Convention Central


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Serenity 2005


Sonntag, 01.05.2005


von Mario Rössel, Susi Feistel

Obwohl unser Bus diesen Tag reichlich Verspätung hatte kamen wir noch rechtzeitig zur Con und fanden im Hauptsaal wieder relativ gute Plätze. Zur Einstimmung gab es erst einmal das erste Season Finale von „Dead Like Me“ auf den beiden Leinwänden, von dem wir aber nur noch die letzten fünf Minuten gesehen haben.

Um 11 Uhr begannen dann die Panels, wobei erneut immer mehrere Darsteller auf der Bühne standen, allerdings in anderen Paarungen als am Samstag, was für Abwechslung sorgte. Highlight war natürlich das letzte Panel, bei dem alle Stargäste auf der Bühne den Fans Rede und Antwort standen und bei dem sogar die eine oder andere Träne floss. Nathan Fillion erwies sich dabei als Showmaster, und auch die Darsteller bestätigten, dass er nicht nur in der Serie der Captain ist. Als er einmal auf dem Set einen Helfer sah, der Sandwiches verteilte, sagte er nur, dass sie alle etwas essen sollten und alle anderen folgten ihm.

Während der Panels erfuhren wir, dass Ron Glass mit heutiger Technik auf Kriegsfuß steht. Er hat weder einen Computer noch ein Handy. Als er einmal für eine Rede eine Schreibmaschine kaufen wollte, wurde er von dem Verkäufer nur ausgelacht. Der konnte ihm nicht einmal sagen, woher man heute noch eine Schreibmaschine bekommen kann. Von Produzent Chris Buchanan erfuhr man, dass sich die Schauspieler und Crew das Feedback zur Serie hauptsächlich aus dem Internet holten – zum Beispiel von „Television Without Pity“. Als das Thema Synchronisation aufgegriffen wurde, versprach er, dass man sich dafür Leute suchen wird, die sich in Joss Whedons Welt auskennen. Ein Running Gag durchzog jedoch alle Panels. Fast alle Darsteller behandelten Nathan Fillion als ihr Idol, ihre Muse und dankten ihm, eine so große Inspiration für sie gewesen zu sein. Dazu traten die Schauspieler selbst ans Mikrofon und spielten Fan, was für reichlich Amüsement sorgte.

Neben den Fans war auch ein Kamerateam für Universal im Saal, die einen Teil der Convention für die Extras der „Serenity“-DVD aufzeichneten. Dabei wurde den Fans auch der „Serenity“-Trailer gezeigt, wobei die Crew zuerst die Reaktion der Fans gefilmt hat, und dann den Blick auf die Leinwände. Natürlich gaben wir alle unser Bestes, um Universal zu zeigen, dass wir es kaum erwarten können, „Serenity“ endlich im Kino zu sehen.

Während der Panel am Samstag hatten wir bereits vier deutsche Fans kennen gelernt, und heute erfuhren wir, dass es auch ein deutsches „Firefly“-Board im Internet gibt und dass einige der Mitglieder auf der Convention anwesend waren. Deshalb haben wir uns in der Wartezeit auf unsere verbleibenden Autogramme gleich mal mit einigen der anderen deutschen Fans bekannt gemacht und E-Mail Adressen ausgetauscht, damit wir später eventuell etwas wie einen Bannertausch mit SF-Radio aushandeln können. Wir erfuhren dabei, dass die RTL Group tatsächlich die Rechte an „Firefly“ besitzt und werden deshalb auch in unserem „Firefly“-Bereich darauf hinweisen, die Sendergruppe kräftig mit E-Mails einzudecken, damit die Serie noch vor dem Kinofilmstart in Deutschland ausgestrahlt wird.

Am Sonntag schien die Autogrammstunde noch effektiver zu funktionieren, denn bevor wir uns begannen zu langweilen, konnten wir uns auch schon anstellen. Da Summer Glau scheinbar mit jedem Fan ein ausführliches Gespräch suchte, wurden wir schon vor der Tür gebeten, nur unser Autogramm zu holen und zu gehen, damit jeder Fan die Chance hat, von allen Schauspielern ein Andenken zu bekommen. Eine halbe Stunde später waren wir beide stolze Besitzer von einer DVD-Hülle mit den Unterschriften aller anwesenden Stars.
Insgesamt muss man sagen, dass die Autogrammstunde sehr gut organisiert war. Es war nicht gehetzt und die Stars sahen locker und entspannt aus. Und für einen kleinen Wortwechsel im Sinne von „Hallo! Wie geht’s?“ war immer Zeit. Mit Chris Buchanan sprachen wir auch eine Minute länger, und er versicherte uns, dass er sich für eine Ausstrahlung in Deutschland stark machen wird.

Danach ließen wir uns wieder im Hauptsaal nieder und konnten an einem netten Quiz mitmachen, bei dem man nicht nur Serien, Episodennamen und Charakternamen anhand von Bildern erkennen musste, sondern auch die Serien anhand der Titelmelodie, die zum Teil rückwärts gespielt wurden. Nach der Verlosung der zweiten Tombola begann die Closing Ceremony, die jede Convention zu einem Abschluss bringt. Wir saßen dabei gemeinsam mit den deutschen Fans an einem Tisch, die wir am Samstag bereits getroffen hatten. Noch einmal kamen alle Schauspieler hinzu und wurden natürlich kräftig gefeiert – was sie sich auch redlich verdient hatten. So etwas, wie ein aufwendiges Closing Video gab es leider nicht. Dennoch können wir mit gutem Gewissen behaupten, dass diese Convention eine der besten war, die wir je besucht haben.

Viva, Las Vegas!