Buffy & Angel


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel FŘnf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel FŘnf


:: 6x01 Bargaining
:: 6x03 After Life
:: 6x04 Flooded
:: 6x05 Life Serial
:: 6x06 All The Way
:: 6x07 Once More, With Feeling
:: 6x08 Tabula Rasa
:: 6x09 Smashed
:: 6x10 Wrecked
:: 6x11 Gone
:: 6x12 Doublemeat Palace
:: 6x13 Dead Things
:: 6x14 Older and Far Away
:: 6x15 As You Were
:: 6x16 Hell's Bells
:: 6x17 Normal Again
:: 6x18 Entropy
:: 6x19 Seeing Red
:: 6x20 Villains
:: 6x21 Two To Go
:: 6x22 Grave


Buffy Episodenguide


6x14 "Older and Far Away"

[Ein verfluchter Geburtstag]


 ź Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Eure Meinung (3)  

Regie:
Michael Gershman
Drehbuch:
Drew Z. Greenberg

Hauptdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers)
Nicholas Brendon (Xander Harris)
Emma Caulfield (Anya)
Michelle Trachtenberg (Dawn Summers)
James Marsters (Spike)
Alyson Hannigan (Willow Rosenberg)

Gastdarsteller:
Amber Benson (Tara Maclay)
Ryan Browning (Richard)
Elizabeth Cazenave (Lehrerin)
James C. Leary (Clem)
Kali Rocha (Halfrek)
Laura Roth (Sophie)

 Kurzinhalt
Buffy feiert ihren 21. Geburtstag - und die Party verl├Ąuft nicht ganz so, wie geplant...


 Inhalt
Bei den Scoobies laufen die Vorbereitungen f├╝r Buffys 21. Geburtstag auf Hochtouren, der immer n├Ąher r├╝ckt. Immerhin ist es irgendwie ein ganz besonderer Geburtstag. Selbst Dawn zieht los, um ein Geschenk f├╝r ihre Schwester zu kaufen.

Am n├Ąchsten Tag wird Dawn im Unterricht zur neuen Vertrauenslehrerin gerufen, die sich mit Dawn ├╝ber ihr Leben unterhalten will. Sie versucht zu erreichen, da├č Dawn offen ├╝ber Probleme spricht, und kriegt sie schlie├člich soweit, da├č sie den Wunsch ├Ąu├čert, die Leute m├Âgen sie nicht immer verlassen.

Am Abend steigt dann die gro├če Party. Die Scoobies sind - nat├╝rlich - da, und sie haben jemanden mitgebracht: Richard, einen Arbeitskollegen von Xander, den Buffy unbedingt kennenlernen soll.

Wer auch auftaucht, ist Spike. Der war eigentlich gar nicht eingeladen, da sein Benehmen vor anderen nicht unbedingt das beste ist - besonders nicht, wenn diese Leute nichts von D├Ąmonen und Vampiren wissen. Als Ausgleich f├╝r sein unerw├╝nschtes Erscheinen hat er aber einen Freund mit gemacht - den D├Ąmon Clem, den Spike vom Pokern kennt. Kurz darauf erscheint auch Sophie, eine Arbeitskollegen von Buffy, die ebenfalls eingeladen ist. Und w├Ąhrend die m├╝rrische Dawn - die den ganzen Abend wie ein Kind behandelt worden ist - dazu verdonnert wird, die T├╝r zu schlie├čen, tritt unbemerkt ihre Vertrauenslehrerin aus dem Schatten - und ihr Gesicht ver├Ąndert sich zu dem der Rached├Ąmonin Halfrek, bevor sie meint: "Wunsch erf├╝llt..."


FŘr alle, die mehr wissen m÷chten, steht eine ausfŘhrliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Jakob S├Ąttler

Wird BtVS zu "Elliot, dem Schmunzelmonster"? Das kleine Kind Dawn f├╝hlt sich alleingelassen und bekommt Hilfe von ├╝berirdischen M├Ąchten: der Rached├Ąmon, der zum "Justice Demon" wird und als gute Fee auftritt. Immerhin wurde die Storyline um Dawns Klauerei weitergef├╝hrt. Sp├Âtter der 6. Staffel w├╝rden wohl sagen, da├č man der Folge schon daf├╝r Pluspunkte geben mu├č.

Dawn stiehlt also aus Einsamkeit. Buffy und die anderen Scoobies verhalten sich alles andere als feinf├╝hlig, sind mit sich selbst besch├Ąftigt und unf├Ąhig, Dawn zu verstehen und ihr zu helfen. Erinnert ein wenig an die vielen unverge├člichen "Joyce-versteht-ihre-Tochter-Buffy-nicht"-Szenen aus den Staffeln Eins bis Drei. Nur da├č diese irgendwie besser waren.

