Buffy & Angel


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel Fünf


:: 6x01 Bargaining
:: 6x03 After Life
:: 6x04 Flooded
:: 6x05 Life Serial
:: 6x06 All The Way
:: 6x07 Once More, With Feeling
:: 6x08 Tabula Rasa
:: 6x09 Smashed
:: 6x10 Wrecked
:: 6x11 Gone
:: 6x12 Doublemeat Palace
:: 6x13 Dead Things
:: 6x14 Older and Far Away
:: 6x15 As You Were
:: 6x16 Hell's Bells
:: 6x17 Normal Again
:: 6x18 Entropy
:: 6x19 Seeing Red
:: 6x20 Villains
:: 6x21 Two To Go
:: 6x22 Grave


Buffy Episodenguide


6x16 "Hell's Bells"

[Höllische Hochzeit]


 « Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Eure Meinung (3) » 

Regie:
David Solomon
Drehbuch:
Rebecca Rand Kirshner

Hauptdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers)
Nicholas Brendon (Xander Harris)
Emma Caulfield (Anya)
Michelle Trachtenberg (Dawn Summers)
James Marsters (Spike)
Alyson Hannigan (Willow Rosenberg)

Gastdarsteller:
Amber Benson (Tara Maclay)
Mel Fair (Tentakel-Dämon)
Jan Hoag (Cousine Carol)
Rebecca Jackson (Tarantula)
James C. Leary (Clem)
Daniel McFeeley (Warty Dämon)
Kali Rocha (Halfrek)
Casey Sanders (Mr. Harris)
Andy Umberger (D'Hoffryn)
Megan Vint (Karen)
George D. Wallace (Stewart Burns)

Darsteller:
Susannah L. Brown (Bedienung)
Chris Emerson (Josh, 21 Jahre)
Julian Franco (junger Barkeeper)
Lee Garlington (Mrs. Harris)
Steven Gilborn (Krevlin)
Joey Hiott (Josh, 10 Jahre)
Nick Kokich (Dämonenkind)
Abigail Mavity (Sara, 8 Jahre)
Robert Noble (Nachtportier)
Ashligh Ann Wood (Sara, 18 Jahre)

 Kurzinhalt
Der große Tag ist da: Anya und Xander werden heiraten.


 Inhalt
Der große Tag ist endlich da: die Hochzeit von Anya und Xander. Groß vorbereitet, wird sowohl Xanders Familie erwartet, als auch Anyas Dämonen-Freunde - schließlich ist ihre menschliche Familie seit etwa 1000 Jahren tot. Damit niemand beim merkwürdigen Aussehen von Halfrek, D'Hoffryn & Co stutzig wird, verkauft das Brautpaar Anyas Freunde als Zirkus-Familie, was auf allgemein geglaubt wird.

Auch die Scoobies sind natürlich mit von der Partie - Willow fungiert als Trauzeuge, während Buffy, Dawn und Tara die Brautjungern mimen. Wie als Beweis für ihren extravagenten, schlechten Geschmack hat Anya die vier in seltsame, grüne Kleider gesteckt, die nur sie hinreißend findet.

So ist alles fertig für den großen Augenblick, sogar Spike ist anwesend, mit einem Date - ein Versuch seinerseits, Buffy eifersüchtig zu machen, der allerdings scheitert.
Doch als die Feierlichkeiten ihrem Höhepunkt entgegenstreben - genau wie der Alkoholspiegel bei der Familie Harris - taucht plötzlich ein fremder Mann in der Kapelle auf. Er behauptet, eine ältere Version von Xander zu sein - und er möchte sein jüngeres Ich vor einem schrecklichen Fehler bewahren...


Für alle, die mehr wissen möchten, steht eine ausführliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Jakob Sättler

Da ist sie also endlich, die Hochzeits-Folge, auf die man seit Xanders Heiratsantrag in 5x22 "The Gift" gewartet hat.

