Conbericht EFC Dinnerparty 03
von Mario Scholz
Das war sie also, die Earth Final Farewell Party. Zwar wurde schon letztes Jahr gesagt, daß das Dinner Take II die letzte Earth: Final Conflict-Veranstaltung dieser Art gewesen sei, doch Veranstalterin Annette Vogelgesang hatte sich doch noch durchgerungen, eine weitere, letzte EFC-Veranstaltung zu starten – unter anderem auf Bitten von Schauspieler Von Flores [EFC: Sandoval] hin.
So kam es also, daß sich am 26. April 2003 wieder viele Fans dieser in Deutschland etwas stiefmütterlich behandelten SF-Serie in luftigen Höhen über der Berliner West-City einfanden. Veranstaltungsort war schon fast traditionsgemäß das Penthouse zehnten Stock des Hauses „Eden“, hoch über dem Kurfürsten-Damm mit Blick auf die Gedächtniskirche und die Stadt. Eine würdige Kulisse für die Party.
Die begann dann um zwölf Uhr mit dem Einlaß der Fans und sollte ihren ersten Höhepunkt eigentlich um 13 Uhr mit dem Auftritt der Gaststars erleben – die sich (eigentlich auch schon fast traditionsgemäß) allerdings verspäteten und erst gegen zwei Uhr nachmittags gesichtet wurden. Außer der Verspätung gab es allerdings noch einen weiteren Grund zur Trauer für die Fans, denn leider hatte Jayne Heitmeyer [EFC: Renee Palmer] und – ironischerweise – auch Von Flores ihre Teilname kurzfristig absagen müssen. Jayne hatte überraschend ein Rollenangebot erhalten, während Von mit Verzögerungen bei seinem aktuellen Projekt kämpfte. So blieben den Fans nur Robert Leeshock [EFC: Liam Kincaid] sowie Eugene W. Roddenberry Jr., der Sohn des verstorbenen Star Trek Erfinders Gene Roddenberry, übrig.
Doch das reichte locker aus, daß sich die beiden Gaststars sofort ins Partygetümmel stürzten – respektive den Fragen ihrer Fans Rede und Antwort standen.
Selbstverständlich gab es auch eine Autogrammstunde für die Fans, bei der sich erwartungsgemäß lange Schlangen bildeten, während die beiden Gäste beliebig viele Autogramme signierten, wovon allerdings nur das erste auf einem selbst mitgebrachten Gegenstand kostenlos war. Doch auch die angebotenen Fotos der Schauspieler fanden reißenden Absatz.
Während die einen noch auf ihre Autogramme warteten, fanden die anderen (die sich früher angestellt hatten) schon Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen oder auch neue zu schließen, oder sich an der Bar mit kostenlosen Getränken zu versorgen. Langsam füllte sich der Hauptraum wieder und es schloß sich die Fotosession an – für zehn Euro bekam jeder der wollte ein Foto mit den beiden Stars auf der Terrasse des Penthouses. Auch hier bildeten sich umgehend eine lange Schlange vor der Terrassentür.
Mit ein wenig Verspätung wurde rund eine Stunde nach dem geplanten Zeitpunkt die Pause der Veranstaltung eingeläutet. Die Fans verließen den Saal, um sich irgendwo auf dem Ku’Damm etwas zu essen zu suchen. Eine Delegation überfiel den ansässigen Pizza-Hut und brachte die Bedienungen in arge Bedrängnis, als ein Tisch für acht Personen gefordert wurde, den das Restaurant allerdings eigentlich gar nicht hergab. Mit ein bißchen Tischrücken kam man dann aber doch noch zu einem akzeptablen Ergebnis und so stand dem Pizzagenuß nichts mehr im Wege.
So vertrieben sich die Fans auf die eine oder andere Art die Langeweile, während ihre Fotos weit über ihnen bereits fertig entwickelt den Stars zum Signieren vorgelegt wurden, so daß jedem Fan sein Fotos um 21:30 zum zweiten Teil der Party in die Hand gedrückt werden konnte. Dieser zweite Teil hatte es dann auch in sich. Es gab kein Programm mehr, keine Planung – es wurde die Musik angeschmissen und die Bar geöffnet. Einziger Programm-Punkt: Fun, Fun, Fun!
Spaß hatten sichtlich auch Robert Leeshock und Eugene Roddenberry, die sich gerne in Gespräche verwickeln ließen, aber auch selbst die Initiative ergriffen und auf die Fans zugingen, wenn plötzlich niemand mehr zum Reden in ihrer Nähe war. Mit fortschreitendem Abend und steigendem Alkoholspiegel (bei den Fans im allgemeinen und den Stargästen im besonderen) kam die Party dann immer mehr in Schwung, so daß auch irgendwann die Deckenbeleuchtung des Saals gegen die gemütlichere Bar-Beleuchtung ausgetauscht wurde.
Um Mitternacht endete dann die vertragliche Verpflichtung von Robert und Eugene, was diese mit einem Achselzucken hinnahmen – und weitermachten. Echte Fan-Nähe eben, quasi „Stars zum Anfassen“, und das im wahrsten Sinne des Wortes: es wird wohl kaum ein weibliches Wesen geben, das abends noch auf der Party war, ohne mit Robert oder Eugene (vorzugsweise auch mit beiden nacheinander) mindestens einmal engumschlungen getanzt zu haben. So kamen die (weiblichen) Fans auf ihre Kosten, und die beiden Stars sicherlich auch.
Das die abendliche Party ein voller Erfolg war, zeigt auch ein Blick auf die Uhr – erst um vier Uhr morgens gaben die letzten Partywilligen (und die Gaststars) auf und traten den Heimweg an.
Somit war die Farewell-Party die längste aller drei EFC-Dinner gewesen, und wohl auch die mit der besten Stimmung. Eigentlich schade, daß es die letzte ihrer Art war, doch wie schon im Programmheft steht: Man sollte niemals nie sagen.
Daß eine weitere Party – wenn auch mit einem anderen Thema - stattfinden soll, daß wird aus dem Programmheft ziemlich deutlich. Seien wir also gespannt, was uns Annette im nächsten Jahr auftischt – Spaß bringen wird es garantiert, davon sind die Fans sicherlich überzeugt.
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