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FedCon 20


Fedcon Samstag


von Steve Palaser

Wenn man nicht unbedingt auf Autogramme aus war, konnte man am Samstag vormittag etwas ausschlafen, denn im Hauptsaal fand vormittags die zweite große Autogrammstunde statt.

Allerdings waren die Präsentationen und Vorträge im zweiten Saal hochinteressant. Vor allem die Vorstellung der Sea Shepherd Organisation mit Gründer Paul Watson und seiner Crew, auch bekannt aus der „Whale Wars“ Serie brachte den Zuhörern die Problematik des illegalen Walfangs und der Vernichtung der Ozean-Flora und Fauna nahe.

Da wurde den Menschen wieder einmal bewusst, was Gier und unbeschränkter Kapitalismus mit der Umwelt anrichten, oder deutlicher gesagt, dass die Menschheit weiterhin fleißig an dem Ast sägt, auf dem sie sitzt.

Danach wurde es mit dem Stargate-Panel von Robert Vogel deutlich weniger ernst und umso humorvoller.

Doch erst war es an der Zeit, den Weltrekord einzustellen. Nachdem auf der FedCon 2010 bereits der Weltrekord der meisten Fans in Star Trek Uniform an einem Ort gefeiert wurde, wurde dieser auf der kurz danach stattfindenden Con in Las Vegas wieder eingestellt.

Das nahm die Fedcon als Kampfansage und so wurde beschlossen, in diesem Jahr erneut zu versuchen, den Rekord zu knacken, der bei 577 Fans lag. Man traf sich im Foyer das Maritims und es wurde durchgezählt.

Am Ende hatten die Fans auf der FedCon Grund zum Jubeln, denn sie haben es tatsächlich geschafft, den Rekord zu brechen. 691 uniformierte Fans hatten sich zur Zählung eingefunden., wegen der auch einige Panels verschoben wurden, darunter auch das von Hubert Zitt, da er auch zu den 691 Fans gehörte.

Hubert Zitts Vortrag zur Physik von Star Trek war gewohnt gut besucht und wurde natürlich aktualisiert, denn er hielt den gleichen Vortrag vor ein paar Jahren schon einmal, hatte aber diesmal die aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt und musste aufgrund dessen einige Änderungen vornehmen.

Parallel gab es einen Blick in die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte der klingonischen Sprache von Lieven L. Litaer, seies Zeichens Architekt mit Interesse zur Sprachforschung.

Die Panels von Nicole De Boer und Tony Amendola waren ebenfalls gut besucht und beide Schauspieler beantworteten die Fragen der Fans mit viel Charme und Esprit.

Danach gab es ein Treffen von Jung und Alt, als Jeremy Bulloch und Daniel Logan gemeinsam die Bühne betraten. Bulloch spielte in den klassischen Star Wars Filmen den Boba Fett, während Logan in den Prequels Boba Fett als Kind verkörperte.

Also ein wahres Treffen der Generationen. Die beiden verstanden sich bestens und scherzten vor sich hin. Bulloch auf die typisch trockene britische Art und Logan etwas flapsiger.

Logan erzählte auch, dass er unter Aufmerksamkeitsdefizitstörung leide, was man ihm bei seinen Antworten auch deutlich anmerkte, bei denen er häufig von einem Thema zum anderen sprang und dabei manchmal die Frage vergaß.

Im Hauptsaal war zu diesem Zeitpunkt bereits das zweite Panel von Sean Maher gelaufen und das erste Doppelpanel des Tages stand an.

Paul McGillion und Kate Hewlett standen gemeinsam auf der Bühne, was die Frage und Antwort-Session zu einem kurzweiligen Erlebnis für die Stargate Atlantis Fans machte.

Für den nächsten Programmpunkt, die Auktion mit Sea Shepherd und Richard Dean Anderson, folgte eine kleine Umbauphase. Als alles aufgebaut war, ging es auch schon los.

Die Erlöse der Auktion flossen in ihrer Gesamtheit den Sea Shepherds zu. Zu ersteigern gab es neben den obligatorischen signierten Items auch interessantere Sachen wie z.B. ein halbstündiges Meet and Greet mit RDA oder ein Cocktail mit Nicole De Boer, wobei das RDA-Paket für über 1000€ wegging.

Aber auch die anderen Auktionsstücke konnten ein nettes Sümmchen verbuchen. So zog RDA beispielsweise eine zu ersteigernde Jacke an und präsentierte sie in bester „Germanys next Topmodel“-Manier und umarmte den Gewinner der Auktion auch noch.

Unter anderem wurde auch ein T-Shirt mit Sea Shepherd Logo und dem South Park Charakter Eric Cartman versteigert, zu dem Captain Watson folgende Geschichte zu erzählen hatte: Cartman ist ein Charakter von South Park, also liegen die Rechte zu seiner Nutzung bei Comedy Central, da South Park jedoch eine Episode über die Sea Shepherds, genauer gesagt, über die Doku-Serie „Whale Wars“ gemacht hat, reagierte Watson auf die Forderung Comedy Centrals, die Vermarktung des Charakters zu unterlassen, mit dem Kommentar: „Ihr habt Cartman auf MEIN Schiff gesetzt, also kann ich ihn auch benutzen. Wenn ihr ein Problem damit habt, verklagt mich doch!“

Nach der Auktion gab es die nächste Umbaupause, denn die Bühne musste für das nächste Highlight einer jeden FedCon zurechtgemacht werden, den Costume Contest.

Die Eröffnungsnummer wartete sogar mit pyrotechnischen Effekten auf, sehr zur Freude der Fans.

Die Performances der einzelnen Teilnehmer variierten von sehr gut und originell bis ziemlich merkwürdig, das Highlight war definitiv der Versuch von Paul McGillion, einen Tribble, der an der Deko festgeklebt war, zu klauen.

Selbiger (der Tribble, nicht McGillion) wurde später von einem Klingonen nach einer Kampfperformance weggetreten.

Nach dem Contest und der Siegerehrung wurde die Bühne für die Konzertperformance der Sarlacc-Survivors umgebaut. Die Band war schon einmal auf der FedCon zu Gast und erntete viel Beifall mit ihrer Performance in Star Wars Kostümen, die sie zu rockenden Songs von Rammstein, Marilyn Manson und Co. ablieferten.

Eine Zugabe gab es natürlich auch. Das offizielle Programm am Samstag endete mit einem erneut sympathischen Panel von Scott Bakula, der unter anderem erzählte, dass er bei der lauten Musik der Con-Party nicht schlafen konnte.

Er versprach außerdem, Dean Stockwell, seinen Co-Star aus „Quantum Leap“ und Zylone bei BSG, Bescheid zu sagen, dass er auf die FedCon kommen soll.

Zu guter Letzt beförderte er in seiner Funktion als Captain der Enterprise, Jonathan Archer, Moderator Garrett Wang, dessen Charakter Harry Kim bei Voyager ja in sieben Jahren nicht über den Rang eines Fähnrichs herauskam unter tosendem Applaus der Fans zum Lieutenant.

So wurde der Samstag nach einer Vielzahl von Panels, Fanfilmen, Lesungen und Vorträgen mit einer positiven Note beendet, bevor die letzte Con-Party anfing.