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FedCon 19


Der Freitag


von Steve Palaser

Der Anreisetag der Convention fängt ja traditionsgemäß langsam an, da die Fans im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal ankommen müssen. Viele Fans zog es zunächst zur Anmeldung für die FedCon 2011, während das Programm im Hauptsaal mit Fanfilmen startete. Zunächst der Stargate-Fanfilm „Combination“, dass präsentierte das Team von Star Trek Phase II die neueste Episode „The Child“, welche seinerzeit ja in den Siebzigern schon als Episode für die geplante Star Trek Phase II Serie geschrieben wurde und 1988 für den Season-Opener der zweiten Staffel von TNG umgeschrieben wurde. Im Anschluß hielt James Cawley sein Panel und erzählte unter anderem, dass die Produktionskosten der Episode sich auf über 100.000 $ beliefen, was für eine Fan-Produktion schon ein beträchtliches Sümmchen darstellt.
Cawley rekapitulierte auch, wie es dazu kam, dass sie mit Walter Koenig und George Takei einige der Original-Schauspieler an Bord holen konnten. Ein Bekannter von Cawley, seines Zeichens Stuntman und Bodyguard der Classic-Schauspieler vermittelte ein Gespräch mit Walter Koenig, der von der Idee zu „To Serve all my Days“ begeistert war. Bei den Dreharbeiten gab er Cawley auch den Tip, dass Kirk bei Chekovs Todesszene keinesfalls weinen dürfe. „Captain Kirk does not cry!”
Überhaupt hatte Cawley an die Dreharbeiten nur positive Erinnerungen, so z.B. dass Koenig seine Beine unter der Konsole überkreuzte, wie er es in der Classic-Serie auch tat. Nach JJ Abrams’ Reimagining von Star Trek gefragt, meinte Cawley, dass ihm der Film zwar gefallen habe, er aber hofft, dass der nächste storytechnisch wieder mehr im Spirit von Gene Roddenberry sei. Der Unterschied zwischen Shatners Kirk und Pines Kirk sei schon gravierend, da Shatners Kirk immer Captain sein wollte, Pines sich dagegen bis zuletzt wehrt.
Cawley möchte am liebsten noch ca. 20 Episoden von Phase II drehen, um die in Classic gestartete 5-Jahres-Mission zu Ende zu bringen. Und ihm schwebt auch eine Story vor, die zwischen dem Ende der Mission und dem Beginn des ersten Kinofilms liegt und sich damit beschäftigt, was das Trio um Kirk, Spock und McCoy derart auseinanderdividiert hat, wie man sie zu Beginn von Star Trek I vorfindet. Fans, die bei künftigen Episoden dabei sein wollen, brauchen sich nur über die Website zu melden. Zu guter Letzt berichtete er noch über sein Buck Rogers Projekt, in dem Gil Gerard und Erin Gray die Eltern des neuen Buck Rogers spielen. Stilistisch soll das Ganze sehr retromäßig und steampunkartig sein.
Nach dem interessanten Panel von Cawley kamen mit Lucianna Carro, Suzie Plakson und Manu Intiraymi im Hauptsaal die ersten Schauspieler zu Wort, die sich wie gewohnt den Fragen der Fans stellten.
Nach der zweiten neuen Phase II Episode „Enemy Starfleet“ folgte die Opening Ceremony, die von Zeremonienmeister Ed Wasser mit Witz durchgeführt wurde. Die Nussknacker Alien Performance war witzig, obwohl der Alien im rosa Tütü bereits auf der letzten FedCon für Lacher gesorgt hat. Ansonsten wurden alle anwesenden Schauspieler präsentiert, wobei Terry Farrell zunächst nur als Videobotschaft erschien, in der sie ihre Teilnahme kurzfristig absagte. Dies erwies sich aber als gelungener Scherz, denn kurz darauf betrat sie unter tosendem Applaus die Bühne. Und Stargate Atlantis’ Joe Flanigan verspätete sich etwas, weil er mit dem Zug einen Bahnhof zu weit gefahren waren. Damit war die Con offiziell eröffnet und mit den Guest Panels von Farrell, David Hewlett und James Marsters endete der erste Tag im Hauptsaal mit einer ganzen Reihe von Highlights, ehe es dann im Foyer mit der ersten Con-Party weiterging.
Auf dem Holodeck hielt Robert Vogel einen Vortrag über Andromeda, Jack Moik erzählte von den Dreharbeiten von Nydenion und Tsuneo Sanda präsentierte seine Kunstwerke.
Mit einem Tribut zum 50-jährigem Jubiläum von Perry Rhodan, einem sehr spassigem Panel mit der quirligen Chase Masterson, der man ihr Baujahr 1963 definitiv nicht ansah und der Vorstellung der klingonischen Oper U hatten die Fans auch auf dem Holodeck bis zum Abend spannende Unterhaltung.
Aber der „Haupttag“ einer Convention ist bekanntlich der Samstag und von daher kann man mit Sicherheit auf viele weitere Highlights gespannt sein.