Woran liegt das? Vielleicht daran, da├č man Buffy nicht als Mutter (in Joyces Rolle) sehen will? Daran, da├č der Teenager Dawn - bei allem Verst├Ąndnis f├╝r die schwierige Situation, in der er sich befindet (Trennung der Eltern, Identit├Ątskrise wegen der Vergangenheit als "Schl├╝ssel", Tod der Mutter, Tod der Schwester vor ihren Augen) - nervt; da├č Dawnie einfach nicht die junge Buffy ist, mit der man so sch├Ân mitf├╝hlen konnte? Oder daran, da├č die Umsetzung des "Keiner wei├č, wie man mit ihr umgehen soll" einfach lahm war, einem 0815-Werbefilm f├╝r Eltern-Ratgeber entstammen k├Ânnte? Oder daran, da├č an der entscheidenden Stelle die "Dawn-klaut"-Thematik abrupt abgebrochen und mit der (langweiligeren) Frage "Wieso sind wir im Haus gefangen?" weitergemacht wurde?

Hierbei - sozusagen beim Setup, dem Gefangen-Sein im eigenen Haus - gefiel die Folge allerdings. Auch wenn die Story um den D├Ąmon mit den T1000-Effekten (man denke an den Film "Terminator 2 - Judgement Day" mit Arnold Schwarzenegger) irgendwie zur Randgeschichte verk├╝mmerte; der D├Ąmon wie eine billige Plot-Notwendigkeit wirkte, um Xander verletzen und eine Bedrohung erzeugen zu k├Ânnen, da├č Anyas Angstanfall nicht allzu unglaubw├╝rdig r├╝berkommt (dazu sp├Ąter mehr). Und auch wenn man sagen mu├č, da├č eine sehr ├Ąhnliche Folge einer vergleichbaren Serie - die Rede ist von "Dawson's Creek"s "Breakfast Club"-Folge, die sich unschwer erkennbar auf den 80er-Jahre-Kultfilm "Breakfast Club" bezieht - noch besser war. Da waren ebenfalls Freunde auf engem Raum zusammengepfercht, eingesperrt, "gezwungen", sich gegenseitig zu sehen und miteinander unangenehme Gespr├Ąche zu f├╝hren.

Aber zur├╝ck zu "Older And Far Away", zur├╝ck zum Setup. Die Folge besticht durch eine dichte Inszenierung, ist lustig und dramatisch zugleich. Vor allem gef├Ąllt die Darstellung des Summers-Hauses: Das eigene Heim, das erst als gem├╝tlicher Ort erscheint, sich in der Folge dann aber mehr und mehr zu einem unangenehmen Ort wandelt, einem Ort des Schreckens, der einen gefangenh├Ąlt, einen nicht losl├Ą├čt. Man wird erinnert an die Folge 5x09 "Listening To Fear", die ebenfalls die eigenen vier W├Ąnde als den Ort der Gefahr pr├Ąsentierte. Nicht mal hier ist man mehr sicher - eine bedr├╝ckende Erkenntnis, toll r├╝bergebracht.

Dieser bedrohlichen Atmosph├Ąre erliegt in der Folge Anya. Sie rastet f├Ârmlich aus. Inwieweit diese panische Angst bei Anya glaubw├╝rdig ist (oder ob nicht die beiden G├Ąste Buffys, Sophie und Richard, die noch nie einen D├Ąmon gesehen haben d├╝rften, viel mehr Angst haben m├╝├čten als die in solchen Dingen "erfahrene" Anya), dar├╝ber soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Es lassen sich f├╝r beide Seiten gute Argumente finden.

Jedenfalls brauchte man diese panische Anya f├╝r drei Dinge. Anya wird mal wieder instrumentalisiert, wie es die Autoren auch so oft mit Xander machen; die beiden sind irgendwie (leider) die (ver-)biegbaren Charaktere innerhalb der Serie - gerade so, wie es die Story braucht. Hier mu├čte Anya Dawns Sachen r├╝cksichtslos durchw├╝hlen, so da├č Dawns Diebst├Ąhle auffliegen; Xanders aufrichtiger und ehrlich-liebevoller Umgang mit ihr sollte gezeigt werden; und Anya mu├čte das Dilemma formulieren, in dem Willow steckt: Sie konfrontiert Willow damit, da├č trotz der Magie-Sucht der Hexe ein Zauber unter Umst├Ąnden der einzige Weg sein k├Ânnte, Gefahr abzuwenden.

Jedenfalls zeigt sich in der Schlu├čszene, in der Anya hektisch nach Halfreks Anh├Ąnger grabscht, da├č ihr Wunsch nach Macht nach wie vor sehr stark ist und da├č sie weit davon entfernt ist, ein "normaler" Mensch zu sein.

