Buffy & Angel


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
:: Staffel Drei
:: Staffel Vier
:: Staffel FŘnf
:: Staffel Sechs
:: Staffel Sieben


:: Staffel Eins
:: Staffel Zwei
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:: Staffel Vier
:: Staffel FŘnf


:: 6x01 Bargaining
:: 6x03 After Life
:: 6x04 Flooded
:: 6x05 Life Serial
:: 6x06 All The Way
:: 6x07 Once More, With Feeling
:: 6x08 Tabula Rasa
:: 6x09 Smashed
:: 6x10 Wrecked
:: 6x11 Gone
:: 6x12 Doublemeat Palace
:: 6x13 Dead Things
:: 6x14 Older and Far Away
:: 6x15 As You Were
:: 6x16 Hell's Bells
:: 6x17 Normal Again
:: 6x18 Entropy
:: 6x19 Seeing Red
:: 6x20 Villains
:: 6x21 Two To Go
:: 6x22 Grave


Buffy Episodenguide


6x11 "Gone"

[Verschwunden]


 ź Kurzinhalt :: Inhalt :: Synopsis :: Review :: Aha-Effekte :: Zitate :: Eure Meinung (9)  

Regie:
David Fury
Drehbuch:
David Fury

Hauptdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy Summers)
Nicholas Brendon (Xander Harris)
Emma Caulfield (Anya)
Michelle Trachtenberg (Dawn Summers)
James Marsters (Spike)
Alyson Hannigan (Willow Rosenberg)

Gastdarsteller:
Amber Benson (Tara Maclay)
Adam Busch (Warren Meers)
Tom Lenk (Andrew Wells)
Danny Strong (Jonathan Levinson)
Enrique Almeida (Marco)
Noel Albert Guglielmi (Vince)
Paul Gutrecht (Tony)
Richard S. Horvitz (Mark)

 Kurzinhalt
Das Jugendamt steht bei der J├Ągerin vor der T├╝r - ├ťberpr├╝fung ihres Sorgerechts f├╝r Dawn. Und als w├Ąre das noch nicht genug, haben die Super-Villains auch noch ein neues Spielzeug...


 Inhalt
Um Willow zu helfen, von der Magie loszukommen, s├Ąubern Buffy und Dawn das gesamte Haus von allerlei magischen Utensilien, die sich im Laufe der Zeit so angesammelt haben.

Warren, Andrew und Jonathan komplettieren derweilen ihr neuestes Spielzeug - einen Strahler, mit der man Gegenst├Ąnde unsichtbar machen kann. Herzst├╝ck dieser Waffe ist der Diamant, den sie k├╝rzlich aus dem Museum gestohlen haben.

W├Ąhrend Buffy ihre Schwester am n├Ąchsten Morgen f├╝r die Schule fertig machen, taucht Spike unangemeldet auf. Er sucht sein Feuerzeug, das er wohl in Buffys Haus verloren haben mu├č. Sogleich macht er es sich um Haus gem├╝tlich - wohin sollte er auch sonst, schlie├člich ist draussen Tag.
So nimmt er dann auch die Ankunft der Sozialarbeiterin relativ gelassen, die pl├Âtzlich vor der T├╝r steht und pr├╝fen m├Âchte, ob sich Buffy auch angemessen um Dawn k├╝mmern kann.

Auf der Stra├če stehen die Villains kurz vor dem ersten Test ihrer neuen Erfindung. Leider sind sie sich nicht ganz einig, wer zuerst unsichtbar werden darf, und bei ihrem Streit geht die Waffe aus Versehen los - und trifft Buffy, die zuf├Ąllig in diesem Moment die Stra├čenkreuzung passiert...


FŘr alle, die mehr wissen m÷chten, steht eine ausfŘhrliche Inhaltsangabe bereit.

 Episodenreview
von Jakob S├Ąttler

Wenn man f├╝r eine Homepage Episoden-Reviews schreibt, bem├╝ht man sich vielmehr um Neutralit├Ąt und Objektivit├Ąt, als man das etwa beim Schreiben von Posts f├╝r ein Forum tut. Auch wenn einem die Folge selbst nicht zusagt, so ist man beim Schreiben f├╝r eine Homepage geneigt, mit der eigenen Meinung hinterm Berg zu halten und keine vernichtende Kritik zu verfassen. "Ich" ist ein Tabuwort, es geht um eine ausgewogene Meinung.