...Und Xander kneift. Seine kalten Füße gewinnen die Oberhand, er zieht im letzten Moment die Notbremse. Wieso eigentlich? Hatte er nicht vor kurzem Anya mit der Aussage beruhigt, er habe nur vor der Hochzeit Angst - Anyas Dämonenfreunde, die auf seine chaotische Trinkerfamilie prallen -, nicht vor der Ehe an sich. Offenbar war das nicht so ganz die Wahrheit. Das überrascht allerdings nicht. In 6x06 "All The Way" konnte man schon erkennen, daß es Xander nicht (nur) vor der Zeremonie graut, sondern daß er auch leicht besorgt und unsicher ist, ob Dämonin Anya mit ihrer sehr eigenen Art wirklich die
Richtige für ihn ist. Auch Xanders langes Zögern am Anfang von Staffel 6, den Scoobies von dem Heiratsantrag zu berichten, paßt hier ins Bild - es ging nicht nur um den Hochzeitstag an sich, sondern um die ganze "Institution" Ehe.

Ist Xander ein Feigling, weil er Anya nicht früher von seinen Zweifeln erzählt hat? Wahrscheinlich konnte er es nicht über das Herz bringen, weil ihm Anya immer wieder unschwer erkennbar klarmachte, wieviel ihr die Hochzeit bedeutet. Kam die Hochzeit zu früh für Xander? Obwohl "Arbeiterkinder" oftmals früher heiraten als beispielsweise Akademikerkinder, man muß wohl sagen - ja.

Mit Sicherheit war es letztlich der Dämon, der sich als "Zukunfts-Xander" ausgab, der Xander die schon halb offenen Augen ganz öffnete - die gefälschte Zukunftsvisionen von der Ehe als Hölle und der von ihm begangene Mord an Anya waren wohl die Tropfen, die das Faß zum Überlaufen brachten. Xander handelt nach dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken als (wie er befürchtet) Schrecken ohne Ende".

Vorwerfen, daß er bei seiner späten Entscheidung nur an sich dachte, kann man Xander nicht. Er wollte Anya vor der abschreckenden Ehe bewahren, die er bei seinen Eltern erlebt hat. Xanders Einsicht kommt spät - aber macht nicht gerade das ihn zu einer heroischen Figur, wird er nicht gerade dadurch zum (tragischen) Helden, daß er im schwersten Moment direkt vor dem Traualtar die Courage hat, seine wahren Gefühle zu äußern und nicht zu heiraten, um Anya eine höllische Zukunft zu ersparen? Xander als bemitleidenswerter Charakter?

Man kann es so sehen, aber es gibt auch eine andere Seite. Denn Eines kann man Xander vorwerfen. Es ist etwas, das sicherlich mit seinem Charakter zusammenhängt, etwas, das ihn (positiv ausgedrückt) bodenständig macht und ihn (negativ ausgedrückt) stillstehen läßt; jeden Guidance Counsellor hat Xander damit sicherlich wahnsinnig gemacht: Er steckt sich keine Ziele, er will Dinge nicht verändern; Xander Harris glaubt, daß seine Albträume wahr werden können, aber nicht seine Träume.

In Bezug auf die geplatzte Hochzeit mit Anya heißt das konkret: Xander sieht seine Mutter unter seinem alkoholkranken Vater leiden. Anstatt seinen Vater als abschreckendes Beispiel zu sehen und zu versuchen, selbst das genaue Gegenteil zu werden, glaubt er automatisch, seine Ehe würde auch so werden wie die seiner Eltern. Er drückt sich schon vor dem Versuch, es selbst besser zu machen. Er ist nicht bereit, ein Risiko einzugehen, sondern schmeißt von vornherein die Flinte ins Korn. Kritiker der Figur sehen darin den Beleg, daß Xander tatsächlich das ist, was er vor allem in den früheren Staffeln glaubte (und vielleicht immer noch glaubt) zu sein: ein "Loser", ein Verlierer, einer, der nicht den Mut hat, nach den Sternen zu greifen.

In jedem Fall ist Xander in der Folge alles andere als "out of character" geschrieben. Die Autoren erfassen seinen Charakter genau und ermöglichen mit seiner begründeten Entscheidung, Anya nicht zu heiraten, eine sehr interessante und vielseitige Interpretation der Figur. Insofern ein großes Kompliment an die Autoren der Folge.