Der von Anya angegriffenen Willow kommt vor allem Tara zu Hilfe. Auch hier gibt es in den Fan-Foren Diskussionen, inwieweit ihr so barsches, bestimmtes Auftreten Anya gegen├╝ber "out of character" ist. Schlie├člich war Tara bisher eher die Einf├╝hlsame, Sch├╝chterne, Verst├Ąndnisvolle, alles andere als aufbrausend. Mit Sicherheit l├Ą├čt sich sagen, da├č Tara - nachdem sie sich von Willow getrennt hat - als Charakter interessanter geworden ist; die Autoren haben sie von Willow emanzipiert, sie nicht mehr nur das kleine Anh├Ąngsel Willows sein lassen. Taras eigene Pers├Ânlichkeit kommt seit der Trennung viel mehr zum Vorschein.



Was kann man zu der Folge noch sagen?

  • Dawns gekreischtes "Get out, get out, get out!", bei dem sich ihre Stimme so herrlich ├╝berschl├Ągt, kommt einem aus der Folge 5x13 "Blood Ties" ziemlich bekannt vor. Und auch Taras "You're gonna have to go through me first!"-Drohung Richtung Anya erinnert an eine vergangene Folge: In 5x06 "Family" besch├╝tzt Buffy Tara mit den an Taras Vater gerichteten Worten: "You can go ahead and take her. You just gotta go through me." Offenbar hat Tara sich hier was von Buffy abgeguckt. ;-)

  • Die erneute Entfremdung zwischen Dawn und Buffy in den letzten beiden Folgen - nachdem man durch die Episode 6x12 "Doublemeat Palace" den Eindruck gewonnen hatte, die beiden seien sich wieder ein St├╝ck n├Ąher gekommen - zeugt von einer eher wechselhaften Beziehung der beiden. Nicht unbedingt unrealistisch bei zwei Schwestern.

  • Sophie und Richard reagieren sehr gelassen auf den D├Ąmon Clem. Auch sein Wunsch, Poker um Katzen zu spielen (nebenbei bemerkt eine nette Anspielung auf 6x05 "Life Serial"), k├╝mmert Richard nach dem kurzen Einwurf Buffys, Clem sei eigenartig, nicht weiter. Ein bi├čchen verwundert das schon. Allerdings mu├č man an dieser Stelle sagen, da├č die Autoren sich schon seit einigen Staffeln nicht mehr so genau darum k├╝mmern, wie Menschen wohl darauf reagieren w├╝rden, wenn sie zum ersten Mal einen D├Ąmon treffen. Diese Szenen standen ohnehin nie im Vordergrund der Serie, man kann und sollte sie daher nicht so wichtig nehmen. In der Serie BtVS geht es um andere Dinge (zum Beispiel um die Fragen, welche Metaphern die D├Ąmonen sind, f├╝r was sie stehen).

  • Ein bi├čchen bl├Âd war sie ja schon, diese Sophie. Halt ganz so, wie man sich eine Fast-Food-Verk├Ąuferin vorstellt. ;-) Da sie als ein bi├čchen minderbemittelt eingef├╝hrt wurde, hat es um so mehr gefallen, da├č Buffy sie eingeladen hat. Buffy sieht nicht auf sie herab, sondern es st├Ârt Buffy nicht, da├č sie ein wenig merkw├╝rdig ist. Offenheit, Toleranz, keine Arroganz, kein ├ťberlegenheitsgef├╝hl, weil selbst intelligenter - sch├Ân zu sehen, diese Eigenschaften bei Buffy. Denn es war ja nicht immer so (man denke etwa an Buffys Reaktion auf Willows Coming Out in Staffel Vier, um nur ein Beispiel zu nennen).

    Buffys Kollegin hat jedenfalls einen bleibenderen Eindruck hinterlassen als Xander's Arbeitskollege Richard, der klar als potentieller, neuer Love-Interest f├╝r Buffy eingef├╝hrt wurde. So war es beabsichtigt von Anya und Xander. Nur blieb der Junge irgendwie bla├č - gutaussehend, h├Âflich, charmant, "need to go to work"-langweilig. So einen gab's doch schon mal... Sein Name f├Ąngt mir "R" an und h├Ârt mit "iley" auf... ;-)

    Offensichtlich war Richard nur dazu da, um Buffys Beziehung zu Spike noch ein wenig zu verkomplizieren, um Eifersucht thematisieren zu k├Ânnen, um ein Gegenst├╝ck zum Vergleichen f├╝r den Zuschauer zu haben, einen Reminder vielleicht auch f├╝r Buffy, wie es eigentlich sein "sollte".

  • Die Folge hatte Szenen mit gro├čem Potential, nur hat man auf den Moment, wo irgendein Dialog vollkommen sitzt, wo einen eine Erkenntnis ins Mark trifft, wo man am Bildschirm klebt oder vom Stuhl f├Ąllt, leider vergeblich gewartet. Mehrmals dachte man, es w├Ąre soweit: Dawn's Klauerei fliegt auf, Willow und Anya streiten, Tara mischt sich ein - alles klasse Szenen, die die Handlung vorantreiben. Und doch hat bei allen irgendwie der Knalleffekt gefehlt.