serienbereiche
 24
 airwolf
 alias
 babylon5 universe
 battlestar galactica
 buffy & angel
 charmed
 doctor who
 farscape
 firefly
 futurama
 heroes
 jeremiah
 lost
 medium
 raumpatrouille
 roswell
 sliders
 star trek universe
 stargate universe
 the 4400
 tripods

fandom
 fan art
 fan fiction

service
 club
 grußkarten
 gästebuch
 magazin
 newsletter
 radio
 rss-feeds

intern
 impressum
 mediadaten & PR
 partner






Convention Central


:: Galerie Karl Hadler


:: FanFazit FedCon 6


FedCon 6


FanFazit FedCon 6


von Gabi Marschar

Wie schon in den letzten zwei Jahren fand die diesjährige Federation Con wieder im Hotel Maritim in Bonn statt. Gaststars waren dieses Mal Kate Mulgrew (Capt. Janeway/VOY), Robert Beltran (Chakotay/VOY), Tim Russ (Tuvok/VOY), Max Grodenchik (Rom/DS9) und Nichelle Nichols (Uhura/TOS). Außerdem waren noch Lolita Fatjo, Script-Coordinatorin aller Star Trek-Serien (außer TOS) und der bereits zum Inventar gehörende Richard Arnold anwesend.

Bereits am Freitag nachmittag ging es los mit einem Panel von Richard Arnold, der wie immer News zu den neuesten Deep Space 9-Folgen dabei hatte. Danach hatte Lolita Fatjo ihren Auftritt, die nicht nur von den letzten Voyager-Folgen zu berichten wußte, sonder auch einiges darüber, was sich hinter den Kulissen so abspielt.

Während dieser Zeit gab Max Grodenchik bereits seine erste halbreguläre Autogrammstunde und unterschrieb wirklich alles, was ihm unter die Finger kam.

Um 20.30 Uhr begann die offizielle Opening-Ceremony, der die geniale Con-Animation von Tobias Richter vorausging, der sich wieder einmal selbst übertroffen hatte. Master of Ceremony war, wie auch in den letzten beiden Jahren zuvor, Marc B. Lee, der die Gaststars vorstelle, welche die Bühne betraten und das Publikum kurz begrüßte.

Danach gab Tim Russ bereits sein erstes Panel. Ganz im Gegensatz zu Tuvok war er sehr locker und lustig und erzählte einiges über die berühmten "practical jokes" die sich die Darsteller gegenseitig während der Dreharbeiten spielen. Da er selbst oft Opfer dieser jokes wird, ist er zwar davon wenig begeistert, aber bei passenden Gelegenheiten rächt er sich gerne mit besonders bösen, aber originellen, Einfällen.

Damit endete auch schon der erste Tag, den wir in der Piano Bar beschlossen.

Am nächsten Morgen ging es schon um 9.00 Uhr (also mitten in der Nacht...) weiter mit dem Panel von Robert Beltran, der sich dabei mit drei Tassen Kaffee über den jet-lag hinweghalf. Er beantwortete alle Fragen souverän, wenn er auch dazu neigte, unangenehmeren Fragen auszuweichen. Besonders die Frage, wie er sich als "Sexsymbol" fühlte, war ihm sichtlich peinlich.

Nach diesem Panel betrat Kate Mulgrew unter standing ovations die Bühne. Da dies ihr einzigster Auftritt an diesem Wochenende bleiben sollte, dauerte ihr Panel auch etwas über zwei Stunden, in denen sie sämtliche ihrer Gedanken mit dem Publikum teilte. Sie gab ehrliche und offene Antworten und scheute sich auch nicht über ihr Alter (43), Privatleben und auch das "leidige" Thema Sex zu reden. Überhaupt hatte sie auch keinerlei Star-Allüren an sich, im Gegensatz zu Geneviève Bujold, die die erste Wahl für die Rolle der Captain Janeway war, aber bereits nach zwei Tagen das Handtuch warf, was nach Mulgrews Ansicht eine ziemliche Borniertheit war, sie sich jedoch zu ihrem Vorteil ausgewirkt hatte. Während ihres Panels bekam sie von einigen Fans immer wieder Geschenke und die war sichtlich beeindruckt von der Zuneigung der Fans, als sie unter tosendem Applaus am Ende die Bühne verließ.

