Kommen und Gehen
von Tschiponnique Skupin / Future Image
Auf Einladung der Veranstalter Bob und Linda besuchten wir Ende Mai die "B & L Superstar Autograph Show" in King of Prussia bei Philadelphia.
Für ihre erste Convention hatte das sympathische Paar eine beeindruckende Gästeliste zusammengetragen. Neben der fast kompletten Crew aus "Star Trek: The Next Generation", waren noch mehr als 10 weitere Schauspieler aus verschiedenen Serien Gast auf der zweitägigen Veranstaltung im Valley Forge Convention Center.
Diese Con lief, wie die meisten in den USA, etwas anders ab, als in Deutschland. Die Stargäste saßen in der Regel den ganzen Tag an einer Reihe Tischen, wo sie fast durchgehend Autogramme gaben.
Natürlich gab es auch Merchandise Händler, die sich bemühten ihre Ware an den Fan zu bringen, aber im Grunde ging es den Besuchern in erster Linie um die Live-Signaturen der anwesenden Stars. Einen extra Saal für Panels suchte man vergebens. Es war lediglich eine Ecke des Con Centers durch Vorhänge abgetrennt, in der eine kleine Bühne und ca. 250 Stühle aufgebaut waren. Dort stellte sich jeder Schauspieler zwischendurch für 30-45 Minuten den Fragen der Fans. Während auf deutschen Conventions, wie der Galileo 7 oder der Fed Con, die gut besuchten Panels das Herzstück der Veranstaltungen sind, war es in Philadelphia eher ein nettes Randprogramm.
Bei dem Staraufgebot, stand es außer Frage, dass die "Superstar Autograph Show" gut besucht werden würde. Aber trotzdem gab es nie Gedränge oder stundenlange Warteschlangen an den Tischen der Schauspieler, denn anders als in Deutschland, wo die meisten Fans Freitags anreisen und bis Sonntags auf der Con bleiben, war es in Amerika ein ständiges Kommen und Gehen. Viele Fans kamen, bezahlten Eintritt, kauften für je 20 Dollar die Autogramme, die sie wollten, und gingen wieder. Uniformierte oder gar Alien-Kostüme sah man so gut wie gar nicht.
Insgesamt lief alles sehr ruhig und stressfrei ab und die Besucher hatten oft Gelegenheit an den Autogrammtischen einige Worte mit den Schauspielern zu wechseln, oder wenn grade mal nicht los war, sich eine Weile mit ihnen zu unterhalten. Einige Stargäste standen sogar zur Verfügung, um sich mit ihren Fans in einem kleinen provisorischen Studio professionell fotografieren zu lassen. Den Originalfotoabzug (kein billiger Ausdruck), konnte man sich nach einer Stunde abholen und signieren lassen. Allerdings war man hier auch mit 60 Dollar dabei.
Wie man sehen kann, war diese Con für Autogrammsammler ein Eldorado. Viele Stars, kurze Wartezeiten, entspannte Leute. Ein gemeinsames Happening von Gleichgesinnten, die miteinander ein aufregendes Wochenende mit Partys und allem Drum und Dran verbringen, wie das auf deutschen Cons üblich ist, war es leider nicht.
Cons dieser Art sind in den USA typisch und finden dort an jedem Wochenende irgendwo im Land statt. Mal mit mehr, mal mit weniger Gästen. Es lohnt sich auf jeden Fall einmal so eine Veranstaltung zu besuchen, wenn sich die Gelegenheit bei einem USA-Besuch bietet.
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