Eisenberg war dann allerdings nicht mehr ganz so dynamisch, wie am Tag zuvor, was wohl nicht zuletzt an der durchfeierten Nacht in Lolitas Raum lag...

Im nun folgenden Panel, welches eigentlich Marjorie Monaghan und Claudia Christian halten sollten, lies sich letztere wie schon auf so vielen Conventions zuvor mal wieder nicht blicken... aber da Marjorie den Auftritt trotzdem machte, wurde sie wohl von niemandem vermisst.

Tja, und dann neigte sich der Contag schon langsam dem Ende. Robert Picardo stand gegen 15 Uhr auf der Bühne und bestritt ein wunderbares Panel mit Gesang, einem Duett mit einem Fan und vielen witzigen Anektoden. Es ist immer wieder ein Genuß, diesen Mann auf der Bühne zu sehen. Und dann war es zum zweiten Mal soweit - nach einer spontanen Pressekonferenz stürmte Jonathan Frakes einmal wieder den Saal und begeisterte die Fans. Man hatte den Eindruck, er würde permanent unter Strom stehen und seine Fotos in der Bildergallerie sprechen für sich. Es gab wirklich kein Halten für ihn und es ging sogar soweit, dass er Rikers Gang parodierte und eine sehr überzeugende Imitation des Neandertalers, den er sich in einer TNG-Episode verwandelte, brachte. Der Saal stand Kopf und war bereit für die Closing Ceremony.

Diese war eine eher unspektakuläre Angelegenheit, da Moderator André Holst die Schauspieler einfach nur nacheinander ohne großes Drumherum auf die Bühne bat, die Veranstalter sich bei bei allerlei Personen bedankten und dann der Vorhang auch schon fiel.

Fazit: Die Galileo7-6 war gut, jedoch hätte mehr daraus gemacht werden können. Sicher, einige Dinge waren während der Con nicht unmittelbar von den Veranstaltern beeinflußbar, jedoch fügten sich einige Elemente zusammen, die die Stimmung doch merklich drückten. So war die Location viel zu groß und steril und man verlief sich auf dem großen Gelände. Auch im Hauptsaal mochte dan Publikum einfach nicht in Fahrt kommen. Hier war einfach der Moderator nicht geeignet für den Job und konnte die Fans nicht anheizen und es fehlten Videos und Musik (abgesehen vom etwas getragenen G7-Thema) zum Einzug der Stars auf die Bühne. Auch wenn es eine Kleinigkeit ist, aber selbst die Nebelmachine, die noch während der Proben der Technik die Bühne in eine weiße Suppe tauchte, war danach nie wieder im Einsatz gesehen. Ansonsten hat allerdings praktisch alles gestimmt - es war nicht alles so streng reglementiert und abgesichert, wie auf der FedCon, die Helfer waren freundlich und präsent, jedoch nicht an jeder Ecke postiert um die Fans hier aufzuhalten und dorthin umzuleiten. Ich denke, es sind alles Kleinigkeiten, die sich aber aufsummiert haben und nächstes Jahr ohne weiteres geändert werden können.