Buffy & Angel


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf


:: 7x01 Lessons
:: 7x02 Beneath You
:: 7x03 Same Time, Same Place
:: 7x04 Help
:: 7x05 Selfless
:: 7x06 Him
:: 7x07 Conversations With Dead People
:: 7x08 Sleeper
:: 7x09 Never Leave Me
:: 7x10 Bring On The Night
:: 7x11 Showtime
:: 7x12 Potential
:: 7x13 The Killer In Me
:: 7x14 First Date
:: 7x15 Get It Done
:: 7x16 Storyteller
:: 7x17 Lies My Parents Told Me
:: 7x18 Dirty Girls
:: 7x19 Empty Places
:: 7x20 Touched
:: 7x21 End of Days
:: 7x22 Chosen


Buffy Episodenguide


7x07 "Conversations With Dead People"

[Gespräche mit Toten]


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Regie:
Nick Marck
Drehbuch:
Jane Espenson; Drew Goddard

Hauptdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers)
Nicholas Brendon (Xander Harris)
Emma Caulfield (Anya)
Michelle Trachtenberg (Dawn Summers)
James Marsters (Spike)
Alyson Hannigan (Willow Rosenberg)

Gastdarsteller:
DB Woodside (Rektor Wood)
Danny Strong (Jonathan Levinson)
Tom Lenk (Andrew Wells)
Adam Busch (Warren Meers)
Jonathan M. Woodward (Holden Webster)
Azura Skye (Cassie Newton)
Kristine Sutherland (Joyce Summers)

Darsteller:
Stacey Scowley (junge Frau)

 Kurzinhalt
Buffy trifft nachts auf dem Friedhof einen Vampir, der einst ein Klassenkamerad von ihr war.


 Inhalt
Nacht in Sunnydale. Während Buffy auf dem Friedhof patroulliert, Willow in der Bibliothek studiert und Dawn zuhause die sturmfreie Bude genießt, fährt ein Wagen durch die dunklen Straßen der Stadt. Im Inneren: Jonathan und Andrew, die beide die Nase voll von ihrem Leben auf der Flucht haben und nun wenigstens zum Teil wiedergutmachen wollen, was sie im letzten Jahr angerichtet haben.

Als Buffy auf dem Friedhof einen frisch erwachten Vampir stellt, guckt sie nicht schlecht als dieser sie plötzlich erkennt - es ist Holden Webster, ein alter Klassenkamerad aus der Sunnydale High. Und plötzlich finden sich die beiden anstatt im Kampf auf Leben und Tod in einer seltsamen Unterhaltung wieder, um die vergangenen drei Jahre aufzuholen.

Auch Willow hat eine Begegnung mit der Vergangenheit - plötzlich steht Cassie Newton vor ihr, das Mädchen mit den hellseherischen Fähigkeiten, das vor kurzem an einer Herzattacke gestorben war. Sie behauptet, eine Nachricht von Tara zu überbringen, da diese wegen der Schuld, die Willow mit Warrens Ermordung auf sich geladen hat, nicht selbst kommen kann.

Im Summershaus spielt ebenfalls alles verrückt - Dawn wird von einem Poltergeist heimgesucht, der die Gegenstände im Haus durch die Luft wirbeln läßt. Doch zwischen dem Lärm glaubt sie, die Stimme ihrer Mutter Joyce zu vernehmen, die von dem Geist bedroht und gequält wird.

Die "therapeutische" Sitzung zwischen Buffy und dem Vampir Holden nähert sich ihrem Höhepunkt, als Holden bei der Erwähnung Spikes plötzlich hellhörig wird - denn angeblich hat dieser ihn zum Vampir gemacht...


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Jakob Sättler

Die Tradition hält an. Nach 1x07 "Angel", nach 2x07 "Lie To Me", nach 5x07 "Fool For Love" und nach 6x07 "Once More, With Feeling": Die siebte Folge einer Staffel ist und bleibt ein Kracher. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß ursprünglich Amber Benson ("Tara") in der Folge einen Gastauftritt als Willows dämonische Gesprächspartnerin haben sollte, die versucht, Willow in den Selbstmord zu treiben. Diese Variante wurde aber (wohl aus Rücksicht auf die Fans der Beziehung Willow-Tara) schließlich verworfen, und Azura Skye ("Cassie Newton" - das Mädchen, das in 7x04 "Help" starb) - übernahm Bensons Part. Zwar ist das in emotionaler Hinsicht schon eine erhebliche Abschwächung, aber die dialoglastigen Szenen zwischen Willow und Cassie funktionieren dennoch blendend.