Jedenfalls ist das in der Regel so. Es gibt aber Episoden, die einem so haarstr├Ąubend erscheinen, da├č sich quasi jedes K├Ârperteil dagegen str├Ąubt, in der Kritik m├Âglichst fair und gem├Ą├čigt zu bleiben - die eigene Meinung mu├č einfach raus. So sehr man die Serie an sich auch mag (w├╝rde man sonst ellenlange Reviews schreiben? ;-) ), manchmal kann man einfach nur mit dem Kopf sch├╝tteln.

Bei der vorliegenden Folge "Gone" ist das in meinem Fall so. Auch wenn es der Episode gegen├╝ber sicherlich ungerecht ist, so m├Âchte ich dieses Review dennoch auch nutzen, um einige bisherige Vers├Ąumnisse von Staffel 6 zu benennen. Wenn ohnehin in den folgenden Abs├Ątzen mit BtVS hart ins Gericht gegangen wird, wieso dann nicht gleich eine zwar subjektive, aber ganz ehrliche und vollst├Ąndige, negative Kritik?

Fangen wir mit den (wenigen) positiven Punkten an. Das geht n├Ąmlich schnell. ;-)

  1. Es ist zwar nur eine ├äu├čerlichkeit, aber sp├Ątestens seit dem eigentlich unerkl├Ąrlichen Erfolg der Serie "Baywatch" wissen wir ja, wie sehr das Aussehen der Hauptdarsteller Einflu├č auf die Quote hat: Buffy hat eine neue Frisur.

    Ist nat├╝rlich Geschmackssache, ob einem das zusagt oder nicht, ob einem die schulterlangen Haare besser gefallen als die "langweiligen" langen (womit meine Meinung klar sein d├╝rfte). In jedem Fall erschien es fast schon unfreiwillig komisch, als Spike am Anfang von "Gone" in der K├╝che anfing, von Buffys Haaren zu schw├Ąrmen. Denn die langen Haare in dieser Szene waren (schwerlich zu ├╝bersehen) eine Per├╝cke - Sarah Michelle Gellar hatte sich ihre Haare nach Abdrehen der vorhergehenden Folge 6x10 "Wrecked" abschneiden lassen.

    Schade, da├č Buffy so lange unsichtbar war und man sich an ihrem neuen Anblick nicht richtig laben konnte.

  2. Willows Entwicklung: Zu der Suchtgeschichte und der von vielen als platt und ├Ąrgerlich kritisierten Gleichsetzung von Magieabh├Ąngigkeit und Drogensucht mag man nun stehen, wie man will. Willows Entwicklung wurde immerhin konsequent fortgef├╝hrt. Ihr Versuch, Magie nicht zu nutzen, wo es doch oft so hilfreich w├Ąre und die Dinge so viel leichter machen w├╝rde, war wenigstens folgerichtig.

  3. Sieht man die Grundaussage des Paul Verhoeven-Films "Hollow Man" (mit u.a. Kevin Bacon), die in etwa lautet "Wird ein Mensch unsichtbar, so entledigt er sich den Z├╝geln seines Gewissens und ist schlie├člich sogar f├Ąhig, Morde zu begehen" als Vorlage und richtungsweisend f├╝r "Gone" an, so mag man Buffys ansonsten v├Âllig unverst├Ąndliche Verhaltenswandlung nach der Schlu├čszene von 6x10 "Wrecked" erkl├Ąren k├Ânnen. So wie sich im Film aus dem Jahre 2000 der unsichtbare Sebastian Caine mehr und mehr zum Kriminellen entwickelt, so ├Ąhnlich verliert auch Buffy ihr gutes Benehmen, l├Ą├čt den helfen wollenden Xander einfach so stehen, r├Ącht sich an der Dame vom Sozialamt, treibt Schabernack und hat wilden Sex mit Spike. Ihre Sorgen sind vergessen, keine Knoblauchz├Ąhen mehr, um Spike abzuhalten.

