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FedCon 20


Fedcon Freitag


von Steve Palaser

Nach dem überaus gelungenen Auftakt der FedCon XX wartete der Freitag ebenfallsmit einem derart prallen Programm auf, dass es unmöglich gewesen wäre, alles mitzubekommen.

So hatte man bereits am Vormittag die Wahl zwischen den Panels von BSGs Kate Vernon und Voyagers Robert Duncan McNeill im Hauptsaal, Carel Struycken im zweiten Saal und Lesungen, Fanfilmen und Ratespielen im dritten Saal.

Ab der Mittagszeit stand der Hauptsaal bis abends ganz im Zeichen der großen Autogrammstunde, bei der die Schlange insbesondere für Richard Dean Anderson geradezu endlos lang erschien.

Im zweiten Saal wurde das Publikum zuerst von Hubert Zitt und dann von Robert Vogel in einer Art Doppel-Vortrag zum Thema „Raumpatrouille Orion“ bestens informiert und unterhalten.

Gerade Zitts Vortrag strotzte trotz seiner 118 Powerpoint-Slides wieder einmal vor Humor, zumal das Thema „Enterprise trifft Orion“ äußerst interessant war.

Orion feiert in diesem Jahr 45jähriges Jubiläum und sowohl Vogel als auch Zitt gingen darauf ein, dass es ein Phänomen für eine TV-Serie mit nur sieben Episoden ist, nach 45 Jahren noch eine derart große Fanbasis zu haben.

Vogel erzählte dann noch einige persönliche Geschichten, wie er die Orion-Schauspieler getroffen hatte, während Zitt wie gewohnt mehr auf die wissenschaftliche Seite einging.

Nach diesem Orion-Doppelpack wurde es Zeit für die Trailershow, bei der unter anderem auch die Fortsetzung von „Human Centipede“ vorgestellt wurde und Claudia Kern ein T-Shirt zu Teil Eins geschenkt bekam.

„Firefly“-Darsteller Sean Maher, nicht verwandt oder verschwägert mit Stand-Up Comedian Bill Maher, stellte sich als nächstes den Fragen der Fans, bevor es im Hauptsaal zum nächsten Highlight kam.

MacGyver bzw. Col. Jack O’Neill himself, besser bekannt als Richard Dean Anderson stellte sich erstmals auf einer deutschen Convention den Fans.

Bei manchen Fragen, die er bekam, fragte er sich allerdings selber schon, ob das eine gute Idee war. „Have I gone in the wrong room?“ fragte er nach der dritten dämlichen Frage hintereinander, was soviel heißt wie „Bin ich in den falschen Raum gekommen?“, wobei „Bin ich hier im falschen Film?“ in diesem Fall sicher auch eine legitime Übersetzung gewesen wäre.

So viele fast schon ans peinliche grenzende Fragen hatte lange kein Schauspieler mehr auf der FedCon bekommen. Aber glücklicherweise hatte er mit seiner lockeren Art keine Probleme, mit seinen Antworten für Lacher zu sorgen, ohne die Fragenden zu beleidigen.

Und er gab auch einiges persönliches preis. Dass er sich aus dem Berufsleben in den letzten Jahren weitestgehend zurückgezogen hat, lag hauptsächlich daran, dass er sich um die Erziehung seiner Tochter kümmern wollte, was für ihn als alleinerziehendem Vater viel Zeit einnimmt.

Sein Engangement für die Sea Shepherd Organisation, bekannt aus der Dokumentarreihe „Whale Wars“, die sich dem Schutz der Wale und des Ozeans verschrieben haben, machte ihn nur noch sympathischer.

Trotz einiger gewöhnungsbedürftiger Fragen war es ein sehr kurzweiliges Panel, welches zu schnell vorbeiging.

Danach war es an Paul McGillion aus Stargate Atlantis, die Fans im Hauptsaal zu unterhalten, während Dirk Benedict im Nebensaal aus seinem bewegtem Leben erzählte.

Das nächste Panel in diesem Saal war etwas unglücklich gelegt, denn dass Bonnie Piesse nicht viele Fans anziehen würde, während zeitgleich parallel der zweite Hauptstargast neben RDA, Scott Bakula aus „Quantum Leap“ und „Enterprise“, im Hauptsaal sein erstes Panel abhielt, war abzusehen.

So blieb nur eine Handvoll Fans im Saal, was zwar einerseits zu einem gemütlicheren Panel, andererseits allerdings auch zu einem kürzeren Panel führte, da den paar Fans nicht mehr viele Fragen an die Star Wars Schauspielerin einfielen und sie auch nicht mehr wusste, was sie noch erzählen sollte.

Allerdings erfuhr man von ihr, dass sie recht gut Deutsch kann, da sie ein Jahr Schüleraustausch in Tirol verbracht hatte, wobei sie aber glücklicherweise dennoch Hochdeutsch gelernt hatte.

Außerdem kann sie sehr gut singen, was sie bei ihrem nächsten Auftritt in Deutschland hoffentlich auch in einem kleinen Konzert tun wird, sofern sie bis dahin nicht von einem Beduinen weggekauft wird, denn bei den Dreharbeiten zu Star Wars in Marokko bot tatsächlich jemand 500 Kamele für sie und die Filmcrew musste den guten Mann davon überzeugen, dass sie nicht verkäuflich ist.

Im Hauptsaal unterhielt Bakula die Fans, philosophierte über die Herkunft seines Namens und gab ein paar Kostproben seines Gesangstalentes. Bakula kam ähnlich wie RDA als rundum sympathisch rüber, nur dass er nicht ganz so flapsigen Humor zeigte wie RDA.

Aber für den Humor war TNGs Marina Sirtis zuständig, die mit dem letzten Panel des Tages quasi gleichzeitig den „Rausschmeißer“ machte. Sie erwies sich wieder als quirlig und schlagfertig wie eh und je und holte sogar ihre Familie auf die Bühne.

Nach ihrem Panel konnte man sich auf der zweiten Con-Party des Wochenendes von dem ereignisreichen Programm erholen.