Wie überhaupt die gesamte Folge sehr dialoglastig ist und dennoch (oder vielleicht gerade deswegen) blendend funktioniert. Die Machart von "Conversations with Dead People" ist außergewöhnlich. Die Folge fokussiert auf Buffy, Willow, Dawn und Andrew, die in einzelnen Szenen zu sehen sind. Zwar hängen die Szenen letztlich irgendwie in ihrer Bedeutung zusammen, haben alle mehr oder weniger mit dem Big Bad dieser siebten Staffel zu tun, doch gibt es keinerlei Konversation zwischen den Hauptcharakteren untereinander. Willow ist nur in der Bibliothek und redet nur mit Cassie, Buffy ist ausschließlich mit ihrem Vampir-Psychologen Holden Webster beschäftigt und so weiter...

Xander und Anya, die in der Folge wohl nur deplatziert gewirkt hätten, sind gleich gar nicht zu sehen. Für Xander ist dies die erste Folge in der gesamten Seriengeschichte, in der er nicht vorkommt. Was das über die Wichtigkeit dieser Figur aussagt, muß man wohl nicht näher erläutern: Xander ist mehr und mehr zur Randgestalt verkümmert. Zurecht räumt man ihm in dieser grandiosen Folge keinen Platz ein.

Was viele Folgen in der jungen Vergangenheit nicht mehr geschafft haben, gelingt der vorliegenden Episode: das gute, alte BtVS-"Feeling" zu vermitteln. Endlich mal wieder, möchte man sagen. BtVS-Feeling - das bedeutet: realen, tiefsinnigen Geschichten einen mystischen Touch zu verleihen, sie unter die Haut gehen zu lassen, ohne dabei auf humoristische Elemente verzichten zu müssen. Oder auf Horror-Elemente. Oder Action. Vielseitiges Sehvergnügen mit Anspruch halt, wie aus einem Guß. Konsistent, stringent und spannend erzählt, jeweils mit der persönlichen Note, die die Serie kennzeichnet. Beispiele gefällig?

  • Die Fans, die in jeder Ep Querverweise zu vorangegangenen Folgen suchen, kommen anhand der Erwähnung von Scott (Buffys Freund anfangs der 3. Staffel), der - wie wir nun erfahren - schwul ist (man beachte Buffys Gesichtsausdruck, als sie dies erfährt), ebenso auf ihre Kosten wie die Verfechter der Popkultur-Referenz. Denn die Einblendung des Folgentitels (erstmalig in der Geschichte der Serie) und des Datums am Anfang der Folge "November 12, 2002 - 8:01 pm" ließen Serienfan-Herzen höher schlagen. Es fehlte eigentlich nur das "The following takes place between..." und das "Events occur in real time" (auch wenn's nicht ganz gestimmt hätte). Doch auch ohne diese beiden Sätze spielt "Conversations With Dead People" unverkennbar auf die in Echtzeit spielende Agenten-Serie "24" mit Kiefer Sutherland als Hauptdarsteller an, die übrigens in der 2. Hälfte von 2003 (endlich) ihren Deutschland-Start auf RTL2 feiern soll.

    Gelungen war auch die Hellraiser-"Pin Head"-Anspielung. Für Fans von Horror-Filmen, die man nur in den unteren Videothekregalen findet, ein willkommener Schundkultur-Einschlag.