    H├Ąlt man diese postulierte Eigenart von Unsichtbaren, ihr Benehmen derart zu ├Ąndern, allerdings f├╝r wenig ├╝berzeugend (so wie ich das tue), so erlebt man eine haarstr├Ąubend schlecht geschriebene Buffy in einer haarstr├Ąubend schlechten Episode.
Zu den (zahlreichen) negativen Punkten:

  1. Die Grundidee der Folge, da├č jemand unsichtbar wird, wurde in Film und Fernsehen schon etliche Male bearbeitet, nicht zuletzt in dem schon erw├Ąhnten Film "Hollow Man", der - nebenbei bemerkt - selbst ein Remake ist. Auch in der Serie BtVS wurde das Thema schon mal in eine Episode eingebettet, die (wenigstens, was den High-School-sozialkritischen Unterton angeht) sehr gut war.

    Die Anspielungen in "Gone" auf eben diese Episode (1x11 "Out Of Mind, Out Of Sight" aka "Invisible Girl") sind zwar recht witzig, aber es bleibt die Frage, wieso dieses irgendwie abgedroschene Thema noch mal neu aufgew├Ąrmt werden mu├čte. Fast scheint es, als wollte der Autor von "Gone", David Fury, Joss Whedons Meisterwerk 4x10 "Hush" in gewisser Weise abwandeln: Wo in "Hush" der Geh├Ârsinn nicht bedient wird, wird hier der Sehsinn "ausgeschaltet".

    Leider ist die Folge 4x10 "Hush" aber einzigartig und der Versuch, in ihrem Fahrwasser mitzuschwimmen oder die Episode gar herauszufordern, somit von vornherein zum Scheitern verurteilt. So wirkt es einfach nur l├Ącherlich, wenn die Kamera am Ende von "Gone" wie bei einem Kampf mit sichtbaren Charakteren wild hin- und her schwenkt, man Schlagger├Ąusche und ├ähnliches h├Ârt, aber nichts sieht.

  2. Auch in der ├╝berragenden letzten Staffel (der f├╝nften) waren einige Charakterentwicklungen nicht besonders gelungen. Dort wurden diese Schw├Ąchen aber durch einen hervorragen, fesselnden und spannenden Handlungsbogen, durch eine unheimliche bedr├╝ckende Grundstimmung, hervorragende schauspielerische Leistungen, ein furioses Finale und "den- Zuschauer-begeistern-k├Ânnende" neue Charaktere (allen voran Glory) mehr als wettgemacht.

    In Season 6 wird der Fokus nun (wohl haupts├Ąchlich aus der Sorge heraus, die Geschichte um die G├Âttin Glory mit einem neuen Charakter als Big Bad ohnehin nicht toppen zu k├Ânnen) ganz auf die Beziehung zwischen den Charakteren, auf die Entwicklung der Charaktere gelegt. Es gibt eben (jedenfalls bisher) keinen neuen Big Bad in Staffel 6, es gibt ├╝berhaupt kaum neue Charaktere (h├Âchstens Andrew innerhalb der "Three Nerds"), es gibt keinen Handlungsbogen au├čer den Entwicklungen der Protagonisten.

    Um auf diese Weise erfolgreich bestehen zu k├Ânnen, d├╝rfen dabei aber keine Fehler passieren. Wenn man sich nur auf eine Sache konzentriert, dann mu├č diese auch glaubw├╝rdig sein, in sich geschlossen. Stimmig.

    Leider hapert es bei "Gone" da ganz gewaltig. Die Vorgaben, die die neugierig machende und packende Folge 6x10 "Wrecked" gesetzt hat, die markierten Punkte, bei denen die Erz├Ąhlung h├Ątte weiter gehen m├╝ssen, verschenkt "Gone" fast total. David Fury macht vieles wieder zunichte, was Marti Noxon vorbereitet hatte. Es scheint, da├č der Autor mit keinem Charakter so recht etwas anzufangen wei├č. Ihm fehlt der ├ťberblick. Au├čer ein paar kurzweiligen Lach-Momenten liefert "Gone" sehr viel ├ärgerliches in Bezug auf die Charakterentwicklungen.

