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Convention Central


:: Conbericht 35th Anniv.


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:: FanFazit 35th Anniv.


35th Anniversary Of Star Trek


FanFazit 35th Anniv.


von Rita Vogler

Donnerstag, 6. September

Durch unseren Reiseleiter mit dem Conticket, Programmheft sowie den Punchcards für die Autogrammberechtigungen ausgestattet, machten wir uns erwartungsvoll auf den Weg ins Alexis Park Hotel, wo die Convention stattfinden sollte. Hier hieß es erst einmal, sich mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen. Es gab einen großen und einen kleinen Veranstaltungssaal, einen Händlerraum und einen weiteren Raum, wo die Nebendarsteller Autogramme signierten. Zusätzlich war auch am Hotelpool noch eine weitere kleine Bühne für Sonderveranstaltungen aufgebaut.

Zum Hauptveranstaltungssaal hatten nur diejenigen Zutritt, welche im Besitz des 500$- bzw. 1.500$-Tickets waren. Das Programmschema war jeden Tag ähnlich:

Von 10-13 Uhr signierten die Hauptdarsteller der Serie, welcher der Tag gewidmet war, ab 13 Uhr fanden anschließend die entsprechenden Gastpanels im Hauptsaal statt. Parallel dazu hielten die Nebendarsteller sowie auch einige Hauptdarsteller ebenfalls Panels auf einer der beiden anderen Bühnen ab. Beendet war das Programm um 18 Uhr. Danach fanden nur noch einzelne Aktionen auf der Poolbühne statt oder man konnte sich ein Theaterstück, gespielt von den Trekdarstellern, ansehen, was jedoch jeweils noch einmal 15$ zusätzlich kostete.

Der Donnerstag war der TNG-Crew gewidmet. Außerdem waren Kate Mulgrew und William Shatner da, die nur an diesem Tag an der Convention teilnahmen und daher am TOS- bzw. Voyager-Tag fehlten. Für die Autogramme wurde man geordnet nach Sitzreihen aufgerufen, weshalb wir erst sehr spät an die Reihe kamen. Die Helfer achteten auch sehr genau darauf, daß sich keiner anstellte, der noch nicht dran war. In der Zwischenzeit versorgten wir uns zunächst mit noch fehlenden Autogrammfotos, durchstöberten den Händlerraum, der verglichen mit der Fedcon recht klein war, und besuchten ein Panel von Kate Mulgrew im kleinen Veranstaltungssaal.

Ab 13 Uhr fingen schließlich die Panels im Hauptsaal an: Den Anfang machte William Shatner, den wir uns nicht bis zum Schluß ansehen konnten, da wir schließlich für die Autogramme der TNG-Darsteller an der Reihe waren. Als wir damit durch waren, war bereits Kate Mulgrew auf der Bühne. Nachdem die Autogrammstunde beendet war, kamen zunächst

Brent Spiner, Gates Mc Fadden und Levar Burton zu dritt auf die Bühne, die danach von Michael Dorn und Marina Sirtis abgelöst wurden, was nicht ohne große Umarmungen vonstatten ging. Zu guter Letzt war noch Wil Wheaton auf der Bühne, den wir uns aber nicht mehr zu Ende angeschaut haben.

Am Abend haben wir erst am Pool gesessen, einen Cocktail geschlürft und uns ein Panel der B5-Darsteller Jerry Doyle, Stephen Furst und Robert Krimmer angeschaut. Später sind wir dann ins Theater gegangen, wo es "Loveletters" mit Rene Auberjonois und Nana Visitor gab. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon sehr müde waren, hatten wir allerdings große Schwierigkeiten, dem im Dialog vorgetragenen Briefwechsel zwischen zwei Liebenden zu folgen. Danach fuhren wir zurück in unser Hotel und fielen todmüde in die Betten.




