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Convention Central


:: Bericht von Erik Fürhoff


:: Bilder von Klaus Wittmack
:: Bilder von Nicky Schomann


HanseTrek Forever


Bericht von Erik Fürhoff


von Erik Fürhoff

Von Fans für Fans: das "Hansetrek Forever!"-Treffen

Wie bekannt, wurde die zweite Hansetrek, die vom 27. bis 29. Februar 2004 in Hamburg stattfinden sollte, gegen Ende Januar ersatzlos abgesagt. Im Forum der Website zur Hansetrek (http://www.hansetrek.de/) stapelten sich kilobyteweise die bedauernden Worte von Fans über die Absage dieser Con, die für die norddeutsche Szene so etwas wie ein Hoffnungsträger auf weitere Veranstaltungen in der Region geworden war.

Da sich viele Fans ursprünglich für den Zeitraum der Hansetrek freigenommen hatten, kam im Hansetrek-internen Webchat die spontane Idee auf, trotzdem ein lockeres Treffen in Hamburg zu organisieren - ohne Stars, Panels oder sonstige Con-typische Veranstaltungen, sondern einfach, um den interessierten Fans die Stadt Hamburg ein Stück näher zu bringen und so die freie Zeit zu nutzen. Die Idee wurde unter dem Motto "Hansetrek-Forever!" in das Forum der Hansetrek-Website getragen, um sie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein kleines Programm mit einigen zentralen Punkten wurde aufgestellt, zu denen sich möglichst viele Fans in gemütlicher Runde und zu gemeinsamen Aktivitäten treffen konnten. Selbst ein eigens für diesen Anlass bedruckter "Hansetrek-Memorial"-Kaffeebecher wurde von ambitionierten Fans zum Selbstkostenpreis unter die Leute gebracht. Ansonsten war jedem natürlich freigestellt, was er/sie in der übrigen Zeit in Hamburg anstellen konnte.

Am Abend des 27. Februar trafen sich also etwa 24 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus der Schweiz im Lokal "Roxie" in Hamburg. Bei leckerem Essen und Getränken - sowie leckerer Schokolade aus der Schweiz - wurde sich angeregt über dies und das aus dem Fandom und anderen Themen unterhalten. Insbesondere wurde in den Diskussionen die Absage der Hansetrek sehr bedauert. Allerdings kam ein Teil der - pardon - "Trauergemeinde" auch nicht umhin, das bis zu diesem Zeitpunkt empfundene Informationsvakuum seitens der Con-Veranstalter zu kritisieren, ohne jedoch in ähnlich polarisierte Diskussionen zu verfallen, wie es momentan im Hansetrek-Forum und im Gästebuch der Hansetrek-Website der Fall zu sein scheint. Zündstoff bekamen die Diskussionen zu diesem Thema jedoch insbesondere durch die Tatsache, dass unter anderem ein schweizer Gast des Treffens tatsächlich nicht von der Absage der Hansetrek gewusst hatte und dementsprechend am Vormittag des 27. Februar in der Lobby des Con-Hotels gewahr wurde, dass er mehr als tausend Kilometer praktisch umsonst angereist war. Glücklicherweise fand er jedoch zum "Hansetrek-Forever!"-Treffen und war sehr froh, dass er hier Anschluss und freundliche Begleitung fand, was seinen Ärger ein wenig linderte. (Wie mittlerweile bekannt wurde, reisten noch weitere Personen an und erfuhren erst vom Hotelpersonal vor Ort von der Absage der Hansetrek.)

Gegen Mitternacht klang dieser Tag aus und die Gäste vergnügten sich am folgenden Vormittag, also am 28. Februar, zunächst einmal in lockeren und unabhängigen Gruppen mit Shopping und Sightseeing in Hamburg. Am Abend fand man sich dann an den Landungsbrücken zu einer kleinen Tour mit einer der Fähren, die in Hamburg einen Teil des öffentlichen Nahverkehrs darstellen, wieder zusammen. Keiner der Gäste von auswärts brauchte Fahrgeld zahlen, denn die "Einheimischen" verfügten zum grossen Teil über Abonnementkarten, bei denen man zum Teil mehrere Personen im Netz des Hamburger Verkehrsverbunds mitfahren lassen kann. Die gut einstündige Fahrt führte durch einen Teil des Hafens bis hinüber nach Finkenwerder und wieder zurück zu den Landungsbrücken. Durch das rundum verglaste Unterdeck der Fähre konnte man die Lichter des Hafens in der Dämmerung geniessen und ganz wetterfeste Fans liessen sich auf dem Oberdeck einmal richtig durchpusten. So schön die Lichter Hamburgs am Abend und in der Nacht auch sind - im Sommer wäre diese Tour noch einmal so schön gewesen, weshalb auch angedacht ist, das Treffen zu einer wärmeren Jahreszeit zu wiederholen.

Nachdem die Fähre wieder angelegt und ihre menschliche Ladung entlassen hatte, blieb noch etwas Zeit, bis der im Lokal bestellte Tisch geentert werden konnte. Die mittlerweile leider auf elf Personen geschrumpfte Truppe schickte sich an, durch den alten Elbtunnel zu marschieren, der sowohl für den Auto- als auch den Fußgängerverkehr freigegeben ist. Dieser Tunnel führt von den Landungsbrücken hinüber in die ehemalige Freihafenzone auf der anderen Seite der Elbe. Nachdem von der anderen Seite die nächtliche Aussicht auf die Schiffe und das Hamburg-Panorama ausgiebig genossen war, ging es zu Fuß wieder zurück durch den Elbtunnel zu den Landungsbrücken.

Nicht weit entfernt liess man es sich am Millerntorplatz, direkt am Anfang der Reeperbahn, im "Tex's Bar-B-Q" gut gehen und wärmte sich von der Tour durch den Elbtunnel erst einmal wieder auf. Der Abend klang langsam und gemütlich aus. Für den Sonntag waren keine zentralen Aktivitäten geplant, doch einige lockere Gruppen und Grüppchen zog es dann noch zu privaten Treffen und Sightseeing.

Hamburger und auswärtige Fans sprachen sich dafür aus, untereinander weiterhin in Kontakt zu bleiben, um dieses Treffen gegebenenfalls zu wiederholen. Auch besteht bei vielen die Hoffnung, dass aus diesem Treffen einmal etwas mehr als ein reines Treffen von Fans entstehen könnte. Vielleicht sogar einmal etwas wie eine richtige Convention. Doch bis dahin, darüber waren sich alle einig, wäre es ein langer Weg.

Die Organisatoren des Treffens "Hansetrek-Forever!" bedanken sich bei allen Gästen, die zu dem Treffen gefunden haben und hoffen, dass es ihnen, trotz der ungünstigen Vorbedingungen, in Hamburg gefallen hat.


(c) Text: Erik Fürhoff; (c) Fotos: Nicky Schomann (http://www.nickira.de/)