    Mal im Einzelnen zu den Charakteren:

    1. Anya und Xander: Es ist zwar nicht David Furys Schuld, da├č sich seit 5x22 "The Gift" (Xander h├Ąlt um Anyas Hand an) in 10 Folgen von Staffel 6 bis auf die Ank├╝ndigung, da├č man heiraten werde und da├č Xander hier und da mit kalten F├╝├čen gezeigt wird, nichts Wesentliches in der Beziehung getan hat (die Entwicklung h├Ątte man auch in drei bis vier Folgen packen k├Ânnen). Aber auch David Fury versteht es nicht, der Beziehung endlich mal eine Form zu geben. Anyas ├╝bliche ├äu├čerungen werden langsam aber sicher mehr nervend als lustig. Die Beziehung der beiden ist l├Ąngst irgendwo im uninteressanten Niemandsland des Serien-Einerleis angekommen. Man will es nicht mehr sehen.

    2. Xander allein: Der Trottel, der Pausenclown, den man in den ersten Staffeln von BtVS so lieb gewonnen hat, mit dem sich wohl jeder mal mehr oder weniger identifizieren konnte, ist in Staffel 6 durch sein tolpatschiges Verhalten l├Ąngst zu einem schwer ertr├Ąglichen Faktor geworden. Bei ihm ist leider schon lange keine Entwicklung mehr zu erkennen. Die Figur ist mehr und mehr in den Hintergrund geraten.

      Hatte Xander in Staffel 5 wenigstens noch als erster das Gesp├╝r daf├╝r (wohl durch eigene, ungl├╝ckliche Liebeserfahrungen mit Buffy), da├č die Beziehung Riley-Buffy ganz gewaltig kriselt und da├č er hier einschreiten mu├č, so ist er in Staffel 6 scheinbar vollkommen blind, was Buffys Gef├╝hle f├╝r Spike angeht. Erst Spikes unsittliches Ber├╝hren Buffys in der K├╝che, dann die "selbstbefriedigende Luftnummer" Spikes in seiner Krypta. Xander wei├č um Spikes Gef├╝hle f├╝r Buffy, er wei├č, da├č Buffy unsichtbar ist... Und? Er versteht nichts. Statt dessen verd├Ąchtigt er lieber Willow, mit dem Unsichtbarwerden von Buffy etwas zu tun zu haben.

      Auch wenn man Xander zugute halten mag, da├č er nicht damit rechnen konnte, die unsichtbare Buffy in Spikes Gruft anzutreffen, so ist es dennoch kaum zu verstehen, wieso er nicht begriffen hat, was sich da vor seiner Nase abspielte. Freud w├╝rde vielleicht sagen, er wollte es einfach nicht wahrhaben, er konnte es sich einfach nicht vorstellen, nicht in seinen k├╝hnsten Tr├Ąumen... Dennoch: David Fury bleibt eine wirklich ├╝berzeugende Erkl├Ąrung schuldig.

      Wenn sich bei der Charakterzeichnung von Xander in den n├Ąchsten Folgen nicht gewaltig etwas tut, dann kann man den Charakter auch ganz aus der Serie herausschreiben. Er gibt ihr im Moment nichts. Die Warterei ist l├Ąngst ├╝ber den Status des Ertr├Ąglichen hinaus. Bei mir ist sie mit dieser Folge in Zorn umgeschlagen.

    3. Die drei Nerds Warren, Andrew und Jonathan: Viele gelungene Lach-Momente haben immer wieder das Unbehagen, diesen drei Charakteren soviel Raum zu geben, bes├Ąnftigen k├Ânnen. Aber auch das kann nicht mehr so weiter gehen.

      Jonathan, der in Staffel 4 zum Superstar wurde; Warren, der in Staffel 5 den Buffybot erschuf; die drei Nervens├Ągen, welche die Zeit scheinbar beliebig beherrschen k├Ânnen (6x05 "Life Serial"), die jede futuristische Erfindung in verdammt kurzer Zeit entwickeln k├Ânnen (zum Beispiel eine Art Gewehr, um Leute zu Eis erstarren lassen (6x09 "Smashed") oder in dieser Folge eine Maschine, die Gegenst├Ąnde und Personen unsichtbar machen kann) - all diese Dinge waren im Sinne der Glaubw├╝rdigkeit der Serie keine Glanzideen. Buffys Kr├Ąfte als J├Ągerin, Willows ├╝ber mehrere Jahre andauernde Entwicklung hin zur m├Ąchtigen Hexe (mit all den Problemem, die daraus resultieren), all das erscheint im Hinblick darauf, da├č die gr├Â├čten "Loser" so weitreichende magische Kr├Ąfte und technologische F├Ąhigkeiten haben, v├Âllig unbedeutend.