Freitag, 7. September

Dieser Tag galt DS9. Heute verbrachten wir die Zeit, bis wir mit den Autogrammen der Hauptdarsteller an der Reihe waren, damit, uns von etlichen der Nebendarsteller, wie z.B. Grace Lee Whitney (Yeoman Rand), Robin Curtis (Lt. Saavik), Max Grodenchik (Rom), Aron Eisenberg (Nog), Manu Intiraymi (Icheb), James Darren (Vic Fontaine) oder Mary Kay Adams (Grilka) Autogramme zu holen. Mit einigen konnten wir sogar Fotos machen. Außerdem besuchten wir im kleinen Veranstaltungssaal noch das Panel der DS9-Bad Boys: Marc Alaimo (Gul Dukat), Casey Biggs (Damar) und Jeffrey Combs (Weyoun), welches extrem unterhaltsam war.

Nachdem die Autogrammstunde beendet war, hatten die einzelnen Hauptdarsteller von DS9 alleine oder zu zweit nacheinander ihre Panels. Zum Schluß war dann die gesamte anwesende DS9-Besatzung auf der Bühne. Das DS9-Finale wurde mit einer Gesangsdarbietung von James Darren beendet.

An diesem Abend hatten wir uns keine Theaterkarten geholt, weil wir vorhatten, die Star Trek Experience im Las Vegas Hilton zu besuchen, die im Preis für das Conventionticket inbegriffen war. Am Eingang zur Experience hängen riesengroße Modelle der Raumschiffe Enterprise, der Voyager und eines Klingonenkreuzers. Man wandert zunächst durch eine Ausstellung von Requisiten und Kostümen. Auf diversen Zeittafeln läßt sich die Geschichte des Star Trek-Universums nachvollziehen. Ebenfalls gibt es Infotafeln und entsprechende Ausstellungsgegenstände zu den einzelnen Völkern wie den Klingonen, Cardassianern oder Borg.

Bevor es dann mit dem eigentlichem "Ride" losging, wurden noch Fotos von jedem einzelnem Besucher gemacht. Als eine genügend große Gruppe beisammen war, wurden wir aufgefordert, uns in mehreren Reihen aufzustellen. Nach einiger Zeit wurden wir dann gebeamt und landeten durch einen "Unfall" im 24. Jahrhundert auf der Enterprise-D. Durch einige sehr authentisch aussehende Gänge des Schiffs wurden wir auf die Brücke der Enterprise-D geführt, wo wir über den Monitor von Commander Riker informiert wurden, daß sich die Enterprise gerade in einem Konflikt mit einigen klingonischen Schiffen befinde, sie aber alles dafür tun würden, uns sicher mit einem Shuttle zurückzubringen, wo wir hergekommen sind. Wir wurden dann in ein Shuttle geführt, wo wir uns anschnallen mußten und über einen Monitor von Geordi LaForge begrüßt wurden, welcher unser Pilot war. Auf einem turbulentem Flug verließen wir die Enterprise, wichen den klingonischen Schiffen aus, gingen auf Warp und landeten schließlich wieder im Las Vegas des beginnenden 21. Jahrhunderts. Geordi war so nett, uns nach einem kleinen Rundflug über die Stadt, wieder im Las Vegas Hilton abzusetzen, und zwar in der Simulatoreinrichtung, von der aus wir versehentlich ins 24. Jahrhundert gelangten. Diese sah von außen komischerweise genau wie Deep Space Nine aus. ;-)

So gelangten wir, als wir das Shuttle verließen, auch durch eine Luftschleuse auf das Promenadendeck. Hier gab es einige Geschäfte, z.B. auch "Garak's Closure". Zunächst wurde uns jedoch angeboten, ein Foto zu erwerben, wo man zusammen mit seiner Lieblingscrew abgebildet ist. Da das Foto gut aussah, konnte ich nicht wiederstehen, es zu kaufen. Anschließend sind wir in "Quark's Bar" eingekehrt, wo wir uns mit galaktischen Speisen und Getränken gestärkt haben. Zwischendurch erhielten wir dabei auch Besuch von einem Ferengi, der wissen wollte, ob er mit uns ein profitables Geschäft machen könnte, und einem Klingonen, der sich verächtlich über unser Essen äußerte, da dieses nicht mehr lebendig war.

