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:: 1. FanFazit FedCon 8
:: 2. Fanfazit FedCon 8


FedCon 8


2. Fanfazit FedCon 8


von Gabi Marschar

Wie jedes Jahr an dieser Stelle kommt hier der obligatorische Con-Bericht. Ein Rückblick für alle, die dort waren und ein Einblick für die, die sich dieses Ereignis entgehen ließen.

Zum ersten Mal in diesem Jahr waren so viele Gäste anwesend, so daß Autogrammstunden und Panels parallel ablaufen mußten. Alles in allem waren 17 Gäste anwesend, die sich zum Teil mehr oder minder schon selbst einladen, wie z. B. Chase Masterson und Robin Atkin Downes. Zu ihnen gesellten sich Marina Sirtis, Michael Dorn, Brent Spiner, Alice Kriege, René Auberjonois, Jerry Doyle, Richard Biggs, Richard Herd, Gary Lockwood, Andrew Prine, Denise Crosby, Tim Russ, Lolita Fatjo, Jackie Edwards und wie immer Richard Arnold, das wandelnde Star Trek-Lexikon auf zwei Beinen.

Noch vor der offiziellen Opening Ceremony hielt René Auberjonois sein erstes Panel ab. Wie sich herausstellte stammt René aus einer richtigen Künstlerfamilie. Sein Großvater, der ebenfalls René hieß, war ein bekannter Schweizer Maler während sein

Vater der schreibenden Zunft angehörte. Auch heute noch hat René Verwandte in der Schweiz. Seine Schwester lebt in Lausanne. Außerdem reicht seine Ahnengalerie bis zu Napoleon. Auberjonois ist ein witziger Zeitgenosse ohne Allüren, der mit seinem steifen Alter-Ego Odo nicht das geringste gemeinsam hat.

Brent Spiner verhielt sich dagegen etwas distanzierter, auch wenn er um Längen zugänglicher und lockerer war als noch auf der Fed Con 3. Selbst unangenehmen Fragen, wie z. B. wieso er nicht an der Autogrammstunde teilnehmen würde, wich er nicht aus, sondern beantwortete sie, wenn auch mit Bestimmtheit.

Marina Sirtis entpuppte sich als richtiges Plappermaul. Ihr konnte man wirklich jede Frage stellen, nichts brachte sie aus der Fassung. Sie erzählte einige lustige Geschichten, die sich hinter den Kulissen der Next Gen zugetragen haben und suchte verzweifelt nach einer Frau für Michael ?Dorni? Dorn. Außerdem paßte sie genau auf, wenn sich jemand während ihres Panels unterhielt oder den Saal verlassen wollte wurde der Entsprechende sofort von ihr zurechtgewiesen, allerdings auf eine Art und Weise, die man ihr nicht übel nahm.

Michael Dorn?s deutscher Wort-schatz dürfte sich über das Wochenende um mindestens ein Wort erweitert haben. Nachdem ihm ein Fan vorhielt, sich in Star Trek zum ?Weiberhelden? entwickelt zu haben, war dies fortan sein Lieblingswort. Er gab auch offen zu, daß er nach dem Ende von TNG nicht begeistert war, als ihm die Fortführung seiner Rolle in DS9 angeboten wurde. Erst eine entsprechende Gage ließ ihn erneut in die Rolle des Worf schlüpfen.

Denise Crosby stellte ihr Video ?Trekkies? vor und signierte dieses nach zwei – wegen Unpäßlichkeit – erfolglosen Anläufen auch.

Höhepunkt des Samstag Abend sollte eigentlich das Konzert von Neil Norman & seinem Cosmic Orchestra und Tim Russ sein, letzterer weilt derzeit auf Europa-Tournee und war extra deswegen zur Fed Con angereist, allerdings waren die Rhythmen bei weitem sich so ?spacig? wie angekündigt. Erst später gab er ein paar wirklich gute Songs zum Besten, aber da näherte sich das Konzert auch schon wieder dem Ende. Einzig Chase Masterson, die zwischendurch ein paar Lieder ins Mikro hauchte, brachte etwas Stimmung in den Saal.

Jerry Doyle brachte zu seinem Panel Babylon 5-Bloopers mit, die regen Anklang fanden. Weniger jedoch sein Outfit – er trug einen Trainingsanzug, was Marina Sirtis später bei ihrem Panel zum Anlaß einer Rüge nahm.

Während der gesamten Zeit gaben die ?Nebendarsteller? in der oberen Etage Autogramme, was immerhin den Tagesgästen zugute kam, die sonst keine Chance mehr auf ein Autogramm haben.

Insgesamt war diese Con die am besten organisierte Fed Con, es gab so gut wie keine Panne mit Ausnahme, daß sich irgend jemand erdreistet hat, eine Videokamera samt dem gefilmten Material der Fed Con zu stehlen. Marc B. Lee, der Master of Ceremony, forderte denjenigen zwar auf, wenigstens das Videoband zurückzugeben, allerdings besteht da wohl wenig Hoffnung. Alles in allem hat diese Con auf jeden Fall wieder Lust auf nächstes Jahr gemacht.