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Convention Central


:: Conneko 2004 in Ludwigshafen


:: Conneko 04


Conneko 2004


Conneko 2004 in Ludwigshafen


von Thomas Dräger

Conneko 2004, eine Anime und Manga Con von Fans für Fans

Am vergangenen Wochenende fand die Conneko 2004 in Ludwigshafen statt. 450 Fans japanischer Zeichentrickfilme (Anime) und japanischer Comics (Manga) aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz hatten für 32 Stunden ihren Spaß. Und der Hockenheimer Patrick Münzberg hat das Ganze mitorganisiert.

Mangas und Anime kennt man vor allem aus dem Kinderprogramm bei RTL2, dass es sich aber nicht nur um Kinderkram handelt, beweisen schon die durchweg dem Kindergarten entwachsenen Organisatoren. Und auch die japanische Händlerin, die mit ihrer lebendigen Art der Kundenbetreuung viel zur exotischen Atmosphäre beitrug, wundert sich: „Ich bin als Kind mit Mangas aufgewachsen. Und auch heute lese ich noch die für Senioren gemachten Silver-Age Mangas.“ In Japan sieht man den Manga also mit anderen Augen.

Aber das Publikum auf der Conneko ist dennoch eher jung. Die zwischen 15 und 20 Jahren alten Besucher zeichnen sich vor allem durch die bunten Kostüme aus, die viele tragen. Das es auch Manga und Anime für Erwachsene gibt, bleibt wohl noch für Jahre ein Geheimtipp.

Was die Conneko auszeichnet, ist der sensationell niedrige Eintrittspreis. Für die zwei Tage Programm mit der Möglichkeit zur Übernachtung in der Turnhalle zahlt man gerade 5 EURO. Das ist taschengeldverträglich - so können sich alle Fans den Spaß leisten. Das ist auch ein klares Ziel der Macher der Conneko. Andere Veranstaltungen dieser Art kosten schon mal das zehnfache, und dann muss noch eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden werden. Das honorieren die Fans. Dieses Jahr kamen circa 450 zahlende Besucher, fast doppelt so viel wie im letzten Jahr.

In der Küche standen dieses Jahr die erfahrenen Köche der J-Junk, einer Convention aus Groß-Gerau. Quasi Nachbarschaftshilfe. Auch hier konnte man sich wenig Geld exotisch den Bauch vollschlagen. Nur bei den japanischen Pfandkuchen war zu wenig Weißkohl stellte die Gattin des japanischen Konsuls fest. Letztes Jahr nahm der Konsul an einer Podiumsdiskussion teil. Da hat ihm die Conneko wohl so gut gefallen, das er dieses Jahr gerne als Besucher kam.

Programm gab es so viel, das man unmöglich alles anschauen konnte. Höhepunkte sind die Auftritte der verschiedenen Tanzgruppen und das Cosplay. Hier werden die selbstgemachten Kostüme mit einer kleinen Spielszene der Jury präsentiert. Es ist erstaunlich, wie viel Engagement in den Aufführungen steckt. Das Vorurteil von der vor dem Fernseher faulenzenden Jugend stimmt für die Besucher der Conneko sicher nicht.

Zeit zum Faulenzen gab es dagegen für die Veranstalter überhaupt keine. Es gilt fast minütlich Probleme zu lösen. Es fängt damit an, das nur ein Bruchteil der vielen Helfer pünktlich zum Aufbau erschien. Kabelbrüche bei der Musikanlage sind Peanuts aber Ersatz für den defekte Videobeamer lässt sich einfach nicht aus dem Ärmel schütteln. Da müssen dann Vorführungspläne neu geschrieben werden. Ständig sucht irgend jemand einen Schlüssel und wer begrüßt den zufällig anwesenden japanischen Konsul? An Schlaf ist da nicht zu denken! „Als Patrick mitten in der Nacht vor dem Computer eingeschlafen ist, habe ich ihn ins Bett geschickt“ erzählt eine der Organisatorinnen. Sie selber hat um sieben Uhr in der Früh die nun endlich leeren Videoräume aufgeräumt.

Sonntag Mittag haben dann die meisten Besucher zufrieden den Heimweg angetreten. Auf die Frage „Wird es eine Conneko 2005 geben?“ ziehen die müden Leute im Organisationsbüro ein Flugblatt aus dem Laserdrucker. In fetten Buchstaben steht da: „Conneko 2005 am 21./22. Mai“. Bis dahin heißt es dann einen Schlafüberschuß auf zu bauen.