Alles in allem ist die Experience ein äußert lohnendes Abenteuer für alle Star Trek Fans, welches man nicht verpassen sollte, wenn man Las Vegas besucht.




Samstag, 8. September

Der Tag des 35jährigen Jubiläums! Selbstverständlich war es der TOS-Tag. Wir mußten heute schon sehr früh zum Alexis Park Hotel fahren, denn unser Reiseleiter hatte dafür gesorgt, daß wir als erstes Autogramme kriegten, da wir mittags bereits wieder in unserem eigenen Hotel sein mußten, wo für uns ein Treffen mit Robert Picardo organisiert war. Nachdem wir auf diese Weise ausnahmsweise mal als erste unsere Autogramme erhalten hatten, sammelten wir gleich noch einige weitere Autogramme bei den Nebendarstellern, die wir am Freitag noch nicht im Autogrammsaal angetroffen hatten, wie z.B. Marc Alaimo (Gul Dukat), Casey Biggs (Damar), Jeffrey Combs (Weyoun), Barbara March und Gwyneth Walsh (Lursa & B'Etor) sowie einiger B5-Darsteller.

Das Treffen mit Robert Picardo fand im Stratosphere Tower in einem Konferenzraum im 104. Stockwerk statt. Bob brachte zu unserer Freude noch Ethan Philips mit. Die beiden erzählten erst ein bißchen etwas (Robert auch in deutsch) und wollten wissen, wie weit die Voyager-Folgen in Deutschland schon gelaufen seien. Danach sang Robert drei Lieder für uns, die sich thematisch mit dem Merchandise, der Arbeit am Voyager-Set und dem Übergang zur nächsten Star Trek Serie ("Will you still love me tomorrow?") aus der Sicht des Holodocs befaßten. Anschließend durften wir Fragen an die Schauspieler stellen. Robert forderte uns auf, Fragen an Ethan in deutsch zu stellen, die er ihm daraufhin übersetzte, was recht witzig war. Zum Abschluß bekamen wir alle noch Autogramme von beiden Schauspielern und es wurde ein Gruppenfoto gemacht.

Danach fuhren wir wieder zum Alexis Park Hotel zurück. Die Panels mit der Classic-Crew waren leider bereits beendet. Im hinteren Teil des Gartens konnte man sich mit George Takei, Walter König oder James Doohan fotografieren lassen. Das lief dermaßen ab, daß man für 10$ einen Satz Becher mit dem Aufdruck "35th Anniversary of Star Trek 1966-2001" erhielt, sich in die entsprechende Schlange einreihte, einen Drink nach Wunsch erhielt und mit dem betreffenden Schauspieler abgelichtet wurde. Leider habe ich diese Aktion erst zu spät mitbekommen, so daß die Becher bereits ausverkauft waren und ich mich nicht mehr anstellen durfte. Statt dessen setzten wir uns direkt an einen der Tische am Pool, aßen und tranken etwas, unterhielten uns mit anderen Conbesuchern und warteten auf den Abend. Zwei Tische weiter saßen einige Darsteller von Voyager, darunter Robert Beltran. Auf dem Weg zu unserem Tisch, habe ich neugierig hinübergeschaut und sah, daß auch Robert Beltran, der sich gerade auf seinem Sitz etwas umgedreht hatte, in meine Richtung blickte. Als ich meinen Blick bereits wieder abwenden wollte, winkte er mir zu, woraufhin ich zurück gewunken habe. Ich schaute noch ein paar Mal verstohlen von unserem Tisch aus hinüber, aber etwas später hatte er seinen Tisch verlassen und war verschwunden.