Nach einer kurzen Pause kam Max Grodenchik auf die Bühne und stand 90 Minuten lang Rede und Antwort. Er erzählte u. a., daß er für die Rolle des Quark in der engeren Auswahl war, sich am Ende jedoch gegen Armin Shimerman geschlagen geben mußte, der die Rolle letztendlich bekam. Da er selbst jedoch über einige Erfahrungen als Ferengi verfügte (er hatte bereits mehrere Gastauftritte in TNG) wurde er für die wiederkehrende Rolle des Rom besetzt. Ebenfalls erzählte er dem Publikum von seinem Lieblingsthema: dem Make-up, das zu Beginn drei Stunden in Anspruch nahm, im Laufe der Zeit jedoch auf etwas unter einer Stunde gekürzt wurde.

Nichelle Nichols kam mit einer kleinen Verspätung zu ihrem Panel und erzählte von den Schwierigkeiten, die mit ihrem Flug nach Deutschland verbunden waren. Angefangen von ihrem abgelaufenen Reisepaß, über den Verlust ihres Gepäcks bei der Fluggesellschaft bis hin auf den fehlenden Fahrer, der sie am Flughafen hätte abholen sollen. Trotz aller Umstände ließ sie sich ihre gute Laune jedoch nicht verderben und gab u. a. einige Lieder zu ihrem besten und erzählte von ihrem neuesten Projekt: ein Science-Fiction-Roman. Außerdem wurde sie zu ihrer Biografie und der Begegnung mit Martin Luther King befragt.

Danach war für die nächsten vier Stunden erst einmal Autogrammsession angesagt. Kate Mulgrew nahm leider als einzigste nicht daran teil, jedoch konnte man für 60 DM vorsignierte Bilder von ihr erstehen. Ein Teil des Betrages ging an eine Kinderschutzorganisation, für die sich Kate engagiert.

Gegen Abend fand noch der Kostümwettbewerb statt, danach gab die schwedische Popgruppe S.P.O.C.K. ein einstündiges Konzert, die den Saal mit spaßigen Rhythmen zum tanzen brachte. Anschließend hielt Marc B. Lee, wie schon im vergangenen Jahr, die Fan-Experience ab, bei der es hauptsächlich um das Fandom und die Unterschiede zwischen den deutsch und amerikanischen Cons und Fans ging, wobei die deutschen eindeutig besser abschnitten. Vor allem seien sie höflicher und gründlicher (das Vorurteil der deutschen Gründlichkeit läßt grüßen...) auch, was das organisatorische angeht, kamen sie im Vergleich besser weg, als ihre amerikanischen "Kollegen". Damit endete auch bereits der zweite Tag und die Con näherte sich unweigerlich ihrem Ende.

Am nächsten Morgen stand nochmals ein Auftritt von Tim Russ und Robert Beltran auf dem Programm, wobei letzterer dieses Mal mit Geschenken, u. a. mit einer Dose Sauerkraut und mehreren verschiedenen Biersorten überhäuft wurde. Nichelle Nichols und Max Grodenchik gaben ebenfalls noch ein Panel, wobei sich bei letzterem herausstellte, daß er und Lolita Fatjo seit geraumer Zeit ein Paar sind.

Danach fand die zweite Autogrammstunde statt, bei der letztendlich knapp 2.500 Fans ein Autogramm erhalten hatten.

Mit nur einer Stunde Verspätung begann dann um 17 Uhr die Closing Ceremony, wobei fast alle Gäste noch einmal auf die Bühne kamen und sich verabschiedeten. Außerdem wurde die Preise für die besten Werke der Kunstausstellung und der Tombola überreicht.

Die Fed Con war wie immer gut organisiert und man erlebte keine unangenehmen Verschiebungen im Programm. Allerdings tummeln sich mittlerweile schon fast zu viele Fans auf begrenztem Raum. Bei 2.500 Fans plus Tagesgästen bleibt der persönliche Kontakt zu den Stars leider auf der Strecke. Ansonsten bot die Con natürlich mal wieder eine gute Gelegenheit, die Stars von ihrer privaten und persönlichen Seite her kennenzulernen - und bei welcher anderen Serie kann man das sonst noch?