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Convention Central


:: Conbericht FedCon 11


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:: Pre-Con und Pressekonferenz
:: Stargäste der FedCon XI


:: Ein Käfig voller ... Trekkies
:: Ein wahrer Erlebnisbericht
:: Fanfazit Jens Ploner


FedCon 11


Conbericht FedCon 11


von Marcus Erbar

Zum mittlerweile elften Mal fand die mittlerweile größte SF-Convention im Bonner Maritim Hotel statt und trotz ihres „Alters“ stellte sie sich jünger und dynamischer dar als noch in den letzten Jahren. So wurde auf zahlreiche Stimmen der Fans nach Fotosessions mit den Stars eingegangen und genau diese über das gesamte Wochenende mit allen Gästen eingerichtet. Außerdem hatte man erstmals seit einigen Jahren die Möglichkeit, von jedem einzelnen Gast ein persönliches Autogramm zu erhalten und somit ganz auf den Verkauf von vorsignierten Fotos verzichtet wurde. Apropos Verkauf – selbst die Preise in der permanenten Autogrammstunde schienen erträglicher, als z.B. noch in 2002.

Ebenfalls neu waren die sogenannten Fan Discussions – von Fans für Fans veranstaltete Diskussionsrunden, welche durchweg gut ankamen.

Neben all den Neuerungen blieb die FedCon natürlich immer noch ihren Traditionen treu. So auch den rekordverdächtigen Schlangen am Freitagmorgen bei der Ticketausgabe und der anschließenden Schlacht um die niedrigen Teilnehmernummern im nächsten Jahr.

Noch vor Beginn des Programms im Hauptsaal fand die Pressekonferenz statt, zu der ein Großteil der Stars erschienen. Die anwesende Presse bestand unter anderem aus Kamerateams der meisten großen Sender, welche man über das Wochenende immer wieder filmenderweise auf dem Congelände sehen konnte.

Auf der Con gefilmt haben außerdem Denise Crosby und ihr Team von „Trekkies 2“ – laut ihr wird ihr Bühnenauftritt während der Opening Ceremony auch die Startsequenz der Dokumentation. Würdig ist sie dessen mit Sicherheit, denn durch ein tolles Warmup, dem kultigen „FedCon – UHHHHHHHHHHHH“ und einem einfach unnachahmlichen Marc B. Lee war die mal wieder der perfekte Einstieg in das Wochenende.

Nach den Absagen von Connor Trineer und Terry Farrell haben viele nichts Besonderes von der Gästeliste erwartet (und da gehörte auch ich dazu), jedoch überraschten am Ende gerade die Stars, von denen man das gar nicht so erwartet hätte.

Schon am ersten Tag fegte die sympathische Leni Parker über die Bühne und war so ganz und gar nicht der „Sexless Freak“ – so Robert Leeshock’s liebevoller Kosename, entstanden durch ihre androgyne Rolle in EFC.

Die ganz große Überraschung waren aber ganz sicher die Enterprise Stars. Während man Linda Park ihren Respekt vor so einer Zuschauermasse anmerkte, war John Billingsley zusammen mit seiner Frau die geborenen Entertainer und spielten sich gegenseitig die Bälle zu, während John ein Bier nach dem nächsten gebracht bekam – ob die jemand mitgezählt hat? Als Linda Park eine Enterprisejacke für ihre Theatergruppe versteigerte, ließ er sogar sein Hemd fallen und sah einem gewissen dicken Gallier sehr, sehr ähnlich.

Vollkommen wohl fühlte sich Vaughn Armstrong. Ein unheimlich sympathischer Mann, der ob auf dem Congelände, im Hotel oder an der Bar ohne zu zögern auf die Fans zuging, tolle Panels hielt und sogar mitsamt Ukulele und Mundharmonika seinen „Enterprise-Blues“ spielte.

Ebenfalls in seinem Element war Ray Park. Dessen Panels waren zwar weniger informativ, was die Beantwortung von Fragen angeht, jedoch öffnete er sein Nähkästchen sehr weit und gab beeindruckende Einblicke in die Choreographie der Laserschwertkämpfe aus Star Wars.

Was die Parties angeht, konnte die FedCon ihrem Ruf wieder mehr als gerecht werden. Natürlich war hier der Samstag der Höhepunkt mit einer bis kurz vor fünf Uhr andauernden Party und dem unvermeidlichen Original Gerhard Raible, in diesem Jahr ganz der King of Rock’n Roll.

Mit den Besuchern feierten auch jede Nacht viele der Stars kräftig mit – nur ein weiteres Zeichen für die gute Auswahl fannaher Gaststars, welche sich noch einmal im Rahmen der Closing Ceremony zeigte, wo auch die „großen“ Stars noch einige Zugaben in Form von Songs und deutschem Text gaben. Besonders rührend war Marina Sirtis, die am Ende Eugene Roddenberry jr. und Richard Arnold nach vorne holte und ihnen unter Tränen für all ihr Engagement um den Erhalt von Roddenberrys Vision bedankte.

Insgesamt war die FedCon meiner Meinung nach eine deutliche Steigerung zum letzten Jahr, nicht zuletzt auch durch die vielen oben erwähnten Neuerungen. Die Schauspieler waren durchweg symphatisch und echte Glücksgriffe, die Partys von Freitag bis zur Sponntanparty am Sonntagabend extrem gut und sehr lang – und daran konnte selbst der skeptische Blick in die Bar und anschließende Beschwerde von Rudi Carrell nichts ändern, wenn die FedCon im Hause ist. Auch bekam jeder Wochenendbesucher sein Autogramm in der regulären Autogrammstunde, während Marina Sirtis sogar eine kostenlose Extrasession für die Tageskartenbesitzer am Sonntag gehalten hat.

Bleibt nur die Frage offen: Welcher der Hinkelsteine auf der Bühne war nun der „11. Runenstein“ (so das Motto dieser Con). Und wird man den „Lost Cruiser“ noch bis zur Con Nummer 12 finden?

In diesem Sinne, bis zum nächsten Jahr! Eine weitere Steigerung sollte eine echte Herausforderung werden.