      BtVS erschafft ├╝ber Jahre hinweg eine eigene Welt, um sie dann von den drei gr├Â├čten Witzfiguren komplett auf den Kopf stellen zu lassen. Wenn das nur in einer Folge so gewesen w├Ąre, h├Ątte man das unter "augenzwinkernde Ironie", unter "Comic-haftem" Humor einordnen k├Ânnen und es w├Ąre nicht weiter schlimm gewesen. In Season 6 aber empfindet man die drei Knallt├╝ten mit ihren F├Ąhigkeiten fast als Verrat an der Serie, welche die vielen bedeutenden vergangen Ereignisse Sunnydales ins L├Ącherliche r├╝cken. Was BtVS bisher auszeichnete, n├Ąmlich Dramatik und Ernsthaftigkeit mit Ironie und Humor scheinbar spielend leicht unter einen Hut zu bringen, gelingt in Staffel 6 nicht mehr.

      "Gone" macht hier leider da weiter, wo die schlechte Folge 6x05 "Life Serial" aufh├Ârte. Die Nerds nerven, ohne da├č sie sich gro├č weiterentwickeln - ihre Witze sind platt, flach und primitiv. All das, ohne da├č irgendeine Handlung entscheidend vorangetrieben wird. Zugegeben, Buffy wei├č nun, mit wem sie es zu tun hat. Das war's aber auch schon an gro├čartigem Erkenntnisgewinn. Lach-Faktor hin- oder her, die Idee mit den dreien als Buffys Gegenspielern ist gr├╝ndlich mi├člungen.

    4. Dawn: Ihr Zorn auf Willow ist sicherlich nachvollziehbar, aber auf Buffy? Die Begr├╝ndung, welche die Folge durch Buffys Aussagen gegen├╝ber Willow selbst liefert, scheint irgendwie konstruiert. Es wirkt wie k├╝nstliches Schaffen von Dramatik. Irgendwann kommt dann der gro├če Streit und alle haben sich danach wieder lieb. (Hoffentlich kommt es nicht so - dieser Schema F-Ablauf w├Ąre eindeutig BtVS-unw├╝rdig.)

    5. Spike: Spike wurde in Staffel 2 als Vampir eingef├╝hrt, der sich neben seiner kompromi├člosen Art vor allem durch eines auszeichnete: Lieben von ganzem Herzen. In Season 2 und 3 (in Staffel 5 wurde dies durch die Folge 5x07 "Fool For Love" nachher in ein etwas anderes Licht ger├╝ckt) war seine gro├če Leidenschaft Drusilla. In Season 4 wu├čte man mit Spike nicht so recht was anzufangen - er drohte durch seine Beziehung zu Harmony in Albernheit unterzugehen.

      Doch dann kam ja Gott sei Dank Staffel 5, und auch wenn die Gr├╝nde, wieso sich Spike pl├Âtzlich so sp├Ąt, nachdem er Buffy ja schon Jahre kannte, in die J├Ągerin verliebte, nie so recht ├╝berzeugend waren, so war seine Leidenschaft f├╝r Buffy doch eine Bereicherung f├╝r die Serie. Vor allem war es konsequent, da├č Spike wieder so stark, mit ganzem Herzen liebte (und die Scoobies und Buffy machten es ihm nicht gerade leicht). Die H├Âhepunkte sicherlich 5x18 "Intervention" und 5x22 "The Gift" / 6x01 und 6x02 "Bargainig": Spike stellt sein eigenes Schicksal an zweite Stelle, ist bereit, sich f├╝r Buffy um Dawn zu k├╝mmern.