  • Der Dialog zwischen Buffy und Holden war nicht nur interessant und lieferte jede Menge Material zum Diskutieren für die Fan-Boards, er zählt aufgrund seiner Skurrilität, dem überraschend beginnenden, zwischenzeitlichen Kampf auf Leben und Tod, der sich in hervorragend geschriebener Art und Weise wieder abkühlt bis hin zur Fortsetzung des Gesprächs, sicherlich zu den besten Dialogen der gesamten Serie. Der eigentliche Todfeind Vampir als der fremde Gesprächspartner, mit dem man über Dinge reden kann, die man seinen besten Freunden verschweigt. Klasse! Hervorzuheben ist hier, wie sich Buffy, als wäre sie bei einem Psychiater, auf die Couch (Entschludigung, das Grab) legte, und wie Holden Buffys psychologisches Dilemma auf den Punkt brachte, indem er die These aufstellte, Buffy habe wegen ihres Überlegenheitskomplexes einen Minderwertigkeitskomplex. Am besten ist jedoch, daß man das Pflöcken des Vampirs Holden Webster letztlich nicht zu sehen bekam. Das, was bei anderen Serien der Höhepunkt wäre - nämlich der "Sieg über den Feind", die gewonnene Schlacht - wurde hier gar nicht gezeigt. Auf diese Weise erhält Buffys "Triumph" ganz in Übereinstimmung mit ihrer momentanen Verfassung einen komischen, faden, bedrückenden Beigeschmack: Wie Buffy gesagt hat - sie wird eh gewinnen.

  • Selbst Warren als Charakter, der einem sonst ziemlich auf die Nerven geht, war gruselig wie nie zuvor. Wie er da vor der richtigen Tür stand... Und wo wir schon bei dieser Szene sind: Es zeigt sich mal wieder, daß in BtVS keiner vor dem Tod sicher ist: Jonathan, immerhin ein wiederkehrender Charakter seit den Anfangsstaffeln, ist ermordet worden. Von seinem besten Freund! Und - so makaber das klingt - seine letzte Szene war großartig: Jonathan wollte nach seinen Verfehlungen in Staffel 6 mit sich und der Welt wieder ins Reine kommen. Er war so zielstrebig, optimistisch, sah die High School im verklärten Licht der nostalgischen Erinnerung. Er war nach der anfänglichen Sorge bei der Rückkehr nach Sunnydale so... ausgeglichen, so bereit, so innerlich zur Ruhe gekommen - und hat prompt ein Messer im Bauch stecken. Vielleicht beflügelt diese Szene auch wieder die Phantasie der Fans in Richtung "Big Scooby Death", womit der Tod von Mitgliedern aus Buffys Scooby-Gang, also Xander, Willow, Dawn, Giles und so weiter, gemeint ist...

  • Cassie noch mal zu sehen, war ebenfalls prima. Das Mädchen hatte schon in 7x04 "Help" Ausstrahlung gehabt und toll gewirkt. Ihre Szenen mit Willow spielten sich alle nur am Tisch in der Bücherei ab, und dennoch waren sie spannend und fesselnd - angefangen bei dem mysteriösen, gespenstischen Auftauchen Cassies über das Gespräch, bei dem sie sich von der verständnisvollen, mitfühlenden Freundin in das Sprachrohr des "Big Bad" verwandelte, hin zum Abgang mit diabolischem Grinsen. Wahnsinn!

  • Dawn, um die herum das Haus zerlegt wird. Zugegeben, Buffys und Dawns Mutter Joyce als Engel - weiß strahlend - war eine klischeemäßige Katastrophe. Aber der Rest der Szenen mit Dawn: beste Poltergeist-Manier. Klopfen, der Fernseher, der sich nicht mehr ausschalten läßt, geheimnisvolle Stimmen... So viel Horror gab's in der Serie ansonsten höchstens in den Folgen 6x03 "Afterlife" und 2x18 "Killed By Death". Was Joyces Warnungen ("Buffy won't choose you - she'll be against you") zu bedeuten haben, ob es überhaupt Joyce war, die dort sprach - die Folge macht nicht nur dank dieser Szene unheimlich neugierig.

  • Sondern auch nicht zuletzt wegen Spike. Wie Buffy von Holden zufällig erfährt, daß Spike ihn zum Vampir gemacht habe, wie man kurz darauf Spike mit bestem, bedrohlichem "Game Face" seine Begleitung beißen sieht... "Conversations With Dead People" schießt in jeder Hinsicht den Vogel ab.

Halten wir fest: Der Big Bad, der sich in der verwirrenden und spannend faszinierenden Schlußszene der Eröffnungsfolge dieser Staffel (7x01 "Lessons") zum ersten Mal Spike und dabei auch dem Zuschauer zeigte, ist nun auch anderen in Erscheinung getreten. Der Startschuß ist sozusagen gefallen, der Story Arc kann beginnen, die Staffel kann in Fahrt kommen. Eine bessere Einleitung als diese Folge ist dafür kaum denkbar.