Überhaupt reiht sich "Hell's Bells" gut ein in den Tenor von Staffel 6, in der sich die Serie umschreiben läßt mit den Begriffen "Persönlichkeitsstudie" oder "Charakter-Drama". Der Kampf gegen die Dämonen findet in dieser Staffel in den Figuren selbst statt, ihre Schwächen und Fehler werden offengelegt. Handlungen und ihre Konsequenzen stehen im Vordergrund, Verantwortung, darum geht es in Staffel 6.

Auch die Buffy-Spike-Szenen passen in diese leicht "Soap Opera"-artige Stimmung (um auch mal einen negativ angehauchten Begriff zu verwenden). Spike will - nachdem Buffy in der letzten Folge wohl endgültig mit ihm Schluß machte - die Jägerin mit seiner Begleitung eifersüchtig machen, Buffy wehtun, ihr klarmachen, daß er schon eine Neue hat. Kurz klappt das auch (Buffy fragt bei Dawn nach, als die jüngere Schwester von Spikes Partnerin berichtet), Buffy gibt es im späteren Gespräch mit Spike selbst zu. Allerdings sind Spikes Absichten leicht zu durchschauen. Spike kann nicht anders, als sein Herz auf der Zunge zu tragen und das zu sagen, was er denkt und fühlt. Das Gespräch ist sehr aufrichtig geführt (von beiden), ein ehrlicher Umgang miteinander nach der Trennung. Könnte eine Basis sein für eine "normale", freundschaftliche Beziehung von da an. Abwarten.



Obwohl die Folge noch ein paar weitere nette Szenen bereithält (zum Beispiel "Dawn und der Teenager-Dämon, die sich gegenseitig vorklagen, wessen Verwandtschaft schlimmer ist" oder die geschickt eingestreute Vorankündigung der Autoren, daß die Hochzeit nicht stattfinden wird, als Anya beim Üben ihres Hochzeitsgelübdes "for the last time" sagt), ist sie keine brilliante Episode.

Noch nicht so wirklich störend sind drei kleinere Punkte, die man an der Harris-Familie und Anyas Dämonen-Freunden kritisieren kann:

  • Man hat bis auf Halfrek und D'Hoffryn nie Freunde von Anya kennengelernt, da überrascht ihr großer Freundeskreis; auch Xanders Verwandtschaft war nie zu sehen. Da die Serie Beziehungen im Familienkreis bei den Scoobies bisher quasi komplett ausgespart hat, wirkt es ein kleines bißchen wie ein Bruch, daß diese nun zur Hochzeit in der Masse und in dieser langen On-Screen-Time präsent und wichtiger Teil der Story sind.
  • Die Harris-Familie ist völlig überzeichnet und in einer Art stereotyp, daß es fast wehtut (was man aber mit dem grotesk-skurrilen Stil des gesamten Hochzeitsgeplänkels entschuldigen kann; die einseitige Darstellung war Absicht)
  • die Begründung für die Harris-Familie, daß die Dämonen eine Zirkus-Familie sein sollen, hätte kein Mensch geglaubt.
    Die Szenen, in denen Menschen, die bisher nichts von Dämonen wissen, auf eben diese treffen, haben die Autoren von "Buffy The Vampire Slayer" allerdings schon lange nicht mehr besonders intensiv und glaubwürdig bearbeitet - darum geht es in der Serie nicht, könnte man entschuldigend sagen; das ist unwesentliches Beiwerk

Folgendes läßt sich unter "ärgerlicher Serien-Typizität" einordnen: Xander taucht haargenau im richtigen Moment wieder auf, um Anya zu retten. Mehr als ein komischer Zufall.