      Die Entwicklung hin zur sexuellen Aff├Ąre in Season 6 schlie├člich, der Sex, der die Liebe eindeutig in den Hintergrund dr├Ąngt (mit dem vorl├Ąufigen H├Âhepunkt in 6x09 "Smashed"), ist im Sinne des logischen Ablaufs wieder ein bi├čchen holprig. Sei's drum, zur Liebe geh├Ârt auch Sex - und vor allem schien die sexuelle Energie zwischen Spike und Buffy (gesteigert durch Buffys unschl├╝ssiges, ambivalentes und sehr verletzendes Verhalten) auch endlich mal wieder Spikes dunkle Vampir-Seite aufzudecken, die ja fast schon in Vergessenheit geraten war.

      Diese Entwicklung mit Hin- und Her und dann wieder Sex hatte in 6x10 "Wrecked" aber eigentlich einen Schlu├čpunkt gefunden. 6x10 "Wrecked" h├Ątte bei konsequenter Fortf├╝hrung in "Gone" ein Wendepunkt sein m├╝ssen. Die folgende Entwicklung (siehe vor allem die kommenden Abs├Ątze zu Buffy) h├Ątte, egal wie, anders verlaufen m├╝ssen, als sie es tat: Spike nach wie vor friedlich, auf Sexkapaden mit Buffy aus. "Gone" bringt f├╝r den Charakter Spike nichts Neues, ist eher ein unn├Âtiger R├╝ckschritt.

    6. Buffy: Ihre Sexbegeisterung ├Ąhnlich wie bei Spike nicht vollkommen ├╝berzeugend. Nehmen wir's halt hin. Es herrschte besondere Spannung zwischen ihr und Spike, au├čerdem sind K├Ąmpfe (das wissen wir dank Faith und der Folge 4x13 "The I In Team", in der Riley und Buffy D├Ąmonen verdreschen und dabei nur "das Eine" im Kopf haben, schon l├Ąnger) halt irgendwie sexuell stimulierend. Au├čerdem ging es Buffy nach ihrer R├╝ckkehr von den Toten und ihrer schweren Lebenskrise (Depression) darum, ├╝berhaupt mal wieder irgend etwas zu f├╝hlen.

      Gut. Doch dann die Schlu├čszene in 6x10 "Wrecked": Buffy hat nach langem Gespr├Ąch mit Willow auch f├╝r sich erkannt, da├č sich etwas ├Ąndern mu├č. Spike kann ihr gef├Ąhrlich werden. Wie Buffy von Knoblauchz├Ąhen umgeben ├Ąngstlich auf dem Bett sitzt, unf├Ąhig, Willow (wegen der Suchtgeschichte) zu bitten, einen Zauber auszusprechen, da├č Spike das Haus nicht mehr betreten kann - all das war sehr bezeichnend.

      Man hatte gedacht: Nun Weihnachtspause (jedenfalls war's in der amerikanischen Ausstrahlung so) und dann kommt im neuen Jahr Schwung in die Geschichte, dann ├Ąndert sich was.

      Pustekuchen. Erst scheint es zwar so - Buffy unterst├╝tzt Willow, r├Ąumt f├╝r sie das Haus aus, "befiehlt" Dawn (Buffy ├╝bernimmt erzieherische Funktion), das auch zu tun - doch dann vergi├čt sie quasi in der n├Ąchsten Szene den ├╝beraus wichtigen Termin mit der Dame vom Amt. Wie kann sie nur so sorglos sein? Wenn man da an ihre Angst, Dawn zu verlieren, in 5x19 "Tough Love" denkt...

      Der n├Ąchste inkonsequente Punkt: Buffy, die Spike in der K├╝che erst - wie immer - "bl├Âd" anmacht, dann aber doch gleich wieder schwach wird, nur durch Xanders Erscheinen vom K├╝chentisch-Sex abgehalten wird.

      Als sie dann unsichtbar ist, kam zeitweilig das Gef├╝hl auf, Buffy pfeift ab jetzt auf alle Regeln, wird eine Art zweite Faith, vernachl├Ąssigt Dawn und gibt sich ihren Trieben Spike gegen├╝ber hin. Ich h├Ątte das zwar als ├╝blen Bruch mit der Schlu├čszene von 6x10 "Wrecked" empfunden - aber wenigstens h├Ątte "Gone" dann ein Ziel gehabt, auf das die Folge hinl├Ąuft.