Am Abend besuchten wir wieder zwei Theaterstücke. Das erste war eine Ansammlung von drei Kurzgeschichten, gelesen und gespielt von den "Fab 4 of Voyager": Robert Picardo, Ethan Philips, Roxann Dawson und Robert Duncan McNeill. Das zweite Stück wurde von Alexander Siddig und Andy Robinson gespielt und handelte von Bashir und Garak sowie deren frühen Erinnerungen, Paranoia und anderen Gefühlen. Teilweise wurde so schnell von einer Szene zur anderen gesprungen, daß man sich erst einmal zurechtfinden mußte, worum es denn gerade wieder ging. Beide Aufführungen waren jedoch sehr unterhaltsam, obwohl ich beim zweiten Stück wieder stark mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte.




Sonntag, 9. September

Der letzte Tag war der Voyager-Tag. Wie gehabt gab es am Vormittag die Autogramme und die Panels am Nachmittag. Alle Schauspieler hatten wiederum Einzel- oder Doppelpanels. Die schüchterne Jennifer Lien wurde meines Erachtens recht geschickt eingebunden, denn zunächst war Ethan Philips auf der Bühne, dann wurde Jennifer Lien dazugeholt und schließlich noch Bob Picardo. Das war schon ein seltenes Bild, die drei zusammen auf der Bühne zu sehen. Nachdem Ethan Philips und Jennifer Lien sich verabschiedet hatten, blieb Robert Picardo allein zurück und versteigerte die beiden Scripts zu Endgame Part 1 & 2, signiert von der kompletten Stammcrew und Alice Krige (Borgqueen), zu, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, jeweils 2.500 $. Der Höhepunkt des Tages war wieder die Crew-Reunion auf der Bühne und danach war alles viel zu schnell vorbei.




Welches sind nun die Eindrücke, die ich von dieser Convention mit nach Hause genommen habe? - Wenn ich die 35th Anniversary Con mit der Fedcon oder anderen deutschen Conventions vergleiche, bin ich froh, daß wir in Deutschland so gelungene Cons geboten bekommen.

Da wären zum einen die Show an sich sowie die Technik. Eine Opening oder Closing Ceremony gab es ebenso wenig wie eine sonstige Einstimmung auf die Gaststars, etwa durch Musik oder ein Video. Letzteres wäre auch nicht möglich gewesen, da der Hauptsaal, keine Videoleinwand besaß, womit man auch die Schauspieler auf der Bühne hätte vergrößern können. Wer weiter hinten saß, konnte die Schauspieler naturgemäß nicht so gut sehen oder fotografieren. Es war streng verboten, für ein Foto am Anfang der Panels einmal kurz nach vorne zu gehen, wie es bei der Fedcon möglich ist. Ferner standen für die Fragen aus dem Zuschauerraum keine Mikros zur Verfügung, so daß die Fragesteller laut schreien mußten und im hinteren Teil des Saales und z.T. auch auf der Bühne nicht verstanden wurden. Positiv war, daß die Sitzreihen nicht so eng waren, was aber bei den vielen wohlgenährten Menschen in Amerika auch nicht verwunderlich ist. ;-)

Wer nun glaubt, daß man auf deutschen Conventions um sein Geld gebracht wird, war noch nicht auf einer Slanted Fedora Convention: Nur wer bereit ist, viel Geld auszugeben, wird vom Veranstalter einigermaßen anständig behandelt. Alles, was nicht vorher ausdrücklich als im Preis eingeschlossen galt, mußte teuer extra bezahlt werden.

Trotz allem war die Jubiläums-Convention ein bemerkenswertes Ereignis, welches ich nicht missen möchte. Es war schon großartig, so viele Gaststars auf einmal zu sehen und so viele Autogramme zu kriegen. Vor allem bewegten sich auch alle Gaststars frei auf dem Gelände, so daß man sie auch außerhalb der Panels und Autogrammstunden zu Gesicht bekommen konnte. Auch die Organisation an sich, besonders die der Autogrammstunden, war in Ordnung.

Zu einem ähnlichem Anlaß würde ich vielleicht wieder eine Convention in den USA besuchen, aber ansonsten bin ich mit den deutschen Conventions vollauf zufrieden.