Überhaupt erscheint die ganze Geschichte um die heiraten wollenden Xander und Anya wie ein typischer Griff in die Kiste, um die Serie in der 6. Staffel noch interessant zu halten. Zwar waren auch in der 5. Staffel der "Tod der Mutter" und das "plötzliche Auftauchen von einer bisher unbekannten Schwester der Hauptfigur" im Grunde ziemlich abgedroschene Elemente, die man in fast jeder länger laufenden Serie findet (so was zieht beim Publikum wohl immer). Allerdings wurden diese beiden "Versatzstücke" damals so gigantisch gut umgesetzt, daß man darüber, daß sie eigentlich nicht gerade von Einfallsreichtum zeugen, locker hinwegsehen konnte. Bei der Hochzeits-Storyline kann man das so leider nicht sagen (dazu unten mehr).

Ein paar kleine Handlungslöcher bietet die ohnehin nicht gerade vor Kreativität sprühende, etwas holprige Story um den "Zurück-in-die-Zukunft"-Dämonen. (Wer hat nicht erwartet, daß gleich Marty McFly und Doc Brown im Delorean auftauchen?) ;-)

Zunächst überrascht es, daß Xander dem Dämon seine Story, er sei Xander aus der Zukunft, glaubt (bis er erfährt, daß es sich um einen Dämon und nicht ihn selbst aus der Zukunft handelt). Denn wieso sollte ein wirklicher Zukunfts-Xander, der tatsächlich durch die Zeit reisen kann, erst wenige Stunden vor der Hochzeit auftauchen, nicht schon viel früher. Wenn es wirklich Xander wäre, der verhindern will, daß er selbst Anya in der Vergangenheit heiratet, könnte er sich doch viel mehr Zeit zum Überzeugen nehmen, Tage oder Wochen früher auftauchen. Im Übrigen kann man sich auch noch scheiden lassen. Es wird in der Folge davon ausgegangen, daß Xanders Ehe verdammt ist, sowie er heiratet (wohl, um Spannung zu erzeugen, um die Entscheidung Heirat oder nicht bedeutend zu machen), als gäbe es dann keinen Ausweg mehr. Das stimmt aber nicht.

Daß der Dämon selbst so kurz vor der Hochzeit auftaucht, macht Sinn - er will Anya in ihrer Vorfreude alles vermiesen. Aber die falsche Geschichte des Dämons, er sei Xander aus der Zukunft, überzeugt nicht.

Was ebenfalls verwundert: Da wartet dieser vermeintliche Zukunfts-Xander also sein ganzes Leben lang, um Anya ihre Hochzeit versauen zu können, und als er diesen Moment dann endlich erleben und sich an ihrem Leid erfreuen kann, will er sie sofort töten. Was soll das? Damit befreit er sie schließlich von ihren Qualen, an denen er sich doch laben wollte, auf die er so lange gewartet hat. Oder wollen uns die Autoren glauben machen, daß dem Dämon die paar Sekunden reichen, in denen er Anya ins Gesicht blicken konnte?



Ob einem die Folge in ihrer Machart selbst gefällt, ist wohl Geschmackssache. Sie beginnt recht langsam, einführend, ist dabei irgendwie schräg und skurril-grotesk. Cheesy, wie manche Fans abwertend sagen. Sie vertauscht irgendwann quasi Xanders und Buffys Rolle (Buffy ist für Belustigung da, übernimmt die Clown-Funktion, jongliert, spielt Theater, während Xander in Liebesnöten steckt und für den Herzschmerz in der Folge sorgt) und wird etwa ab der Schlägerei zwischen Anyas und Xanders Hochzeitsgästen plötzlich sehr schnell, wahnwitzig, ein einziger Irrsinn, eine furchtbar schräge Hochzeitsveranstaltung, in der viel zu oft die "Ohrwurmhaft-nervende" Hochzeitshymne gespielt wird. Die Masse der Gäste verhält sich irgendwann nur noch der Story gemäß, schlägt sich, hält inne, applaudiert in überraschender Einigkeit, als der Zukunfts-Xander-Dämon vernichtet wird, schlägt sich wieder, hält ein, als Anya ein Machtwort spricht. Hier sind wir längst über den Punkt des "Schräg-Normalen" hinaus, die Folge ist absichtlich albern, tragisch-komisch, strukturiert-chaotisch. Das Finale allerdings ist wieder langsam erzählt, es gehört dem Gefühlschaos. Liebesschmerz, Trennung, Trauer, Bedrücktheit, Mitleid. Das Ende ist ein Cliffhanger: Wird Anya wieder zum Rachedämon?