      Nur David Fury w├Ąhlt diesen Weg nicht, sondern macht es noch schlimmer. Als Buffy von der wenig brillianten, aus dramaturgischer Notwendigkeit geborenen Tatsache erf├Ąhrt, da├č sie sich in Nichts aufl├Âst, wenn sie nicht bald wieder sichtbar wird, ├Ąndert sie ihr Verhalten dann doch. Auf einmal will sie wieder leben. Woher um alles in der Welt hat Buffy auf einmal wieder Lebenslust? Ein Problem hat sich in Luft aufgel├Âst. Inkonsequenter geht es wohl kaum, zum Haare Raufen ist das.

      ├ähnlich steht es mit Buffys w├╝tender Drohung in Richtung Spike (aus der Folge 6x10 "Wrecked") bez├╝glich des Sexes, den sie mit ihm am Ende von 6x09 "Smashed" hatte: "I swear to god, if you tell anyone about last night, I will kill you!" Offenbar bedeutet ihr dies gar nichts mehr, denn wie sie vor den Augen Xanders mit Spike rummacht, so verh├Ąlt sich nur jemand, der entdeckt werden will. Nat├╝rlich kann man das jetzt wieder auf das Verhalten von Unsichtbaren schieben, oder man kann mit Sigmund Freud argumentieren, da├č Buffy m├Âglicherweise (unbewu├čt) entdeckt werden will, da├č sie das Geheimnis vor ihren Freunden bedr├╝ckt und sie es gerne loswerden m├Âchte. Aber Hand aufs Herz: Wie schon bei den Erkl├Ąrungsversuchen, wieso Xander nicht bemerkt hat, da├č sich vor seinen Augen Sex abspielt - es bleibt bei dem Versuch einer Erkl├Ąrung. ├ťberzeugend ist da leider nichts.

      Am Ende der Folge jedenfalls steht Buffy letztlich wieder ziemlich genau da, wo sie am Ende von 6x10 "Wrecked" auch schon stand. Scheinbar gewillt, ihr Leben zu ver├Ąndern. Wir drehen uns im Kreis. David Fury verschenkt das gro├če Potential, was die Folge vorher bereitet hatte, g├Ąnzlich.

      Und nur nebenbei bemerkt: Staffel 6 - dies haben die Autoren immer wieder betont - steht unter dem Motto "Erwachsenwerden", Verantwortung ├╝bernehmen und die Konsequenzen der eigenen Handlungen tragen. Da fragt man sich wirklich, wo die Konsequenzen sind, wenn Buffy in dem (l├Ącherlichen) Nebenplot mit der Dame vom Jugendamt den so wichtigen Termin vergi├čt, quasi dabei ist, Dawn zu verlieren, um dann im unsichtbaren Zustand wieder alles ins Lot bringen zu k├Ânnen. In der Realit├Ąt jedenfalls kann man sich aus einem solchen Schlamassel nicht derart leicht herauswinden. Und wieso macht sie sich ├╝berhaupt noch die M├╝he, zum Jugendamt zu gehen, wenn ihr doch ohnehin alles egal ist im Zustand der Unsichtbarkeit?

      Bei Buffy kommt aber noch ein weiterer Punkt hinzu, der st├Ârt: Sarah Michelles Gellars Sprechweise der unsichtbaren Buffy. Als Schauspielerin mehr als gut, ist "SMG"s Einstand als "Sprecherin von H├Ârspielen" nicht besonders gelungen. Wie gleichm├Ą├čig betonend und dabei viel zu fr├Âhlich wirkend Sarah Michelle ihren Text f├╝r die unsichtbare Buffy runterspult, das macht "Gone" noch schlechter. Man nimmt der unsichtbaren Buffy einfach nicht ab, wie sie sich verh├Ąlt. Das liegt zum Einen am miserablen Drehbuch, zum Anderen aber auch an SMGs unpassender Sprechweise. Man darf gespannt sein, ob Buffys deutsche Synchronsprecherin Nana Spier es besser macht.


Was soll man abschlie├čend sagen (au├čer da├č David Furys Deb├╝t als Autor und Regisseur in einer Person gr├╝ndlich daneben gegangen ist)? Am besten vergi├čt man diese Folge wieder ganz schnell...