Da war sie also endlich, die Hochzeits-Folge, auf die man seit Xanders Heiratsantrag in 5x22 "The Gift" gewartet hat. Xander und Anya - also doch nicht verheiratet. Seien wir ehrlich - Xander und Anya, das ist die Liebesbeziehung, bei der man am wenigsten mitgelitten hat als Fan, die einen am wenigsten erwärmen konnte, obwohl sie quasi schon Ende Staffel drei begann und somit eine der längsten überhaupt sein dürfte. Sie ist nichts gegen die endlos romantische und tränenreiche Buffy-Angel-Romeo-und-Julia-Beziehung, sie ist nichts gegen die süße, rücksichtsvolle Liebe zwischen Tara und Willow und sie verliert natürlich auch gegen Oz und Willow. Aber selbst mit eher zweitrangigen Beziehungen wie Spike-Drusilla, Giles-Ms. Calendar oder der von vielen abgelehnten Beziehung Buffy-Riley kann sie nicht mithalten.

Ihre besten Szenen hatten Xander und Anya wohl in Staffel 5 - Xander untermauert seine Liebe zu Anya, nachdem die Beziehung Buffy-Riley gerade in die Brüche gegangen ist (5x10 "Into The Woods"), und Xander hält um Anyas Hand an und sie haut ihm erst mal eine runter (5x22 "The Gift").

Im Nachhinein wirkt Xanders Heiratsantrag wohl wirklich, wie Anya Xander damals vorwarf, als undurchdachter Schnellschuß, aus Panik geboren, in einer Situation, deren Umstände alles andere als alltäglich waren. Er hat da was ins Rollen gebracht, was er nicht mehr kontrollieren konnte, woran er selbst Zweifel hatte, wovon er selbst irgendwann nicht mehr überzeugt war. Die Sache ging zu schnell für ihn. Eigentlich fast schon grotesk, jedenfalls mißlungen: Da wird ein "Zu-Schnell-Gehen, Zu-Plötzlich-Kommen" auf 16 Folgen breitgetreten. Etwas "Zu-Früh-Kommendes" wird so langsam erzählt wie kaum eine andere Entwicklung vorher in BtVS. Da, wo Xander und Anya am Ende von 6x15 "As You Were" standen, standen sie auch schon in der fünften oder sechsten Folge von Staffel 6.

Staffel 6 hat die Charaktere Anya und Xander fast nur auf ihre Beziehung reduziert, in ihrer Entwicklung ging es fast ausschließlich nur um die bevorstehende Hochzeit. Das ist an sich schon schade, da Staffel 6, die so hart, trist und realistisch daherkommt, viele Möglichkeiten geboten hätte, Erlebnisse von Anya und Xander auch auf anderen Gebieten (etwa Hobbys, Beruf, Geldsorgen etc.) zu zeigen. Zeit war genug da, was man an den vielen "Hochzeitsvorbereitungs-Szenen" und "Xander kriegt kalte Füße-Szenen" sehen konnte, die sich irgendwann fast wie ein Ei dem anderen glichen und nur noch als ärgerliche Wiederholung empfunden werden konnten, die nichts Neues liefert. Daß die Beziehung schließlich durch einen einfallslosen Monster-Of-The-Week-Dämon, der offensichtlich Katalysator-Funktion hatte, enden mußte, tut sein Übriges.

Gerüchten zufolge soll Joss Whedon in einem Interview gesagt haben, daß Anya ursprünglich am Ende von 5x22 "The Gift" sterben sollte. Xander sollte sie tot in den Armen halten. Allerdings bewegte sich Anya-Darstellerin Emma Caulfield, Anya konnte nicht tot sein. So kam es überhaupt erst dazu, daß die Storyline für Anya und Xander weiterbestand, so wurde das ganze Hochzeits-Hin-und-Her in Staffel 6 erst ermöglicht. In Nachhinein muß man wohl sagen: "Hätte sich Emma Caulfield bloß nicht bewegt!"